Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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The Return of the Doppler Freitag 2010-08-06
Der Doppler war der Bösewicht meiner Jugendtage. Er war Darth Vader, Mephisto und Dr. Marbuse in einem. Er war das schlechteste, was die Heurigenwirte in meinem Heimatort in Flaschen gießen konnten. Und sie hatten viel Schlechtes abzufüllen, das Weinmachen war, anders als sie es von sich dachten, eine ihrer größten Schwächen und keinesfalls ihre Stärke. Der Doppler vom Heurigen war die Antithese zur Trinkkultur, die man damals, und das ist bei Gott nicht lange her, denn so alt bin ich nämlich nicht, nur aus dem Ausland kannte. Und auf einmal war er weg. Vergessen. Darth Vader Legofigur

Die Gebinde höchstens als Aufbewahrungsort für den Sturm im Herbst, für selbst gemachte Hollundersäfte oder als rustikale Blumenvasen verwendet. Hatten sich die Doppelliterflaschen das verdient? So richtig hässlich waren sie ja nie, höchstens ihr Inhalt. Der Doppler war, das muss ja auch gesagt werden, die Magnum der kleinen Leute. Und Österreich ist ja, wie wir wissen, voll von kleinen Leuten.

Schon lange allerdings frage ich mich, wann der Doppler sein Comeback feiern wird. Schließlich badet die Welt und nicht nur die kulinarische Welt seit Jahren in Retro, einem Schaum mit dem süßen Geschmack der Erinnerung an die Sechziger und Siebziger. Einmal entdeckte ich ein paar Doppelliterflaschen mit „Zweigelt” und „Veltliner” bei einem Fleisch und Geflügelhändler auf einem Wiener Markt. Ich erwog nicht wirklich, davon zu probieren.

Doch jetzt ist er wirklich da, der Doppler. Er feierte unlängst sein Comeback auf einer der schönsten Bühnen der Welt, dem Wörthersee. Und er schaut aus wie damals, das Etikett ist etwas größer, als es früher sein mußte, wo man nur sagen mußte: Wein. Alles andere schien den Österreichern damals zu elaboriert und nachgerade lächerlich elitär. Er ist da und ich ließ mir aus ihm einschenken am Wörthersee, im neuen Seerestaurant Saag, wo Hubert Wallner wunderbar kocht und Ines Hofstadler (früher Obauer und Schlossstern) hervorragend einschenkt. Sie empfahl mir den Gemischten Satz vom ehrbaren Wiener Weingut Rotes Haus. Ich trank ihn zur Forelle mit Sicherkaviar, Kren und viel Tomatenaroma und für einen Moment schien mir das Leben ganz okay zu sein.

www.saag-ja.at 

Herr Rabl

Doppler

Thomas H.  10.08.2010 09:15

Ich kann folgenden Doppler empfehlen:
Grüner Veltliner von den Weinviertlern Studeny und Zillinger!!
Wirklich was feines in dieser Austromagnum mit Kronenkork.
Gibts eigentlich schon einige Jahre.

Kloster am Spitz - sowas von saftig Freitag 2010-08-06

Wieder einmal zuviel gegessen ... Der anstrengende Abend am Badeschiff verlangt nach einem abschließenden Glas. Kloster am Spitz. Eisner 2006. Thomas Schwarz.

havel & petz also zu später Stund: „Extreme Beerenfrucht! Viel Heidelbeer. Kräuter und Würze.“

Sylvias Laptop mit Ruth im Hintergrund und einer Flasche Kloster am Spitz im Vordergrund

Der Wein schaut dich genauso skeptisch an wie der Winzer auf seiner Website. Ist das wirklich Blaufränkisch? Und wie! Kirsche. Blut am Gaumen. Viel Struktur und lang und saftig. Und kräftiges Tannin.” Kloster am Spitz. Eisner 2006. Thomas Schwarz.

www.klosteramspitz.at  

ruth & syl

es hat

syl  10.08.2010 13:42

ganz offensichtlich geklappt. gratuliere zu diesem wirklich sehr speziellen wein!

unentschlossen ?

Thomas Schwarz  07.08.2010 11:32

Gegen's Licht beim Fotografieren Entschlossenheit zu zeigen ist mir leider nicht gelungen, beim Wein bin ich zuversichtlich, daß es doch geklappt hat !! LG, Tom.

Kloster am Spitz Eisner

Gerald Bayer  06.08.2010 20:37

.... find ich auch ... ziemlich gutes Zeug! :-)

Genuss ist, wenn man es schlussendlich doch geschafft hat ... Donnerstag 2010-08-05

Es war nicht ranzukommen an den Wein. L'Ermita 2001 von Alvaro Palacios aus dem Priorat in Spanien. Von damals 60jährigen Rebstöcken aus 85 % Grenache und 15 % Carignan und Minierträgen von 15 hl pro Hektar. 96 Parker-Punkte. Und nicht ranzukommen an den Wein.

Erst riss der Kork. Der in der Flasche verbliebene Rest hyperporös. Den ich vorsichtig mit dem etwas feineren Stoppelzieher rausholen wollte. Erst grad, dann schräg, aber nichts als Brösel.

L'Ermita 2001 von Alvaro Palacios

Schon konnte ich durch ein kleines Loch auf die im Wein schwimmenden Teilchen sehen.  Dann durch ein größeres. Das Gemüsemesser musste her! Vorsichtig konnte ein Korkteil gehoben werden und zu guter Letzt mit der Pinzette der Rest. Echte Präsizionsarbeit! Echte Geduldsarbeit! Echtes Zittern!

Und endlich doch am Wein. Schwarze Beeren, Kirschen, super komplex und intensiv, enorm straffe Struktur, kräftige Säure und viel reifes Tannin. Ein Genuss vom ersten Tropfen bis zum letzten Schluck. Zum 5 cm dicken Steak. Genauso, wie es sein sollte. Schön blutig und perfekt abgelegen. Der perfekte Partner für den Wein. Neben mir der perfekte Partner für mich. Was für ein Abend!

syl
ESSIG, GLIBBERZEUG UND SETTE GUSTI Mittwoch 2010-08-04

Falls es noch nicht zu allen unseren Blog-Leserinnen und -Lesern durchgedrungen ist: havel & petz sind Teil einer Essig-Jury. DER Essig-Jury. Des 1. österreichischen Essig-Awards. Initiator und Master-Mind Vene Maier lud wieder einmal zur Jury-Sitzung. An die 60 Essige wollten verkostet werden. Eine Herausforderung für Gaumen, Magen und Hirn.

Und hier kommt Silvia Fracaro ins Spiel. Ihres Zeichens Architektin, Balkon-Gemüse-Züchterin, Privat-Essig-Produzentin in Kleinstmengen und Köchin vor dem Herrn. Sie hat für die diesmal ob der sommerlichen Ferien kleinen Jury (Maier, Schrampf, Fracaro, Havel) gemeinsam mit Lebenspartner Maier für das Essen gesorgt.

 Tisch bei der Essigverkostung

Zwischen Frucht- und Balsamico-Essigen führen wir unseren Mägen feste Nahrung zu. Wir starten klassisch, mit Spaghettini al pomodoro frescho. Basilikum vom Balkon. Dann Salat, Tomaten vom Balkon. Und zweimal „Glibberzeug“. Inspiriert vom „Göttlichen Glibber“ im Standard haben die beiden begonnen zu experimentieren. Zum Salat also Jelly aus Marillen-Essig und aus Zitronensaft inklusive Zesten. Erfrischend köstlich!

Beim Zwischengericht werden wir mutig: Weinbergschnecken-Kaviar auf getoastetem Schwarzbrot. Ein Glas voll weißer Mini-Eier. Der Geschmack erinnert mich an getrocknete Kräuter. Die Konsistenz ebenfalls glibbrig.

Der Schweinsbraten stammt vom Schopf eines Jungschweines vom Bauernstand am Naschmarkt. Serviert mit französischen Berglinsen. Die sind so wunderbar gewürzt, dass die Schrampf und die Havel nachfragen. Und flugs einen Ausdruck besagter „sette gusti“ aus der Überschrift in der Hand halten. Hier das Rezept der sieben Geschmäcker, die in Wahrheit acht sind:

3,5 kg Tomaten
80 dag Karotten
80 dag Sellerie
80 dag Zwiebel
15 dag Petersilie
15 dag Knoblauch
15 dag Basilikum
15 dag Rosmarin

1 kg grobes Meersalz
Olivenöl

Schälen, putzen, alles klein hacken, in einer großen Schüssel vermengen. Salz beifügen und gut mischen. In Gläser füllen und satt mit Olivenöl bedecken. Kühl lagern und nach Verwendung jeweils wieder neu mit Olivenöl bedecken.

Hinweis von Rezept-Spenderin Silvia Fracaro: Ergibt riesige Mengen von ca. 35 Gläsern. Halbe Menge = weniger Action! (Dafür zehrt sie aber schon drei Jahre von der letzten Session)

Zum Dessert gibt's Espresso, Cantuccini und noch zweimal Glibberzeug. Vene sei Dank. Einmal aus Hollunderschnaps mit Minzblättchen, einmal aus Williamsbirne. Fährt beides ganz schön ein.

Ganz am Schluss, also nach allem Essig, gab's auch noch ein paar Weinraritäten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ruth

NOMEN IST NICHT IMMER OMEN Dienstag 2010-08-03
Gott sei Dank. Denn „Purzelbaum“ ist meiner bescheidenen Meinung nach nicht unbedingt der Renner, wenn es um ein Restaurant geht. Über die Geschichte der Namensgebung weiß ich nichts. Jedoch kann ich berichten, dass das Restaurant im Salzburger Nonntal auf jeden Fall mehr kann, als es eben aufgrund seines Namens vermuten lässt. Langer Rede kurzer Sinn, wir haben den Abend genossen.
Das Purzelbaum von innen und die Chefs 

Der war so lau, dass wir im kleinen Garten sitzen konnten. Sehr lauschig. Gestartet haben wir ob dieser angenehmen Umstände mit Champagner. Der war uns allen unbekannt, hat uns aber durchaus positiv überrascht. Chartogne Taillet Cuvée Saint Anne Brut. Die Weinkarte sonst aus unserer Sicht ausbaufähig. Wie so oft, immer die gleichen Namen. Ein bisschen langweilig. Der Weiße ist deshalb auch schon wieder vergessen. Der Rote hat uns allerdings versöhnt. Ein 2006 Neckenmarkt vom Weingut Moric. Danke Roland Velich für diesen Blaufränkisch!

Nach dem Gruß aus der Küche eine sehr einstimmige Vorspeise. Carpaccio vom Bio-Rind. Das Fleisch hauchzart und geschmacklich top, leider vom Tick Zuviel an Pesto übertönt. Zum Hauptgang Entrecote, wieder Bio-Rind, und Ente. Beides solide, gekonntes Handwerk. Bei der Nachspeise dann wieder Einigkeit. Crème brulée. Sehr vanillig, sehr fein, nur die „Kruste“ oben, quasi der Deckel, ein wenig zu wenig krustig.

Alles in allem eine runde Sache, stimmiges Ambiente, ambitionierte Gerichte, freundliches Service. Wie gesagt, Weinkarte bitte erweitern.

PS: Vor dem Essen gab es übrigens „Jedermann“ am Domplatz. Wetter perfekt, die Buhlschaft Minichmayr überzeugend, Ofzcarek schier großartig. Wir haben dem Kult gehuldigt.

Zum Purzelbaum

Ruth

Hallo!Habe mir das Video der Verleihung der Ehrenbfcrgerschaft an Pre4lat Mfcller angeschaut. Nachdem ich rund 10 Jahre bei ihm mieirtriesnn durfte, wollte ich fragen, ob es mf6glich we4re, das Video als Erinnerung an ihn zu erhalten. Bitte um Antwort

Suhail  27.09.2012 01:20

Hallo!Habe mir das Video der Verleihung der Ehrenbfcrgerschaft an Pre4lat Mfcller angeschaut. Nachdem ich rund 10 Jahre bei ihm mieirtriesnn durfte, wollte ich fragen, ob es mf6glich we4re, das Video als Erinnerung an ihn zu erhalten. Bitte um Antwort.Danke

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