Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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MILAN MARKOVICH'S recent paintings Samstag 2010-05-15

Unser painter in residence und havel & petz' Haus- und Hofmaler Milan Markovich lädt zur VERNISSAGE.

Atelier Malherbe
Donnerstag, 20. Mai 2010 ab 18 h Schwedenplatz 2 / Top 31 - Atelier Eingang Laurenzerberg
1010 Wien

„Zwei Figuren” 150x150 Öl auf Leinwand
www.milan-markovich.com

Bild von Milan Markovich, Titel "Zwei Figuren"
syl
ÜBERSIEDELN havel & petz? Freitag 2010-05-14

Robert Mondavis Privathaus steht zum Verkauf. Wir sind am Überlegen.

Das 22,5 Hektar große Grundstück mitsamt mehreren Gebäuden wird um 25 Mio. Dollar angeboten. Das Haupthaus des großen und 2008 verstorbenen Weinmachers wurde von dem Architekten Cliff May geplant, der auch für Roberts Winery verantwortlich zeichnet. Man müsste also optisch vielleicht ein wenig feilen.

Weingärten in Napa Valley

Weingärten gibt es keine, aber ein 360°-Rundumblick über das Napa Valley gibt dem "Wappo Hills" genannten Haus den besonderen Touch. Und wenn meine Umrechnungstabelle nicht kollabiert ist, ist das Haupthaus knappe 3.500 m2 groß. Ja, und im Wohnzimmer befinden sich zwei Schlafzimmer und ein Swimmingpool. Was wohl in den Schlafzimmern sein mag?

Klingt auf jeden Fall nach Spaß. Hat jemand Lust, mitzukommen? Platz genug hätten wir.

syl

AUF DEN HUND GEKOMMEN – UNFREIWILLIG Dienstag 2010-05-11

Tatort A1, Raststation St. Florian, Montag, 10. Mai 2010. Die Besprechung davor war lang, über Mittag, keine Verpflegung. Der Hunger dementsprechend groß. Daher Zwischenstopp auf dem Heimweg nach Wien. Die Erwartungen halten sich – eh klar – in Grenzen. Lediglich Nahrungsaufnahme steht auf dem Programm.


Kleiner Hund mit Hundeblick

Die Mahlzeit an sich, tja, Raststätte halt. Der Spargel verkocht (ja, das ist möglich), selber schuld, den auf der Autobahn zu bestellen. Der Kaffee “bitte sehr kurz“, war quasi ein Verlängerter. Aber gut, der Hunger war gestillt.

Egal, Thema ist hier etwas anderes. Wir waren nämlich abgelenkt. Am Gegenübertisch ein junges Paar nebst kleinem, um nicht zu sagen kleinstem Hund¹. Irritation Nummer 1, er durfte auch auf einem Sessel Platz nehmen. Wahrscheinlich um die Köstlichkeiten am Tisch auf Augenhöhe zu haben. Irritation Nummer 2, er schlempert das Wasser, das ihm die freundliche Kellnerin in einem Schüsselchen bringt, auf eben diesem Sessel. Mit dem Ergebnis, dass dieser danach nass und wie wir meinen „kontaminiert“ ist.

Nun gut, könnten wir sagen, geht uns ja nix an, und sollten wir jemals wieder kommen, ist der Sessel auch wieder sauber. Aber aus Irritation Nummer 3 wird dann völliges Unverständnis: Eine der Kellnerinnen, und zwar dieselbige, die uns zuvor sämtliche Getränke und Speisen mit bloßen Händen servierte, nähert sich dem Hund, spricht mit ihm, streichelt ihn und lässt sich – so süß – die Hände schlecken. Um sich im nächsten Moment wieder Gästen zu widmen.

Sollen wir uns grausen? Den Geschäftsführer rufen lassen? Schreien und kreischen? Oder den positiven Aspekt, die „Abhärtung des Immunsystems“ sehen?

Gott sei Dank weiß der gemeine Gast ja gar nicht, was sich sonst so alles abspielt in der Gastronomie. Hinter den Kulissen. havel & petz ahnen es, sie haben sich beide ihr Studium kellnerierend finanziert.²

Ruth

¹Eines vorweg: Wir sind prinzipiell sehr tierliebend.

²Sämtliche uns persönlich bekannten Gastronomiebetriebe sind selbstverständlich über jeden Verdacht erhaben.

The forum is a brighter place thanks to your posts. Thnaks!

Trixie  16.05.2011 22:45

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ERPRESSUNGSOPFER DOMAINE DE LA ROMANÉE CONTI Samstag 2010-05-08
Die legendäre Domaine de la Romanée Conti ist laut gestriger Decanter-Meldung erpresst worden. Aubert de Villaine, der Leiter des Weinguts, gab bekannt, dass im Jänner anonyme Briefe mit detaillierten Weingartenplänen einlangten, in denen eine Million Euro Lösegeld gefordert wurde. Der Erpresser drohte, die in den Plänen markierten Weingartenabschnitte zu vergiften.
Eine Flasche der Domaine de la Romanée Conti

De Villaine kontaktierte sofort die Polizei und hielt über mehrere Wochen Kontakt mit dem Erpresser, dem im Februar schließlich eine Falle gestellt wurde.

Am 22. Februar ist der Erpresser, ein Franzose aus Marne, verhaftet worden, als er das vermeintliche Lösegeld gemeinsam mit seinem Sohn in Chambolle-Musigny abholen wollte. Der Mann, der zwei Jahre lang im Burgund Weinbau studiert hatte, kann bereits auf Erfahrung im Gefängnis verweisen, wohin er nun zurückkehren wird. Eine direkte Verbindung des Mannes zur DRC besteht nicht. Diese hat im Übrigen keinen weiteren Schaden davongetragen, bis auf ein oder zwei Rebstöcke, die daran glauben mussten. Einer der beiden dürfte überleben, ob er dauerhafte Schäden davon tragen wird, ist noch ungewiss. Neben den Rebstöcken fanden die Flics Löcher, in die offenbar Unkrautvernichter gefüllt worden war. Die entsprechenden Ermittlungen dauern an.

Die Geschichte war diese Woche zur französischen Presse durchgesickert, kurz bevor die Domaine eine eigene Pressemeldung rausgeben wollte. Der Spinner ist zur Zeit in Untersuchungshaft. Alles nochmals gut gegangen. Es wäre ein marginaler Schaden für die Welt an sich gewesen, aber ein großer für die Weinwelt.

www.decanter.com
syl

Zickenalarm in der Kochshow Samstag 2010-05-08

Lanz kocht. Die Freitagspätabendkochshow des ZDF gibt auch Einblicke ins Zwischenmenschliche. Besonders mag ich dabei Sarah Wiener, die sich in ihrer Arte-Serie über Frankreichs Küchen immer als "Saraaahh Winööööhr" vorstellte, was mich gleichzeitig fremd schämen ließ und auch belustigte.

Sarah Wiener in Unterwäsche auf einer Ledercouch

Sarah Wiener glänzt in der Show gerne als eifrigste Kritikerin ihrer meist männlichen Kollegen, wenn es ums Verkosten geht, hat aber selbst kein Problem, ihre vollkommene Unbelecktheit am Herd zur Schau zu stellen. Während die Herren als Gentlemen dieses "Zu süß" oder "Zu salzig" oder "Ich mag eigentlich kein Fleisch" kommentarlos hinnehmen und ihrerseits mit Komplimenten glänzen. Ja, die Damen, die Herren, da kann man sich was abschneiden von der guten alten Schule.

Doch vergangenen Freitag schaue ich nach langer Zeit wieder mal zu und erlebe einen Höhepunkt. Wahrscheinlich wegen des am Sonntag nach dem Freitag folgenden Muttertags hat einer der Redakteure eine helle Minute und man lud die Mütter der Köchinnen und Köche ein, sich live von den Kindern bekochen zu lassen. Wie gesagt, noch interessanter als die Rezepte das Zwischenmenschliche.

Kollegin Poletto war es, die an diesem Abend zum Schlag gegen die Kollegin aus Berlin ansetzte und er sollte vernichtend sein. Da hatte die Wiener schon die Vorspeise des Schweizer Kochs kritisiert "Ich hätte da noch etwas Obstessig reingetan. Ich mag kein Süß-Sauer", scheiterte sie an der selbst gestellten Aufgabe, Bratkartoffeln mit Spiegelei und Spinat halbwegs so hinzukriegen wie Mama.

Poletto, die ihren Steinbutt mit mitleidigem Blick zur Kollegin darauf vorbereitete, dass sein Auftritt etwas später erfolgen würde, weil "das mit den Bratkartoffeln länger dauert", landete einen Todesstoß ganz ohne Küchenmesser. Da waren die Bratkartoffeln gerade mit dem jungen Spinat vermengt, da war alles serviert, da folgte die Antwort auf die Frage "Und wie schmeckt's der Frau Poletto?" mit der Geschliffenheit einer japanischen Messerklinge. Die Poletto: "Also ich weiß nicht, wieso hier alle von kross reden? Da ist nichts kross." Um dann mit einem weiteren gut gezielten Schwung mit dem Samuraischwert nachzusetzen. "Es gibt eben Gerichte, die gelingen Hausfrauen sehr gut, und andere Gerichte, die gelingen Köchen sehr gut. Dieses ist ein Gericht für Hausfrauen."

Und sagte damit nichts anderes als: Und die Wiener bringt nicht einmal das zusammen. Auch Kollege Lafer ließ sich von diesem Ausbruch dazu verleiten, sein - nachvollziehbares - Rezept für gelungene Bratkartoffeln noch ein zweites Mal zum Besten zu geben. Ist das der Beginn der Entlarvung Sarah Wieners, die auch schon mal live Dalken anbrennen ließ, als Köchin ohne Ausbildung?

Herr Rabl

Bitter-Scharf - gibt's so was? Darf's das geben, Herr Rabl?

Madam Reich  08.05.2010 14:44

„Under construction“ ist derzeit Sarah Wieners Website. Im Hamburger Bahnhof gibt’s Theater und Menü von ihr. Und als "Bildungsbotschafterin 2010" wurde sie im März auf der Bildungsmesse Didacta ausgezeichnet. Ob auf Bahnhöfen oder unbedeutenden Messen - seit 2008 wurden rund 500 LehrerInnen und ErzieherInnen an Schulen und Kitas zu „BotschafterInnen“ der Koch- und Ernährungskurse von Sarah W. „weitergebildet“. Etwa 5.000 Kinder in 33 Städten haben bisher in Deutschland von dem Angebot, äh, den nicht krossen Kartoffeln samt Spinat „profitiert“. Womöglich auch eine Erklärung dafür, warum die Deutschen bei PISA so schlecht abschneiden und daher sehr gerne aus der PISA-Studie aussteigen möchten. Kann halt nicht jeder wie zum Beispiel Frau Poletto Koch beim Heinz Winkler in Aschau lernen. Oder wie Tim Mälzer mal in seiner Sendung "ganz spontan" zu Sarah sagen: "Bitte, verschon mich und das Publikum mit deinen Ansichten."

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