Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

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Geschmackvolle Forschungen Sonntag 2017-05-21
Sehr spannend, worüber so geforscht wird. So gibt es an der University of Oxford ein Zentrum für Experimentalpsychologie, das sich mit Marketing und Design um Zusammenhang mit Neurowissenschaften befasst. So weit, so gut. Charles Spence, der Leiter, beschäftigt sich unter anderem mit jenen Faktoren, die – Artikel in "Presse am Sonntag"

neben dem Geschmack – die Wahrnehmung von Speisen beeinflussen.

Das alles ist in der »Presse am Sonntag« (21. Mai 2017) zu lesen und wie ich finde äußerst interessant. Das dazugehörige Buch heißt »Gastrophysics. The New Science of Eating«. Spencer möchte mit seinen Forschungen herausfinden, was in uns vorgeht und was mit uns passiert, wenn wir essen. Und er meint: »Das reicht von den Hintergrundgeräuschen bis zum Gewicht des Bestecks. ... All diese Umstände beeinflussen nicht nur den Geschmack, sondern sind Teil des Geschmacks selbst.«

Ein paar der Forschungsergebnisse:
* Von roten Tellern zu essen machen früher satt.
* Auf weißen Tellern schmeckt's süßer, auf dunklen salziger.
* Mit der Erhöhung des Geräusches, das ein Konsument beim Öffnen einer Packung Kartoffelchips wahrnimmt, steigt der Eindruck der Knusprigkeit und Frische. Vor dem ersten Bissen wohlgemerkt.
* Erhöht sich das Volumen der Hintergrundmusik um 22 %, trinken die Gäste um 26 % schneller. (Aha, daher weht also der Wind der Dauerbeschallung in Lokalen!)
* Fast schon skurill: Ragt auf einem Packungsbild der Löffel von der rechten Seite in eine Schüssel, wird das Produkt um 15 % öfter verkauft als wenn der Löffel von links kommt.

Für die Lebensmittelindustrie sind solche Erkenntnisse natürlich Goldes wert. Es lebe die Manipulation! Was Charles Spence positiv stimmt: »Natürlich wollen die Lebensmittelkonzerne in erster Linie verkaufen. Aber sie haben erkannt, dass es dafür gut ist, dass sich die Konsumenten gesünder ernähren. Wer länger lebt, konsumiert länger.« Und: »Wir können helfen, indem wir verantwortungsbewusstes Verhalten unterstützen.«

Charles Spence, Gastrophysics. The New Science of Eating. Penguin UK. 2018 erscheint das Buch im Beck-Verlag auf Deutsch.

Ruth


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