Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Alles Essig Montag 2010-07-12

Weil in der sauren Runde die Weiblichkeit den Überhang hat, firmiert sie unter „Die Essig”. Die Männer nehmen's gelassen. In regelmäßigen Abständen also wird Essig verkostet. Das funktioniert ähnlich wie bei Wein, ist aber ein Eck gesünder. Bar jeglicher Gastritis sollte man halt sein.

Die Gäste bei der Verkostung
Heute gab's 50 Essige zum Frühstück. Am Badeschiff. Diverse Frucht- und Gemüseessige, Apfel-essige, gute und schlechte, sinnvolle und sinnentleerte. Wer zum Beispiel braucht Gurkenessig? Die beiden Proben waren auch gar nicht so schlecht, geradezu zartgurkig die eine. Aber zum Henker wozu?
Die Gäste bei der Verkostung
Und wenn, dann gleich Essiggurkerlwasser, wenn's einen überkommt. Was schon einmal vorkommen kann ... Der wirklich feine eine Kürbisessig. Bloß, wozu? Grauslich der Brombeeressig mit Honig. Wie Honig in Essig. Wirklich garstig aber war der mit Knoblauch versetzte. Ekelhaft!
Verzogenes Gesicht bei der Verkostung
Wie das Knoblauchpulver meiner Kindheit, das großzügig übers Schweinskotelett gestreut wurde. Dafür aber überraschend gut der orangefarbene? Rote-Rüben-Essig. Die Knolle pur. Gibt man ihn über den RR-Salat oder über Erdäpfel? Offenbar wird viel experimentiert auf diesem Sektor. Why not also?
Löffel mit verschiedenen Essigsorten
syl

Sauer

Frau Amsel  12.07.2010 19:09

Essig am Badeschiff bei den Temperaturen - welch Wonne!

Oh Telmo! Freitag 2010-07-09

Telmo Rodriguez ist zweifelsohne der schönste Winzer der Welt. Der schönste Winzer Deutschlands möge das verzeihen. Zudem ist er auch noch unglaublich charmant, dieser Spanier. Und macht nebenbei faszinierend gute Weine.

Telmo Rodriguez hat sich vor vielen Jahren zum Ziel gesetzt, autochthone iberische Rebsorten zu kultivieren und sie auf Teufel komm raus zu Höchstleistungen anzuspornen.

Telmo Rodriguez

Die Rebstöcke fügen sich. Quer durch die spanischen Lande produziert Telmo um die 1.000.000 Flaschen auf höchstem Niveau und ist in der Zwischenzeit ein international gefeierter Weinstar. Nach Österreich brachte ihn Luis Kracher, seine Weine können über Fine Wine Trade bezogen werden.

Begonnen hat alles wie so oft mit einem Studium in Bordeaux. Nach seinem Abschluss war er Winemaker auf Remelluri, am Weingut seines Vaters Jaimes in Rioja Alavesa. 1994 gründete er die Compania de Vinos Telmo Rodriguez mit Weingärten in ganz Spanien und verließ Remelluri 1998. Nun kehrt er dorthin zurück, um sich gemeinsam mit seiner Schwester Amaia um das inzwischen biologisch bewirtschaftete und auf 105 Hektar angewachsene Gut zu kümmern. Der nächste Schritt zur Biodynamie wird für die kommenden Jahre geplant. Ein weiterer Schritt nach vor ist der um Jahrhunderte zurück, in die 1700er. Die Grenache-Rebstöcke sollen von der Spaliererziehung zurück zum damals üblichen Busch bewegt werden. Die Alten waren eben nicht ganz unbeleckt. Denn diese niedrige Erziehungsform ist der Gegend am besten angepasst und schützt die Reben und Trauben vor den starken Winden. Weiters soll vermehrt  Gemischter Satz in vorerst sieben Weingärten zurückkehren.

Die Erfahrung hat bisher gezeigt, dass OH TELMO! so gut wie immer den richtigen Riecher hatte. So wird es sicherlich bleiben. Bei dieser Nase ...

Quelle: www.decanter
www.remelluri.com
www.telmorodriguez.com
Fine Wine Trade unter www.kracher.at

syl

Wer ist der Schönste im ganzen Land?

Klara Veith  07.08.2010 09:30

Na, vielleicht sollte man die beiden Herren zusammenbringen? Wein gegen Wein, Nase gegen Nase. Das Panel: 12 versierte Weinfrauen.

Schöner

Scheues Reh  06.08.2010 00:20

Also ich persönlich find den Hirsch aus Kammern schöner!

I AM SAILING Mittwoch 2010-07-07

Der globale Transport von Waren ist so eine Sache. Ökonomisch und ökologisch. Das Chateau Smith Haut Lafitte will seine Weine neuerdings per Segelboot von A nach B bringen. Der Grund? Den ökologischen Fußabdruck verkleinern. Mit der Kraft des Windes.

Die Crew des britischen 106 Jahre alten Schiffs „Bessie Ellen“ hat das Vergnügen, mit 20.000 der begehrten Flaschen sowie Weinen des Chateau de Cayx (gehört der dänischen Königsfamilie) und von Borie de Maurel im Languedoc an Bord zu gehen.

Ein Schiff auf See 

Am 21. Juli werden die Segel in Bordeaux gehisst, der Zielhafen ist Montreal. Daniel Cathiard, der Besitzer des Chateaus, muss zwar in Kauf nehmen, dass der windige Transport um 20% mehr kostet als mit einem herkömmlichen Containerschiff. Angeblich tut dem Wein die beschauliche Reise über die Meere aber gut. In einer Blindverkostung unabhängiger Önologen, initiiert vom Frächter CTMV, war allgemeiner Tenor, dass solcherart verschiffte Weine besser schmecken. Vielleicht eine Möglichkeit, die ganze Sache zu vermarkten und den Flaschenpreis noch ein wenig zu erhöhen?

Die Route soll jedenfalls regelmäßig befahren werden. Vorausgesetzt, die Crew wird gebrieft, die Weine auf hoher See nicht selbst zu trinken.

Quelle: Decanter

Ruth

Weinbauförderpreis für das Weingut Ebner-Ebenauer Mittwoch 2010-07-07

Già che c'era! Weil der Businessplan schon einmal da war, konnte man ihn genauso gut auch einreichen. Nutzt's nichts, schad's nichts. Und unverhofft kommt oft: abgeräumt! Ebner-Ebenauers sind, so wie's aussieht, nicht nur Meisterin und Meister beim Weinbereiten. Nein, sie kennen sich auch aus bei Zahlen, Konzepten und Finanzplanung.

Beim Weinbauförderpreis, vergeben vom Fachmagazin Der Winzer, hat ihr Businessplan am besten abgeschnitten.

Manfred und Marion Ebner-Ebenauer mit dem Weinbauförderpreis

Die drei erstgereihten Konzepte wurden von den Kooperationspartnern BASF, DER WINZER und einer fachkundigen Jury prämiert. Und so steht es geschrieben: „Hier wird nichts dem Zufall überlassen - CI und guter Geschmack begleiten den Weg nach vorne. Der entscheidende Erfolg des Weinguts ist aber offensichtlich aus der Kobination zweier Persönlichkeiten abzuleiten. Was besonders gefällt: der Fokus auf die Exportmärkte. Nach nur wenigen Jahren scheint dies eindrucksvoll gelungen! Sie haben sich mit ihrem hochkarätigen Konzept ‚BUSINESSPLAN‘ den Weinbauförderpreis 2010 gesichert!”

Wir sind stolz auf  unsere Ebner-Ebenauers und gratulieren!

syl
Herr Rabl nutzt das Badewetter Sonntag 2010-07-04

Das Kornat hat neu eröffnet. Alle gehen jetzt hin.

Deshalb hier:

zwei Fische mit einem Fussball am Kopf (Illustration)

das Konoba, Verpflegungsstätte der Jungen mitten im Achten, die sich für ein Essen weder bei den Eltern um mehr Taschengeld anstellen und auch nicht ihre Familienbeihilfe an einem Abend verjubeln wollen. Was schreibe ich hier für einen Scheiß? Bin ich überrascht, in einem akzeptablen Restaurant endlich einmal Gäste meiner Generation und drunter an den Nebentischen zu haben?

Jedenfalls schätze ich die Nachbarn mit meinem 3"-Screen als Besucher der Regenbogenparade sicher richtig ein, wenn sie rufen "Das ist ja wie bei Mama!" und damit hoffentlich nicht mich meinen, der ich meine Unterarme gerade in der Sauce "Buzara" oder wie man sie nennt, bade, in der die Scampi vulgo Langustinen sich räkeln, die ordentlich heiß sind, sodass ich mir beim Schälen ordentliche Brandblasen hole, die vielleicht den einen oder anderen Nebensatz erklären, den ich hier verabreiche zu meiner, des Bloggens und meiner Gastgeberinnen Unvergnügen.

Knoblauch is King. Ich bin froh, dass ich hier, so wie ich jetzt gerade aussehe, sagen wir einmal, nicht meinen Chefposten bei der Weltbank verhandle oder den als Chef der Putzerei Habsburg. Die frittierten Ährenfische sind etwas bitter, wenn auch ordentlich und richtig in nicht zuviel Fett oder Mehl herausgebacken. Warum die Bitterkeit der kleinen Fischlein? Kacken sie noch schnell einmal vor Angst, bevor sie sich ins heiße Fett schmeissen lassen müssen? Oder sind sie am Ende Fisch gewordene Brasilianier oder Argentinier, Franzosen gar? Ich mag das Bittere der kleinen Fische, denn es passt so gut zum Aperitif auf Cynar- oder Camparibasis.

Und zum Abschluss: nicht traurig sein, junge Freunde. Irgendwann könnt Ihr Euch noch einmal ein richtig teures Fischessen leisten. Wenn nicht in diesem, so vielleicht in einem der nächsten zwanzig Leben.

Herr Rabl

bitter!

florian holzer  07.07.2010 10:56

bitter sind sie, weil man sie mit haut und haaren isst, also auch mit leber, niere, magen und vor allem eben mit der bitteren milz, glaub ich.

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