Gräser und Hagebutten im Herbst

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Mostello - ein Hoch auf die Birne! Sonntag 2014-12-14
Ich hab ihn von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Den wie Portwein produzierten Mostello aus vier verschiedenen Birnensorten der Mostelleria in Öhling nicht weit von Amstetten. Die Familie Farthofer erzeugt dort die für die Region typischen Moste aus Äpfeln und Birnen.
 Die Mostello-Flasche mit Glas Mostello und dahinter ein Adventkranz

Und seit einigen Jahren eben auch den im Eichenholzfass gereiften Mostello. Wie Portwein ist er deshalb produziert, weil der Birnenwein mit Birnenschnaps bis auf seine beachtlichen 18 % Vol. Alk. aufgespritet wird und dann für ein paar Jahre ins kleine Fassl kommt. Und das liegt dann nicht im gleichmäßig temperierten Keller, sondern draußen, wo der Mostello durch die Temperaturschwankungen genau zu dieser speziellen Aromatik kommt.

Der speziell durch die Birnennoten genau das Richtige ist für mich. Birnen gehören zu meinem Lieblingsobst, nur weich dürfen sie nicht sein. Ebenfalls in einem Mostgebiet, im Mühlviertel, aufgewachsen, habe ich schon als Kind meine Zähne liebendgerne in Mostbirnen geschlagen und an Minibissen aus den kleinen harten Früchten »gezutzelt«, bis ich sie nur noch ausspucken konnte.

Der Mostello ist allerdings alles andere als zum Ausspucken. Er ist zum Runterschlucken und Genießen, speziell dieser vom Jahrgang 2009. Die erste trockene Variante und bislang die einzige, die ich verkosten durfte, aber sicher nicht die letzte. Er erinnert mich ein bisschen an Sherry, salzig, nussig mit feiner Fruchtsüße und fast ein bisschen streng. Aber das mag ich ja. Und die Jahrgänge mit der Restsüße möchte ich auch ganz bald probieren. Wie sie alle schmecken, ist übrigens bei der lieben Freundin auf ihrem Blog Kulinarischer Salon nachzulesen. Vielen Dank nochmals, liebe Angelika!

www.mostelleria.at
syl
Eine kleine Reisenotiz Sonntag 2014-12-07
Was tun, wenn man phasenweise so viel zu tun hat, dass man nicht und nicht dazukommt, die eigene Bassena mit Inhalten zu füllen? Und was tun, wenn man im Sommer im Überschwang einen verrückten Tagesausflug nach Paris beschließt, der Anfang Dezember dann so gar nicht in den Terminplan passen will?
Cafe in Paris

Man beißt die Zähne zusammen, tritt die Reise trotzdem an, genießt sie in vollen Zügen und macht danach eben nur einen Mini-Blog-Eintrag. Et voilà.

Heuer jährt sich das Auslands-semester der Autorin an der Sorbonne in Paris zum, tja, 20. Mal. Der 1. Dezember 1994 wurde - warum auch immer - in der

La palette in Paris
Vierer-WG zum »Tag es sich sinnlosen Befressens und Besaufens« gekürt und seit damals jedes Jahr gemeinsam begangen. Oder fast jedes Jahr. Der 19. Jahrestag wurde allerdings erst im Juni 2014 nachgeholt und da wurden dann auch die Pläne für den 20er geschmiedet. Vraiment fou!

Nun ja, der Herbst entwickelte sich zur Workshop- und Seminarjahreszeit und der 1. Dezember war terminlich plötzlich alles andere als günstig. Egal. Montag 6.15 hin, Montag 21 Uhr zurück. Paris in einem Tag! Sämtliche alte Routen wurden gegangen, ehemalige Stammlokale besucht und das damalige Wohnviertel inspiziert. Vachement cool! Merci mes chers!

Ruth

Wiener Weingärten auf dem Trockenen - Bewirtschaftung künftig Pflicht Samstag 2014-11-29
Eine gute Nachricht. Sie verheißt den Grundstücksspekulationen um die Wiener Rebflächen und ihren Umwidmungen ein Ende. »Anbaupflicht statt Spekulationen« steht in einem Online-Artikel vom 27. November auf orf.at. Ein entsprechendes Gesetz wurde an diesem Tag im Landtag beschlossen.

Aus dem Büro der zuständigen SPÖ-Stadträtin Uli Sima sei dies dem Artikel zufolge der APA berichtet worden. Bis dahin ist nämlich immer wieder in Rebflächen investiert worden, um diese in Folge in Bauland umzuwidmen und dort ein schmuckes Privat-Häuschen zu errichten. Wer will das auch nicht, wohnen zwischen den Rebzeilen? Würd ich auch gerne. Geht ab sofort aber nimmer und das ist gut so.

Die Wiener Winzer, wir und alle dürfen aufatmen. Wir und alle, weil Weingärten Kulturgut sind, unsere Natur - soferne entsprechend bewirtschaftet - bewahren und allen Spaziergehenden schöne Momente bescheren. Und schlussendlich wunderbaren Wein. Wiener Gemischten Satz, Wiener Veltliner, Wiener Riesling, Wiener Burgunder, Wiener Zweigelt, Wiener Pinot, Wiener Weinseligkeit.

Ab jetzt gilt: Rebland ist Rebland und Baugrund ist Baugrund!

wien.orf.at
Foto: APA/Roland Schlager
syl

havel & petz im fremden Netz Donnerstag 2014-11-27

Wir sind gut vernetzt. Weil uns Netzwerken Spaß macht, weil wir gerne unter die Leute gehen, weil wir mit Leidenschaft kommunizieren und natürlich weil das zu unserem Job gehört. Für uns und unsere Kunden.

Auch im Netz ist Netzwerken ein Thema. Eh klar. Seit kurzem sind wir im Gastronews-Netzwerk vertreten. Und haben somit eine wunderbare Plattform, unser Portfolio zu

Screenshot gastronews.at

präsentieren. Ergo unter die Leute zu bringen! Schön, dass wir uns auch in fremden Netzen ins rechte Licht rücken können!

havel & petz auf www.gastronews.at

Ruth
Danke Corinna! Danke Mauro! Montag 2014-11-24

Wenn im November eine schlechte Nachricht kommt, schlägt diese sich gerne besonders schwer aufs Gemüt. Dabei hätte es gerade etwas zu feiern gegeben. Etwas zum Stolzsein und Begießen. Etwas, das erfolgreich zu Ende gegangen war. Und dann die Nachricht. Und dann war sie dahin die Feierlaune.

Die gute Freundin lacht durch zwei Weingläser

Aber dann, dann flüsterte der kleine Mann im Ohr: »Du bist nicht allein ...«

Also kam der Anruf, ob ich denn Lust hätte auf einen Waldspaziergang in den Lainzer Tiergarten, Wildschweine schauen. Gefragt, getan. Und wir haben tatsächlich noch ein letztes Wildschwein erspäht. Ein letztes, da die Gatter allesamt wegen Wintersperre geschlossen sind und die Wildschweine oder Spaziergänger draußen bleiben, je nach Perspektive.

Wieder zuhause wurde schlussendlich doch begossen. Was so ein Wald samt Wildschwein nicht alles bewegen kann. Erst mit Schmelzers biodynamischen Schaumwein, der an diesem Abend unser Herz aber nicht so wirklich gewinnen konnte. Und weil Corinna nie lange fackelt, forderte sie »richtigen Stoff«. Der fand sich im Weinregal weiter unten, dem Wetter entsprechend aus der Rebsorte Nebbiolo. Der Laune entsprechend von Mauro Veglio, diesem unglaublich netten Winzer aus La Morra im Piemont. Dem Gusto entsprechend den Barolo Vigneto Arborina 2004.

Tja und dann hieß es warten. Zehn Jahre alt und noch so was von jung. Vollkommen verschlossen kam er ins Glas, mit leichten Medizinaltönen und Menthol in der Nase. Vielleicht hat ihn die geballte Weiblichkeit im Raum verstört? Wir werden's wohl nie erfahren.

Gewiss ist aber, dass über die Stunden die Fülle im Glas mehr und mehr wurde, obwohl wir tapfer dagegen hielten. Blütenaromen, konzentrierte Himbeeren, Minze, noch immer ordentlich Biss im Tannin und wie sich's gehört eine kräftige Ladung Säure. Und zwischendurch so mittendrin zeigten auch die Veilchen auf. Der Arborina ist ein Wein, bei dem man die Zunge schnalzen lässt.

Und so sage ich Dank meiner lieben Freundin Corinna und dem lieben Mauro, dass sie meinen Sonntag gerettet haben. Was es zu feiern gegeben hätte? Bleiben Sie dran! :O)

www.mauroveglio.com
syl
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ruth havel & sylvia petz
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Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!