Bassena - unser Blog

Wir kommunizieren I Wir positionieren I Wir beraten & begleiten

Generationenwechsel am Weingut – Vortrag am Montag, 28. November, 18 Uhr Sonntag 2016-11-27
Am kommenden Montag ist es wieder soweit. Gemeinsam mit Rechstanwalt Bernhard Schatz und Betriebswirt Christian Kirchmeier halten wir einen Vortrag zum Thema »Generationen-wechsel am Weingut. Wie eine Betriebsübergabe gut über die Bühne geht.« Die beiden Herren und wir sind ein gut eingespieltes Team und beraten als DIE ÜBERGABEPROFIS.
Screenshot der Website

Vortragsort ist die Landwirtschaftskammer in Eisenstadt.
Und darüber sprechen wir:

• worauf es in der Kommunikation zwischen den Generationen ankommt
• worauf es aus rechtlicher Sicht ankommt
• worauf es aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ankommt
• weitere Erfolgsfaktoren einer gelungenen Übergabe

Vortragende:
* Kommunikationsberaterinnen Ruth Havel & Sylvia Petz/havel & petz
* Betriebswirt Hans Christian Kirchmeier/G9 Recovery Partners
* Rechtsanwalt Bernhard Schatz/bpv Hügel Rechtsanwälte

Montag, 28. November, 18 Uhr
Landwirtschaftskammer Burgenland, Rittsteuersaal,
Esterhazystraße 15, 7000 Eisenstadt

Anmeldung unter: office@havel-petz.at
Die Teilnahme ist kostenlos.

www.uebergabeprofis.at
syl

Fleischgelüste Montag 2016-11-07
Stundenlang gegartes Lamm-Osso-Buco im Hintergrund. St. Laurent 2009 von Gerhard Pittnauer im Vordergrund neben einer wilden Zitrone aus Süditalien. Welch köstlicher Wein. Welch köstliches Fleischgericht! Oh umami!


Das Lamm kam übrigens von einer der beiden Fleischhauereien unserer Vertrauens. Vom Ringl auf der Gumpendorfer Straße. Die andere wäre der Hödl in der Loosgasse, Ecke Breitenfurter. Beides echte Fleischereien, blutig und handwerklich und beide beliefert von ihnen wohlbekannten Partnern und Bauern.

Osso buco in einer großen schwarzen Pfanne, davor eine Flasche Pitnauer und links davon eine große Wild-Zitrone
Lassen Sie uns einmal über Fleisch reden. Wie's heute ist und wie's früher war. Früher gab's den Sonntagsbraten oder das Schnitzel am Sonntag. Das war's mit dem Fleischkonsum während der Woche, außer man hatte auch am Donnerstag noch genügend Groscherl in der Tasche, um dem hier gerecht zu werden: »Montag Knödeltag, Dienstag Nudeltag, Mittwoch Strudeltag, Donnerstag Fleischtag, Freitag Fasttag, Samstag Zahltag, ...«


In unserer Kindheit hat niemand davon gesprochen, »vegetarisch« zu essen, es gab einfach kein Fleisch. Fleisch war per se kostbar und selten. Wie's heute ist, wissen wir. Der Griff ins Kühlregal, alles verpackt, alles billig. Der Österreicher, die Österreicherin isst viel zuviel davon. Der Preisdruck der Supermärkte, Massentierhaltung und Fleisch, das über die Börse gehandelt wird. Es ist und macht krank.

Wir in der Familie halten es so wie damals. Fleisch oder auch Fisch ist uns kostbar, kommt nur von wertvollen Lieferanten und im Grunde nur am Sonntag auf den Tisch oder wenn sich Gäste ansagen. Und dann mit vollem Genuss! Wie das erwähnte Osso buco.

Würden sich alle wieder auf diese alte Regel besinnen, wären die Menschen gesünder und die Welt wäre eine bessere. Abgesehen vom unmenschlichen Tierleid in der Massentierhaltung ist diese auch einer der Hauptmitverursacher des Klimawandels. »Bis zu 500 Liter Methan produziert eine wiederkäuende Kuh pro Tag; die US-Umweltbehörde schätzt, dass ein Viertel des landesweiten Methanausstoßes auf Rinder zurückzuführen ist. Gleichzeitig gehört das Gas zu den wichtigsten Einflussfaktoren des Klimawandels, da seine Treibhauswirkung fast 30-mal wirksamer ist als die von Kohlendioxid«, steht unter anderem in einem Artikel des Spectrum nachzulesen.

Weiters im Kurier von letzter Woche: »Schon jetzt gehen etwa 70 Prozent aller weltweit landwirtschaftlich genutzten Flächen auf das Konto von Viehzucht. Bis 2050, schätzt die Welternährungsbehörde, wird man 460 Millionen Tonnen Fleisch pro Jahr benötigen. Damit hätte sich der Konsum in 50 Jahren verdoppelt.«

70 Prozent allen Frischwassers der Erde fließen in die Landwirtschaft, ein Gros davon in die Viehzucht. Ein Wahnsinn, wenn man an die weltweit steigende Wasserknappheit denkt, die vielen Menschen im Süden die Lebensgrundlage nimmt. Hierzu ebenfalls Zahlen aus dem Kurier-Artikel:

 * Für 100 g Rindfleisch aus Massentierproduktion benötige ich 4.500 l Wasser und erhalte 125 kcal Nährwert.
 * Für 100 g Bio-Rindfleisch & -Erbsen benötige ich 717,5 l Wasser und erhalte 101 kcal Nährwert [Anm. Das Verhältnis Fleisch/Erbsen ist nicht angegeben.].

Ein Irrsinn, Rinderwahnsinn. Lasst uns bitte weniger Fleisch essen und dafür gute Qualität! Ohne Wachstumshormone und Medikamente, die nicht nur in der Umwelt, sondern auch in unseren Körpern ihre Wirkung tun. Ohne Tierleid und ohne die Umwelt zu zerstören. Und schlussendlich auch, um den Weltfrieden nicht zu gefähren. Wassermangel wird der große Treiber für Völkerwanderungen.

Jeder Griff ins Kühlregal ist also eine wichtige Entscheidung, die wir treffen. Unser Hebel ist größer, als wir denken. Also gehen Sie zu den Hödls und Ringls des Landes, helfen Sie diesen, dem Druck der Supermärkte standzuhalten und genießen Sie das bessere Fleisch!

fleischerei-ringl.at, Gumpendorferstraße 105, 1060 Wien
hödl-fleisch.at: Loosgasse 1, 1230 Wien
syl

Entenweißwein Montag 2016-11-07
Zur Ente trinkt man bekanntlich Rotwein. Zumindest die meisten Meschen tun das. Und da gibt es ja auch einiges, das zum Federvieh wahrhaftig Freude macht. Doch darum soll es hier und jetzt nicht gehen. Sondern um Entenweißwein. Sehr spontan gekürten Entenweißwein.
Weingut Kühling-Gillot Nierstein Riesling, Riesling Pettenthal
Die Autorin hat noch einiges der Weingüter BattenfeldSpanier und Kühling-Gillot im gut bestückten Keller liegen. Der beiden Weingüter, die unter H.O. Spaniers Fittichen so richtig gut gedeihen. Jedenfalls hat sie über die Jahre fast vergessen, welche Schätze da unten vorhanden sind. Letzte Woche wurde der Gusto auf Rheinhessische Gewächse jedoch unermesslich, ein Nierstein Riesling 2013 war der erste Schritt. Ein sehr guter Schritt.


Zwei Tage später dann der nächste. Ein Großes Gewächs, wenn schon denn schon. Pettenthal 2008, der Wein, der havel & petz gemeinsam mit Frauenberg desselben Jahrgangs zu Fans der beiden Weingüter machte, wurde für Sonntag Abend ausgewählt. Ganz ohne Hintergedanken, ganz unter dem Motto »einfach einmal aufmachen und trinken«. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Eine spontane Einladung zu Ente mit Erdäpfelknödeln und Rotkraut folgte. Der Wein kam mit. Kam zur Ente ins Glas und passte perfekt. Intensiver Feuerstein, wunderbare Balance zwischen reifem Körper und jugendlicher Frische, die straffe Mineralik immer noch zum Niederknien. Die Ente, zart und kraftvoll gleichzeitig, tanzte mit dem Pettenthal einen Aromenreigen. Falls das zu schwülstig klingt, mag sein. Passt aber zum Geschmackserlebnis.

battenfeld-spanier.de, www.kuehling-gillot.de

Ruth

Zwei Weinsupermänner aus D in Ö Dienstag 2016-10-25
Mastersommelier Hendrik Thoma hat zwei der absolut besten Über-Drüber-Super-Sommeliers Österreichs, beide Deutsche, zu sich nach Hamburg in seine Sendung eingeladen: René Antrag arbeitet im Restaurant Steirereck, Steve Breitzke im Le Loft in Wien. Beide stehen für außergewöhnliche Weinbegleitung.
Hendrik Thoma, René Antrag, Steve Breizke auf einem Screenshot aus dem Film

Ein amüsantes Interview, das Einsicht in die Arbeitswelt von Sommeliers in Top-Restaurants gibt. Schön für alle, die sich für Wein und den Beruf Sommelier interessieren. Dauer des Films: 25,06 MInuten.

Ein Hohelied auf René gab's vor ein paar Wochen auch hier in der Bassena.

Hier geht's zum Film auf Hendriks Seite Wein am Limit oder einfach aufs Bild klicken.
syl

Nachhaltiger Wein – Teil 3: Konsumentenverhalten Samstag 2016-10-22
Sie sehen, ich bin wirklich tief drinnen in der Materie und kann's nicht lassen. Weil's einfach ein wirklich spannendes Thema ist und uns alle tangiert. Alle, die wir konsumieren und deshalb verantwortlich sind für unser Kaufverhalten. Weil es irgendwo in der Produktions- & Lieferkette jemanden oder etwas betrifft.
Eine Illustration: halbe blaue Erdkugel mit einem Baum und vier Flaschen Wein

Mensch, Tier oder Umwelt. Und selbstverständlich auch bei der Produktion von Wein. Ich habe mir also ein paar Studien zum Wein-Kaufverhalten angesehen, inwieweit Konsumentinnen und Konsumenten bereit sind, für nachhaltig produzierten Wein - wobei mit Ausnahme der französischen Studien keine klaren Definitionen zu »nachhaltig« gegeben werden - mehr Geld auszugeben.

Und weil ich faul bin, mache ich einfach copy & paste aus meiner Arbeit:

»Ulrich et al verweisen auf Studienergebnisse aus dem Jahr 2010, nach denen bestimmte Käuferschichten (z. B. Stadtbewohner mit höherem Bildungsabschluss) bereits eindeutig Präferenzen für nachhaltige Weine zeigen. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass die sensorische Qualität für sie für ihr Kaufverhalten nach wie vor wichtiger ist, als es die Umweltqualitäten sind.

Dies deckt sich mit den Ergebnissen einer 2012 veröffentlichten Studie der Universität Florenz, für die internationale akademische Fachartikel zum Wein-Konsumentenverhalten von 2003 bis 2012 analysiert wurden. Demnach seien Konsumentinnen und Konsumenten heute theoretisch durchaus willens, für biologischen oder nachhaltigen Wein mehr Geld auszugeben. Allerdings gibt es auch hier keine Belege dafür, ob das praktische Kaufverhalten dieser Aussage entspricht. Die tatsächliche Käuferschicht ist nach wie vor klein und in den letzten Jahren kaum angewachsen. Auch hier kam man zur Erkenntnis, dass Weinkäufer/innen nicht willens sind, zugunsten der Umwelt auf Qualität zu verzichten. Offenbar ist nur ein kleiner Teil davon überzeugt, dass nachhaltiger Wein auch bessere Qualität bedeutet.

In Languedoc, Frankreich, wurde, finanziert von der Europäischen Union, zwischen 2009 und 2012 eine Studie an 18.000 Verbrauchern in den fünf Märkten USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland und Frankreich zum Kaufverhalten hinsichtlich der Auswahlkriterien für eine Flasche Wein mit Fokus auf die Nachhaltigkeitsbotschaft durchgeführt. Abgefragt wurden die Kriterien Preis, Rebsorte, Ursprung, Qualitätsmerkmal, Nachhaltigkeit, Medaille usw. für die Kaufentscheidung. Ergebnis war, dass eher zu einem Wein gegriffen wird, wenn er für Nachhaltigkeit steht, und dass ein höherer Preis bezahlt wird, wenn die Nachhaltigkeitsbotschaft auch glaubwürdig ist.

Die Zahlen dieser Studie für Deutschland: 16 % der Konsumentinnen & Konsumenten sind bereit, 23,3 % mehr als für den Durchschnittspreis zu zahlen, wenn die Nachhaltigkeitsbotschaft stimmig ist.«

Nothing more to say, auch weil Wochenende ist. Die Tendenz, zu nachhaltigen Weinen zu greifen, steigt. Aber es ist noch ein weiter Weg.

Vgl. Ulrich, Reinert, zit. nach Delmas (2010), S. 268.
Lockshin / Corsi: Consumer Behavior for wine 2.0: A review since 2003 and future directions (2012).
Vgl. Lockshin / Corsi ebenda, S. 23 f.
Vgl. Filone (2016) S. 4 f.

Illu: syl
syl

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162  163  164  165  166  167  168  169 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.