Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

Die spinnen, die Briten! Mittwoch 2010-08-11

Britische Kardiologen plädieren dafür, die gesundheitlichen Folgen von Fastfood-Essen dadurch zu minimieren, dass McDonald's, Burger King und Co neben Ketchup, Salz und Pfeffer AUTOMATISCH und gratis auch eine HERZTABLETTE austeilen.

Sonst noch was? Vollkommen angrennt?

Zwei füllige Kinder beim McDonalds Essen
Darrel Francis, Herzspezialist am Londoner Imperial's National Heart and Lung Institute und Befürworter dieser Aktion, vergleicht seinen Vorschlag, mit standardisiert verabreichten Medikamenten das Herzinfarktrisiko der Fast-Food-Esser zu senken, mit anderen längst alltäglichen Risikovermeidungsstrategien - etwa dem Angurten beim Autofahren. No comment!

Quelle: orf.at
syl

Verwirrte Weinkonsumenten, Broadbent says Mittwoch 2010-08-11

„Die Weinkonsumenten sind verwirrt!” schreibt Michael Broadbent, 83-jähriger Godfather of Wine, in seiner 400. Decanter-Kolumne. Big business und mangelndes Wissen seien die großen Herausforderungen an die Weinindustrie. „Meinem  Gefühl nach hatten die Weinkonsumenten noch nie eine derart große Auswahl, waren aber auch noch nie so verwirrt. Die ganze Welt produziert heute guten Weinstandard, die Leute brauchen Beratung.”

Und wo er Recht hat, hat er Recht! Wir brauchen mehr resche Führer durch den jungle of wine!

Portrait von Michael Broadbent

Master of Wine Michael Broadbent schreibt seit über 50 Jahren über Wein und weiß von vielen Veränderungen zu berichten. Auf jeden Fall bedauert er den Verlust der „smaller players”. „Big business scheint zu gewinnen und mir gefällt es nicht, wie die Dinge laufen”, bemerkt er in seinem Decanter-Artikel, in dem er auch einen Blick zurück auf seine Weinkarriere wirft.

Startpunkt war 1952 mit seiner Ausbildung zum Weinhändler, seit damals führt er sein Weinnotizbuch. 133 „Bändchen” mit über 85.000 Einträgen hatte er 2004 zusammen. 1960, fünf Jahre nach Gründung des Institute of Masters of Wine, war er einer seiner ersten Absolventen. Von 1966 bis Ende der 1990er Jahre leitete er als Senior Director die Weinabteilung des Auktionshauses Christie’s in London. Neben seiner Tätigkeit als Autor zahlreicher Kolummnen und Weinbücher ist Broadbent nach wie vor gefragter Gastreferent und Leiter von Verkostungen insbesonders von Weinraritäten. 1979 wurde er zum Ritter des Ordre national du Mérite ernannt. Seit 1986 ist er Präsident der International Wine & Foods Society sowie Ehrenmitglied der Academie du Vin de Bordeaux und etlicher Weinbruderschaften in Frankreich.

Quelle: www.decanter.com
syl

The Return of the Doppler Freitag 2010-08-06
Der Doppler war der Bösewicht meiner Jugendtage. Er war Darth Vader, Mephisto und Dr. Marbuse in einem. Er war das schlechteste, was die Heurigenwirte in meinem Heimatort in Flaschen gießen konnten. Und sie hatten viel Schlechtes abzufüllen, das Weinmachen war, anders als sie es von sich dachten, eine ihrer größten Schwächen und keinesfalls ihre Stärke. Der Doppler vom Heurigen war die Antithese zur Trinkkultur, die man damals, und das ist bei Gott nicht lange her, denn so alt bin ich nämlich nicht, nur aus dem Ausland kannte. Und auf einmal war er weg. Vergessen. Darth Vader Legofigur

Die Gebinde höchstens als Aufbewahrungsort für den Sturm im Herbst, für selbst gemachte Hollundersäfte oder als rustikale Blumenvasen verwendet. Hatten sich die Doppelliterflaschen das verdient? So richtig hässlich waren sie ja nie, höchstens ihr Inhalt. Der Doppler war, das muss ja auch gesagt werden, die Magnum der kleinen Leute. Und Österreich ist ja, wie wir wissen, voll von kleinen Leuten.

Schon lange allerdings frage ich mich, wann der Doppler sein Comeback feiern wird. Schließlich badet die Welt und nicht nur die kulinarische Welt seit Jahren in Retro, einem Schaum mit dem süßen Geschmack der Erinnerung an die Sechziger und Siebziger. Einmal entdeckte ich ein paar Doppelliterflaschen mit „Zweigelt” und „Veltliner” bei einem Fleisch und Geflügelhändler auf einem Wiener Markt. Ich erwog nicht wirklich, davon zu probieren.

Doch jetzt ist er wirklich da, der Doppler. Er feierte unlängst sein Comeback auf einer der schönsten Bühnen der Welt, dem Wörthersee. Und er schaut aus wie damals, das Etikett ist etwas größer, als es früher sein mußte, wo man nur sagen mußte: Wein. Alles andere schien den Österreichern damals zu elaboriert und nachgerade lächerlich elitär. Er ist da und ich ließ mir aus ihm einschenken am Wörthersee, im neuen Seerestaurant Saag, wo Hubert Wallner wunderbar kocht und Ines Hofstadler (früher Obauer und Schlossstern) hervorragend einschenkt. Sie empfahl mir den Gemischten Satz vom ehrbaren Wiener Weingut Rotes Haus. Ich trank ihn zur Forelle mit Sicherkaviar, Kren und viel Tomatenaroma und für einen Moment schien mir das Leben ganz okay zu sein.

www.saag-ja.at 

Herr Rabl

Doppler

Thomas H.  10.08.2010 09:15

Ich kann folgenden Doppler empfehlen:
Grüner Veltliner von den Weinviertlern Studeny und Zillinger!!
Wirklich was feines in dieser Austromagnum mit Kronenkork.
Gibts eigentlich schon einige Jahre.

Kloster am Spitz - sowas von saftig Freitag 2010-08-06

Wieder einmal zuviel gegessen ... Der anstrengende Abend am Badeschiff verlangt nach einem abschließenden Glas. Kloster am Spitz. Eisner 2006. Thomas Schwarz.

havel & petz also zu später Stund: „Extreme Beerenfrucht! Viel Heidelbeer. Kräuter und Würze.“

Sylvias Laptop mit Ruth im Hintergrund und einer Flasche Kloster am Spitz im Vordergrund

Der Wein schaut dich genauso skeptisch an wie der Winzer auf seiner Website. Ist das wirklich Blaufränkisch? Und wie! Kirsche. Blut am Gaumen. Viel Struktur und lang und saftig. Und kräftiges Tannin.” Kloster am Spitz. Eisner 2006. Thomas Schwarz.

www.klosteramspitz.at  

ruth & syl

es hat

syl  10.08.2010 13:42

ganz offensichtlich geklappt. gratuliere zu diesem wirklich sehr speziellen wein!

unentschlossen ?

Thomas Schwarz  07.08.2010 11:32

Gegen's Licht beim Fotografieren Entschlossenheit zu zeigen ist mir leider nicht gelungen, beim Wein bin ich zuversichtlich, daß es doch geklappt hat !! LG, Tom.

Kloster am Spitz Eisner

Gerald Bayer  06.08.2010 20:37

.... find ich auch ... ziemlich gutes Zeug! :-)

Genuss ist, wenn man es schlussendlich doch geschafft hat ... Donnerstag 2010-08-05

Es war nicht ranzukommen an den Wein. L'Ermita 2001 von Alvaro Palacios aus dem Priorat in Spanien. Von damals 60jährigen Rebstöcken aus 85 % Grenache und 15 % Carignan und Minierträgen von 15 hl pro Hektar. 96 Parker-Punkte. Und nicht ranzukommen an den Wein.

Erst riss der Kork. Der in der Flasche verbliebene Rest hyperporös. Den ich vorsichtig mit dem etwas feineren Stoppelzieher rausholen wollte. Erst grad, dann schräg, aber nichts als Brösel.

L'Ermita 2001 von Alvaro Palacios

Schon konnte ich durch ein kleines Loch auf die im Wein schwimmenden Teilchen sehen.  Dann durch ein größeres. Das Gemüsemesser musste her! Vorsichtig konnte ein Korkteil gehoben werden und zu guter Letzt mit der Pinzette der Rest. Echte Präsizionsarbeit! Echte Geduldsarbeit! Echtes Zittern!

Und endlich doch am Wein. Schwarze Beeren, Kirschen, super komplex und intensiv, enorm straffe Struktur, kräftige Säure und viel reifes Tannin. Ein Genuss vom ersten Tropfen bis zum letzten Schluck. Zum 5 cm dicken Steak. Genauso, wie es sein sollte. Schön blutig und perfekt abgelegen. Der perfekte Partner für den Wein. Neben mir der perfekte Partner für mich. Was für ein Abend!

syl
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