weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog

Wir sind gut! - hervorragende Weinexportentwicklung im ersten Halbjahr 2010 Donnerstag 2010-09-16

Irgendwie konnte man es damals ja schon nicht mehr hören, Anfang der 1990er-Jahre, dieses „Klasse statt Masse”. Mantra der Österreich Wein Marketing. Aber seit zwanzig Jahren sickert es. Bei Weinliebhabern, Winzern und Händlern gleichermaßen. Und Jahr für Jahr steigen die Exportzahlen des österreichischen Weins, steigt der Preis pro ausreisenden Liters und geht im Gegensatz die Menge zitzerlweise zurück. Der österreichische Wein pfeift auf die Krise!

2010 zeichnet sich nun als besonders erfolgreiches Jahr ab. Im ersten Halbjahr stiegen die Exportzahlen im Wert um sagenhafte 10 %!

Willi Klinger

Die Menge ist im Gegenzug um 3,3 % geschrumpft. Österreichs Weine erzielen heuer im Ausland den höchsten Durchschnittspreis ever. ÖWM-Chef Willi Klinger sieht's höchst erfreut: „Damit sind wir unserem 2007 gesetzten Ziel, einem durchschnittlichen Erlös von 2 €/lt im Export, wieder ein ganzes Stück näher.“

Im wichtigsten Exportmarkt Deutschland konnten unsere Weine um 10 % zulegen (auch ein bissl in der Menge um 2 %), der US-Markt öffnet sich wieder und auch die Niederländer und Hochpreisweintrinker in Skandinavien gönnen sich immer mehr Veltliner und Blaufränker. Sehr sehr cool!

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syl
Schubert Wines mit der International Wine Challenge 2010 Substainable Trophy ausgezeichnet Freitag 2010-09-10

Irgendwie kommt man an Kai Schubert, Neuseeland, nicht vorbei. Nicht, dass man das wollte. Im Gegenteil! Allerweil, h&p könnten einmal bei ihm vorbeikommen. Wenn's bloß nicht so weit wäre bis Wairarapa!

Aber worum geht's hier eigentlich?

Marion Deimling mit Tim Atkin MW

Also: Schubert Winery wurde am 7. September für den 2008 Pinot Noir Block B mit der International Wine Challenge 2010 Substainable Trophy des IWC Planet Earth Awards ausgezeichnet. Und nicht nur das. Auch mit der IWC Trophy for best New Zealand Pinot Noir und der IWC Trophy for best Wairarapa Pinot Noir. Gold erhielt auch sein 2008 Pinot Noir Marion’s Vineyard. Halleluja!

„This is a fantastic accomplishment”, says proprietor & winemaker Kai Schubert, „that not only the quality of our wine but also our efforts for organic practice in our vineyards and the winery were awarded. After last week’s huge success at the Decanter World Wine Awards with the International Pinot Noir Trophy and now the IWC Trophy for Sustainability we feel overjoyed”.

Foto: Marion Deimling hatte die Ehre, für Schubert Wines die Trophy entgegenzunehmen und Tim Atkin MW zu küssen. © IWC

Erhältlich sind Kais Weine bei Fine Wine Trade, Kontakt über www.kracher.at www.schubert.co.nz

syl

Hans Tschida ist Sweet Wine Maker of the Year Freitag 2010-09-10

Hans Tschida vom Angerhof-Tschida in Illmitz, Burgenland, hat gut lachen. Im Rahmen des  International Wine Challenge Awards Dinner im Hilton Park Lane in London wurde er am Dienstag, dem 7. September, zum Sweet Wine Maker of the Year gekürt. Und wir freuen uns mit ihm!

Hans Tschida hat abgeräumt wie kaum einer zuvor: fünfmal Trophy, fünfmal Gold und viermal Silber. Neun eingereichte Weine, neun Medaillen!

Hans Tschida mit Tim Atkins MW bei der Preisverleihung

Der Angerhof-Tschida ist somit das insgesamt bestbewertete Süßweingut des renommiertesten Weinpreises der Welt 2010.

Neben der Trophy für den Sweet Wine Maker erhielt Hans Tschida als Special IWC Award die Len Evans Trophy „for consistent performance over the past five years˜ und die Alois Kracher Trophy for Champion Sweet Wine. Für den Sweet Wine Maker of the Year waren neben Hans Tschida auch Horst Sauer, Deutschland, und Gerhard Kracher, Illmitz, nominiert.

Foto: v.l.n.r. Hans Tschida mit Tim Atkin MW © IWC

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syl

WIEN Freitag 2010-09-10

Schön und gut, ich hätte es auch so kapiert. Wien empfängt den viel zu kurz Abwesenden mit dem Verlust des Sonnenlichts zur Mittagszeit und einer schmierigen Schicht aus Regen und schlechter Luft. Die einzige Möglichkeit, die Todesnähe dieser Stadt zu ertragen: 

Das Urbanek 

sofort an den Naschmarkt zum Urbanek, der jetzt aussieht wie eine klein dimensionierte Außenstelle eines Grand Hotels in Positano oder Capri. (Schauen Sie beim Eintreten auf den Boden. Sie verstehen.) Weder in Italien und auch nicht in Frankreich habe ich die Gelegenheit, mich mit Qualität so kompromisslos zu versorgen wie bei den Urbaneks.

Der beste Beinschinken (die erste Qualität des Schinkenmachers, der auch andere beliefert), der Braten vom Fuchs aus Kitzbühel, der auf einer Reise nach Wien irgendwie besser und kompletter wird (das Thema Preis, nein, ich will mich damit jetzt nicht langweilen), die besten Käse. Auch die besten Knackwürschte. Vielleicht nehme ich dazu, vor dem Einkauf oder währenddessen, ein Glas vom Hirtzberger Smaragd, der freundlicherweise auch vor Ort angeboten wird für Kunden, die mit dem Durst nicht bis zu Hause warten können. Manche machen von dieser menschenfreundlichen Geste der Familie Urbanken über Gebühr Gebrauch. Was soll ich sagen? Als ich zum geparkten Wagen zurückkehre, finde ich den Strafzettel vor. Geparkt in einer so genannten Kurzparkzone. Die Abcashmentalität der Stadt Wien sollte ich mir zum Vorbild nehmen. Ich wäre reich und könnte beim Urbanek endlich meine Schulden bezahlen und ein paar Runden schmeißen ... 

Herr Rabl
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JETZT KOCHT ER WIEDER, GOTT SEI DANK Freitag 2010-09-10

In Wien möchte ich nicht kochen. Zuwenig Geld, noch weniger Verständnis. Schnitzel ja, Spaghetti gut, Billigsushi super. Den wenigen Köchen, die den wenigen Essern, die sich mit dem aufgezählten nicht abfinden möchten, trotzdem etwas hinstellen, müssen wir danken und sie ehren. Einer der Unentwegten ist Alex Mayer. Er erholte sich von den Schockwirkungen seiner letzten Beschäftigungsorte (sie erweisen sich auch im Nachhinein nicht als Hort der Beständigkeit bei Personal und Leistung) und fand sich jetzt mit seinen alten und lieben Mitstreitern zusammen, das sind Stefan und Martin.


 

Letzterer ist Patron und Namensgeber (und selbst ein sehr guter Koch) eines neuen Platzes in der Gumpendorferstraße, das schon beim ersten Blick zur Freude gereicht. Gregor Eichinger, ein Meister, hat ein bißchen was mit dem Licht und den Farben gemacht und einer weniger frequentierte Bar mit Tischen zu einem charmant modernen Auftritt verholfen. (Also charmant: nicht zu elitär, das mögen die Wiener nämlich nicht, und modern: so, dass es auch die anderen mögen.) 

Alexander Mayer ist einer der besten Köche, das finde nicht nur ich. Und was kocht er jetzt in Gumpendorf? Die Idee mit zwei stringent durchzuservierenden und zu essenden Abendmenüs nach Vorbild der guten und jungen Restaurants in anderen europäischen Städten (auch in Wien gibt es das mittlerweile) überdenkt er gerade. Mittags jedenfalls wird es Butterschnitzel und dergleichen geben, ein leistbares Mittagessen eben. Abends zeigt Herr Mayer dann, was er kann. Immerhin gehört er zu den wenigen Chefs, bei denen die Gäste gleich nach dem Klassikern fragen, wenn sie ein neues Lokal bekochen. Auf dem Niveau spielten und spielen in Wien nur Gerer, Gradwohl oder Domschitz. Ich setzte mich gerade eben an die Bar und stärkte mich mit Krebsen und Königsberger Klöpsen und einer Kürbisvelouté, die mit Krebsensuppe übergossen ward und in der ebenfalls ein kleines Krebschen sein ausgelöstets Schwänzchen bardete. Dann reichte mir Herr Alexander mit den Worten "Was Fettes!" eine neue Kreation: Schweinebauch in Kakaobutter karamelisiert, mit einem köstlichen Reis, den er irgendwo in Asien aufgetrieben hat, plus Currysauce plus Erbsen.

Der Laden brummt schon ziemlich mächtig, Wein und Champagner sind eisgekühlt. Die Wiener Esser (und auch die Trinker) dürfen hoffen. Morgen soll es Paprikahendl geben nach einer Mayerschen Version. Der Paprikafond köchelte heute schon am Herd. Ich werde mir die Zeit nehmen, da zu sein.

Herr Rabl
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