
Bassena - Unser Weblog
| ES MUSS NICHT IMMER CHAMPAGNER SEIN |
Donnerstag 2010-05-06 |
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Voller Überraschungen so ein Leben. Immer wieder auch einmal im Glas. Geschehen letzte Woche.
Ein wunderbar unprätentiöses Lokal, herrliche Sicht und Sprudel im Glas. Der erste Schluck nach einem anstrengenden Tag, Genuss. Briochearomen, zarte Zitrustöne, frisch und elegant zugleich, feinstes Mousseux.
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Champagner, keine Frage. Oder? Tja, nicht ganz. Ein Crémant de Bourgogne. Céline und Laurent Tripoz liefern mit diesem Schaumwein "zero dosage" aus 100% Chardonnay einen sehr würdigen Vertreter der Kategorie, biodynamisch. Auf elf Hektar wird rund um Loché im Maconnais bereits seit 2006 Demeter-zertifiziert gearbeitet. Und das ganze zu einem umwerfend guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Leider, leider, das wunderbare Produkt ist in Österreich nicht erhältlich. Da hilft nur das Online-Bestellen. Oder hinfahren und vor Ort kosten und kaufen.
Auch wenn die Website optisch nicht umwerfend ist, hier geht's zum Weingut.
Ruth
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| WIE KRANK IST DAS? ESSEN OHNE SCHMECKEN. |
Donnerstag 2010-05-06 |
Aus gegebenem Anlass (schlechtes Wetter, ansteckende Krankheiten) widmen wir uns der Krankenkost. Die Krankheit ist, wie wir ja wissen, der schlimmste Feind der Gesundheit. Für den essenden und trinkenden, also schmeckenden Menschen ist schon eine kräftige Erkältung mit ihren Wirkungen auf Rachen, Gaumen und Nase ein Armageddon.
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Er liegt im Bett und fieberträumt davon, dass das Fieber runtergeht. Ist das Fieber unten, träumt er von einem Essen, das schmeckt. Das ihm schmeckt. Denn der erkältete Mensch ist auf die primitiven Geschmackspapillen seines Gaumens angewiesen. Nix ist mit den Geruchszellen der Nase, die ihn erst zwischen Wein und Wasser entscheiden lassen. Er ist kein Feinschmecker mehr, er ist ein Keinschmecker.
Aber irgendwas muss ja rein in den Magen, wenn der Hunger hat. Was empfiehlt sich in der Krise? Zum Beispiel, wenn fast nichts mehr geht, Toast mit Butter. Der Toast gibt Geruchsblinden ein beruhigend warmes Gefühl im Mund. Knusprig ist er auch. Und wenn man ihn lange beißt, wird er süß. Die Butter braucht es wegen des Umamis. (Ich bevorzuge Bauernbutter, unpasteurisiert, falls gerade nicht vorhanden: bretonische mit oder ohne Salz. Und Sie?). Ein Ei dazu wäre schon Verschwendung.
Hatschi, sagt der Kranke und nicht Prost. Und nimmt ein heißes Gemisch aus Zitrone, scharfem Ingwer, Honig und Wasser zu sich. Es hilft über diese und andere Schwächen des Tages. Beim Honig, so hörte ich beim Gemüsehändler, sagt man, es sei wichtig, einen aus der Region zu nehmen (Radiusgrenze 80 Kilometer). Krank und bedürftig ersteht der Kranke im anhaltenden Fieberwahn den besten und teuersten Arkazienhonig, den der Gemüsemann im Angebots führt. Ein Catering wäre schön.
Eine der köstlichen Suppen vom Ramien in der Gumpendorferstraße wahrscheinlich lebensverlängernd. Aber das Ramien ist weit weg. Und dann denkt er an die vielen Geschichten von Leuten, die durch eine harmlose Erkältung ihre Riechzellen einbüßten. Diese Leute müssen nur noch mit den Geruchs- und Geschmackseindrücken der Vergangenheit leben. Kein gutes Leben. Kehrt dann (aus Erfahrung weiß man, dass es so ist) der Geruch des Kranken zurück, kommt die Ernüchterung. So gut, wie man es sich die letzten Tage erträumt hat, schmeckt Essen ja eigentlich gar nicht. Vor allem, wenn man mit dem, was an Vorräten im Kühlschrank gerade ist, selber kocht.
Herr Rabl
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| KULT-ZWEIGELT VOM VULKAN |
Mittwoch 2010-04-28 |
Nein, hier ist nicht die Rede vom Asche speienden Vulkan, der den Flugverkehr lahm legte. Sondern um einen Kult-Wein, der auf Vulkanböden gedeiht. Und das seit 22 Jahren. Vom Olivin. Zwischen dem Zeitpunkt, an dem Georg Winkler-Hermaden nach Lehr- und Wanderjahren aufs elterliche Weingut zurückkehrte, und der ersten „Olivin-Ernte“ 1988 vergingen elf Jahre. Die Trauben stammen seit damals von den besten Lagen des Weinguts, und die Eichen für die Holzfässer (traditionell in der Gegend 300 Liter) wachsen auf den gleichen Böden, im gleichen Klima. Konsequent. 15 Jahrgänge hieß es auf Einladung vom Wiener Sommelierverein am Montag im Palais Coburg zu verkosten. Ein spannendes, lehrreiches und selbstredend genussvolles Vergnügen. Gestartet wird mit dem Original, dem 1988er. Laut Winzer ein mittelmäßiger Jahrgang. Aber ein Anfang. Über 1989, 1991 und 1993 geht's zum Jahrgang 1995. Einer der Favoriten der Autorin. Elegant in der Nase, Kirschtöne, aber auch Kräuter und Schokolade. Am Gaumen vielschichtig, auch hier elegant und fein, trotzdem mit Druck, schöner langer Abgang. Trinkfreude nach 15 Jahren. | | Erwähnenswert, wie ich finde, auch 1998. Aufgrund des Jahrganges kein
großer Wein, aber einer, der wunderbar angenehm zu trinken ist, Lust auf
den nächsten Schluck und richtig Spaß macht. Dann 2000, ein Spitzen-Jahrgang, der Eleganz, Harmonie, Komplexität auf der einen und Kraft und Straffheit auf der anderen Seite vereint. Hut ab. Schließlich noch ein Jüngling, der, so meine ich, besonders hervorgehoben werden sollte. Olivin 2007. In der Nase Weichsel und Vanille, das Bouquet schmeichelt. Und trotz seiner Jugend ist der Wein auch am Gaumen schon weich und rund, mit ausgeprägter Frucht, der Alkohol gut eingebunden. Schöne Aussichten. Zum Weingut der Familie Winkler-Hermaden Der Wiener Sommelierverein
Ruth
PS: Angeblich war Margot Winkler-Hermaden zu einem großen Teil „schuld“, dass es den Olivin gibt. Vielen Dank!
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| havel-&-petz-Lieblingsrestaurant NOMA bestes Restaurant der Welt |
Mittwoch 2010-04-28 |
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Das hätten wir ihnen gleich sagen können, dass René Redzepis Restaurant NOMA besser ist als alle anderen. Aber sie wollten es nicht anders und mussten sich erst langwierig zusammensetzen und beratschlagen, die Leute von San Pellegrinos „The World's 50 Best Restaurants Academy”.
Der fesche Koch hat El Bulli und Fat Duck auf die Plätze verwiesen. Was uns sehr freut für den sympathischen kompromisslosen Herrn.
Das Restaurent Noma liegt direkt am Wasser, wunderschön in einem alten Speicher am Kopenhagener Kai.
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Servieren tun die Köche, und was sie so servieren, kann man hier
nachlesen: unsere
Eindrücke aus dem Sommer. So wie es aussieht, werden diese demnächst aufgefrischt. Die Freude darob ist groß. Noch etwas: Das Restaurant Steirereck im Stadtpark hat erneut aufgeholt und rangiert in der Liste der weltbesten Restaurants nun auf Platz 21. Großartig, wir sind stolz auf die Reitbauers! Und Österreich erhebt das Restaurant zu UNSEREM Steirereck!
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noma
Strandgade 93, 1401 Copenhagen, Dänemark
Tel: +45 3296 3297
E-Mail: noma@noma.dk
www.noma.dk syl
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| FEINE STANGEN |
Dienstag 2010-04-27 |
Ja, ich gehöre auch zu den Konsumentinnen, die am liebsten regional einkaufen. Und saisonal. Und bio. Alles in Kombination, ideal. Heute haben bio und „so gut wie-saisonal“ mich übermannt. Beim ersten selbst erstandenen Spargel der Saison. Aus Ungarn. Also nicht ganz regional.
Derart appetitlich und attraktiv angeboten, direkt in der Einfallsschneise beim Eingang. Unübersehbar. Und ich hab reagiert, wie sich das die Filialleitung so gewünscht hat. Ich habe gekauft.
| | Die Entscheidung war nicht einfach, fiel aber dann auf weiß, ganz klassisch. Schon das Vorbereiten war eine Freude. Endlich wieder Spargel, endlich wieder der typische Geruch, endlich wieder die feine Haptik. So empfinde ich das. Die Zubereitung dann puristisch. Mit Olivenöl, frischem Pfeffer und Parmesan, Erdäpfel. Magen, was willst du mehr?
Grün kommt morgen. Ruth
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!
Hier lässt sich's tratschen oder "havelundpetzen". Wie früher an der "Bassena", dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, in denen dort der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!
DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.
> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.
Bag-In-Box also. Wußten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?
> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.
> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.
> Purple Wine
Purple Wine und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.
Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.
> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!
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