weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog

James' Choice Dienstag 2010-11-09

Was tut man nicht alles, um den Umsatz anzukurbeln. Die einen verscherbeln ihre önologischen Preziosen für viel Geld an Nebochanten, die anderen legen sich mit Bond ins Bett.  Wenn ich die Wahl hätte ...

Daniel Craig als James Bond

Chateau Angelus wird auf jeden Fall und aller Wahrscheinlichkeit nach möglicherweise seinen Wein im nächsten Bond-Film bewundern können. The claret of choice for James Bond! Sagt zumindest Hubert de Bouard, Sprecher des Weinguts. Diesbezügliche Verhandlungen seien allerdings noch am Laufen, nix is fix. Wenn alles klappt, soll Angelus aber fester Bestandteil der Bond-Serie werden.

Ausschlaggebend für diese mögliche Kooperation war der 1982er Angelus, der 2006 in Casino Royal kurz aufblitzte und nach und nach die Verkaufszahlen des Weines ansteigen ließ. Jetzt will sich das Chateau eine Fortsetzung offenbar einiges kosten lassen.

Der neue Bond wird voraussichtlich im Dezember 2011 erscheinen, Titel noch ungewiss wie überhaupt auch die Zukunft von MGM. Aber man kann ja schon einmal ein wenig vorbauen ...

Quelle: www.decanter.com
syl

Ehre, wem Ehre gebührt! Freitag 2010-11-05

Andreas Döllerer ist GaultMillau- Koch des Jahres 2010, willkommener Anlass ins salzburgerische Golling zu fahren. Seit 2004 ist er Küchenchef im Haus seiner Familie, Kopf des kleinen Döllerer-Imperiums.

Andreas Döllerer hat es geschafft, innerhalb weniger Jahre eine unverwechselbare Linie, seine „cusine alpine“, zu schaffen.

Bluntauforelle von Döllerer
 

Cusine alpine bedeutet Weglassung allen Weitgereisten, Beschränkung auf das Regionale aber immer mit dem Anspruch an höchste Güte. Ist diese im näheren Umfeld nicht zu finden, darf das Produkt auch ein ausländisches sein.

Das Bluntautal mit seinem vielfältigen Fischsortiment erleichtert den Verzicht auf Meeresfische, die nahen Käsereien den auf internationale Käsesorten, Wild ist echtes Wild und nicht gezüchtet und das Tauernlamm muss lange reifen und schmeckt schlussendlich besser als das vielzitierte aus Neuseeland.

Döllerer fährt zwei Schienen, die beide gleichzeitig vom selben Team gekocht werden. Flexibilität sowohl im Kopf als auch beim Handwerk schaffen für Wirtshaus und Genießerrestaurant das höchst mögliche Niveau.

Ersteres lebt von traditionellen Gerichten und Produkten aus der familieneigenen Metzgerei wie der „Frischen“, der berühmten Weißwurst, oder etwa Wildbratwürsten. Die profane Extra überlässt man der Industrie. Im Wirtshaus also das Gebackene Bries auf Erdäpfelsalat zum Hinknien, so zart und frisch. Mit dem knusprigen Schweinsbauch mit feinem Krautsalat sind Kindheitserinnerung im Heute angekommen. Hier lebt das Urösterreichische auf bestmögliche Weise.

Im Genießerrestaurant liegt das Augenmerk auf der Maximierung von Aromen und Geschmack, es genießt internationale Achtung. Die „Falsche Marillenpalatschinke“ aus Sellerieteig, gefüllt mit Gänselebercreme, ungestopft und bio, mit Chutney und Traminer-Auslese verschmilzt zu purer Harmonie! Ein Gedicht die Bachkrebse im Klachlfond mit Estragonsenf und Bärlauchkresse. Und vom Bluntausaibling mit Herzmuscheln und Petersilie möchte man soundso mehr, wobei man die vier Käsereifestufen in unterschiedlicher Zubereitung am Bergkäseteller auf keinen Fall auslassen sollte.

Die Weinauswahl bei Döllerers ist im Übrigen legendär, gespeist vom familieneigenen Weinhandelshaus. Dort in der Enoteca e Bacaro sind etwa zum Aperitif auch private Weinliebhaber willkommen.

Döllerer Genusswelten
Markt 56, 5440 Golling Tel.: +43 (06244) 4220-0, Fax: +43 (06244) 691242
E-Mail: office@doellerer.at, www.doellerer.at

syl
VERKOSTUNGS-MARATHON AWC Donnerstag 2010-11-04

Für heuer ist es gelaufen. 1.733 Winzer und Winzerinnen aus 36 Ländern, fast 11.000 Weine. 300 Verkoster haben sich durchgekostet, die Ergebnisse sind seit Dienstag fix. Da wurden im Rathaus die Sieger der austrian wine challenge 2010 geehrt.

Logo der Austrian Wine Challenge Vienna 2010

Wir staunen. Über eine offensichtlich logistische Meisterleistung. Wir reden von 33.000 Flaschen!

Wir erkennen neidvoll an, die Deutschen haben ziemlich abgeräumt. Vor allem bei den Weißen. Und als Weingut des Jahres 2010: Vier Jahreszeiten Winzer, Pfalz.

Wir freuen uns besonders. Beim Blaufränkisch holt sich Silvia Heinrich mit ihrem Cupido "forces magique" den Sieg. Sind wir doch gerade dabei, den Website-Texten der smarten Winzerin aus Deutschkreutz frischen Schwung zu geben.

Auf das Wohl aller Trophäen-Heimbringer.

www.awc-vienna.at

Ruth


UNSER GEWISSEN IM GLAS Dienstag 2010-11-02

Klingt mutig. In einer Zeit, in der in den meisten Fällen der Preis darüber entscheidet, ob ein Wein gekauft wird oder nicht, den CO²-Anteil pro Glas zu thematisieren. Doch, so Craig Fowles, die Rezession wird irgendwann wieder vorbei sein. Dann bekommen auch andere Faktoren wieder Bedeutung.

Mobius Marlborough Sauvignon Blanc

Der Herr ist "sustainability and compliance coordinator" bei "The New Zealand Wine Company" und zählt auf das Umweltbewusstsein der Konsumenten. Im ersten Schritt auf das der Käufer des Mobius Marlborough Sauvignon Blanc.

Und sie machen es sich nicht leicht, die Zuständigen. Die Angaben variieren von Markt zu Markt. So enthält das Glas Sauvignon Blanc einer in der Heimat geköpften Flasche 140 g des bösen Stoffes, ein australischer Weinliebhaber des gleichen Weines hat 190 g am Backen. Eine ganze Flasche, in sagen wir Adelaide geleert, entspricht einer Autofahrt von 5 km oder 14 km mit der U-Bahn quer durch London.

Wir wollen gar nicht wissen, wie es ausschaut, wenn der Mobius den Weg nach Europa antritt. Und damit Transport-Kilometer sammelt.

Quelle: www.decanter.com

Ruth

VOLARE MIT PRE-GENUSS Sonntag 2010-10-31

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und wenn jemand eine Flugreis tut, dann meistens, dass die Warterei am Flughafen ätzend ist. Nicht zuletzt, weil lokal-technisch meist gar nichts geht. Nun, wer vom Terminal 2 am Frankfurter Flughafen abhebt, hat Glück. Denn dort gibt's eine Cafe-Bar, in der sich's aushalten lässt. Mondo.

Punkt 1, das Ambiente. Eine MIschung aus Paris, Barcelona, Rom. Dunkle Einrichtung, schöner Steinboden, viele Flaschen hinter der Budel, dahinter der klassische Spiegel.

Innenraum des Mondo in Frankfurt 

Punkt 2, der Service. Sehr freundlich, sehr flott, sehr entspannt. Auf die Frage nach einer Steckdose bekam ich flugs einen entsprechenden Tisch. Mit Aussicht.

Punkt 3, die Aussicht. Wahrscheinlich ist die nicht immer so genial, auch wenn angenommen werden darf, dass die vollständige Verglasung Richtung Flugfeld permanent ist. Doch wenn es relativ früh am Morgen ist, der Dunst sich langsam hebt, die Sonne aufgeht und - no na - ständig Flieger starten und landen, ist sie wirklich ganz besonders schön.

Punkt 4, die Musik. Ja, die Musik. Ich gehöre zu den Menschen dieses Planeten, die nicht und nicht kapieren, warum wir immer und überall beschallt werden. ABER, wenn dabei so angenehme, chillige, loungige, entspannte Töne aus der Box kommen, wie hier, dann ist das mehr als okay.

War fast schade, dass das Warten irgendwann ein Ende hatte.

Ruth

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