Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Süchtig nach Hering … Montag 2017-07-17

Dank der dänischen Freundin aus gemeinsamen Au-pair-Zeiten in Paris verschlägt es mich fast jedes Jahr für ein paar Tage nach Kopenhagen, in diese wunderbare Stadt. Und wissend, dass ich wiederkomme, muss ich nicht möglichst viel an Kunst, Kultur und Stadt auf einmal konsumieren. Easy.

Drei Sorten Hering, gehackte Zwiebel und Kapern auf einem weißen Teller.

Auch treibt mich nie ausschließlich die Kulinarik um, so wie dort sonst alle Foodies auf der Suche nach der Nordic Cuisine. Der Besuch steht im Vordergrund, die Stadt folgt. Mette holt nach meiner Ankunft immer gleich ihr altes Zweit-Fahrrad aus dem Keller und wir radeln los. Ein paar Programmpunkte wiederholen sich, unter anderem der Besuch bei Filippa K, einer schwedischen Modemarke mit großem Geschäft im Zentrum. Nur schauen …

Ganz oben auf der Liste steht immer Smørrebrød, ich liebe dieses Zeug! Vor allem mit Hering in der dort immer hervorragenden Qualität und vielen Varianten. Andere Dinge schmecken auch, aber Hering muss sein! Also machten wir nach unserem Besuch im grandiosen Museum Moderner Kunst Lousiana mit der recht fordernden Ausstellung von Tal R Halt im Trekosten. Einem einfachen direkt am Meer gelegenen Restaurant.

Dort bestellten wir »3 slags sild, hakkede rødløg, capers, hjemmebagt rugbrød«, drei Sorten Hering (Senf, Rote Rüben, Kräuter) mit gehackten Zwiebeln, Ei und Kapern. Originalgetreu legt man den Fisch aufs dazu servierte Roggenbrot und isst das Ganze mit Messer und Gabel. Noch Bier dazu und die Sonne geht auf! Die stand brav am Himmel, wir saßen wegen der ungewöhnlich frischen Temperaturen in Decken gewickelt auf der Terrasse überm Wasser. Und ließen uns von ihr Nase und Stirn verbrennen; das kriegt die dänische Sonne locker hin.

Zurück zum Sild. Die Heringe sind im Trekosten hausgemacht und kommen, wenn ich mich richtig erinnere, ein halbes Jahr zur Reifung ins Holzfass. Sie schmecken köstlich und frisch, die Konsistenz ist kräftig und fleischig, die Marinaden sind leicht, würzig und bekömmlich. Ein Gedicht! Und wäre ich nicht satt gewesen, das ist der Nachteil vom fettigen Fisch auf Roggenbrot, hätte ich das Ganze nochmals bestellt.

Wieder daheim wollte ich diese Gaumensensation unbedingt wiederholen. Und wissend, wirklich wissend, dass es keine gute Idee ist, hier im Supermarkt Hering zu kaufen, konnte ich doch nicht anders. Mit denkbar schlechtem Gefühl erstand ich eine Sorte, die in der Senfsauce. Und ich sag's Ihnen, es war ein Grauen: von irgendwelchen Hilfsmitteln mürbe gemachtes aromenbefreites Fischfleisch in einer pappigen gelben Mehlsauce. Noch schlimmer als in Erinnerung und wirklich unerträglich geworden durch die erst kürzlich genossenen so guten Varianten. Der Gatsch musste den Weg gehen, für den er schon ursprünglich bestimmt gewesen sein muss: in den Mistkübel. Ich hab's überlebt.

Es gibt ein paar wenige bessere Quellen hier in Wien, aber auf die Schnelle fallen mir keine ein. Suchtbeflissen danke ich für zweckdienliche Hinweise. Und ich werde wohl bald meinen nächsten Flug buchen …

www.trekosten.dk
syl

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