weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog

Wachauer Wanderung mit Weitblick Samstag 2015-09-19

Wenn wir Besuch aus der Fremde haben, beginnen wir zu überlegen, was von der Heimat unbedingt besichtigt werden sollte. Wohin wir mit dem Besuch fahren und was wir ihm zeigen sollten. In unserem Fall kam die spanische Austausch-Schülerin aus Sevilla in den Genuss einer Wachauer Wanderung.

Blick vom Vogelberg

Einer, auf die wir vor Jahren in der Wochenend-Ausgabe vom »Standard« gestoßen sind und die wir schon einige Male angetreten haben. Von Dürnstein auf den Vogelberg über den Vogelbergsteig und hinten herum zurück Richtung Dürnstein mit der Ruine als letztem Abstecher. Abwechslungsreich, teilweise

Blick vom Vogelberg Richtung Donau

anstrengend, mit tollen Ausblicken. Eine richtige Wanderung halt. Am besten man parkt auf dem Parkplatz direkt nach dem Tunnel. Dort darf man allerdings nicht links abbiegen, man muss also noch ein Stück geradeaus weiterfahren und umdrehen. Aussteigen, über die Straße gehen und am Ortsende von

Blick von der Ruine Dürnstein

Dürnstein Richtung »Tal« gehen. Am Beginn des Waldes steht eine Tafel, auf der die Wanderung mustergültig skizziert ist. Bei der ersten Gabelung links halten und dann immer der rot-weiß-roten Markierung nach. Achtung: Nichts für Leute mit Höhenangst oder unsicherem Tritt. Der Weg ist großteils ausgesetzt, der

Kirche Dürnstein
Ausblick auf Donau und Weingärten dafür grandios. Hinter dem Berg quasi geht es dann über die Starhemberg-Warte Richtung Dürnstein, die Ruine oberhalb des Ortes ist immer wieder eine Besichtigung wert. Was mir diesmal besonders gut gefallen hat: Der kleine Ausblick auf den Dürnsteiner Kirchturm durch eine Luke in der Ruinen-Wand.


Der Abschluss beim Heurigen Koppensteiner in Oberloiben hat für die Anstrengung des Aufstiegs und den Regenguss entschädigt. Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Ausflug!

Ruth

Eine kleine Entdeckung Sonntag 2015-09-13
Nun lebe ich seit mittlerweile 45 Jahren – mit ein paar kurzen und einer längeren Unterbrechung – in und in der Nähe von Wien. Und hab zeitweise das Gefühl, meine Stadt gar nicht richtig zu kennen. Manche Dinge gehen offenbar an mir vorüber. Oder ich an ihnen, je nach Betrachtungsweise. So wie am »Kleinen Diglas« am Fleischmarkt. Cafe Diglas Fleischmarkt
Ein Vormittag unter der Woche, am Programm ein Arzttermin in der Nähe vom Schwedenplatz. Die Sonne scheint, mir steht der Sinn nach Innenstadt und so fahr ich früher als notwendig los. Bekomme Lust auf einen Espresso und überlege mir, wo ich denselbigen einnehmen könnte. Und stelle fest, dass mir in dieser Gegend nicht wirklich was einfällt. Espressotasse
So schlendere ich mehr oder weniger ziellos dahin, biege von der Rotenturmstraße in den Fleischmarkt und entdecke das oben erwähnte »Kleine Diglas«. Und bin begeistert. Vom Interieur (okay, ein bissel kitschig, aber mir gefällt's), von der überaus freundlichen Kellnerin, vom formidablen Jour-Gebäck und vom cremigen Espresso. Cafe Diglas Fleischmarkt
Schön, immer was Neues zu entdecken!


Ruth

Gegen die Unmenschlichkeit Freitag 2015-08-28
In Zeiten wie diesen fällt es mir schwer, Genüssliches in unserem Blog zu veröffentlichen, von schönen Momenten, großen Weinen oder kulinarischen Erlebnissen zu erzählen. Immer öfter stellt sich mir die Frage, welches Recht wir eigentlich haben, im Luxus Österreichs zu leben. Mensch sein in Österreich

Daher folgt jetzt auch kein praktizierter Genuss, sondern die Bitte, im Kleinen und Großen - je nach Möglichkeit - Unterstützung zu leisten und schlicht und ergreifend Nächstenliebe und Menschlichkeit zu praktizieren.
Ein Zeichen setzen können wir alle am Montag, dem 31. August, bei der »Demo für Mensch sein in Österreich« ab 18 Uhr am Christian-Broda-Platz.

Hier gibt es die wichtigsten Infos, bitte in weiß gekleidet oder mit weißen Fahnen kommen. Auch wenn's nur ein Zeichen ist, je mehr wir sind, desto mehr können wir hoffentlich bewirken.

Und sonst einfach helfen, wo es geht und das Leben trotzdem genießen, die schönen Momente bewusst erleben. Wie schon im letzten Blog: Carpe diem.

Ruth
Kuchenbacken gegen Zukunftssorgen Dienstag 2015-07-21
Es liegt wohl auch ein Stück weit am Chaos auf unserem Planeten, an all den furchtbaren Meldungen, die wir Tag für Tag zu hören bekommen. Erst gestern, dass zig kurdische Jugendliche sterben mussten, weil sie Kindern in Kobane helfen wollten, die in einer zerstörten Stadt leben. IS, Griechenland, Syrien, Afrika und noch viel mehr. Ribiselsträucher
Je mehr solcher Nachrichten ich aufnehmen, desto mehr Sorgen über unsere Zukunft mach ich mir. Und desto dankbarer bin ich auf der anderen Seite für mein eigenes Leben. Und verspüre immer öfter »biedermeier-hafte« Tendenzen. Bleib gerne zuhause, koch und back, genieße die Ruhe. Wohl eine Art Abwehrhaltung. Ribisel
Jetzt kommt der Schnitt, der große Themenwechsel. Zum Ribiselkuchen meiner Oma. Die Sträucher sind längst geleert, die Ribiseln frieren im Tiefkühler vor sich hin. Oder wurden zu besagtem Kuchen verarbeitet, meinem Lieblingskuchen. Das Rezept teile ich hiermit, es ist einfach zu gut. Und wirklich einfach. Ribiselkuchen
Man nehme:
* 14 dag Butter

* 7 dag Zucker
* 2 Dotter
* 20 dag Mehl
Zu einem Teig verrühren, auf einem befettetem Backblech aufsteichen und hell backen.
* 4 Eiklar
* 1 Packerl Vanillezucker
* 20 dag Zucker
* ca. 1/2 kg Ribiseln
Auf den vorgebackenen Kuchen streichen und fertig backen, bis der Eischaum leichte Farbe annimmt.

Carpe diem.

Ruth

Letztens beim Biobauern Dienstag 2015-07-14

»Ich möchte als Biobauer zumindest so viel produzieren, wie die billig arbeitenden konventionellen Bauern. Meine Böden sind gesund und vital, ohne synthetische Dünger, die alles versalzen. Es muss also einfach so sein, dass ich zumindest genauso viel ernte, wie die von ihren kaputten ausgelaugten Böden.«

Ein Bio-Zwiebelfeld vor der Stockerauer Landschaft

Der Biobauer Christian Anzböck ist Pragmatiker. Biologische Vielfalt sucht man bei ihm vergebens, siehe das Zwiebelfeld hier oben rechts. Christian produziert für eine Supermarktkette Zwiebel und Erdäpfel und für die Fruchtfolge Weizen. Erst Zwiebel, dann Erdäpfel und danach zweimal Weizen.

Frisch geerntete Zwiebeln

Genau in dieser Reihenfolge, das ist wichtig. Speziell für die Zwiebeln. Kennengelernt haben wir einander im Seminar für Nachhaltigkeits-Management. Er war der, der oft Unruhe in die Vortragenden gebracht hat: »Das hat jetzt aber wirklich nichts mit der Realität zu tun.« Dafür mochten wir ihn. Mögen wir ihn.

Die Lagerhalle für die Zwiebel mit Palettenreihen

Würden alle Bauern sich um ihre Böden so sorgen wie er, könnte die Welt gerettet werden. Sagt er. Daran glauben tut er nicht. Wissen tut er aber: Dass nach zwei Jahren Kompostdüngung seine Pflanzen viel gesünder und vitaler sind als zuvor. Jetzt wartet er auf die Genehmigung für die eigene Kompost-Produktion.

Margariten

Sie kommt hoffentlich bald, er möchte loslegen. Die Kamillen hier stehen neben dem Zwiebelfeld, das er so wie alle anderen Felder bewässert. Der Klimawandel macht's nötig. Ohne zusätzliches Wasser wäre es für heuer schon vorbei mit den Erdäpfeln und Zwiebeln.

Sein Erdäpfel-Tipp für zuhause: Erdäpfel gehören nicht in den Kühlschrank, weil sie dort »verzuckern« und schwarz werden. Aber feucht brauchen sie's. Und die Zwiebel braucht's trocken und kühl.

Christian Anzböck hat keine Website und betreibt keine Werbung. »Zahlt sich nicht aus«, meint er. »Ich hab ja nur einen Kunden.«

syl

Oh ja

Ina Pfneiszl  15.07.2015 15:43

Ich habe diesen Realismus von Christian bei dem Lehrgang ebenfalls sehr genossen und niemals werde ich seine Präsentation vom Ökosystem im Glas vergessen. Danke für den tollen BLOG liebe Sylvia

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