
Bassena - our weblog
Sorry, in German only
| Momente an der Côte d'Azur im Regen |
Thursday 2013-05-23 |
| Eine eindrückliche Erfahrung von meiner ersten (!) Reise an die Côte d'Azur: So stark regnet's nicht einmal in Salzburg. Also verbrachten mein sehr unterhaltsamer Reisebegleiter (Sohn Theo, 12 Jahre) und ich einen halben Tag im Hotelzimmer und warteten (vergeblich) darauf, dass es 1. zum Schütten aufhört und 2. die Schuhe trocknen. Obwohl weder 1. noch 2. nach angemessener Zeit eintrat, trieb uns der Hunger irgendwann trotzdem wieder auf die Straße. In ein Restaurant, das zwar nicht französisch war aber dafür die doch recht unterschiedlichen Ansprüche der beiden Reisenden an kulinarische Einrichtungen bestens erfüllte. | | Anforderungen Sohn: Auswahl zwischen Pasta (ohne nix oder Bolegnese), Pizza (Margherita), Schnitzel (Wiener) und Süßspeisen (egal welche). Im Idealfall bio. Anforderungen Mutter: hohe Qualität der Produkte (im Idealfall bio), der Speisen am Teller, der Weinkarte, des Services. Was nicht mit Hauben- oder Sterneküche gleichzusetzen ist, das kann in jeder »Preisklasse« Spaß machen. Das »Attimi« erfüllte sie alle. Und so aß der Sohn Pizza Margherita aus Bio-Mehl mit Bio-Buffala und Bio-Tomaten, die Mutter etwas Ähnliches, in Richtung Fladen Gehendes. |  | Das Gemüse oben drauf war knackig und gut gewürzt, der Wein absolut okay, das Dessert délicieux. Und unsere Kellnerin extrem freundlich, zuvorkommend, humorvoll und schnell. Das automatische »Rufsystem« (siehe unteres Foto) mit der Auswahl »bestellen«, »stornieren« und »zahlen« hat den Sohn natürlich besonders beeindruckt. Alles in allem ein geglückter Fund im Regen. Und die Schuhe hatten an den Füßen genügend Zeit, in Ruhe zu trocknen. Am nächsten Tag schien Gott sei Dank wieder die Sonne und Nizza war richtig schön!
www.attimi.fr Ruth
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| Pleased to meet you - Zillingers Weintalried und Traminer 2012 frisch gefüllt! |
Thursday 2013-05-16 |
PLEASED TO MEET YOU. HOPE YOU GUESS MY NAME ... Please allow me to introduce myself: I'm a wine of wealth and taste. I've been around for a long, long year,
stole many a mans soul and faith. (nach dem Original der Rolling Stones)
Falls sein Spiel Sie verwirrt: gestatten, Grüner Veltliner Weintalried 2012. Von uraltem Geschlecht. Gerade noch auf der Vollhefe und von dort direkt in der Flasche. Doch seien Sie auf der Hut, erst umgarnt er bloß, dann betört er mit seiner Würze, seinem schwarzen Pfeffer und seiner exotischen Frucht.
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Und dann lässt sein engmaschiges mineralisches Netz Sie nie mehr wieder los!
Und gestatten, hier auch sein Geselle: Traminer In Haiden 2012.
Denn selten trifft man ihn alleine. Und auch er frisch in der Flasche,
wie eine wilde Rose verströmt er seine Aromen, verwirrt Ihre Sinne und
schon wollen Sie ihn haben. Dieses elegante Finish
ist anhaltend! And now come on and listen to:
Sympathy for the devil. Oh, who who ...
Grüner Veltliner Weintalried 2012, Lagenselektion. Ab Hof € 14,50.
Traminer In Haiden 2012, Lagenselektion. Ab Hof € 10.
www.zillingerwein.at |
syl
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| Wenn die Faulheit siegt - das Corns n' Pops |
Wednesday 2013-05-15 |
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Ich gebe es zu - nach der Arbeit bin ich meistens (= so gut wie immer) zu faul, noch etwas zu kochen. Meistens wird es daher Salat, Suppe oder Brot mit diversen Aufstrichen.
Seitdem mich allerdings mein Nachhauseweg über die Gumpendorferstrasse und den Naschmarkt führt, greife ich immer öfter zum »To-Go« Abendessen. Eines meiner Lieblingslokale dafür ist das Corns n' Pops, gleich gegenüber der Saint Charles Apotheke.
Die Besitzerin ist nur ein paar Monate älter als ich, und erfüllte sich mit der Eröffnung des Lokals 2009 einen Traum. Wie der Name schon sagt war die ursprüngliche Idee eine Frühstücksbar, wo man sich selbst sein Müsli zusammenstellen kann. Darüber hinaus gibt es aber auch einen Wochenplan mit einem wechselnden Angebot an Bagels, Salaten, Curries, Couscous, Suppen und Pasta, sowie jede Menge süßer Leckereien.
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Alle Speisen sind leicht, und es wird Wert auf biologischen Anbau und Vollwertküche gelegt. Gegessen werden kann natürlich auch im liebevoll französisch eingerichteten Lokal, die Portionen kosten meist zwischen € 3 und € 6.
Corns n' Pops, Gumpendorfer Straße 37, 1060 Wien.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 07:30 - 17:00, Sa 09:00-16:00
www.cornsnpops.com
anna
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| Eine Apotheke ist eine Apotheke ist mehr als eine Apotheke. |
Friday 2013-05-10 |
Fast jeden Tag spaziere ich an ihr vorbei und erfreue mich an ihrer Schönheit. Jedes Mal beim Vorbeispazieren denke ich mir »Sagenhaft, einzigartig, wunderbar«. Jedes Mal, wenn ich sie besuche, erfreue ich mich an bis dato nicht entdeckten Kleinigkeiten und Details. Um wen es geht? Um eine Apotheke! Oder eben weit mehr als eine Apotheke. Um die Saint Charles Apotheke bei uns ums Eck, die es in der Form seit
2006 gibt.
| | Davor eine zwar durchaus schöne aber eben doch eher normale Apotheke, ist die Saint Charles seit damals eine Oase.
Dass dort auch Medikamente verkauft werden, fällt fast nicht auf. Das Sortiment an eigenen und fremden »alternativen« Produkten haut einen wirklich um. Und schön ist es dort!
Schon klar, der schöne alte Steinboden, die stilvollen Regale, die großzügige Raumhöhe, also einfach die bestehende Substanz, all das trägt viel dazu bei. Doch der angenehme Duft, die dezente und doch anspruchsvolle leise Musik, das wohl durchdachte (nehme ich an) Lichtkonzept, die »dekorativen« hauseigenen Produkte, eine Kombination, die ich großartig finde. Ich kenne wenige Geschäftslokale, die eine derart postive Wirkung auf meine Laune und mein Wohlbefinden haben. Und wenn mir die Wartezeit dann noch mit einer Tasse Tee angenehm gemacht wird, schreib ich einen Blogbeitrag! Saint Charles Apotheke, Gumpendorfer Straße 30, 1060 Wien. Und hier gibt's noch mehr Saint Charles. Ruth
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| Ballast abwerfen! |
Tuesday 2013-05-07 |
Man kann lange zusehen, sehr lange. Und dann, irgendwann, dann reicht's. Wenn man nimmer weiß, wohin im Weinbücher-Kochbücher-Fachheftl-Bücherregal man dieses eine Magazin noch stopfen soll. Wenn jedes neue Buch einen ratlos vor der Wand stehen lässt, weil man nimmer weiß, wohin.
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Dann kommt der lang herbeigesehnte Rappel und dann geht's los. Weinratgeber aus dem Jahr 1988, Guides der vergangenen 1.000 Jahre, Kochbücher, aus denen man erfährt, wie man aus Gemüsekonserven Essen kocht, Wein-/Winzerempfehlungen hochrangiger Journalisten, die längst überholt sind und Stapel chronologisch sortierter gelesener Gourmet- und Weinmagazine, in die nie nie wieder ein Blick geworfen wurde. Alles raus und auf den Boden. Ha! Und dann: und jetzt? Ein neuer ratloser Blick auf das Gebirge. Wie soll das denn nun ins Altpapier? Na, wie wohl? Na, wer wohl? Am Körper gefühlte 300 kg waren es, aufgeteilt auf zwei grüne Tonnen. Und wissen Sie was? Das beste am Billa sind seine Plastiktaschen. Sie fassen locker 30 kg Büchermist und locker zehnmal wurde eine davon gefüllt. Und jetzt? Viel Ballast ist weg und das Regal ist immer noch fast voll. Aber da und dort hat sich ein Spalt für ein neues Buch aufgetan. Und gelesene Hefte fliegen ab heute sofort in die Tonne. Hier noch ein besonders inspirierendes Rezept aus einem der geflogenen Bücher, »Kochrezepte für die bäuerliche Küche«, herausgegeben 1974 von der O.Ö. Landwirtschaftskammer, in dem kein einziger Knödel vorkommt dafür aber Bayrischer Kartoffelsalat, Leber à la Lissabon, Schwäbischer Sauerbraten und eben dieser phantastische »Schloßsalat«: Hartkäse, Schinken oder Wurst, Essiggurkerl, Fisch, alles in Stäbchen schneiden, mit Mayonnaise vermischen und mit Gemüse und Kräutern verzieren. Lassen Sie es sich gut schmecken! |
syl
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!
Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!
DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.
> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.
Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?
> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.
> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.
> Purple Wine
Purple Wine und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.
Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.
> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!
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