weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog

Alles andere als ein Aprilscherz: Griechenland verkauft Akropolis. Donnerstag 2010-04-01
Beginnen wir im Café Drechsler. Wobei eigentlich das Drechsler eher das Ende von allem ist und selten der Beginn von etwas. Denn hier pausiert der von seiner nächtlichen Aktivität erschöpfte Wiener auf dem Weg nach Hause ins Bett. Im Drechsler mache ich eine Entdeckung.Eine Sache, von der ich meine, dass es uns alle angeht und alle es wissen sollten.
die Akropolis mit "sold" Schild

Griechenland, von der Krise gebeutelt, braucht offenbar dringend Geld und verkauft alles, was es hat. Zum Beispiel liefert es die Akropolis stückweise ins Café Drechsler, wo diese Akropolis als so genannte Semmel weitergehandelt wird. Es muss so sein.

Nur so lässt sich der Zustand der so genannten Semmeln in diesem Kaffeehaus erklären, die, von einer tausende Jahre alten Kruste umschlossen, bei der ersten Berührung ihr steinerndes Inneres entblößen. Versteinert starren wir auf das griechische Gebäck, das unseren frühmorgendlichen Schwächezustand, der sich zusehends in Richtung schwerer Melancholie bewegt, ebenso wenig mildern kann wie die lauwarmen Frankfurter, die so fotogen am weißen Teller liegen, wie alles hier besser ausschaut als es schmecken tut.

Ich bitte Madame im Service (blond und freundlich) um ein weiteres heißes Würstel. Denn lauwarme Würstel sind wir selber, denke ich, sage es ihr aber nicht. Ich will niemanden mit Befindlichkeiten langweilen. Der Bitte um heiße Würstel wird nicht stattgegeben.

Haben sie Probleme mit dem Gasherd? Kalte Frankfurter lassen uns rascher ermüden, als es sogar der Tageszeit angemessen wäre. Beim Hinausgehen: Ein Blick in die Tageszeitungen. Alles mögliche, was da drin steht. Aber kein Wort über die stückweise Abtragung der Akropolis und ihren geheimen Transport in Wiener Kaffeehäuser. Vielleicht, dass wir uns dafür mit dem Export von lauwarmen Würsteln revanchieren.

Herr Rabl

Sehr gut!

A.Peer  27.04.2010 18:04


Endlich mal den Drechsler-Mythos zerstört. Diese Pinte ist nur mehr grauslich. Ein Beuschl nach hochland-anatolischer Art, also trocken und mit mehr als einem Hautgout, eine Currywurst nach österreichischer Art mit einem wässrigen Saftl, schmeckend nach Gulasch plus Tabasco, eine Palatschinke nach US-Art, nur ohne Ahornsirup.
Diese Küche ist grottig bis zum letzten. Aber den Bobos kann man ja alles vorsetzen, solange man nur als Bobobude gekennzeichnet ist, punziert durch den britischen Allerweltsdesigner, bejubelt von linken Medien, die ihren moralinsauren Zeigefinger nur gegen weltanschauliche Schlechtmenschen rausspringen lassen, aber ihn niemals gegen das schlechte Fressen eines von ihrer Klientel okkupierten Lokals erheben würden.

Suderant?

herr rabl  02.04.2010 23:27

dann komm endlich mal nach wien und wir zeigen dir, was warme würstel aus menschen machen.

gut so ...

frau petz  02.04.2010 12:41

... andernfalls gäbe er sich mit vielem zufrieden und hätte hier weniger zu berichten

er ist halt..

Herr Klimek  02.04.2010 10:37

..ein alter suderant..

KIM JONG-IL kauft den Gesamtbestand von Les Forts de Latour 2009, Zweitwein von Latour - ein Aprilscherz? Donnerstag 2010-04-01

Wir gehen jetzt einmal davon aus, dass sich der seriöse Decanter heute einen Aprilscherz erlaubt. Aber, was weiß eine Fremde?

Also geht die Mär. Nordkoreas Diktator Kim Jong-Il, hardcore Kommunist, habe den Gesamt-bestand von Chateau Latours Zweitwein Les Forts de Latour 2009 aufgekauft.

Kim Jong-Il in Unterhose

Sein Team sei zuvor zur En-Primeur-Verkostung nach Bordeaux entsandt worden. Heute morgen sei angeblich von der staatlichen Korean Central News Agency (KCNA) die Meldung rausgegangen, dass der Präsident von den begeisterten Meinungen über die klare Frucht und Balance des Weines so angetan war, dass er ihn in Bausch und Bogen gekauft und zum offiziellen Wein seiner Staatsbankette gekürt habe.

Der genaue Betrag, der für den Wein bezahlt wurde, sei nicht kolportiert, soll aber mehr als 100 € ausmachen. Ungefähr soviel wie für das erste Gewächs des Hauses. In Summe werden auf Chateau Latour gemeinsam mit dem Drittwein unter dem einfachen Label Pauillac 360.000 Flaschen abgefüllt. Die Menge des Les Forts beträgt ungefähr 50 % des Latour. Der kleine Pauillac soll im Westen nun die Rolle des Les Fort übernehmen.

Laut Decanter sei schon seit langem bekannt, dass Latour auf den asiatischen Markt dränge, um dort dem Konkurrenten Lafite-Rotschild Paroli zu bieten. Dessen Zweitwein Carruades de Lafite erziele in China ebenfalls den Preis eines gestandenen Ersten Gewächses. Ein personalisiertes Etikett für den Les Forts soll von Kim übrigens auch schon in Auftrag gegeben worden sein.

Das alles kann doch nur ein Scherz sein!

______________________________________________

UND ES IST EIN SCHERZ, gerade kam die Meldung, hier nachzulesen. Selbstverständlich mit dem Hinweis, dass noch genügend Flaschen des Les Forts zum Verkauf stünden. Was diese Werbung das Chateau wohl gekostet hat? Aber immerhin ergab sich für uns die Gelegenheit, ein Nackerpatzl abzubilden.

www.decanter.com
syl

LEICHT, MITTEL ODER SEHR SCHARF - THAI-KÜCHE IN GUMPENDORF Dienstag 2010-03-30

Die Chilischoten sind zuständig für die Schärfe. No na. Im Essen nicht zu „überschmecken“, machen sie auf der Karte klar, in welcher Liga das jeweilige Gericht spielt. havel & petz haben sich bei zwei Stück eingependelt. „Gaeng Ped Pak Ruam“ heißt unsere Lieblingsspeise, roter Curry mit Gemüse. Und wir geben zu, viel Anderes haben wir bisher nicht probiert. Unser Grätzel-Tipp fußt also quasi „auf einem Bein“.

Zwei Curry mit Gemüse der Thai Isaan Kitchen©  Thai Isaan Kitchen

Gekocht wird in der Gumpendorfer Straße 91, im Thai Isaan Kitchen. Ein unauffälliges kleines Lokal, schlicht eingerichtet, keine Schnörkel. Die Köchinnen und Köche werken direkt hinter der Theke, und das äußerst rasch und äußerst gut. 

Alle Gerichte können selbstverständlich auch mitgenommen und wo auch immer verspeist werden. Wer kurz vorher anruft, muss dann nicht warten. Die Preise sind absolut moderat. 6,90 zum Beispiel für eine wirklich großzügige Portion von unserer Zwei-Chilischoten-Sache. Und, was auffällt und gefällt, wer lediglich ein großes Glas (vielleicht sogar heißes!) Leitungswasser möchte, bekommt dieses mit einem freundlichen Lächeln ganz selbstverständlich serviert.

Thai Isaan Kitchen
Gumpendorfer Straße 91
1060 Wien
Tel. +43 (0)1 595 28 00

Ruth

Strahlende Weingärten Freitag 2010-03-26

Australiens und Frankreichs Wissenschafter analysieren radioaktive Weine und ziehen Rückschlüsse auf den Jahrgang.

Betrügereien können mittels des Radiokohlenstoffs C-14 aufgedeckt werden, fanden die australischen Kollegen heraus. Dr. Graham Jones von der Universtity of Adelaide bewies, dass der C-14-Gehalt im Wein Aufschluss darüber gibt, ob dieser tatsächlich aus dem angegebenen Jahrgang stammt.

Illustration eines Schweins mit leuchtender Glühbirne in der Hand

Denn zwischen den 1940er- und 1960er-Jahren wurde durch die damals abgehaltenen Atombombentests C-14 in die Atmosphäre abgegeben. Weitere C-14-Emissionen wurden durch Umweltkatatstrophen wie Tschernobyl verursacht. Weinreben haben das jeweilige C-14 absorbiert. Der aus ihnen produzierte Wein weist dieselben „Fingerprints" auf.

Radioaktivität wird langsam aber doch durch von fossilen Brennstoffen produziertes CO2 abgebaut. Ich hoffe, mein ehemaliger Chemie-Lehrer liest nicht mit ... Mittels eines Accelerators - keine Sorge, ich weiß auch nicht, was da wie und warum beschleunigt wird - kann das Verhältnis von C-14 zu dem häufiger vorkommenden C-12 gemessen werden. Wenn das Ergebnis dem Fingerprint des angeblichen Jahrgangs nicht entspricht, sitzt zack der Übeltäter in der Falle. Zwanzig australische Weine der Jahrgänge zwischen 1958 und 1997 wurden auf diese Weise ananlysiert, die Abweichungen waren auf ein Jahr reduziert.

Eine ähnliche Methode wurde unabhängig davon in Bordeaux entwickelt. Sie orientiert sich an Cäsium 137. Ein nicht unwesentlicher Unterschied zur australischen Methode ist, dass die Weinflasche nicht geöffnet werden muss. Vielen Weine von angeblich älteren Jahrgängen als 1950 von Pétrus, Mouton, Romanée Conti, Yquem and Lafite wurden nach dieser - möglicherweise etwas weniger präzisen - Cs-137-Methode bereits untersucht. Enthielten sie Cs-137, waren sie gefälscht. Und manche waren es. Die französische Methode wird in der Zwischenzeit bereits von Händlern alter Weine angewandt, kombiniert mit einer speziellen Röntgenanalyse.

Jetzt wird's enge für die Weintrickser. Und mich tröstet es ein wenig, wenn ich an diese unerschwinglichen Weine denke, dass es eh nicht gesund wäre, das alte Zeug zu trinken.

Quelle: www.decanter.com
syl
SCHUMMEL-SCHAMPUS Donnerstag 2010-03-25

Eigentlich würde ich so gerne glauben, dass die handelnden Personen in der Weinwelt alle einfach nett sind. Und gut. So ähnlich wie in der Musik: „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“ Nun denn, ist natürlich nicht so.

Ein aktuelles Beispiel: Der Decanter informiert, dass in London „Fake Bollinger“ verkauft wurde. Hunderte Flaschen wurden bei Händlern und in Bars in West London aufgespürt.

Fake Bollinger 1829

Quelle: Decanter

Gefahr für die Kunden bestehe laut Auskunft von Bollinger-Managing Director Andrew Hawes nicht wirklich. Die Etiketten sind billige Kopien, die Flaschen kleiner als die Originale, die Mengen im Umlauf gering. Und die Ware ist lediglich bei kleinen Outlets aufgetaucht, nicht jedoch bei großen namhaften Händlern oder in ebensolchen Geschäften. Trotzdem blöd, verunsichert irgendwie.

Jedenfalls ist es äußerst dumm, £30 für billigen Ramsch zu bezahlen statt beispielsweise £36 für eine Flasche Bollinger Cuvée NV. Also: zuerst schauen, dann kaufen.

Quelle: Decanter

Ruth 
 
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