Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Ein Abend für die Geschmackspapillen Mittwoch 2011-02-23

Wenn man das Glück hat, im richtigen Moment die richtigen Leute zu kennen, die wiederum Menschen kennen, die etwas Besonderes machen und andere daran teilhaben lassen, hat man Glück.

Roland Velich, Mr. Moric, und Christian Seiler, essender, trinkender und schreibender Zeitgenosse, nahmen havel & petz mit in das Studio des irischen Künstlers John Gerrard am Loquaiplatz. Der seinen Esstisch für etwa 15 Personen und seine kleine Küche immer wieder einmal an Philipp Furtenbach und Philipp Riccabona verleiht. Ein Glück.

Ein Gang des 21-Mini-Gänge Dinners

Die beiden, die warum auch immer beim Kochen gelandet sind (was nebenbei bemerkt nur ein Teil ihrer Aktivitäten rund ums Essen ist), verarbeiten erstens einmal nur Dinge, die sie entweder selber gesammelt, gepflückt, gefunden oder sonstwie erlegt haben oder deren Produzenten sie persönlich kennen oder jemandem kennen, der diese persönlich kennt. Und sie machen das zweitens in einer Art und Weise, die einen staunen und schmecken lässt. Die Mmmmhhhhhs waren bei jedem der 21 Mini-Gänge zu hören. Das erste "Gericht" ein Glas Leitungswasser. Was bei uns völlig normal ist (Leitungswasser zu trinken, nicht es als ersten Gang serviert zu bekommen), war bei ähnlichen Koch-Events in New York, so habe ich mir erzählen lassen, weit kontroversieller. Dort trinkt im Normalfall kein Mensch das Wasser aus der Pippe, und es schmeckt nach mehr als hierzulande. Nach Chlor. Das fordert den Gaumen.

Ich kürze und raffe jetzt. Beeindruckt haben mich alle der kleinen Speisen, eine jedoch ganz besonders. Ein (soweit mein Erinnerungsvermögen stimmt) gebratenes Weißkrautblatt auf (wirklich auf, in einem kleinen Schüsserl) Weißkrautpürree. So puristisch, so geschmackvoll, so gut. Den Inhalt der Schüssel im Bild kann ich leider nicht mehr exakt wiedergeben. Was mir jedoch im Gedächtnis geblieben ist, sind die Erdnüsse, die von einer Cousine eines Freundes in Afrika (Benin?) am Strand im Sand geröstet wurden. Grandios.

In die Gläser kam nach dem Wasser Wein von Roland Velich. Der eine, bei der offiziellen Kostkommission durchgefallen weil "fehlerhaft", ganz ausgezeichnet, die anderen, obwohl nicht fehlerhaft, auch.

Pünktlich um 18.30 ging's los, pünktlich um 21.20 kam das letzte Gericht, pünktlich um 22 Uhr verließ die Runde den Ort des Geschehens. Den Nachbarn zuliebe. Dreieinhalb Stunden, die es wert waren.

Mehr dazu: http://aound.net/

Ruth

verpasst!

Angelika Deutsch  28.02.2011 13:38

Ich war am Freitag da! Bericht (mit Fotos) folgt noch im Salon, aber wie immer ein Erlebnis. Und nicht genug zu würdigen, was die Burschen da machen, in fast selbstloser Hingabe. Das bedarf nicht nur publizistischen Sponsorings!

mehr davon...

katha  25.02.2011 20:53

...in wien wäre schön, ich mein', mehr mit diesem anspruch, diesem zugang. bin fast ein bisserl traurig, dass ich's diesmal nicht geschafft habe bzw. schaffen werde.

Wow

Ruth  25.02.2011 08:12

Wow, du hast viel besser aufgepasst als ich, Katha. Das ganze Menü zum Nach-Schmecken, beachtlich. Tolle Fotos. Und so wie du geschrieben hast, so richtig in Worte fassen kann man das gar nicht. Es war jedenfalls einzigartig.

ein deja vu

syl  24.02.2011 22:44

wenn ich deine fotos sehe, liebe katha. hab's gestern bereut, selbst keine gemacht zu haben, die deinigen entschädigen jetzt. diesen noma-impuls hatte ich auch. es war ein wunderbarer abend. die zahl der frauen lag bei knappen 50 %. du siehst also, es wird.
lieben gruß,
syl

ao& essn

katha  24.02.2011 21:59

schön, weil ich die "ao& essn" bisher auch so erleben durfte.
hab' darüber vor etwa einem jahr auch eine fast ein bisserl zu pathetische kulinarische notiz auf esskultur.at geschrieben:
http://www.esskultur.at/index.php/2009/10/21/der-wehmut-nachster-akt/

Vollkommen dada Montag 2011-02-21

Warum in die eigenen Hirnzellen vordringen, wenn beim Hirschen schon alles bestens steht?

«Fad wie immer. Wir gestehen, HIRSCH ist DADA, ungesehen. Erst 9 Jahre, schon besonnen, hat er sich den Platz genommen. Geschmeckt, verrucht, vorhergesehen, vergnügt der HIRSCH uns ohne Wenn, nun mit dem Jahrgang 2 Null Zen.»

In der Farbe? In der Nase? Am Gaumen? Im Abgang? Wein wie Etikett ein Unikat.

Hirsch 2010 Trinkvergnügen Nr. 9

«Behirscht» hat dieses Kunstwerk die österreichisch-polnische Künstlerin Agnieszka Baniewska mit viel Ironie und Österreichbezug ... in bester Tradition zur HIRSCH-Edition.

HIRSCH Trinkvergnügen
Wie der Name schon sagt, der «HIRSCH» ist Trinkvergnügen pur. Ein reinsortiger Grüner Veltliner von Lössböden, der trotz seiner Leichtigkeit durch Tiefgang, saftig-charmante Frucht und typische Würze besticht. HIRSCH 2010 Grüner Veltliner Trinkvergnügen #9

Und so sieht Peter Schleimer, Chefredakteur Vinaria, das Trinkvergnügen Nr. 9: „Klassische Sortennase mit schöner Veltliner-Würze, pikant, Aromen von Zitrusfrüchten und grünen Äpfeln untermalt mit Pfefferoninoten; schlank, knackig und nervig mit dezent-saftiger Frucht, guter Biss, sehr lebhaft, anregend.«

©Weingut Hirsch
www.weingut-hirsch.at

Kozolvic – Antonella, Franco und ihre Weine Samstag 2011-02-19

Die Einladung kam aus Istrien direkt. Eine zweite vom hoch- geschätzten Darrel Joseph, der die Degustation bei Gino e Maria in Wien leiten sollte. Wie konnte man da widerstehen, die Malvazijas und Muskateller hatten schon im Sommer beeindruckt. Und speziell auf Darrels Expertise war man gespannt.

Koslovics Weine zur Verkostung

Diese Gelegenheit zur Nachverkostung kam also gelegen. So warm der Empfang im Sommer war, so warm war er nun auch in Wien. Antonella begrüßte einen wie eine alte Freundin, Franco entschuldigte sich vielmals, dass er sich nicht mehr erinnern konnte. Was ihm leicht verziehen war, war er ja gar nicht am Weingut bei unserem Besuch. Franco Kozolvic zählt gemeinsam mit Matosevic in Sveti Lovrec als Erneuerer der Region, beide engagieren sich für das Zagreber Wein- und Gourmetfestival, das dieser Tage - 25. und 26. Februar - stattfindet.

Darrel hatte es nicht leicht an diesem Abend. Der Lärmpegel war bedingt durch ein gut besuchtes Restaurant entsprechend hoch, der Aufmerksamkeitslevel der Gäste am Tisch bedingt durch trinkfreudige Freunde des Hauses entsprechend niedrig. Aber Darrel schlug sich wacker und nahm's mit dem ihm eigenen Humor. Und dass ein paar Kartons damals ihren Weg nach Wien gefunden hatten, war wieder nachvollziehbar.

Der Malvazija, Malvasia Istriana und wahrscheinlich griechischen Ursprungs, ist die Hauptrebsorte des 25 Hektar großen Weinguts nahe der kroatisch-slowenischen Grenze. Die Weinberge liegen je nach Lage zwischen 15 und 6 km vom Meer entfernt, das Weingut selbst liegt weit ab von Städten und Dörfern pittoresk im Weinhang in Momjan. Die Böden bestehen vorwiegend aus Flysch, einem weißen Konglomerat aus Mergel, Ton und Sandstein.

Gefallen haben auch hier wieder die Malvazijas und der Muskateller. Der Malvazija 2010, von dem es in diesem Jahr auch nur diesen einen gibt und der noch eine Fassprobe ist, zeigte sich typisch nach Kräutern, Wacholder, Lorbeer, gelben Früchten, mit Birne und rescher Säure.

Malvazija 2009, voller Schmelz und intensiv, auch hier diese Lorbeer- und Wacholdernoten, Fenchel, Akazie, wieder diese sehr reife Birne und sehr lang.

Malvazija Santa Lucia 2008, kommt erst heuer auf den Markt, zeigt sich mit viel Reife und intensiven Akazientönen, herbalen Noten und gleichzeitig exotisch. Dieser Wein der gleichnamigen Lage wächst sechs Kilometer vom Meer entfernt und wurde zu je 10 % in Eiche und Akazie vergoren.

Malvazija Akacia 2007, ebenfall noch nicht am Markt und von der Lage Santa Lucia, sehr exotisch, getrocknete Marille, Lorbeer, Wacholder, mineralisch, rauchig  und sehr lang. Acht Monate im Akazien-Barrique, daher der Name. Die Akazien sind die Bäume der Region.

Muscat Mumjanski 2009, eine autochtone Muskatellervariante, sehr fein! Halbsüß, klare Muskatellernoten, strahlend und frisch, spicy und nach Muskatnuss. Feine Säure und sehr lang, die Muskatelleraromen bleiben. Mein Aperitif.

Teran 2008, ein mit dem Refosco verwandter authochthoner Roter, der neun Monate im Stahltank war und kein Holz gesehen hat. Intensive Pfeffernoten, schwarze Kirschen, Kräuter, viel Säure, reifes Tannin, warm, buttrig und leichte Bitternoten. Er gefällt. Ein Wein, an den sich man allerdings gewöhnen muss, nicht für jedermanns Gaumen.

Koslovic Vinogradarstvo
Valle 78, 52462 Momjan, Istrien/Kroatien
Tel. +385 52 779 177
E-Mail: info@kozlovic.hr
www.kozlovic.hr

www.zagrebwinegourmet.com

syl

In die Berg bin i gern Mittwoch 2011-02-16

Fünf Tage sind vergangen, seit ich mit den Kindern dem Railjet vom Westen kommend mit Sack und Pack und Schi entstiegen und wieder östlichen Boden unter den Füßen hatte. Flachland also. Genügend Zeit um jetzt mit Distanz zurückzublicken auf eine knappe Woche Höhenluft. Der Berg hat gerufen.

Winterliche Berge in Lech

Anfang und Ende waren entbehrlich. Die Zugfahrt hin getrübt von massenhaft Jugendlichen mit lautem Organ, lauter Musik und viel Alkohol. Wer meint, das hätte nur uns schon in die Jahre gekommene Mütter genervt, irrt. Vier Kinder zwischen zehn und 14 waren auch nicht happy. Die Zugfahrt zurück nicht viel besser. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Lärmquelle in dem Fall vier Kinder zwischen zehn und 14 waren.

Egal, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Die Tage zwischen ÖBB und ÖBB. Gleich vorweg, für mich war's das erste Mal im Bergland ganz im Westen. Bis dato war Tirol die Grenze. Südtirol, Osttirol, alles schon gehabt. Der Arlberg hat noch gefehlt. Voilà.

Es hat sich gelohnt. Grund Nummer 1: die Rundum-Versorgung im Hotel. Herrliches Schifahrerkörper stärkendes Frühstück, die Zimmer jeden Tag aufgeräumt, ohne dass Mütter und Kinder streiten müssen, Pool im Haus, die Kinder nach der Piste im Wasser, die Mütter in Ruhe.

Grund Nummer 2: die vielgeliebte zentrale Lage. Zu Fuß zum Lift, zu Fuß zum Essen, zu Fuß zum - kaum notwendigen - Einkaufen. Grund Nummer 3: das Wetter. Fünf Tage durchgehend Sonnenschein. War uns aber nicht fad! Grund Nummer 4: natürlich das Schigebiet. Grund Nummer 5: Lech war nicht ausgebucht, soll heißen Lifte und Pisten waren ganz und gar nicht überfüllt.

Grund Nummer 6: Vier Kinder zwischen zehn und 14, die sich fast durchgehend blendend verstanden haben, mit denen es auf der Piste schon richtig Spaß macht und die uns am letzten Abend ein Theaterstück geboten haben, das schier großartig war.

Weil wir es uns wert sind.

Ruth

Ein kleiner fieser Bruder Montag 2011-02-14

Auf Weingenuss folgt Schlafverdruss. Nach zwei oder drei Stunden milder Träume jagt einen das eigene Herz aus dem Bett. O süßer Schlaf, ersehnte Nacht, o sanftes Ruhen in der Stille ... Vergiss es! Irgendwo sitzt ein kleines Arschloch und lässt dich nicht zur Ruhe kommen.

Schlafender Eisbär

Manche meinen, es sei das Histamin. Aber sündteure ausgleichende Medikamente erweisen sich als nutzlos. Das kleine Arschloch ist hartnäckig. Denn offenbar sitzt es im Sympathikus, einer der Komponenten des vegetativen Nervensystems. Der hindert seinen Bruder, den Parasympathikus, daran, sein Werk zu tun und für Erholung zu sorgen. Schuld daran ist der Alkohol. Schon kleine, um nicht zu sagen, winzige Mengen - bitte wir sprechen hier nicht von unmäßigem Weinkonsum - reichen aus, um den Sympathikus zu wecken, der für Arbeit und Aktivität zuständig ist. Und schon hat der Parasympathikus nichts mehr zu melden. Egal, wie oft oder wieviel Alkohol man zu sich nimmt.

Also, aufgepasst, Freunde! Alkohol gilt zwar als «Schlafmittel» und hilft beim Einschlafen, aber der, dessen Körper sensibel reagiert, wird nach zwei oder drei Stunden von ihm auch wieder geweckt. Nämlich dann, wenn der Alkohol abgebaut ist und ein Entzugseffekt auftritt. Und schon geht's wieder los: Herzklopfen, Unruhe und trockener Mund. Fieser kleiner Bruder, du nervst!

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162  163  164  165  166  167 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.