Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Marillenfest Montag 2014-07-21
Marille ist Programm. Jedes Jahr aufs Neue und jedes Jahr ein Fest. Ein Marillenfest. Es beginnt schon mit der Fahrt durch die wunderschöne Wachau zur Marillenprinzessin. Bei ihr werden die Früchte in den Kofferraum verladen und meist geht auch der frisch angesetzte tieforangefarbene Marillenlikör mit.Das Strandbad in Weißenkirchen
Dann wartet schon Rudi Pichler auf uns. Heuer mit dem frisch gekühlten Rosé 2008, von dem er zufällig noch ein paar Flascherl fand. Frisch wie der Frühling! Auf seiner luftigen Terrasse ein Gedicht. Ein Traum, ein Leben. Das hat er der Rudi, so wie er lebt, eingebettet zwischen Donau und Weinterrassen. Kleine Bläschen auf der Marillenoberfläche
Winzer sein muss er natürlich auch, aber das erledigt er mit links. Heuer leider ohne ihn und Martina ging's weiter zum Heinzle, Wirtshaus direkt an der Donau in Weißenkirchen. Dort gibt's Forelle und genauso, wie sie gehört. Knusprige Haut, perfekt gebraten, gute Petersilerdäpfel, gemischter Salat und Glück.Die köchelnde Marillenmarmelade
Und dann, dann wartet das Paradies. Das Strandbad gleich daneben. Unter Palmen, die Trauerweiden sind. Mit einer kleinen Insel und in der Strömungtreibenlassen. Wo 35 Grad im Schatten plötzlich nicht mehr spürbar sind, weil der leichte Wind sie vertreibt. So entspannend, dass die Marmelade wie von alleine wird. Marillenspiel.
Die fertige Marillenmarmelade in eckigen Gläsern
syl
Hoch oben am Berg Donnerstag 2014-07-17

Präzise, straffe, fast schon strenge Weine mit Struktur. Rauchige Noten, Graphit-Töne, Schiefermineralität. Wer denkt da an südsteirische Weine? Auf jeden Fall die Schreiberin dieser Zeilen, seit sie die Weine vom Weingut Schauer in Kitzeck im Sausal probiert hat. Südsteirische Weine, die in ihrer Stilistik ganz anders sind, als gemeinhin erwartet wird.

Die wichtigsten Rebsorten des Winzers Stefan Schauer, der unter anderem Teil der "Jungen Wilden" rund um Artur Toifl und Urban Stagard ist, sind Sauvignon Blanc, no na, Riesling und Grauburgunder. Weine, die nicht nur oben am Berg auf wirklich steilen Steillagen wachsen, sondern auch oben am Berg verarbeitet werden. Mitten in der

Lage Gaisriegel, die das Weingut komplett umgibt.

Karl Schauer hat für die Weinproduktion, die seit 1980 neben Buschenschank (traumhafter Garten!) und Gästezimmer mehr oder weniger nebenbei lief, im Jahr 2004 Produktions-Halle und Keller ordentlich erweitert und in den Berg

Sekt vom Weingut Schauer 

bauen lassen. Sohn Stefan kümmert sich darum, dass die Weine, die das Kitzecker Weingut verlassen, dies in einem Top-Zustand tun. Und das tun sie!

Rund 16 Hektar werden zur Zeit bearbeitet, es darf in Zukunft auch noch ein bisschen mehr sein. Damit die Sache noch runder wird, harren Ausstattung und Website gerade eines Relaunches, der kommt, wann er kommt. Vielleicht geht's in die Richtung vom unbedingt kostenswerten »Schauer Brut«. Vielleicht aber auch nicht, neugierig sind wir schon jetzt.

Stefan und wenn es die Zeit erlaubt, Bruder Bernhard, sind umtriebig, haben richtig Biss, »geile Weine« (O-Ton Winzer) zu machen und sie unter die Leute zu bringen. Sie sind am besten Weg dazu!

www.weingut-schauer.at

Ruth

Jetzt ist es heraußen: Bio ist doch gesünder! Donnerstag 2014-07-17
Der britische Guardian weiß es. Er zitiert Studienergebnisse, in denen ein signifikanter Unterschied zwischen konventionell und biologisch angebautem Gemüse, Obst und Getreide aufgezeigt wird. In biologischen Lebensmitteln sind signifikant mehr gesunde Antioxidantien und weniger giftige Metalle und Pestizide nachweisbar.
Bunte Gemüse in Körben am Markt

»Weniger Gift« war bisher das einzige Argument pro bio. Jetzt gibt es ein weiteres, die guten Antioxidantien. Von ihnen gibt es um bis zu 60 % mehr im »gesund« angebauten Essen, was ein echtes, ein richtig gutes Argument ist. Und um bis zu 50 % weniger böses Kadmium.

Wechselt man zu biologischen Lebensmitteln, bedeute das so viel, als nähme man täglich zwei Portionen empfohlenes Obst und Gemüse mehr zu sich. So der Tenor des internationales Expertenteams unter der Leitung der Universität Newcastle.

»Die Studie ist der umfassendste Vergleich, der je zum Nährstoffgehalt von biologischen und konventionellen Lebensmitteln durchgeführt wurde. Sie ist das Ergebnis einer neuen und innovativen Art der systematischen Literaturprüfung und Meta-Analyse«, steht auch auf der Webiste dem FibL, dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Studie ist das Ergebnis einer Meta-Analyse, die auf 343 wissenschaftlich begutachteten Pubilikationen basiert.

Und alle Gemüse- und Obst-Verweigerer dürfen sich freuen. Einfach ein bissl was vom Biologischen zu essen, ersetzt das Durchquälen durch große Portionen vom Konventionellen. Wohl bekomm's!

Quellen: The Guardian, 11. Juli und FiBL, 14. Juli.
syl

Österreichs Pinots erobern die Welt Montag 2014-07-07
The Godness and Master of Wine Jancis Robinson hat in ihrer wöchentlichen Kolumne in der Financial Times ihre Stimme für den österreichischen Pinot Noir erhoben. Sie sagt: »Austria, until recently more readily associated with fine white wines, is enjoying a red-wine renaissance«. Weinviertler Weingarten von Egon Mark/ÖMW

Zugute kämen den Cool-Climate-Weinen aus Österreich die exorbitanten Preise in Burgund. Sie seien wie die Weinpreise in Bordeaux den Gaumen der Weinliebhaber nicht mehr zuträglich, weshalb diese nach Alternativen suchen. Und obwohl die Qualität der Pinots in Oregon, Kalifornien, Neuseeland und Australien in den letzten Jahren hinaufgeschnellt sei, könnten die Winzer dieser Weinbaugebiete sieben Jahrhunderte Erfahrung mit der schwierigen roten Burgundertraube nicht wettmachen. In Deutschland und Österreich hingegen haben bereits Mönche im mittelalterlichen späten 14. Jahrhundert diese Rebsorte kultiviert.

Entsprechend hoch sei das Know how mancher Winzer heute, auch wenn die Qualität der Pinots Ende der 1990er noch zu wünschen übrig gelassen habe. Speziell die deutschen »Spätburgunder« fand Robinson »gräulich rosa, ziemlich hart und gleichzeitig süßlich, damit die fauligen Töne übertüncht wurden«. Dann kam die globale Erwärmung, die deutschen Sommer wurden wärmer und trockener und die Trauben reiften besser und gesünder aus.

Und es kam die große Liebe der Winzer zu neuen Eichenfässern, die Lust der deutschen Weintrinker auf Rotweine wurde größer und die Pinot-Rebflächen wuchsen. Nach und nach und mit zunehmender Erfahrung wurde auch der intensive Holzeinsatz wieder zurückgenommen. Heute seien viele deutsche Pinots ausgewogen und eine ausdruckstarke Anwort auf die französischen.

Vieles ist eins zu eins für manche Weinbaugebiete Österreichs umzulegen. Das Klimatische sicher für das Weinviertel und generell das nördliche Niederösterreich, nicht für das Burgenland und die Thermenregion. Die Gegenden dort waren schon immer auf der eher warmen Seite daheim. In und für Österreich punkten seit Jahren generell der Zweigelt, St. Laurent und »rising star« Blaufränkisch, sie stünden für die Attribute des 21. Jahrhunderts: Frische und präzises Terroir. Das gilt vor allen Dingen auch für den Pinot Noir, der was die Rebfläche betrifft, weit hinter den anderen Rotweinsorten Österreichs liegt.

Janics Robinson hat erst kürzlich 28 österreichische Pinots und 11 St. Laurents, dem man ein Naheverhältnis zum Pinot nachsagt, verkostet. Robinson kann die Ähnlichkeit nicht nachvollziehen: »I must say I was struck by how dissimilar the two varieties tasted.« Die Pinots waren für sie sehr sortentypisch mit der süßen Frucht des Rebsorte, bei den Besten von ihnen fand sie Aromen nach Farn, Veilchen, Kräutern, roten Früchten, Pilzen und mineralischer »Steinigkeit«. Sie seien möglicherweise nicht ganz so komplex wie ihre deutschen Brüder und sicherlich nicht so edel wie die burgundischen, haben aber ihren Wert. Sie vergab den vier besten 17 von 20 Punkten, was wirklich gut ist.

Die früheren über-extrahierten und konzentrierten Pinots erinnerten sie tatsächlich an St. Laurent, das sei aber vorbei. St. Laurent sei grundsätzlich dünkler und blauer, weniger subtil und in vielen Fällen habe er einen kurzen Abgang.

Ihre 17-Pinot-Punkter kommen aus vier unterschiedlichen Regionen. Es sind dies:

• Ebner-Ebenauer, Black Edition, Weinviertel/Niederösterreich
• Fred Loimer, Langenlois Ried Dechant, Kamptal/Niederösterreich
• Gerhard Markowitsch, Reserve, Carnuntum/Niederösterreich
• Wieninger, Grand Select, Wien

Wir gratulieren! Und freuen uns über die Rotwein-Revolution aus Österreich.

Quelle: Financial Times. Freitag, 27. Juni

Foto: ÖWM/Egon Mark
syl

Tatsächlich super! The Daptone Super Soul Revue feat. Sharon Jones & The Dap-Kings & Charles Bradley & Antibalas Donnerstag 2014-07-03

»This might have been an operahouse yesterday, this might be an operahouse tomorrow, but tonight it is a dancefloor!«.

Saun&Starr Charles Bradley
Antibalas Sharon Jones


Einer der großartigsten Abende ever, Hexelkessel in der Wiener Staatsoper. Wer nicht dabei war bei diesem Konzert am 1. juli, kann wenigstens nicht wirklich wissen, was er/sie versäumt hat. Denn es täte ihm/ihr ewig leid.

Hier Karl Fluchs Nachbericht im Standard. Wenn er zu Wort kommt, ist's bequemer. Und besser kann man es ohnedies nicht sagen. Hörproben mit Klick auf den blauen Mann (Bradley), den orangen Mann (Antibalas, Juchu!) und die blaue Frau (Jones).

Karl Fluch. Der Standard, 2. Juli
Hier auch der Nachbericht der Presse, 2. Juli
syl
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ruth havel & sylvia petz
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Aids-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!