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Bassena - unser Blog

Management-Literatur, die berührt Montag 2015-03-09
DAS TOUCHPOINTUNTERNEHMEN. Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt. Klingt nach Fachliteratur in Sachen Personalmanagement, und das trifft es auch. Aber auch wieder nicht. Das aktuelle Buch von Anne. M. Schüller ist nämlich auch viel mehr.

Erstens sehr unterhaltsam, humoristisch, nachvollziehbar und trotzdem durch und durch professionell und fundiert geschrieben. Und zweitens hat mich das, was Anne Schüller schreibt, wirklich berührt. Die Autorin schreibt also nicht nur über die unzähligen »Touchpoints« zwischen Menschen im Business-Alltag,

sondern schafft es auch, damit zu berühren. Aufzurütteln, nachzudenken, zu überdenken und neu zu denken.

Im Mittelpunkt dieses Buchen stehen die sogenannten Touchpoints mit Kunden, die der schwedische Management-Experte Jan Carlzon auch »Momente der Wahrheit« nennt. Mit dem Ziel, dass der Kontakt des Kunden mit dem Unternehmen derart positiv ist, dass er a) immer wieder kaufen/bestellen/kooperieren möchte und das Unternehmen b) auch freudig weiterempfiehlt. Und obwohl der Kunden also quasi der Kern der Sache ist, geht es um Führung. Und da schließt sich der Kreis auch, denn das eine ohne das andere funktioniert nicht. Kann nicht funktionieren. Abteilungsdenken ade!

Die Grundlage von optimalen Touchpoints mit Kunden sind Mitarbeiter/innen, die begeistert und gerne arbeiten, wo sie arbeiten. Und zwar auch jene Mitarbeiter/innen, die nicht in direktem Kundenkontakt stehen. Auch sie tragen viel dazu bei, wie die Stimmung, das Miteinander, die Fehlerkultur und schlussendlich der Erfolg eines Unternehmens ist.

Und die Grundlage dazu wiederum sind Führungskräfte, die einen Rahmen schaffen, in dem sich besagte Mitarbeiter/innen wohl fühlen, entfalten und weiterentwickeln können, kurz in dem sie Bestleistungen bringen. Und - noch einen Schritt weiter gedacht - bedarf es logischerweise einer Unternehmenskultur, die all das zulässt, mehr noch, fördert und fordert.

Was theoretisch und komplex klingen mag, kommt bei Anne Schüller mit einer Leichtigkeit daher, dass es eine Freude ist. Aber Achtung: Sie stellt ganz viele Selbstverständlichkeiten in Frage, räumt mit hergebrachten (Unternehmens-)Glaubenssätzen auf und dürfte damit sicherlich viele »Das haben wir immer schon so gemacht«-Manager irritieren. Egal, wie tief man im Thema Führung und im Tun drin steckt, für mich ist das Buch extrem lesenswert, weil es die Perspektive verändert und viel Anregung liefert, die auch außerhalb der Businesswelt wertvoll ist.

Mehr zum Buch und zu Anne Schüller


Ruth

Wenn's nicht so verdammt schwer wäre ... Sonntag 2015-03-01
Selbstkontrolle. Man kann davon ausgehen, dass die meisten von uns sie zumindest meinstens gerne hätten. Sei es im Umgang mit anderen oder mit den eigenen Gefühlen, sei es beim Essen oder Trinken. Und hier kommt eine besondere Form der Selbstkontrolle ins Spiel, der Belohnungsaufschub. Der Verzicht auf eine jetzige Belohnung zugunsten einer größeren in der Zukunft.


© YouTube – Zum Film
Der österreichisch-amerikanische Psychologe Walter Mischel hat sich schon Ende der 1960er Jahre damit befasst und den - mittlerweile legendären und oft wiederholten - Marshmallow-Versuch durchgeführt. Er setzte damals über 500 vier- bis fünfjährige Kinder alleine in einen Raum und stellte ihnen einen Teller mit einem Marshmallow vor die Nase. Schafften die Kinder es, ohne den Marshmallow zu essen darauf zu warten, dass Mister Mischel ein zweites Mal zu ihnen kam, bekamen sie einen zweiten Marshmallow. Und durften sodann beide essen. Die Herausforderung: Die Wartezeit betrug 15 Minuten! Nicht alle schafften es, diese Zeit zu überbrücken ohne der Versuchung nachzugeben.

15 Jahre nach dem Experiment überprüfte der Psychologe bei 100 der 500 Versuchskinder deren sozialen und schulischen Fähigkeiten. Und fand offenbar heraus, dass frühe Selbstkontrolle tendenziell ein Indiz für schulischen Erfolg, soziale Kompetenz und höhere Frustrationstoleranz ist.

Neuere Studien, zum Beispiel der Psychologin BJ Casey von der Cornell University in New York oder eine Langzeitstudie von Avshalom Caspi und Terrie Moffit vom King's College in London zeigen ganz ähnliche Ergebnisse.

Dass ein unbeständiges und unzuverlässiges Umfeld die Selbstkontrolle schwieriger macht, zeigte die Psychologin Celeste Kidd von der Rochester University in New York mit einem erweiterten Experiment mit unzuverlässigen »Marshmallow-Bringern«.

Die gute Nachricht im Umkehrschluss: Erwachsene, die zuverlässig für ihre Kinder da sind und sie nicht immer wieder mit leeren Versprechungen enttäuschen, tragen dazu bei, dass die Kinder sich später in vielen Dingen leichter tun. Eigentlich logisch.

Und jetzt viel Spaß beim Mitgeduldigsein und Mitleiden. Der Film auf YouTube.

Quellen: Die Welt, sofatutor.com

Ruth
Gruß ans Universum Samstag 2015-02-28

Kommen Sie gut nach Hause, Mr. Spock! Danke für viele faszinierende Momente.

Und kein Drama, dass das Wort »Genuss« für Sie nicht existent war. Filmgenuss zum Beispiel, wie ich ihn gerade mit diesem wunderbaren Märchen »Madame Mallory und der Duft von Curry« erleben konnte.

Captain Spock mit eingefügten Weintrauben

Und dazu mit einem Glas Rotwein einfach auf der Couch gelegen bin und nach intensiven Tagen die Seele ausbaumeln ließ. Das konnten Sie nie. Aber, kein Drama und kein Bedauern. Denn Ihnen war's soundso egal. Auf jeden Fall war's für uns sehr schön, dass Sie da waren!

syl
Ganz easy, der Chance Freitag 2015-02-27

Um in Change-Prozessen erfolgreich zu sein, muss man nicht alle Beteiligten von Wandel und Ziel überzeugen. Man braucht nur die kritische Masse - hier schwanken die Zahlen, manche reden von 12 bis 15 % - auf seiner Seite zu haben, ein großer weiterer Teil wird durch diese überzeugt und zieht nach.

Ein Fotoschausscnitt von Kathrin Hartmann auf dem Titel ihres Artikels

Der Rest ist der ohne Meinung, dem's eh wurscht ist und dann irgendwie schon  mitmacht. Die große träge Masse der Mitläufer.

Nun, die deutsche Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann ist eine aus der kritischen Masse. Sie hat sich gerade intensiv mit dem Thema (Lebensmittel-)Konzern und seiner kommunizierten Nachhaltigkeit auseinandergesetzt: Was ist reine Schönfärberei und was ist echte Überzeugung. Nun, echt ist nur ganz wenig. Nichts Neues, wir sind ja nicht mehr ganz so naiv wie früher. So natürlich auch das leidige Palmöl, das selbst aus »nachhaltiger Produktion« alles andere als nachhaltig ist. Augenauswischerei. Palmöl muss auf den Index! Thunfisch - haha, der Rewe-Konzern hat erst kürzlich publiziert, nur noch Thunfisch aus nachhaltiger Fischerei anzubieten. Geht's noch? Bis auf Weißen Thun gehört diese bedrohte Fischart auf den Index! Von wegen nachhaltige Fischerei.

ALSO: Supermärkte und Diskonter, erklärt Hartmann im Gespräch mit medianet, seien Teil eines unfairen, ausbeuterischen Systems und das Einkaufen sei dort daher problematisch: »Die Tatsache, dass im Supermarkt ein paar Produkte angeboten werden, die ‚Bio' oder Fairtrade sind, ändert überhaupt nichts an der Struktur und den Einkaufspraktiken von Handelsketten, die für einen großen Teil der weltweiten Armut sowie Klima- und Umweltzerstörung mitverantwortlich sind.«

ABER: Leute wie Kathrin Hartmann sind auf der richtigen Seite. Sie ist eine von denen, die andere zu sich rüber ziehen können. Wir, die anderen, müssen nur hören, was sie zu sagen hat. Und nach und nach sickert's. Und nach und nach gehen wir rüber auf ihre Seite. Und nach und nach setzt der Change-Prozess ein. Klingt irgendwie ganz einfach :O)

www.medianet.at
syl
Bei Joseph & Li ins Jahr des Schafes hinübergetanzt Sonntag 2015-02-22
Am 18. Februar war chinesische Silvesternacht und wir waren eingeladen, zu Joseph und Li in die Weinbar zu kommen. Wobei »Weinbar« nicht ganz zutreffend ist. Li: »Actually we wanted to offer wine with a little bit of food. Now people come for our food and we serve a little bit of wine with it.« Der Teig wird in Stücke geschnitten und dann in Kugeln gerollt
Food & Wine Bar also. Wobei in Josephs Minilokal am Yppenplatz durchaus viel Wein fließt. Aber, es wird zumindest auch genauso viel gegessen, viel phantastisches chinesisches Streetfood. Zuviel. Weshalb übersiedelt wird in ein Lokal mit größerer, mit echter Küche. Im Mai werden die Flaschen gepackt. Die Teigblätter werden befüllt
Der Platz ist gefunden, im Servitenviertel im 9. Bezirk. Bis dahin wird wie gehabt daheim gekocht und in der Bar aufgewärmt. Aber wenn die wunderbaren Jiaozi - Teigtaschen mit Gemüse und Fleich gefüllt - ausgehen, dann muss in der Bar Raum geschafft werden. Li fabriziert sie so flott, dass man mit den Augen Ruckzuck werden die Jiaozi geformt
kaum folgen kann. Ohne sich die Finger schmutzig zu machen, denn die Fülle kommt mit den Stäbchen auf den dünnen Teig. Der wird zusammengewuzelt, fertig. Und dann ist das, was auf den Teller kommt, einfach ein Gedicht. Ein Gedicht waren auch die Weine. Die von Joseph sowieso, aber auch andere. Ein besonders schönes Exemplar
Einer der Gäste packte einen 2002er Mouton (leichter Kork?) aus, ich hielt mich zu den Jiaozi lieber an den Rotgipfler von Alphart und den Roten Veltliner von Toni Bauer. Die passten auch zum lauwarmen Melanzanisalat mit Koriander, den ich gleich zweimal bestellen musste. Und zum Bang-Bang-Huhn mit Sesamsauce. Angerichtet!
Und auch zum Hering in pikanter Soyasauce. Wiewohl ich natürlich zur chinesischen Grande Reserve 2009 vom Cabernet Sauvignon nicht »nein« sagen konnte und auch nicht zum Donauwalzer um Mitternacht. Ins Jahr des Schafes hinübergetanzt. Danke für den Tanz, Hannes. Danke für den tollen Abend, Joseph & Li! Eine Grand Reserve aus China mit Weinglas

www.www.facebook.com/kiangwinebar
syl

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