Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Der Optimist in mir Samstag 2014-04-19
Woran liegt es, dass manchen das sonnige Gemüt offenbar in die Wiege gelegt wurde, andere jedoch ständig zweifeln, hadern und sich sorgen? Was jetzt kommt ist kein unreflektierter »Denk doch einfach positiv«-Aufruf, sondern ein interessanter Ansatz aus der Gehirnforschung.

Schwarzer Schriftzug "Happy" auf gelbem Untergrund

Der Song zur Einstimmung aufs Thema. Einfach klicken!

Elaine Fox, Professorin für Psychologie und Neurologie, Leiterin des Oxford Centre for Emotions und Affective Neuroscience an der Universität Oxford, hat ein Buch dazu geschrieben: »In jedem steckt ein Optimist«. Und sie meint, obwohl die genetische Grundausstattung zweifellos Einfluss auf unser Verhalten hat, lässt sich das »Schicksal« überlisten.

Unser Gehirn ist laut aktuellen Forschungen einfach sehr formbar und einmal eingeschlagene Pfade in unseren Gehirnwindungen können verlassen und neue Wege gegangen werden.

Prinzipiell logisch: Je schlechter wir drauf sind, desto mühsamer ist auch die Interaktion mit unseren Mitmenschen und desto negativer fallen deren Reaktionen auf uns aus. Was uns wiederum bestätigt, dass ja doch alles schlecht ist. Das dahinterliegende Problem: Je öfter und stärker das passiert, desto mehr verfestigt sich die entsprechende »neuronale Verdrahtung« im Gehirn. Und die somit programmierten Synapsen spielen ein unlustiges Spiel mit uns. Wir können gar nicht mehr anders. Die Einstellung zum Leben hängt also stark mit den Vorgängen tief in unserem Gehirn zusammen. Und je nachdem baut sich über die Jahre quasi ein positives oder negatives Netzwerk neuronaler Verbindungen auf. Ein optimistisches und ein pessimistisches. Aber - das ist die gute Nachricht - dieses Netzwerk lässt sich beeinflussen und verändern. Natürlich nicht von heute auf morgen.

Elaine Fox: »Indem wir die Art und Weise verändern, in der unser Gehirn auf Probleme und Freuden reagiert, können wir unsere Persönlichkeit verändern.« An sich zu arbeiten, scheint also durchaus überlegenswert, wenn man zu den notorischen Schwarzsehern gehört. Vor allem, wenn das keine esoterischen Flausen sind, sondern, wie es scheint, wissenschaftlich bewiesen ist, dass das erfolgsversprechend ist.

Quelle: Der Standard, 19. April 2014, Seite K1 und K2.

Ruth

Oster-Striezel-Backen-Generalprobe bestanden Sonntag 2014-04-06
Es war, wie so oft: Auch wenn's spannend ist, Zeit zum Tratschen bleibt meistens. So auch beim großartigen Brotback-Seminar mit Roswitha Huber am zweiten Tag des Food-Symposiums »Anständig essen« in Bad Hofgastein (die Kollegin hat berichtet). Aber wir haben immerhin zum Thema »Backen« getratscht.
Kinderhände, die Teig machen 
Während wir also an Roswitha Hubers Lippen hingen, erzählte Barbara van Melle von ihrem unschlagbar guten Striezelrezept. Freundlicherweise schickte sie es nach dem Wochenende gleich aus und freut sich als edle Rezeptlieferantin sogar, wenn wir es weiter teilen. Was ich hiermit tu.
80 g Dotter (ca. vier Stück), 110 g Kristallzucker, 10 g Salz, 20 g Rum, 10 g Vanillezucker und die abgeriebene Schale einer Zitrone verrühren. 110 g Butter schmelzen und mit der Dottermasse vermischen. 60 g Germ in 320 g lauwarmer Milch auflösen und ebenfalls in die Masse geben. Dann mit 750 g glattem Mehl verkneten.

Um die Hälfte gehen lassen. Flechten, noch einmal gehen lassen, mit Ei und eventuell Hagelzucker bestreuen. Oder wie in unserem Fall die Kinderseite mit buntem Streusel. Bei 180 Grad 35 Minuten backen.

Fazit: Das Rezept ist fantastisch und mein Sohn ein großartiger Striezelbäcker!

Generalprobe bestanden, Ostern kann kommen!

Ruth

Wieninger ist Hajszan-Neumann ist Wieninger Freitag 2014-04-04
Der Lieblings-Ex-Chef ist jetzt noch größer. Wobei er eh schon recht imposant aussieht im Vergleich zu seiner Lieblings-Ex-Mitarbeiterin da auf dem Foto. Aber raten Sie einmal, wem bei der Rangelei die Magnumflasche Chardonnay zugefallen ist. Eben. Auf die Größe kommt es zumeist einfach nicht an.
Sylvia Petz und Fritz Wieninger rangeln um eine Flasche Chardonnay, Foto Lalo Jodlbauer

Die Freude war damals groß über den vinophilen Zugewinn. Jetzt darf sich der Winzer über einen noch viel größeren freuen: Er hat das Weingut Hajszan-Neumann in Grinzing übernommen. Nicht gekauft, wie fälschlicherweise kolportiert wurde, nur übernommen. Stefan Hajszan, Gastronom und Vater von Zwillingen, ist die Mehrfachbelastung zuviel geworden. Und g'scheit wie er ist, hat er rechtzeitig die Reißleine gezogen und den Betrieb samt Restaurant und Buschenschank seinem Freund Fritz Wieninger übertragen.

Der freut sich wie ein Schneekönig über die perfekt gepflegen und biodynamisch bewirtschafteten 20 Hektar Weingärten am Nußberg. Ein wahres »Geschenk«, von dem er nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Die Marke »Hajszan-Neumann« wird übrigens bestehen bleiben. Mit Vereinfachung und Bündelung von Strukturen da und dort.

Gepresst etwa wird die gesamte Lese in Stammersdorf im Stammhaus werden, wonach der Grinzinger Most wieder retour nach Grinzing gefahren wird. So kann eine der sündteuren Pressen eingespart werden, und der Chef muss nicht zwischen den Presshäuern hinundher-radeln. Dafür stehen bei Hajszan-Neumann ab sofort ein perfekter Fuhrpark und eine professionelle Mannschaft auch für die Wieninger-Weingärten am Nußberg parat. Perfetto!

Wie das mit der Buschenschank am Eichelhofweg sein wird, wird sich bald weisen. Fix ist sie auf jeden Fall, mitten im Weingarten mit Blick auf Wien. Die Freude ist groß! Nur der in den letzten Jahren etwas überdimensioniert gewesene Bauch vom Lieblings-Ex-Chef ist plötzlich wieder ganz klein. Er und das neue Weingut stehen ihm hervorragend zu Gesicht.

www.wieninger.at
www.hajszanneumann.com
Foto: Lalo Jodlbauer
syl
»Essen ist Politik«, so die Akteure von »Anständig essen« Dienstag 2014-04-01
Weil es mit spannenden Vorträgen und »so kann's nicht weitergehen« nicht getan ist, haben die Akteure von »Anständig essen 2014« - Food-Symposium in Bad Hofgastein am 28. und 29. März - einen Forderungskatalog an Politik und Schulverantwortliche erstellt. Sie sagen dem dickmachendenChristian Seiler bei seinem Vortrag. Foto: Philipp Horak

Schul-Essen, den krankmachenden Jausen und Getränken an den Schulbuffets den Kampf an. Denn 24 Prozent aller Schulkinder zwischen sieben und vierzehn Jahren sind laut österreichischem Ernährungsbericht 2012 übergewichtig oder fettleibig. In Anbetracht dieser Zahlen seien die Verantwortlichen zum Handeln aufgefordert, lautet der Konsens der Mitwirkenden an »Anständig essen 2014«. Die da sind: Christian Seiler, Organisator und Gastgeber für den Gastein Tourismus, Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler, Slow-Food-Wien-Chefin Barbara van Melle, »Food-Detektiv« Hans-Ulrich Grimm, Journalistin Elisabeth Ruckser, Brotkönnerin Roswitha Huber, Käsemeister Stephan Gruber und Gastronom Sepp Schellhorn. Und wir. Aber das ist eh klar.

Was im Forderungskatalog alles drinsteht und was sonst noch alles los war in Bad Hofgastein, können Sie hier nachlesen, Fotorückschau inklusive.

www.anstaendigessen.com
Foto: Philipp Horak
syl

Flotti karotti Sonntag 2014-03-30

Apfelschälen für Heimwerker und Heimwerkerinnen. So schnell hat noch nie ein Früchtchen seine Hülle abgelegt. Macht offensichtlich auch Spaß. Ab sofort gibt es keine Ausreden mehr, wenn's um den selbstgebackenen Apfelstrudel geht.

Zum Facebook-Film
syl

Apfelschälen mittels Bohrmaschine
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ruth havel & sylvia petz
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Aids-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!