Bassena - our weblog

Sorry, just in German

Entspannung für zwischendurch Thursday 2012-01-26

Wenn es dicht ist, ist es sehr dicht. So wie zur Zeit bei havel & petz. Unsere Gehirnzellen stehen unter Dauerstrom, unsere Laptops ebenso, unsere Finger tippen im Schweinsgalopp, wir telefonieren, organisieren und koordinieren, was das Zeug hält. Hochsaison in der Fillgradergasse!

  

Gut so. Und zwischendurch denken wir hin und wieder auch an unser Wohlbefinden abseits des Agenturgeschehens und gönnen uns einen »very moment« oder gemalte Goldfische (Frau Petz hat berichtet). Ich persönlich bevorzuge Musik zum Abschalten, dieses Stück hier ganz besonders. Klassik verjazzt, zwei Welten perfekt kombiniert.

Paolo Fresu & Uri Caine: »Lascia ch'io pianga« von Georg Friedrich Händel

Zum Weinen schön.

Ruth
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Mit großen Augen - Goldfish Salvation Tuesday 2012-01-24
Tja, wer hätte das gedacht, siehe Eintrag eins weiter unter. Plötzlich geht's hier Schlag auf Schlag. Aber das muss jetzt einfach sein. Ein Film, eben auf Facebook entdeckt, von Freunden gepostet. Einfach den Fischen beim Werden zusehen. Denn sie werden nicht gegessen. Sie werden gemalt.
Es ist fabelhaft. Auch die Musik. Watch Artist Riusuke Fukahori and his »Goldfish Salvation«. Ein Fünf-Minuten-Video.
syl
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A very moment Tuesday 2012-01-24

Haben Sie es auch bemerkt, dass wir hier ziemlich nachlässig geworden sind? Tote Hose in der Bassena. Nicht, dass wir nicht wollten. Im Gegenteil! Uns fehlt es grad nur mächtig an der Zeit. An der Muße.

Dabei haben wir seit einiger Zeit Unterstützung. Ja, wir sind drei! Aber zu Mirjana ein andermal. Ganz ausführlich. Geht sich grad nicht aus.

Deshalb nur ganz kurz zu diesem einen Moment. Den wir, wenn es wirklich wild wird oder einfach zwischendurch, auf Knopfdruck finden können. Am Schreibtisch, am Häusl, in der U-Bahn. Er geht keinem ab. Und es funktioniert! Grad ausprobiert. How to meditate in a moment.
syl
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Ein Plädoyer für die Forelle Tuesday 2012-01-17
Das Leben kann ganz schön hart sein zu einem, wenn man gegessen wird. Aber da muss man durch. Insbesondere dann, wenn man eine Regenbogenforelle aus biologischer Zucht ist und man fast fangfrisch als Müllerin in der Pfanne landet. So zart und fest, fein aromatisch, dass an das Foto erst nach dem Genuss gedacht wurde.

Das muss ein weitgereister Fisch einmal hinkriegen. Das Zarte, Feste, Frische. Schon klar, ein Branzino frisch aus dem Meer kann das auch. Aber eben bloß am Meer und nicht hier. Hier kann's der Hecht, hier können's die Forellen. Andere Süßwasserfische auch. Aber das hier ist ein Plädoyer für die Forelle. Weil sie eben so zart und fest und fein ist ... Also ran an sie. Unerklärlich, warum sie plötzlich weg war von den Restaurantkarten. Aber nach und nach poppt sie wieder auf.

Abgesehen von allem, diese abgenagte hier war perfekt am Punkt. So, dass das große Kind, das in der Zwischenzeit stolz und wie ein Profi filetiert, meinte: »Ein Spitzenkoch könnte das nicht besser!« Der große Bruder möge verzeihen. Das kleine Kind hingegen, gerade am Höhepunkt seiner empathischen Karriere, konnte nicht einmal zusehen. Dieses Kind muss zur Zeit das jämmerlichste weil dünnste Hendl mit nach Hause nehmen, »weil es ja sonst keiner kauft« (hab ich gekauft). Oder den kümmerlichsten Christbaum mit den beiden Wipfeln (hab ich nicht gekauft).

Immer wieder erbarmt sich meine Seele aber frischer Forellen. Auch wenn die dafür ihr Leben lassen müssen.

Die (betrogene) Forelle

syl
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Gut Ding braucht Weile Sunday 2012-01-15

Auch wenn havel & petz bekannt dafür sind, zu Mittag regelmäßig frisch zu kochen und ihr Mahl mit Silberbesteck und Küchenrollenabrissteilen statt Servietten zu verspeisen, hie und da verlassen wir die büroliche Küche und essen auswärts. Dieser Tage verschlug es uns ins Vietthao in der Friedrichstraße.

Für all jene, die sich fürs Essen wirklich Zeit nehmen wollen, ein wunderbares Ziel. Vietnamesische Küche, wie wir sie uns wünschen.


Besser gesagt vorstellen, ohne je in Vietnam gewesen zu sein. Wer also für den Prozess vom Platz-Nehmen übers Warten, übers Gustieren und Wählen, übers Bestellen, übers Warten bis zum Essen die Muße hat, es zahlt sich aus! Die Weile war schon ganz schön lang, die Dinge dann aber auch wirkich gut. Und sooo schlecht ist eine verlängerte MIttagspause wieder auch nicht.



Ganz speziell in Erinnerung geblieben sind der Pomelo-Salat, sehr erfrischend, das Rindfleisch mit (auf?) Mango, das Gemüsecurry mit Tofu und der Wasserspinat (siehe Foto). Ach ja, Garnelen waren auch dabei, wie alles andere auch wunderbar gewürzt. Die eine besondere Vorspeise ist mir leider entfallen, irgendwie hab ich im Kopf, dass es getrocknete Garnelen mit Bohnenpaste waren. Aber leider, ein Nudelsieb mein Hirn.

Die Karte des kleinen Lokals bietet reichlich Auswahl ohne überladen zu sein, und - zumindest in unserer Runde - war jedes Gericht für sich etwas ganz Besonderes.

Fein, wenn eine Runde aus vier Frauen so zusammentauscht. Kreuz-und-quer-Essen mit Stäbchen.

Das Vietthao auf Facebook

Ruth

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ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
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 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo damals oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wußten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!