Bunte Rüben und Kraut in einer Holzschale

Bassena - unser Blog

Der VINEUS Wine Culture Award 2011 – backstage Mittwoch 2011-03-23

Auch wenn er am Abend der Gala pretty in pink getaucht war, durch die rosa Brille haben wir ihn nicht gesehen, den VINEUS. Dafür hat er uns in den letzten sechs Monaten zu sehr auf Trab gehalten. Schlaflose Nächte, weil wir neben ihm auch noch andere Liebkinder zu betreuen haben, hat er uns gekostet. Schlaflose Nächte, weil er auch die eine oder andere Sorge bereitet hat. Aber, wer dich neckt, den liebst du.

Weit weg schien die VINEUS-Gala am 21. März über all die Monate. Beim Frühling dauert es ja auch ewig, bis er endlich kommt. Und plötzlich stand sie auf der Türmatte.

Ruth beim Frisör

So plötzlich, dass sich der Friseur nur noch ganz knapp ausging. Aber wie alles, haben wir auch das hingekriegt. Den Hüpfer ins Wäschegeschäft auch. Très désolée, dieses Foto bleibt in der Schublade.

Grad halt ging sich's auch noch aus, schnell in die Toilette zu schlüpfen. Für die Toilette. Die Frisur der Kollegin war fix, die andere Frisur schnell ausgekämmt, um wieder so zu sein wie immer. Etui gegen Jeans, Strümpfe gegen Socken, Heels gegen Sneakers. Die ersten Gäste waren da, die Wimperntusche fehlte noch. Statt der Dusche das Parfüm ...

Ruth mit Freunden im Büro

Und dann der Abend. Fast entspannt. Die Musik zu laut - für die Nachbarn only, die Polizei sehr höflich, kaum erwähnenswert. Und dann, weil alles gut und rund gelaufen ist, Champagner. Und noch viel später happy landing im Büro. Aglio Olio. Bett. Nach der Verabschiedung. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Wer wissen möchte, wer die VINEUS Wine Culture Awards gewonnen hat, werfe einen Blick auf unsere Presseinfo. Man muss ja nicht immer alles zweimal sagen, oder?

syl
Ein Land sieht rot Sonntag 2011-03-20

Roland Velich war der Erste, der mit einem seiner Rotweine für internationale Aufmerksamkeit gesorgt hat: 95 Parker-Punkte für Blaufränkisch Neckenmarkter Alte Reben 2006. Ein Wendepunkt, der schlussendlich auch Österreichs Rote in den Fokus der Weinwelt rücken ließ. Ein internationales Pinot-Noir-Tasting 2010 in Singapur, gewonnen von Fritz Wieningers Pinot Noir Grand Select 2004, tat ein Weiteres.

Jetzt kam die Bestätigung aus London. Die Weinmarketing hatte zum alljährlichen Tasting ins Institute of Directors geladen, und diesmal sollte auch Jancis Robinson MW ausschließlich auf der Suche nach Österreichs Rotweinen dort vorbeischauen.

Schiefer Königsberg

Manche der Weine fand Jancis »really really exciting« mit dem Zusatz, dass hier eher von den höherpreisigen Lagen-Weinen um die 20 £ die Rede ist. Potential sieht sie in drei Rebsorten: dem fruchtigen Zweigelt, der auch in günstigeren Preisklassen gute Qualitäten bringt. Hier unterstreicht sie ihre Erleichterung darüber, dass Österreichs Winzer sich von ihrer »love affair« mit dem Barrique wieder erholt haben. Es punktet Leth mit dem Gigama 2008.

Dem saftigen St. Laurent, mit seinen »obscure origins«, auch wenn er zuweilen etwas süßlich daherkommt und dem österreichischen Pinot Noir in Punkto Struktur und Langlebigkeit nicht ganz das Wasser reichen kann. Top: Reinischs Holzspur 2004 vergleicht sie dank seiner rauchigen Noten und seidigen Textur mit einem Côte Rôtie.

Dem charaktervollen Blaufränkisch. Für Jancis der Rotwein, mit dem Österreich tatsächlich ein Zeichen setzt. Seine frischen Aromen, sein mittelkräftiger Körper und seine Eignung, das jeweilige Terroirs klar zum Ausdruck zu bringen, machen das Besondere dieser Rebsorte aus. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den mineralischen Weinen von Leithaberg und Spitzerberg. Der höchstbewertete Wein der gesamten Verkostung: »Schiefer's racy Königsberg Blaufränkisch 2008, at £12.49 from Raeburn of Edinburgh, has to be the bargain.« Und abschließend: Der Blaufränkisch ist auf dem Weg, international das Pendant zum Grünen Veltliner zu werden.

Jancis' Favoriten des Tastings:
- Johanneshof Reinisch, Holzspur St Laurent 2004 Thermenregion
- Jurtschitsch Sonnhof, Pinot Noir 2007 Kamptal
- K+K Kirnbauer, Das Phantom 2008/Girmer (Zweigelt) 2008/Vitikult Blaufränkisch 2007 Burgenland
- Leth, Gigama 2008 Donauland
- Moric, Neckenmarkt Alte Reben Blaufränkisch 2008 Burgenland
- Muhr-van der Niepoort, Spitzerberg (Blaufränkisch) 2008/Syrah 2007 Carnuntum
- Pichler-Krutzler, Weinberg Blaufränkisch 2008 Burgenland
- Pittnauer, Rosenberg Blaufränkisch/Alte Reben St Laurent 2008 Burgenland
- Prieler, Blaufränkisch 2008 Leithaberg
- Schiefer, Königsberg*/Szapary/Reihburg Blaufränkisch 2008 Südburgenland
- Ernst Triebaumer, Blaufränkisch/Cabernet 2009 Neusiedlersee-Hügelland
- Umathum, St Laurent 2007 Burgenland
- Wohlmuth, Privat Rabenkropf Blaufränkisch 2007 Mittelburgenland

Jancis hatte übrigens in ihrem Forum schon vor dem Tasting die Frage gestellt »Are Austrian reds poised for a popularity explosion?« und mit Leuten wie David Schildknecht diskutiert. Die einhellige Meinung insbesondere zum Blaufränkisch ist positiv. What else?

Quelle: www.jancisrobinson.com
Jancis' Tasting Notes

syl

Kleines Buch mit großer Aussage Donnerstag 2011-03-17

Dass ich das Buch kürzlich geschenkt bekommen und vor einigen Tagen zu lesen begonnen habe, ist wahrscheinlich Zufall. Doch gerade jetzt, wo ein ganzes Land von  katastrophalen Ereignissen existenziell bedroht ist und die Welt fassungslos zuschaut, finde ich das kleine Werk umso bemerkenswerter und wichtiger.

Francois Lelord schreibt über den Psychiater Hector, der sich aufmacht, um das Glück zu suchen. Auf seinen Reisen trifft er mehr und weniger glückliche Menschen und versucht herauszufinden, wovon das individuelle Glücksempfinden abhängt. Und das in einer einfachen aber umso erfrischenderen Art und Weise.

Cover von Hectors Reise von Francois Lelord

Noch bin ich mit meiner Lektüre nicht fertig. Doch eines ist jetzt schon klar, und das sollten wir uns immer und immer und immer wieder vor Augen halten: Es sind die scheinbar kleinen und selbstverständlichen Dinge des Lebens, die uns das Glück immer wieder spüren lassen. Wir müssen „nur“ offen sein dafür.

Wissen tun wir das eh, daran erinnern sollten wir uns halt öfter einmal.

Francois Lelord: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück. Piper Verlag. 

Ruth

Der große alte Mann der Wachau ist gegangen Dienstag 2011-03-15

Josef Jamek, einer der Pioniere des österreichischen Weinbaus, ist letztes Wochenende 92-jährig verstorben. Der 1919 Geborene galt nach dem Zweiten Weltkrieg als Wegbereiter für trockene naturbelassene Weißweine in der Wachau. Er wollte weg von den überschwefelten und aufgezuckteren »Alkoholbomben« jener Zeit, elegante, sorten- und terroirbetonete Weine mit großer Bekömmlichkeit waren sein Ziel. Wie alle Erneuerer wurde auch er anfangs belächelt, insbesondere als er die Naturbelassenheit seiner Weine notariell überwachen ließ.

Josef Jamek

Und wie alle echten Visionäre ließ er sich nicht beirren und stand schlussendlich mit seinen Ideen Pate für die Vinea Wachau Nobilis Districtus, die renommierte Wachauer Winzervereinigung, für die er 1983 auch als Gründungsmitglied firmierte. Die Natur an sich war ihm ein großes Anliegen. So ist es unter anderem seinem und Franz Hirtberger sen. Engagement zu verdanken, dass das in den 1970ern in der Wachau geplante Donaukraftwerk verhindert werden konnte. Die Anti-Hainburg-Demonstranten in der Stopfenreuther Au versorgte Josef Jamek Jahre später jeden Tag persönlich mit hunderten Kornweckerln und Wachauer Laberln zur Unterstützung.

Das von Josef Jamek bis 1996 geführte und dann an Tochter Jutta Altmann und ihren Mann Hans Altmann übergebene Weingut Jamek besteht seit 1910. 25 Hektar Rebfläche stehen unter Ertrag, die zum Großteil mit Grünem Veltliner und Riesling bepflanzt sind. Die großen berühmten Rieden des Hauses sind die Achleiten und die Klaus. Von der Ried Klaus erwarb Jamek 1959 einen ersten Teil und schuf mit ihr durch behutsame Revitalisierung alter Mauern und Terrassierung das Paradebeispiel für die typischen Wachauer Terrassen. Josef Jamek hat somit nicht nur große Bedeutung als Winzer erlangt sondern auch als Wachauer Landschaftspfleger. Ein großer Mann ist gegangen, sein Schaffen hat Bestand. Die Beisetzung fand am Mittwoch im engsten Familienkreis statt.

syl

Wo die Gewürze zuhause sind Donnerstag 2011-03-10

Anlässlich des vorgestrigen Internationalen Frauentages haben sich vier Frauen zusammengefunden um einen angemessenen Abend zu verbringen. Treffpunkt war ein edler Wäscheshop in der Stadt. Hier wurde lediglich ein bisschen gustiert. Im Sinne von Gusto holen.

Innenraum des Nam Nam 

Obwohl eine der vier die unglaubliche Gelegenheit hatte oder gehabt hätte, ohne ihr eigenes Budget zu belasten, einzukaufen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Eigentliches Ziel des Abends war das kleine indische Lokal Nam Nam, von dem die vier  schon viel gehört hatten. Sie zogen also aus, um sich endlich selbst davon zu überzeugen, ob und wie es dort schmeckt. Es schmeckte hervorragend.

Weil die Esserinnen sich ein möglichst umfassendes Geschmacksbild machen wollten, kamen jeweils vier verschiedene Gerichte auf den Tisch. Sehr umsichtig, sehr klug. Die da waren:

Nam Nam Rolls mit Gemüse, Klare Ingwer-Karotten-Suppe, Indischer Frischkäse mit Tomaten und Rucola (der Schreiberin fällt gerade auf, dass das nicht SO extrem indisch klingt), Mix Veg Pakora (gebackenes Gemüse auf Punjabi Art). Was von Anfang an gefällt, ist dass alles eigenständig und ganz eindeutig nach den verwendeten Zutaten schmeckt. Frisches Gemüse, frische Kräuter, spannende Gewürze.

Die Hauptspeisen: Tandoori-Minze-Chicken, Fischcurry auf bangalische Art, Biryani Hyderabad (Gemüsereis auf Hyderabad-Art), eine Variation aus dreierlei Vegetarischem. Nachdem alle in der Runde einverstanden waren, wurde kreuz und quer gegessen.

Fazit: Angenehm unaufgeregte und trotzdem spannende indische Gerichte, denen es dieser Runde allerdings eindeutig an Schärfe fehlte. Zusätzliche Scharfmacher wurden also geordert. Sehr nettes Ambiente, noch netteres und sehr aufmerksames legeres Service. Wir kommen wieder!

PS: Wer meint, dass die ganz echte, ganz originale, handgefertigte Mozartkugel zum Abschluss nicht gepasst hätte, irrt.

Das Lokal

Ruth

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