
Bassena - Unser Weblog
| JEDERMANN GEHT DA NICHT HIN. ODER DOCH? |
Freitag 2010-08-27 |
Salzburg ohne Jedermann. Das geht eigentlich nicht. Doch es geht. Es muss gehen. Jedermann geht nicht ins The Grape, der neuen Weinbar von Alexander Adlgasser, einem kosmopolitischen Weinfreak im französischen genauso wie im New Yorker Gewand. Hier hat er eine kleine Bühne, wo es das, was Jedermann auch gerne trinkt, bevor ihn Ben Becker und der Teufel holen. Herr Ofczarek ist ja kein Feind eines guten Papperls, wie man weiß. War er schon hier? | | Dann hat er wahrscheinlich auch vom Billecart Salmon Rosé probiert,
einem hochrankingen, also in den Rankings vorne gereiten,
Roséchampagner. Dazu wären kleine Tapagläschen zu öffnen, von Jörg
Wörther ausgedacht und abgefüllt. Glas ist doch eigentlich cooler als
Cones, denke ich und denke an die herrlichen Zeiten in Prielau. Noch ein
Rosé. Sie schauen dich schön und gut an, die Edlen aus Bordeaux, die
Gruad Laroses, die Montroses, die Figeacs, die Maucaillous, die Pichons
... Man wäre hier auch für eingehende Verkostungen eingerichtet, schöne
Tische, bekömmliche Lederstühle. Sehr dem Überleben dienlich auch die
Klimaanlage während der Sommermonate. Im Winter wird es mit der Heizung
ähnlich sein. Und wann kommt der erste Patriot und schreit: "Wos,
Ausländische Weine? Wir san Eesterreicha! Hoben's kan Zweigelt?" Zum The Grape ...
Herr Rabl
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| PECORARO. Der Gendarm, der Sänger, seine Frau und der Balsamico - mit Videobeitrag von FLOH |
Dienstag 2010-08-17 |
Eines gleich vorweg: Aceto Balsamico ist KEIN Essig, das stellt der Meister der Acetaia Pecoraro in Klosterneuburg klar. Aus gesetzlichen
Gründen, wegen der Machart und wegen der Säure. Grundsätzlich versteht
er sein Elixier als „Würze auf höchstem Niveau“.
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| Doch der Reihe nach: Wie kommt ein Kammersänger der Wiener Staatsoper
aus Vorarlberg dazu, Aceto Balsamico zu erzeugen? An dieser Stelle muss
gerafft und gekürzt werden, was das Zeug hält. Beeindruckend:
Von der Handelsschule über eine Patisserie-Ausbildung zur Gendarmerie,
über eine Gesangsstudium am Konservatorium und die Kammersängerin
Elisabeth Schwarzkopf nach Modena zu Arrigo Poli. Weitersingen.
Und
dort: Der Aceto Balsamico Tradizionale betritt die Bühne von Herwig
Pecoraro. Nach einem guten Jahr Gesang und „Nichtessig“ kehrt er nach Vorarlberg zurück. Mit im Gepäck viel Wissen und Erfahrung
und zwei Fässer mit der kostbaren Essenz – um sage und schreibe 40.000
Schilling. Grund für einen Familienkrach größeren Ausmaßes und der
Beginn einer Leidenschaft. Einer Leidenschaft, die Aceto Balsamico
schafft. Die Familie ist längst versöhnt, und mittlerweile wurde sogar
ein eigenes Gesetz geschaffen, damit Herwig Pecoraro sein Elixier nach
der traditionellen Art erzeugen und verkaufen darf. Dem Himmel sei Dank! Geschaffen
hat er auch einen „Dachboden, zu dem man runter geht“, also ein Fake mit den perfekten klimatischen Bedingungen. Für seine
Acetaia mit inzwischen unzähligen kleinen Fässern. Fünf Stück pro
Solera, in der jedes Fass immer aus einem anderen Holz geschnitzt ist:
Kastanie, Akazie, Wacholder, Maulbeer und Esche. Und wirklich
spannend: Die Verkostung eines Fass-Experiments. Um die Sinnhaftigkeit der
verschiedenen Fässer zu erforschen, blieben in einer Solera die
Balsamici über sechs Jahre unvermischt. Und obwohl jedes Fass einige Jahre
auf dem Buckel hat, schmeckt’s aus allen anders. Würziger,
säurehaltiger, süßer, kürzer oder länger. Erst die Mischung macht den
komplexen Balsamico möglich, eine Bestätigung für den Einsatz der
unterschiedlichen Hölzer. Ob Essig oder Würze, wer einmal wie wir
das Vergnügen hatte, mit dem Meister des österreichischen Balsamico
seine liquiden Schätze zu verkosten, kauft nie mehr „Industriale“!
Und hier geht's zu einem Video: Weinwirt FLOH aus Langenlebarn war genau dort. Viel Spaß!
Acetaia Pecoraro Eisenhütte 32 3400 Klosterneuburg www.pecorarobalsamico.at
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Ruth
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| Une petite Dom, svp! |
Sonntag 2010-08-15 |
Champagner sollte zur Bubbles-Erhaltung am besten wie Bier eingegossen werden, fanden französische Wissenschafter heraus. Also Glas in die Hand, wie ein Bierglas schräg halten und rein mit dem Sprudel! Genauso, wie wir es bisher immer gemacht haben. Zuhause halt. Denn laut Tom Stevenson, Chef des Decanter World Wine Award Champagnerpanels, ist das in der Top- Sommellerie absolut verpönt, was unsereiner nicht bewusst war, weil oft gesehen. Egal. Die Schaumweinperlen halten länger, wenn sie schonend schräg und nicht volle Kraft voraus senkrecht ins stehende Glas fallen. Logisch oder?
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Weitere Erkenntnis der Wissenschaft: Bei niedrigeren Temperaturen von 4 bis 12°C eingegossen halten die Perlen zusätzlich länger, bei höheren verflüchtigen sie sich früher. Ist der Wissenschaft fad? Diese Dinge wissen wir noch aus dem Physikunterricht der Unterstufe, und wer schenkt Schaumwein schon wärmer ein? Nicht einmal in der Badewanne. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht. Studienleiter war Gerard Liger-Belair, Professor an der University of Reims und Author von „Uncorked: the Science of Champagne”. |
Quelle: decanter.com syl
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| Die spinnen, die Briten! |
Mittwoch 2010-08-11 |
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Britische Kardiologen plädieren dafür, die gesundheitlichen Folgen von Fastfood-Essen dadurch zu minimieren, dass McDonald's, Burger King und Co neben Ketchup, Salz und Pfeffer AUTOMATISCH und gratis auch eine HERZTABLETTE austeilen.
Sonst noch was? Vollkommen angrennt?
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Darrel Francis, Herzspezialist am Londoner Imperial's National Heart and Lung Institute und Befürworter dieser Aktion, vergleicht seinen Vorschlag, mit standardisiert verabreichten Medikamenten das Herzinfarktrisiko der Fast-Food-Esser zu senken, mit anderen längst alltäglichen Risikovermeidungsstrategien - etwa dem Angurten beim Autofahren. No comment!
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Quelle: orf.at
syl
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| Verwirrte Weinkonsumenten, Broadbent says |
Mittwoch 2010-08-11 |
„Die Weinkonsumenten sind verwirrt!” schreibt Michael Broadbent, 83-jähriger Godfather of Wine, in seiner 400. Decanter-Kolumne. Big business und mangelndes Wissen seien die großen Herausforderungen an die Weinindustrie. „Meinem Gefühl nach hatten die Weinkonsumenten noch nie eine derart große Auswahl, waren aber auch noch nie so verwirrt. Die ganze Welt produziert heute guten Weinstandard, die Leute brauchen Beratung.” Und wo er Recht hat, hat er Recht! Wir brauchen mehr resche Führer durch den jungle of wine!
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Master of Wine Michael Broadbent schreibt seit über 50 Jahren über Wein und weiß von vielen Veränderungen zu berichten. Auf jeden Fall bedauert er den Verlust der „smaller players”. „Big business scheint zu gewinnen und mir gefällt es nicht, wie die Dinge laufen”, bemerkt er in seinem Decanter-Artikel, in dem er auch einen Blick zurück auf seine Weinkarriere wirft. Startpunkt war 1952 mit seiner Ausbildung zum Weinhändler, seit damals führt er sein Weinnotizbuch. 133 „Bändchen” mit über 85.000 Einträgen hatte er 2004 zusammen. 1960, fünf Jahre nach Gründung des Institute of Masters of Wine, war er einer seiner ersten Absolventen. Von 1966 bis Ende der 1990er Jahre leitete er als Senior Director die Weinabteilung des Auktionshauses Christie’s in London. Neben seiner Tätigkeit als Autor zahlreicher Kolummnen und Weinbücher ist Broadbent nach wie vor gefragter Gastreferent und Leiter von Verkostungen insbesonders von Weinraritäten. 1979 wurde er zum Ritter des Ordre national du Mérite ernannt. Seit 1986
ist er Präsident der International Wine & Foods Society sowie
Ehrenmitglied der Academie du Vin de Bordeaux und etlicher
Weinbruderschaften in Frankreich. |
Quelle: www.decanter.com syl
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!
Hier lässt sich's tratschen oder "havelundpetzen". Wie früher an der "Bassena", dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, in denen dort der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!
DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.
> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.
Bag-In-Box also. Wußten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?
> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.
> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.
> Purple Wine
Purple Wine und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.
Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.
> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!
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