weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog

Zu gut, um nicht gebacken zu werden. Mittwoch 2015-12-23
Wieder fast zu spät dran mit dem Keksebacken. Aber besser spät dran als zu spät dran. Und was sein muss, muss sein. Ohne geht nicht! Ohne diese delikaten Orangendukaten. Ohne diese wunderbaren Preiselbeer-Zungen. Ohne diesen zu Ostern weichwerdenden Lebkuchen. Orangendukaten mit und ohne Schokolade

Traditionellerweise gibt's bei uns nur die drei. Aber was heißt »nur«? Traditionellerweise gibt es bei uns alle drei!

1. Die Orangendukanten aus dem Plachutta, sie sind einfach köstlich. Die ohne Schoko am Bild sind meine, das wissen die Töchter und lassen sie sein. Hier geht's zum REZEPT.

2. Die Eiklar-Reste der Dukaten wandern in die Nusszungen von Eckart Witzigmann. In unserer abgewandelten Form um ein Eck köstlicher als vom Chef, hier das Original im REZEPT. Wir lassen rund ein Drittel vom Zucker weg, die Masse fließt ident. Diese - wir haben keine Schablonen - je nach Ambition einfach aufs Blech streichen und nach dem Backen in Vierecke schneiden oder, so wie wir das machen, den Spritzsack füllen, Zungen aufs Blech dressieren und ab ins schön warme Rohr. Man möcht sich ja fast dazusetzen ...

Dort die Zungen nur ein paar und nicht 15 Minuten nachtrocknen lassen, dann picken sie zwar, sind aber weich und wunderbar. Und jetzt unbedingt: nicht die Schoko! Wir nehmen Preiselbeermarmelade. Das macht die Nusszungen erst wirklich deliziös, sodass man fast nimmer aufhören könnt. Und wenn man dann, so wie wir, statt der Mandeln ausschließlich Haselnüsse nimmt, dann hängt der Kekse-Himmel überhaupt voller Geigen. Sie sehen also, vom Original-Rezept ist nicht mehr viel übrig. Aber wir sind hier die Chefin.

3. Ausstech-Kekse. Weil nur Ausstech-Kekse echte Keckse sind. Die variieren von Jahr zu Jahr, heuer sind wieder Lebkuchen dran. Alles noch und noch in Bio-Qualität gekriegt, was ja nicht immer selbstverständlich ist, spät dran, wie wir sind. Und selbstverständlich mit den Osterhasen-Ausstechern, weil wir wissen, dass sich das mit der Weichwerdung heuer nicht mehr ausgeht.

Und wenn's so richtig süß, zu süß, ist am Gaumen, dann hilft ein schönes Glas Sekt zum Neutralisieren und Frischwerden. Fred Loimers Extra Brut käme mir in den Sinn.

Und »Wie woa Weihnachten« vom geliebten Danzer. Habt es schön!

syl
Zu stille Zeit Mittwoch 2015-12-02

So kann das nicht weitergehen. Stillste Zeit im Jahr, schön und gut. So still war's in unserem Blog allerdings schon lange nicht.
Zu unserer Entschuldigung sei erwähnt, dass wir – wenn auch offenbar zu wenig öffentlich – ganz schön fleißig sind. Neue Themen, neue Projekte, neue Kunden. Alles im Fluss.
Darüberhinaus frönen Frau Petz und ich – das allerdings sollte bekannt sein – in unserer spärlichen Freizeit wieder dem Studentenleben. Ach ja, da wären auch noch diverse Kinder, Küchen, Keller und sonstige private Vergnügen.

Buch "Reinventing Organizations"
Eines davon ist übrigens das Lesen, weshalb ich an dieser Stelle, damit sich inhaltlich auch ein bissel was tut, ein Buch vorstelle. Eines, das ich wahrlich verschlungen habe. Frédéric Laloux beschreibt darin, wie Organisationen mit ihren Prozessen, Strukturen und Führungsstilen alles einfach anders machen. Und das im besten Sinne. Die »Neuerfindung von Organisationen« ist also keine Floskel am Buchumschlag, sondern die passende Beschreibung seiner Inhalte. Für sinnvolle, sinnerfüllte und damit nachhaltig erfolgreiche Arbeitswelten!
Interessiert, aber (noch) zu bequem, um selbst zum Buch zu greifen? In diesem Video erzählt der Autor ein bissel was über sich und sein Werk. Sehenswert!


Ruth

Gewusst wie! Brot backen für zuhause. Samstag 2015-10-17

Barbara van Melle, die umtriebige und unglaublich engagierte Chefin von Slow Food Wien, hat sich auf die Reise gemacht. Zu den zwölf besten Bäckern des Landes. Weil der Duft eines frischgebackenen Brotes für sie zum besten überhaupt gehört und sie dem echten Brotbäckerhandwerk auf den Grund gehen wollte.

Das Buch auf dem Brotsackerl mir zwei Handsemmeln

Sie hat daraus ein Buch gemacht: »Der Duft vom frischen Brot«. Die darin porträtierten Bäcker verbindet, dass sie ihren Beruf mit großer Leidenschaft ausüben. Dass sie für das Handwerk und die hohe Qualität ihres Brotes stehen und sie wie in alten Zeiten schon in aller Herrgottsfrühe in der Backstube werken. Weil sie eben nicht in den großen Sack greifen, fertige MIschungen mit Wasser und Hefe anrühren und in den Ofen schieben. Sondern, weil sie noch oder wieder richtig backen und sich um ihren wertvollen Sauerteige kümmern, die immer am Leben erhalten werden müssen und ihre Brote zu dem machen, was wir so lieben. Duftend, außen knusprig, innen mollig, voller Geschmack und Substanz und über viele Tage haltbar.

Diese Bäcker sind echte Ausnahmeerscheinungen in Zeiten industrialisierter Broterzeugung, Backmischungen und im Supermarkt fertiggebackener tiefgefrorener Weckerl und Brotlaibe. Sie stehen gegen das vielzitierte Bäckersterben und bereichern als Pioniere oder Quereinsteiger die Branche.

Barbara hat sie alle besucht und nach ihren Rezepten die Brote zuhause nachgebacken. Das war ihr wichtig, dass alles auch mit dem ganz gewöhnlichen Haushaltsherd funktioniert, für den es eine einzige Bedingung gibt: Er muss auf 250 Grad heizbar sein. Dann funktioniert alles. Und Steine braucht man. Warum ist im Buch nachzulesen.

So wie Barbara muss am einfach ans Werk gehen. Auch um die Scheu zu verlieren, vorm »richtigen« Brotbacken. Wofür man keine speziellen Öfen benötigt, in die man oben alles reinwirft und wo dann unten das fertige Brot rauskommt.

Am Freitag war Barbara auf Buch-Signier-Tour in drei Wiener Buchhandlungen, jeweils mit einem anderen der porträtierten Bäcker und Kostproben aus seiner Backstube. Ich hatte das Glück, auf Josef Schrott zu stoßen, der seine Bäckerei auf der Mariahilferstraße 159 betreibt. Es gab ein himmlisches Eräpfelbrot - Kindheitserinnerung!, Handsemmeln, genauso wie sie sein sollen, und flaumige Briochekipferl. Josef Schrott bietet übrigens immer wieder einmal Führungen durch seine Backstube, was wir sehr gerne einmal mitmachen werden. Und das Erdäpfelbrot steht schon auf der Ich-backe-mir-ein-Brot-Liste.

»Der Duft von frischem Brot«, siehe Brandstätterverlag
www.slowfood.wien
syl

Er ist noch da! Donnerstag 2015-10-08

Falls sich jemand fragen sollte, warum es hier so ruhig ist: Uns ist der Genuss nicht abhanden gekommen. Im Gegenteil. Er ist noch da. Wird er immer sein. Wir sind bloß zur Zeit mit so vielen schön Dingen beschäftigt, dass wir nicht immer die Muße für unsere heißgeliebte Bassena haben. Es wird wieder besser werden.

Eine Sängerin im klitzernden Kleid auf einer Brüstung im dunklen Saal

Und falls Sie sich auch fragen, warum dieses Foto hier steht. Nun, wir haben die Eröffnung des neuen Weinkellers unterhalb Robert Glocks Restaurant Livingstone miterlebt und so richtig genossen. Eingeleitet wurde der Abend mit dem wunderschönen Sopran dieser Dame am Bild. Sehenswert! Beides, die Dame und der Keller. Letzterer ist für kleine Veranstaltungen buchbar und für Dinner für bis zu 15 Leute. Glaube ich.

Woran wir uns neben dem allgemeinen Angebot delektiert haben? Am Riesling Von den Terrassen 2012 von Knebel und Riesling Seeberg 2008 von Loimer. Ein ziemlicher Genuss! Kochen tut im Livingstone übrigens Manfred Stockner, bekannt noch unter anderem aus dem Weißen Rauchfangkehrer und dem Café Central. Das Livingstone hat sich also in den letzten beiden Jahren einem radikalen Wandel unterzogen, ordentlich gemausert und ist jetzt wieder absolut salonfähig. Lohnt sich! Schöner Keller übrigens, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte.

syl
Adam and his family Montag 2015-09-21

Das ist der kleine Adam. Er, seine sechsjährige Schwester Melak und seine Eltern sind vorgestern am Wiener Westbahnhof im kids corner gelandet. Einer Einrichtung für Flüchtlingsfamilien mit Kleinkindern, die von einer Schar Freiwilliger rund um Roland Reisinger betreut wird und von Spenden lebt.

Der kleine schlafene Adam in einer rosa Decke

Adam hat es nach 20 Tagen Reise aus dem Irak hierher geschafft, die letzten Tage ist er krank gewesen. Seine Mutter, eine unglaublich hübsche Frau, die es trotz aller Strapazen irgendwie schafft, gepflegt auszusehen, hat beim Füttern geweint. Dann hat sie ihre Kinder im kids corner zurückgelassen, um mit ihrem Mann eine Schlafmöglichkeit zu suchen und die Weiterreise nach Zürich zu ihren Verwandten zu klären. Der unruhige Adam wurde in der Zwischenzeit mit einer sanften Bauchmassage in den Schlaf gelullt. Melak war mit ihrer Banane und Apfelsaft glücklich, die Eltern haben nichts genommen.

Adam und Melak stehen sinnbildlich für eine Unzahl von Kindern auf der Flucht. Gestern etwa war Ruha da, ein syrisches Mädchen mit ihren Geschwistern. Adam, Melak und Ruha waren »meine« Kinder, sie habe ich besonders ins Herz geschlossen, neben der wilden Elfmonatigen, deren Namen ich nicht kenne und die alle auf Trab hält.

Die Stunden, die diese Familien hier verbringen, sind ungewiss. Keiner weiß, ob Züge nach Deutschland gehen und falls ja, wann. Und wenn doch, dann ist der überfüllte und teilweise chaotische kids corner plötzlich auf einen Schlag wieder leer. Dann sind Adam, Melak und Ruha wieder weg, mit einem kleinen Stück meines Herzens. Nur die Kleine ist da, sie gehört zu einer der zahlreichen arabischsprachigen Übersetzerinnen, die in Wien leben und ihre Hilfe anbieten. All diese Kinder, unter ihnen viele Babies, kommen aus dem Chaos und ziehen in eine ungewisse Zukunft. Aber zumindest in eine friedliche. Hoffentlich.

Hut ab vor all den Leuten, die im kids corner und im riesigen Kinderfreunde-Parkdeck für die Familien mit größeren Kindern fast rund um die Uhr ehrenamtlich arbeiten. Hut ab vor den Leuten von der Caritas und der unglaublichen Logistik, die sie dort aus dem Boden gestampft haben, Projektmanagement par excellence. Hut ab auch vor der ÖBB, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und mit ihren Zügen flexibel ist. Hut ab allen und danke!

Und falls jemand im kids corner mithelfen oder Spenden vorbeibringen möchte, am besten über die Facebookgruppe informieren.

syl
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