Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Vollkommen dada Montag 2011-02-21

Warum in die eigenen Hirnzellen vordringen, wenn beim Hirschen schon alles bestens steht?

«Fad wie immer. Wir gestehen, HIRSCH ist DADA, ungesehen. Erst 9 Jahre, schon besonnen, hat er sich den Platz genommen. Geschmeckt, verrucht, vorhergesehen, vergnügt der HIRSCH uns ohne Wenn, nun mit dem Jahrgang 2 Null Zen.»

In der Farbe? In der Nase? Am Gaumen? Im Abgang? Wein wie Etikett ein Unikat.

Hirsch 2010 Trinkvergnügen Nr. 9

«Behirscht» hat dieses Kunstwerk die österreichisch-polnische Künstlerin Agnieszka Baniewska mit viel Ironie und Österreichbezug ... in bester Tradition zur HIRSCH-Edition.

HIRSCH Trinkvergnügen
Wie der Name schon sagt, der «HIRSCH» ist Trinkvergnügen pur. Ein reinsortiger Grüner Veltliner von Lössböden, der trotz seiner Leichtigkeit durch Tiefgang, saftig-charmante Frucht und typische Würze besticht. HIRSCH 2010 Grüner Veltliner Trinkvergnügen #9

Und so sieht Peter Schleimer, Chefredakteur Vinaria, das Trinkvergnügen Nr. 9: „Klassische Sortennase mit schöner Veltliner-Würze, pikant, Aromen von Zitrusfrüchten und grünen Äpfeln untermalt mit Pfefferoninoten; schlank, knackig und nervig mit dezent-saftiger Frucht, guter Biss, sehr lebhaft, anregend.«

©Weingut Hirsch
www.weingut-hirsch.at

Kozolvic – Antonella, Franco und ihre Weine Samstag 2011-02-19

Die Einladung kam aus Istrien direkt. Eine zweite vom hoch- geschätzten Darrel Joseph, der die Degustation bei Gino e Maria in Wien leiten sollte. Wie konnte man da widerstehen, die Malvazijas und Muskateller hatten schon im Sommer beeindruckt. Und speziell auf Darrels Expertise war man gespannt.

Koslovics Weine zur Verkostung

Diese Gelegenheit zur Nachverkostung kam also gelegen. So warm der Empfang im Sommer war, so warm war er nun auch in Wien. Antonella begrüßte einen wie eine alte Freundin, Franco entschuldigte sich vielmals, dass er sich nicht mehr erinnern konnte. Was ihm leicht verziehen war, war er ja gar nicht am Weingut bei unserem Besuch. Franco Kozolvic zählt gemeinsam mit Matosevic in Sveti Lovrec als Erneuerer der Region, beide engagieren sich für das Zagreber Wein- und Gourmetfestival, das dieser Tage - 25. und 26. Februar - stattfindet.

Darrel hatte es nicht leicht an diesem Abend. Der Lärmpegel war bedingt durch ein gut besuchtes Restaurant entsprechend hoch, der Aufmerksamkeitslevel der Gäste am Tisch bedingt durch trinkfreudige Freunde des Hauses entsprechend niedrig. Aber Darrel schlug sich wacker und nahm's mit dem ihm eigenen Humor. Und dass ein paar Kartons damals ihren Weg nach Wien gefunden hatten, war wieder nachvollziehbar.

Der Malvazija, Malvasia Istriana und wahrscheinlich griechischen Ursprungs, ist die Hauptrebsorte des 25 Hektar großen Weinguts nahe der kroatisch-slowenischen Grenze. Die Weinberge liegen je nach Lage zwischen 15 und 6 km vom Meer entfernt, das Weingut selbst liegt weit ab von Städten und Dörfern pittoresk im Weinhang in Momjan. Die Böden bestehen vorwiegend aus Flysch, einem weißen Konglomerat aus Mergel, Ton und Sandstein.

Gefallen haben auch hier wieder die Malvazijas und der Muskateller. Der Malvazija 2010, von dem es in diesem Jahr auch nur diesen einen gibt und der noch eine Fassprobe ist, zeigte sich typisch nach Kräutern, Wacholder, Lorbeer, gelben Früchten, mit Birne und rescher Säure.

Malvazija 2009, voller Schmelz und intensiv, auch hier diese Lorbeer- und Wacholdernoten, Fenchel, Akazie, wieder diese sehr reife Birne und sehr lang.

Malvazija Santa Lucia 2008, kommt erst heuer auf den Markt, zeigt sich mit viel Reife und intensiven Akazientönen, herbalen Noten und gleichzeitig exotisch. Dieser Wein der gleichnamigen Lage wächst sechs Kilometer vom Meer entfernt und wurde zu je 10 % in Eiche und Akazie vergoren.

Malvazija Akacia 2007, ebenfall noch nicht am Markt und von der Lage Santa Lucia, sehr exotisch, getrocknete Marille, Lorbeer, Wacholder, mineralisch, rauchig  und sehr lang. Acht Monate im Akazien-Barrique, daher der Name. Die Akazien sind die Bäume der Region.

Muscat Mumjanski 2009, eine autochtone Muskatellervariante, sehr fein! Halbsüß, klare Muskatellernoten, strahlend und frisch, spicy und nach Muskatnuss. Feine Säure und sehr lang, die Muskatelleraromen bleiben. Mein Aperitif.

Teran 2008, ein mit dem Refosco verwandter authochthoner Roter, der neun Monate im Stahltank war und kein Holz gesehen hat. Intensive Pfeffernoten, schwarze Kirschen, Kräuter, viel Säure, reifes Tannin, warm, buttrig und leichte Bitternoten. Er gefällt. Ein Wein, an den sich man allerdings gewöhnen muss, nicht für jedermanns Gaumen.

Koslovic Vinogradarstvo
Valle 78, 52462 Momjan, Istrien/Kroatien
Tel. +385 52 779 177
E-Mail: info@kozlovic.hr
www.kozlovic.hr

www.zagrebwinegourmet.com

syl

In die Berg bin i gern Mittwoch 2011-02-16

Fünf Tage sind vergangen, seit ich mit den Kindern dem Railjet vom Westen kommend mit Sack und Pack und Schi entstiegen und wieder östlichen Boden unter den Füßen hatte. Flachland also. Genügend Zeit um jetzt mit Distanz zurückzublicken auf eine knappe Woche Höhenluft. Der Berg hat gerufen.

Winterliche Berge in Lech

Anfang und Ende waren entbehrlich. Die Zugfahrt hin getrübt von massenhaft Jugendlichen mit lautem Organ, lauter Musik und viel Alkohol. Wer meint, das hätte nur uns schon in die Jahre gekommene Mütter genervt, irrt. Vier Kinder zwischen zehn und 14 waren auch nicht happy. Die Zugfahrt zurück nicht viel besser. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Lärmquelle in dem Fall vier Kinder zwischen zehn und 14 waren.

Egal, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Die Tage zwischen ÖBB und ÖBB. Gleich vorweg, für mich war's das erste Mal im Bergland ganz im Westen. Bis dato war Tirol die Grenze. Südtirol, Osttirol, alles schon gehabt. Der Arlberg hat noch gefehlt. Voilà.

Es hat sich gelohnt. Grund Nummer 1: die Rundum-Versorgung im Hotel. Herrliches Schifahrerkörper stärkendes Frühstück, die Zimmer jeden Tag aufgeräumt, ohne dass Mütter und Kinder streiten müssen, Pool im Haus, die Kinder nach der Piste im Wasser, die Mütter in Ruhe.

Grund Nummer 2: die vielgeliebte zentrale Lage. Zu Fuß zum Lift, zu Fuß zum Essen, zu Fuß zum - kaum notwendigen - Einkaufen. Grund Nummer 3: das Wetter. Fünf Tage durchgehend Sonnenschein. War uns aber nicht fad! Grund Nummer 4: natürlich das Schigebiet. Grund Nummer 5: Lech war nicht ausgebucht, soll heißen Lifte und Pisten waren ganz und gar nicht überfüllt.

Grund Nummer 6: Vier Kinder zwischen zehn und 14, die sich fast durchgehend blendend verstanden haben, mit denen es auf der Piste schon richtig Spaß macht und die uns am letzten Abend ein Theaterstück geboten haben, das schier großartig war.

Weil wir es uns wert sind.

Ruth

Ein kleiner fieser Bruder Montag 2011-02-14

Auf Weingenuss folgt Schlafverdruss. Nach zwei oder drei Stunden milder Träume jagt einen das eigene Herz aus dem Bett. O süßer Schlaf, ersehnte Nacht, o sanftes Ruhen in der Stille ... Vergiss es! Irgendwo sitzt ein kleines Arschloch und lässt dich nicht zur Ruhe kommen.

Schlafender Eisbär

Manche meinen, es sei das Histamin. Aber sündteure ausgleichende Medikamente erweisen sich als nutzlos. Das kleine Arschloch ist hartnäckig. Denn offenbar sitzt es im Sympathikus, einer der Komponenten des vegetativen Nervensystems. Der hindert seinen Bruder, den Parasympathikus, daran, sein Werk zu tun und für Erholung zu sorgen. Schuld daran ist der Alkohol. Schon kleine, um nicht zu sagen, winzige Mengen - bitte wir sprechen hier nicht von unmäßigem Weinkonsum - reichen aus, um den Sympathikus zu wecken, der für Arbeit und Aktivität zuständig ist. Und schon hat der Parasympathikus nichts mehr zu melden. Egal, wie oft oder wieviel Alkohol man zu sich nimmt.

Also, aufgepasst, Freunde! Alkohol gilt zwar als «Schlafmittel» und hilft beim Einschlafen, aber der, dessen Körper sensibel reagiert, wird nach zwei oder drei Stunden von ihm auch wieder geweckt. Nämlich dann, wenn der Alkohol abgebaut ist und ein Entzugseffekt auftritt. Und schon geht's wieder los: Herzklopfen, Unruhe und trockener Mund. Fieser kleiner Bruder, du nervst!

Der VINEUS Wine Culture Award 2011 Freitag 2011-02-04

Der VINEUS WINE CULTURE AWARD geht in die zweite Runde. Mitabstimmen kann man von 7. Februar bis 7. März auf www.vineus.at

C+C Pfeiffer, Alpe Adria Weindepot und havel & petz - also wir - bedanken sich auch heuer mit einem Publikumspreis bei den heimischen Gastronomen, Hoteliers, Sommeliers und Winzern für ihr Schaffen rund um den Wein. Österreich ist aufgerufen, mitzustimmen. Am 21. März 2011 ist es dann wieder soweit. Der VINEUS Wine Culture Award wird in den fünf Kategorien Sommellerie, Hotellerie, Gastronomie, Newcomer-Winzer/in und Lebenswerk vergeben.
Tischdekoration des Vineus
Unterstützung findet der VINEUS von der Österreich Wein Marketing und dem Österreichischen Sommelierverband. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer festlichen Gala in der Aula der Wissenschaften in Wien statt, moderiert wird sie von Wiens Slow-Food-Chefin Barbara van Melle. Mehr dazu unter diesem Link.
Weitere Einträge:
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