
Bassena - our weblog
Sorry, in German only
| Social-Media-Sucht |
Sunday 2013-03-03 |
Paradox, einen Artikel über das Suchtpotenzial von Social Media zu bloggen und dann auf Facebook zu verlinken? Jedenfalls eine Möglichkeit, das Thema mit anderen zu teilen. Kurosch Yazdi, Primar der Suchtabteilung der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg in
|  | Linz und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, hat sich auf Verhaltenssüchte wie
Onlinesüchte und Glücksspielsucht spezialisiert. Im Wochenend-Standard
warnt er davor, dass die Interaktivität von Social Media und
Onlinespielen Pseudo-Beziehungen vorgaukelt. Und da der Mensch ein
Rudeltier sei, der Beziehungen fürs psychische Überleben braucht, kippen
viele durch die Rund-um-die-Uhr-Mobilität in Facebook & Co rein,
für manche werden diese Netzwerke zur unkontrollierbaren Sucht.
Jugendliche sind dabei besonders anfällig.
Der Spezialist
sieht die Gefahr vor allem auch darin, dass Eltern oft gar keine Ahnung
haben, was online alles zur Verfügung steht, möglich und machbar ist, daher auch keine Ahnung haben,
was ihre Kinder im Netz so treiben. Er meint, dass Erwachsene zum einen
viel genauer darauf achten sollten, wo und auch wie lange ihre Kinder
täglich im Netz zugange sind. Und geht sogar so weit, staatliche
Reglementierungen zu fordern. Der Staat mische sich ja auch sonst in
viele Dinge ein (Verbot von Zigarettenwerbung zum Beispiel), warum nicht
auch in diesem Bereich. Sein Resümée: »Ich sage nicht, schafft das ab.
Ich sage nur, die Gesellschaft soll sich mehr damit beschäftigen.« Quelle: Der Standard Ruth
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| »Speisekarten sind heute Märchenbücher« - Christian Petz übers Essen und Kochen an Tagen wie diesen |
Saturday 2013-03-02 |
| Man kommt zur Zeit kaum zum Luftschöpfen. Ein Lebensmittel- skandal folgt auf den anderen, wöchentlich zeigt ein neues Gespenst auf. Nach dem weltumspannenden Fleischskandal flog der deutsche Bio-Eier-Betrug auf. Jetzt erfährt man, dass in Deutschland tonnenweise |
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hochgiftiges verschimmeltes Maisfutter an Rinder, Schweine und Hühner verfüttert wurde. Die Grenzwerte wurden um ein Zehnfaches überschritten, schon geringe Überschreitungen der Höchstmenge könnten laut niedersächsischem Landwirtschaftsminister zu einer kritischen Belastung von zum Beispiel Rohmilch führen. Das Essen heute ist zum Kotzen und der einzige Ausweg ist der ganz bewusste Einkauf, im Idealfall beim kleinen Fleischer, beim Bäcker und Gemüsehändler.
Wie Holy-Moly!-Küchenchef Christian Petz das sieht, warum er aus der Spitzengastronomie weg wollte und was er von amtlichen Gütesiegeln hält, ist in einem wirklich guten Interview in der Wiener Zeitung nachzulesen. Zitat: »Der Konsument ist einfach nicht bereit, für sein Essen einen angemessenen Preis zu bezahlen. Das ist auch kein Wunder. Was kostet ein Fertiggericht im Supermarkt? Was kostet ein Huhn oder ein Stück Schweinefleisch? Nichts! Dann geht der Konsument ins Wirtshaus und sagt: Diese Preise will ich dort auch. Wenn ich im Supermarkt sehe, was ein Kilogramm Schweinefleisch kostet, dann packt mich das blanke Entsetzen. Wie kann das funktionieren? 4,50 Euro für ein Kilo Schopf - für pures Fleisch ohne Knochen! Was bekommt dann der Bauer für ein ganzes Schwein!? Ich will mir gar nicht ausmalen, wie dieses Schwein leben musste und wie es gefüttert wurde ...«
Das Problem ist, dass das wieder nur von den Leuten gelesen werden wird, die sich der Dinge ohnedies bewusst sind. Darum ein Stoßgebet in Richtung Himmel, dass nächste Woche der nächste Skandal kommt und übernächste Woche noch einer, und wenn es irgendwie geht, bitte noch einer in der Woche darauf. Nur so wird irgendwann zu allen durchsickern, dass es an der Zeit ist, umzudenken.
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www.wienerzeitung.at
Foto: Sonja Stummerer
syl
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| What if wild animals ate fast food - ein kurzes Youtube-Video |
Saturday 2013-02-23 |
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Sachen zum Lachen. Gut, dass zumindest diese Vorstellung Fiktion bleibt.
Auf Bild oder Link klicken. Viel Spaß! Und ein schönes Wochenende trotz, im oder mit dem Schneechaos! Und guten Appetit, wenn's ans selbstgemachte Essen geht.
syl
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| Neue Falstaff-Weinfeder Aldo Sohm |
Friday 2013-02-22 |
Aldo Sohm ist nicht nur der netteste und bestaussehende Sommelier der Welt, sondern tatsächlich der beste. Weshalb er 2008 zum »Best Sommelier of the World« erkoren wurde. Seit 2007 ist er Weinchef im Drei-Sterne-Restaurant »Le Bernardin« in New York, wohin er 2006 übersiedelte. Der fesche Tiroler ist heute sicher einer der
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wichtigsten Botschafter für österreichischen Wein in den US. Nun schickt er Botschaften auch in die andere Richtung. Beginnend mit der aktuellen Ausgabe des Falstaff-Magazins kommen »E-Mails« mit den Weinthemen, die in N.Y. gerade den Ton angeben. Den Auftakt macht das »E-Mail aus New York: Organic, Big Bottles und Beaujolais«. Spannend! Es freut uns! Und freuen tut uns auch, dass Freund Michael Madrigale, Weindirektor im Restaurant »Bar Boulud« und »Boulud Sud« (Chef Daniel Boulud), mit seinen Großflaschen Erwähnung findet. Aldos Blick zurück nach vorn, herüber und zurück.
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www.falstaff.at www.aldosohm.com www.michaelmadrigale.com Foto: falstaff.at syl
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| Der Mensch, der Giftler |
Thursday 2013-02-21 |
Sollte es da draußen in den unendlichen Weiten des Universum intelligente Lebenwesen geben, die uns auf der Erde beobachten, müssen sie wohl zu dem Ergebnis kommen, dass wir nicht ganz dicht sind. Der Mensch an sich ist offenbar ein Wesen, das zu Gift neigt. Gestern auf 3sat ging es in einer Doku um die unter anderem »giftigen« Machenschaften der globalen Lebensmittelkonzerne und deren Verflechtungen mit der Politik. Eh nichts Neues, jetzt halt wieder am Tapet. Was mich besonders erstaunt oder sogar erschüttert hat, waren Menschen, die diese Lebensmittelkonzerne dafür verantwortlich machen, sie krank und fett gemacht zu haben. Und süchtig. Ob es wirklich die Schuld der Industrie ist oder doch in der Verantwortung jedes einzelnen liegt, könnte man diskutieren. Wahrscheinlich ist es beides. Schlimm jedenfalls, was Essen aus manchen Menschen macht. |  | Heute dann ein netter Artikel im »Standard«. Es geht auch um
Hobbygärtner. Die zum Teil gar nicht wissen, was sie in ihren Gärten und
auf ihren Balkonen so verwenden. 250 Herbizide sind in Österreich
zugelassen, 218 davon (!) sind als umweltgefährlich eingestuft. Geht's
noch? »Der Pestizideinsatz in Feld und Garten lässt sich gut aus Analysen von Lebensmitteln ablesen und ist auch klar im menschlichen Organismus nachweisbar. Die Agentur für Lebensmittelsicherheit ermittelte in mehr als 60 Prozent ihrer Proben von konventionellen Nahrungsmitteln Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln, belegen jüngste verfügbare Daten aus dem Jahr 2010. Ein Drittel war mehrfach belastet. Negativ stachen vor allem Trauben und Marillen hervor.« Ab November 2015 können gewissen Pflanzenschutzmittel für den privaten Gebrauch nur noch bei Vorlage eines Sachkundennachweises erworben werden. Der berufsmäßige Einsatz von Pestiziden muss seit 2011 nachvollziehbar dokumentiert werden. Ob das Auswirkungen auf deren Verwendung hat, sei dahingestellt. Der Mensch, der Giftler. »Die Schlacht um den Teller«, 3sat, 20. Februar 2013, 20.15 Uhr
Der Standard, 21. Februar 2013 Ruth
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!
Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!
DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.
> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.
Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?
> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.
> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.
> Purple Wine
Purple Wine und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.
Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.
> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!
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