Bassena - Unser Weblog

Ikone des Bösen Sonntag 2010-07-18
Schrieb ich schon über den Sommer in Wien? Er gereicht der Stadt mit der angeblich größten Lebens-qualität nicht zur Ehre. Für die Gelsen kann Häupl nichts, wobei, vielleicht hat Stadträtin Brauner wieder einmal ...? Für die Schließungszeiten der Lokale allerdings sind er und seine Entourage voll verantwortlich. 
 

Wer in der Stadt Ruhe haben will, soll aus ihr wegziehen, sagen wir, die wir um halb eins vor der Loos um einen Drink betteln. Drink wird gewährt. Dann kommt die Polizei. Amtshandlung. Die Gäste sind zu laut. (Die unterhalten sich auf der Straße. Kein lautes Lachen, kein Schrei, kein Grölen.) Worauf einer der Barkeeper den Hitzekollaps des guten Benehmens kriegt. Alle hinein, oder weg, lautet die Parole. Frau Kohn, die dem ästhetischen Anspruch des Herrn Loos mit ihren entblößten, schlecht tätowierten Oberarmen zu Leibe rückt, ruft etwas in der Unart von "Geht's an die Ecke da hinten ..." Gedränge in der Bar. Die zu gereisten Damen und Herren aus Salzburg, die sich in ihren Minilederhosen für den Lifeball aufwärmen, sorgen zusätzlich für knallige Temperaturen. Daher: ein zweiter Mojito bestellt. Überraschenderweise schmeckt er sogar akzeptabel. Das überrascht an diesem Ort, wo ich in den letzten Monaten die wässrigsten und fadesten Drinks meines Lebens kosten durfte. Am nächsten Morgen Kopfschmerz. Was war in dem Mojito? Fusel?Ich will es lieber gar nicht wissen. So wie ich nicht wissen will, wie die Tatoos auf den Beinen der Frau Kohn ausschauen. Oder wo Herr Häupl die heißen Sommernächte verbringt, die Nächte, in denen seine Wiener Wähler auf der Straße und in den Schanigärten Redeverbot haben.

www.loosbar.at

Herr Rabl
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 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

Hier lässt sich's tratschen oder "havelundpetzen". Wie früher an der "Bassena", dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, in denen dort der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wußten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

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Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

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Purple Wine
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Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!