weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog

Von sinnlosen und sinnvollen Fluggeräten Samstag 2010-07-17
Wieder einmal muss ich mich zum Thema Sommer in Wien melden und ihm sagen, dass er lächerlich ist. Was tut er? Am Tag ist er heiß, dass uns der Campari Spritz (natürlich nur mit Prosecco und sonst nichts) im Glas zu kochen beginnt, am Abend treibt er uns in die Gärten der Heurigen und Restaurants. Und was finden wir dort? fliegende Taube
 

In ersteren ein austauschbares Heurigenbuffet, worüber ich mich letztens bereits verbreitet habe, in zweiteren die schlimmste Gelsenattacke seit Jahren. Die Viecher, die unglaublich blöd und aggressiv sind, haben vor nichts Respekt.

So fuhr ich kürzlich zum Hanner nach Mayerling, einem meiner liebsten und besten Köche. Zwei Gänge bestellt. Man wollte es nicht übertreiben. Da war eine Vorspeise. Ochsentomaten mit dem besten, was unter dem Thema Langustinen zu haben ist, mit einer kleinen Gurkengazpacho und einfach nur wunderbar mit ihren Graden von Süßem und Meeresfrische und bloßer Frische. So hat der Sommer einen Sinn, dachte ich, und nicht: so macht der Sommer Sinn, weil ganz weichgekocht ist das Sprachzentrum dann auch bei 35° im Schatten noch nicht. Als die Stechmücken fragten, ob es für sie auch ein paar Happen gäbe, und weil sie das, wie es ihr Stil ist, so frech und lärmend taten, zog man sich ins Innere des Restaurants zurück, trank ein paar Gläser, knüpfte an der Bar neue Bekanntschaften und wartete. Die Taube von der hohen Reith vom Holzkohlengrill mit Kirschen, etwas Entenleber und Rosmarin war wie immer hohes Hannerniveau und vor allem auf der Terrasse serviert. Das Hannerniveau ist beim Thema Fluggeräte übrigens schwer zu übertreffen, das muss jetzt wieder einmal gesagt werden. Man hatte dann noch köstliche Desserts (Erdbeertarte!), etwas Trinkbares, Musik und gute Laune im Freien. Denn die Viecher, die der lächerliche Wiener Sommer uns beschert, sind zu dumm, um zu kapieren, dass ihre Opfer auch nach Mitternacht im Freien gerne noch Flüssigkeit und Gespräch sich zuführen. Sie sind so blöd, dass man sich fragen muss, warum sie überhaupt auf der Welt sind. Wobei man sich das nicht nur bei den Mücken fragen muss.

Relais & Chateaux Hanner
Restaurant . Hotel . Meetingpoint A-2534 Mayerling 1 Tel. +43 (0)2258/23 78 Fax +43 (0)2258/23 78-41 hanner@hanner.cc www.hanner.cc

Herr Rabl

haben und machen

Angelika Deutsch  17.07.2010 18:39

Lieber Herr Rabl, innigsten Dank für den Sinn, der einfach gehabt wird und nicht gemacht. Ich stoß da immer auf elendigliches Unverständnis, und das selbst bei kühleren Temperaturen.

Vielleicht geht sich ja wieder mal ein gemeinsamer Schiffsgang aus? Wenn ich denn im Sommer bis nach Wien komm und Sie nicht in den Bergen wandern! Den Hammerhanner besuch ich erst wieder in mückenfreier Zeit ....

Ein heißer Sommer Freitag 2010-07-16
Alles wurde schon verhandelt: der Untergang der Gastronomie, wenn die Besten der Besten nicht mehr kochen wollen, sondern nur noch Konzepte verkaufen; der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten in der Leistung, abhängig davon, ob Christian Petz gerade Lust hat, am Herd zu stehen oder nicht.

Christian Petz am Badeschiff 

Sagen wir es so: man muss sich das noch genauer anschauen (wirklich) und einfach Spaß haben an diesem Ort, der eigentlich so unwienerisch witzig ist und ein bisschen abgefuckt, wie man es an den Häfen in London oder Hamburg gerne hat. Was also lässt Petz also kochen?

Kurz gesagt: Dinge, die man gut vorbereiten kann und die auch, wenn das Schiff aus irgendeinem Grund ins Schlingern gerät, ihr Niveau halten. Bei meinem Besuch im Kreis von durstigen Winzern war der Kapitän sogar anwesend, aber nicht selbst am Steuer in der Küche. Und man kann munkeln und zweifeln, was man will: Aber das Beef Tatar mit einer winzigen Lauchquiche schmeckte ja schon verteufelt gut. Und dann gab es eine knackig frische Gazpacho und als Hauptgang ein wunderbar wildes und festes Teil vom Reh mit Marillen und vorher noch köstliche Kutteln mit Tintenfisch in einem Blechnapf.

Wir gingen in die Knie vor Freude. Es gab Gebete und Schreie der Verklärung und Freude. Okay. Der Service wird mit der Zeit an Konturen gewinnen. Die Preise sind ja aberwitzig, quasi eine Antithese zu Petzens früherer Wirkungsstätte. Man wird wiederkommen und entscheiden, ob wir es hier mit einem gutgemeinten Versuch oder der spannendsten Eröffnung des Sommers zu tun haben. Sollten Sie auch machen. Und sich eine Lieblingsflasche mitbringen, die zum Korkgeld von € 14,- für Sie eingekühlt und ausgeschenkt wird.

Badeschiff
Obere Donaustrasse 97-99c, 1020 Wien
office@badeschiff.at www.badeschiff.at

Herr Rabl im aktuellen A-la-Carte-Magazin
Spanischer Sommer ohne spanische Weine Mittwoch 2010-07-14

Die Spanier schicken den Wienern eine kleine Hitzewelle. Sehr freundlich, wir sagen gracias. Doch darauf sind die Wiener nach zehn Monaten Winter natürlich nicht wirklich so gut vorbereitet und werden vollkommen gaga. Sie fallen reihenweise um und sie flüchten zum Heurigen in die Vorstadt.

Interessant übrigens, dass sich in den Gegenden zwischen Ober St. Veit und Perchtoldsdorf noch nie ein Gastronom behaupten hat können, der mehr bietet als ein überbackenes Brot und ein Bier. Die Heurigen lasten wie ein Fußpilz auf der Gegend.

 Packung Wein-Sauerkraut

Die Menschen trinken Wein, der mit Mineralwasser oder Soda aufgespritzt werden muss, um genießbar zu werden, stellen sich mit Plastiktabletts um Convenienceschnitzel und warm gehaltenen Kümmelbraten an und essen Kartoffelsalat, der von bösen Lieferanten eimerweise zu den Heurigen geschippert wird.

Eine gute Tante empfiehlt in Perchtoldsdorf einen Heurigen, der angeblich alles selber macht. Der Schwager aus Rom und ich machen einen Test. Kümmelbraten okay, mit einer Schweizerhaus-vergleichbaren Spitzenkruste, die dann und wann allerdings ins Ledrige und Unkaubare neigt. Panik! Wo ist der Zahnarztfreund? Der Salat essbar, mehr nicht. Und dann der Wein! Unser Bouteillenwein, sagt die superfreundliche Kellnerin und schenkt etwas ein, das bei der Essigverkostung am Badeschiff ebenfalls gute Chancen gehabt hätte. Wir wissen ja, dass das mit dem Weinmachen in Perchtoldsdorf immer noch den Wenigsten gelingt (Nigl, Barbach ...), aber so was. Trotzdem trinken der Schwager aus Rom und ich eine Menge. Ihm geht es danach gut. Ich hingegen werde am nächsten Frühmorgen von meinem Verdauungsapparat auf die Toilette zitiert. Was soll ich noch weiter sagen? Es gibt ein kurzes, aber hartes Gespräch zwischen mir und ihm, gegen das die Aussprache zwischen Obama und General MacChrystal wie Schalmeiengesang wirken muss. Mein Körper verträgt diese Art von Nahrung nicht und recht hat er.

Nächster Tag, Zawodsky in Sievering. Einer der schönsten Gärten von Wien. Wahrscheinlich der, wo sich Häupl immer fotografieren lässt, wenn er von der Stadt mit der höchsten Lebensqualität brabbelt. Hier ist der Wein ideal. Die Glaskultur stimmt. Der Gespritzte im Henkelglas. Bloß das Essen: Sauerkraut-Paprika-Nebel erfüllt die unteren Geschosse, wo sich die Hungrigen am Buffet anstellen. Die übliche Glasvitrine mit Würsten von irgendwo, der übliche Schweinsbraten. Und oben im Garten wird gegrillt. Bratwürste & Schweinskoteletts. Ein Glück, dass ich nicht hungrig bin. Frau Eckel rettete mich mit einer Portion gebackener Steinpilze vor dem Grill und dem Heurigenbuffet. Ich bin ihr dafür ewig dankbar. Darüber demnächst mehr.

Herr Rabl
Alles Essig Montag 2010-07-12

Weil in der sauren Runde die Weiblichkeit den Überhang hat, firmiert sie unter „Die Essig”. Die Männer nehmen's gelassen. In regelmäßigen Abständen also wird Essig verkostet. Das funktioniert ähnlich wie bei Wein, ist aber ein Eck gesünder. Bar jeglicher Gastritis sollte man halt sein.

Die Gäste bei der Verkostung
Heute gab's 50 Essige zum Frühstück. Am Badeschiff. Diverse Frucht- und Gemüseessige, Apfel-essige, gute und schlechte, sinnvolle und sinnentleerte. Wer zum Beispiel braucht Gurkenessig? Die beiden Proben waren auch gar nicht so schlecht, geradezu zartgurkig die eine. Aber zum Henker wozu?
Die Gäste bei der Verkostung
Und wenn, dann gleich Essiggurkerlwasser, wenn's einen überkommt. Was schon einmal vorkommen kann ... Der wirklich feine eine Kürbisessig. Bloß, wozu? Grauslich der Brombeeressig mit Honig. Wie Honig in Essig. Wirklich garstig aber war der mit Knoblauch versetzte. Ekelhaft!
Verzogenes Gesicht bei der Verkostung
Wie das Knoblauchpulver meiner Kindheit, das großzügig übers Schweinskotelett gestreut wurde. Dafür aber überraschend gut der orangefarbene? Rote-Rüben-Essig. Die Knolle pur. Gibt man ihn über den RR-Salat oder über Erdäpfel? Offenbar wird viel experimentiert auf diesem Sektor. Why not also?
Löffel mit verschiedenen Essigsorten
syl

Sauer

Frau Amsel  12.07.2010 19:09

Essig am Badeschiff bei den Temperaturen - welch Wonne!

Oh Telmo! Freitag 2010-07-09

Telmo Rodriguez ist zweifelsohne der schönste Winzer der Welt. Der schönste Winzer Deutschlands möge das verzeihen. Zudem ist er auch noch unglaublich charmant, dieser Spanier. Und macht nebenbei faszinierend gute Weine.

Telmo Rodriguez hat sich vor vielen Jahren zum Ziel gesetzt, autochthone iberische Rebsorten zu kultivieren und sie auf Teufel komm raus zu Höchstleistungen anzuspornen.

Telmo Rodriguez

Die Rebstöcke fügen sich. Quer durch die spanischen Lande produziert Telmo um die 1.000.000 Flaschen auf höchstem Niveau und ist in der Zwischenzeit ein international gefeierter Weinstar. Nach Österreich brachte ihn Luis Kracher, seine Weine können über Fine Wine Trade bezogen werden.

Begonnen hat alles wie so oft mit einem Studium in Bordeaux. Nach seinem Abschluss war er Winemaker auf Remelluri, am Weingut seines Vaters Jaimes in Rioja Alavesa. 1994 gründete er die Compania de Vinos Telmo Rodriguez mit Weingärten in ganz Spanien und verließ Remelluri 1998. Nun kehrt er dorthin zurück, um sich gemeinsam mit seiner Schwester Amaia um das inzwischen biologisch bewirtschaftete und auf 105 Hektar angewachsene Gut zu kümmern. Der nächste Schritt zur Biodynamie wird für die kommenden Jahre geplant. Ein weiterer Schritt nach vor ist der um Jahrhunderte zurück, in die 1700er. Die Grenache-Rebstöcke sollen von der Spaliererziehung zurück zum damals üblichen Busch bewegt werden. Die Alten waren eben nicht ganz unbeleckt. Denn diese niedrige Erziehungsform ist der Gegend am besten angepasst und schützt die Reben und Trauben vor den starken Winden. Weiters soll vermehrt  Gemischter Satz in vorerst sieben Weingärten zurückkehren.

Die Erfahrung hat bisher gezeigt, dass OH TELMO! so gut wie immer den richtigen Riecher hatte. So wird es sicherlich bleiben. Bei dieser Nase ...

Quelle: www.decanter
www.remelluri.com
www.telmorodriguez.com
Fine Wine Trade unter www.kracher.at

syl

Wer ist der Schönste im ganzen Land?

Klara Veith  07.08.2010 09:30

Na, vielleicht sollte man die beiden Herren zusammenbringen? Wein gegen Wein, Nase gegen Nase. Das Panel: 12 versierte Weinfrauen.

Schöner

Scheues Reh  06.08.2010 00:20

Also ich persönlich find den Hirsch aus Kammern schöner!

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162  163 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.