Marillenblüte im April 2015

Bassena - unser Blog

Mondsee mon amour Montag 2010-09-27
Gustav und Andrea Lugerbauer betreiben eine der schönsten Vinotheken des Landes. In der Herzog Odilostraße in Mondsee. Ein schmucker Ort an sich. Eine der wenigen Plätze im Salzkammergut, wo die regionstypische Tristesse aus Immobiliengier und Restaurant- schließungen noch Eintrittsverbot hat. Lugerbauers Laden erzählt eine Geschichte.  Bild des Mondes, der in den See eintunkt

Reisen, Weinverkostungen da und dort, vergangener und vergänglicher Ruhm als einer der besten Küchenchefs des Landes. Schade. Man bekommt hier nicht nur Weine aus aller Welt und das ziemlich preiswert, Grappas, Gewürze auch, verschiedene nützliche Utensilien zum Kochen und Trinken. Es gibt auch eine kleine Vitrine, in der kenntnisreich ausgewählte Produkte von den Almen Österreichs und Frankreichs und aus den Tiefen des nahen Sees feil geboten werden. Reinanken, Saiblinge - Saiblinge! Der Mondseesaibling war schon Eckart Witzigmann der Feinste.

Lugerbauer erzählt, dass er einmal im Jahr nach Mondsee pilgerte und den in Butter gebratenen Saibling wie ein Chirurg voller Andacht ratzeputz verspeiste. Mache ich auch gerne. Andrea Lugerbauer ist jetzt die Chefin in einer kombüsenkleinen Küche. Der Saibling, den sie brät, kommt in meiner Erinnerung dem Saibling im Weißen Kreuz absolut gleich. Den Paradeisersalat würzt sie nur mit Schnittlauch. Keine Zwiebel und deshalb delikat. Als kleines Zwischengericht schiebt Andrea Lugerbauer einen Schweinsbraten mit Fleischknödel ein. Wir stehen vor dem Wahnsinn am einzigen Tisch des Restaurants, der mit Spitzen gedeckt ist, so gut ist das Krustel, das irgendwie vollkommen aufgeblasen ist, gleichzeitig staubtrocken und wie eine Mehlspeise in sich einstürzt, wenn man draufbeisst. Bratenkrustel, Saibling in Butter und danach der endgültige Pfirsichschmarrn, Karamell und Kaiseraromen pur.

Was es vorher gab, verschweige ich, ich will nämlich nicht, dass Sie wieder einmal der Neid frisst, Sie armer Leser, Sie bedauernswerte Leserin dieses Blogs. Wobei: der Lugerbauer und die Lugerbauerin haben auch für Sie geöffnet. Samstag mittags zum Beispiel, wenn es köstlichen warmen Leberkäse gibt und Tout Mondsee sich hier ein Stelldichein gibt.

Wein & Mehr
Herzog-Odilo-Straße 12, 5310 Mondsee, Tel. +43 (664) 4057142

Herr Rabl
Mehr von ihm auf www.fooodie.net

Keine Weinkarte.

Alexander Rabl  01.10.2010 14:37

Ist ja eigentlich eine Vinothek, in der kleine Gerichte serviert werden. Die Weinauswahl ist recht gekonnt, die Preise sind fair. Ich war gestern wieder dort und hatte einen Alzinger Riesling Smaragd 2007 und das war nicht der einzige Wein, der gut war.

Weinkarte

Ruth  30.09.2010 09:01

Da werd ich doch einmal beim Herrn Rabl anfragen.

Mondsee ist nicht weit

Julia Sevenich  29.09.2010 17:57

Das ist sicher ein Ausflug wert! Was erwartet mich bei die Weinkarte?

Olles für die Fisch an der Adria Wien Freitag 2010-09-24

„Olles für die Fisch oder Gib Butter bei die Fische!?” nennt sich eigenwillig das etwas andere Volxfest an der Adria Wien.

Das alternative Oktoberfest, das mit dem Münchner Original ungefähr soviel zu tun hat wie

Die Adria Wien von der Seite

Kardinal Ratzinger (a.k.a. Papst Benedict XVI.) mit der sizilianischen Mafia bietet von 1. bis 10. Oktober ein Potpourri an Programmpunkten:

Lesungen von Dirk Stermann, eine Schlingensief-Doku, 20 Jahre deutsche Einheit und das Schwelgen in Erinnerungen vor und nach der Wende. Weiters prägt die größte Migrantengruppe des Landes, die Piefke Connection Austria, die Veranstaltungsreihe, die sich selbstverständlich nebst Fußball EM Quali Public Viewing auch der Wien-Wahl am 10. Oktober widmet.

Im PDF-Anhang das genaue Programm von 1. bis 10. Oktober 2010.
Adria Wien
am Donaukanal bei der Salztorbrücke. www.adriawien.at

syl

KEIN GENUSS VON ANFANG AN Mittwoch 2010-09-22

Die Entscheidung der kongenialen Partnerinnen havel & petz, sich beruflich auf ein Packel zu schmeißen und gemeinsame Sache zu machen, fiel wohlüberlegt. Die für sämtliche technischen Unterstützungen ebenfalls. Sprich für Telefon, Internet, Drucker, Fax und natürlich Computer. Es galt, die Gratwanderung zwischen kostengünstig und trotzdem nicht billig zu bewerkstelligen.

Bild eines Computerhinweises "Wollen Sie Ihren Computer jetzt wirklich erschießen?"

Man könnte aus heutiger Sicht sagen, wir waren naiv. Möglich. Aber wir dachten, es gibt doch Experten. Die verdienen ihr Geld mit fachgerechter Unterstützung. Und hier beginnt eine Story, die bis dato quasi never ending ist.

So, wo fang ich an? Starten wir mit dem Grundlegendsten überhaupt, dem Telefon. Die Leitung eines Anbieters war schon da, die übernehmen wir doch gleich. Blöd, weil der nämlich keine externen Durchwahlen unterstützt. Egal, die Telefonanlage, die wir gekauft haben, war eh nicht die richtige. War nur ein Ding für "intern". Wenn wir also von der Küche ins Abstellkammerl verbinden hätten wollen. Naja, und die funkelnagelneuen Telefone, die auch faxfähig hätten sein sollen, waren's nicht. Also zurück an den Start. Status quo: Ein Uralt-Telefon aus unserem Leben vor der Jahrtausendwende tut seinen Dienst. Es ist das bislang einzige Telefon, das mit unserem hypermodernen Multi-Fax-Scan-Kopier-Gerät kommuniziert. Blöd nur, dass jemand anwesend sein muss, um ein Fax entgegenzunehmen. Gott sei Dank ist diese Form der gesendeten Nachrichten am Aussterben.

Nun zur Computerausstattung. Zwei Newcomer-Selbstständige, die voraussichtlich rund um die Uhr arbeiten, wofür entscheiden die sich? Für Laptops. Logo. Die Geräte mit dem Obst wären's gewesen. Die waren uns aber zu teuer. Also lieber doch die Sparvariante. Auch nicht billig, aber wärmstens empfohlen. Von drei Geschäften. Nach einigen Wochen im Dienst beginnen beide Notebooks zu brummen, und zwar elendiglich laut. Die lapidare Erklärung des Herstellers: ein bekannter Lüfterfehler. Naja dann. Beide zur Reparatur, wir jeweils eine Woche ohne Arbeitsgerät. Nun gut, havel & petz sind geduldig. Nach ein paar weiteren Wochen werden die Dinger rückfällig, wir werden ungeduldig. Also zurückschicken, aufs Geld warten, neue Geräte kaufen. Diesmal die Obstvariante. "Mit denen werdet ihr sicher glücklich."

Einschub: In der Zwischenzeit mussten wir uns was in Richtung Server überlegen. Immerhin sind wir zu zweit, irgendwann hoffentlich zu dritt oder zu mehrt. Ein Server? Sehr teuer. Wir probieren's - Tipp eines Experten - mit einer sogenannten Netdisc. Klein, fein, unkompliziert. Nach einigen Wochen erfolglosen Probierens, Installierens, diversen Wutausbrüchen und Schimpftiraden: wir geben w.o. Ein Server muss her. Einer, der mit den Laptops kann. Kein Problem, wird bestellt. In der Zwischenzeit gehen - siehe oben - die Laptops ein, die Obstdinger werden gekauft. Oh, blöd, der Server passt jetzt nicht mehr. Daher die Anfrage, ob Umtausch möglich, die Auskunft, das zahlt sich nicht aus, Ratlosigkeit ... An dieser Stelle die gute Nachricht: Das haben die Experten hingekriegt. Der Server rennt einwandfrei! Einschub Ende.

Wir erinnern uns an die Aussage: "Mit denen werdet ihr sicher glücklich." Ich bin seit gestern mit einem Ersatzgerät glücklich, da mein eigenes einen Festplattendefekt hat. Überflüssig zu erwähnen, dass das so gut wie NIE vorkommt. Wenn ich Glück habe, bekomme ich das gute Stück im Laufe der nächsten Woche zurück. Weiß jemand einen Job, für den kein technisches Gerät notwendig ist? Zweckdienliche Hinweise bitte an havel & petz.

Ruth

PS: Hab ich schon erwähnt, dass unsere Therme seit gestern tropft?

Klumpert

Ruth  27.09.2010 08:51

Ja, stimmt. Aber in meinem Fall lässt sogar das Obst aus. What a shame! Mein schlechtes IT-Karma?

Niemals beim Obst sparen!

Alexander Rabl  26.09.2010 23:55

Das andere Klumpert funktioniert erstens nicht und schaut zweitens so aus, dass der beste Wein in der Flasche sauer wird, wenn die im Büro geöffnet wird.

DIENSTLEISTUNGSWÜSTE ÖSTERREICH Freitag 2010-09-17

Was im Osten des Landes, sprich in Wien, sprich beispielsweise am Badeschiff, nicht nur geduldet sondern aktiv angeboten, sogar gewünscht, ja sogar als Anreiz beworben wird, ist weiter westlich noch nicht einmal vom Hören-Sagen angekommen. Die Rede ist vom Stoppelgeld, wenn Gast und Gästin eigenen Wein mitbringen.

Ein Hotel, das mit Sinnlichkeit wirbt, mit Genuss und Kulinarik, das Wert darauf legt, dass sich die Gäste rundherum wohl fühlen.

Nun denn. Die Küche höchst bescheiden. Ambitioniert im Sinne der 70er- oder vielleicht 80er-Jahre. Nicht ungenießbar, aber langweilig, austauschbar, nichtssagend.

 Weinflasche und Glas auf schwarzem Hintergrund

Also muss ein Wein her, der das alles ein bisschen leichter macht. Her mit der Weinkarte. Diesselbige ist gelinde gesagt zum Vergessen. Die angebotenen Weine langweilig, austauschbar, nichtssagend. Manche wahrscheinlich ungenießbar.

Licht am Horizont. Ein paar Flaschen hat man doch immer dabei. Also, die höfliche Bitte, doch gegen ein Entgelt von 20 (!) Euro die mitgebrachte Flasche einzukühlen. Die Senior-Chefin windet sich gequält. Das hätte sie noch nie gehört, dass sowas möglich sei. Und da könnte ja jeder kommen. Und – nach einem sichtlich schmerzend gequälten Lächeln – „wir müssen ja auch was verdienen“.

An den Nebentischen wurden umsatzstarke Apfelsaft gespritzt und kleine Mineralwasser konsumiert. Die 20 Euro waren gespart, das Essen der halbe Spaß. Der bittere Nachgeschmack bleibt. 

Finstere Zeiten in der Dienstleistungswüste Österreich.

Ruth

Fesch! Ebner-Ebnerauers Black-Edition-Etiketten ausgezeichnet Freitag 2010-09-17

Außen hui, innen hui. Ebner-Ebenauers Verpackung, Ebner-Ebenauers Weine. Letztere sind schon daran gewöhnt, ausgezeichnet zu werden. Eine Höchstnote da, eine Höchstnote dort.

Jetzt ist einmal die Hülle dran, denn die Etiketten der Black Edition wurden gekürt. Beim Etikettenwettbewerb "Wein & Design" des Wiener Szenemagazins Wien life finden sich die ganz in schwarz gehaltenen Weinpickerl unter den zehn schönsten Exemplaren.

Stephan Reinhardt vom WeinWisser schreibt über den Inhalt einer der dressed in black bottles: "Exzellent und mit viel Hefeschmelz ist der Black Edition Grüne Veltliner 2008."

www.ebner-ebenauer.at
syl
Die Black Edition von Ebner-Ebenauer
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