Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

EIN SINNLICHER ABEND DER ANDEREN ART Samstag 2010-01-16

Der retronasale Effekt ist der Hammer, der Eisprung beeinflusst den Geruchssinn der Frauen ungemein positiv, und die Zuordnung von Geschmacksqualitäten wie süß, salzig, bitter oder sauer zu bestimmten Zungenarealen ist der absolute Humbug.

Doch der Reihe nach. havel & petz luden diese Woche zu einem ganz speziellen "Abend der Sinne". Romana Fertl und Thomas Irmler, gemeinsam OpenSense, führten eine Fotografin, einen Koch, eine Journalistin nebst männlichem Pendant, den Chef eines Alkoholfreien-Wein-Unternehmens und die beiden Agentur-Frauen in die Welt der Sensorik ein. Anhand von Geschmacksproben musste die Runde gleich einmal die fünf Grund-geschmacksarten süß, sauer, salzig, bitter und umami erkennen. Keine leichte Aufgaben, die Fotografin trumpfte als einzige auf. Sechs von sechs Punkten.


Gläser auf Tisch

Gabi hinter Gläsern

die Gäste bei der Verkostung

Umami? Das Wort kommt aus dem Japanischen, bedeutet in etwa würzig, wohlschmeckend. Alle eiweißhältigen Lebensmittel enthalten Glutamat, und das ist verantwortlich für diese fünfte Geschmacksrichtung. Algen, Seetang, Thunfisch, getrocknete Pilze, Hartkäse (Parmesan!), reife Paradeiser, Fleisch, alles Dinge, die umami schmecken. Und das schmeckt offenbar den meisten. Kein Wunder, schmeckt doch schon die Muttermilch so richtig umami. Ruth, christian Petz, Sylvia

Das mit der Zunge muss ich auch noch erklären. Die gustatorische Wahrnehmung erfolgt durch die Geschmackspapillen. Diese befinden sich auf der Zunge, am weichen Gaumen, an der hinteren Rachenwand und am Kehldeckel. Jede dieser Papillen ist für mehrere, meist sogar für alle Geschmacksqualitäten empfindlich. Süß schmeckt also nicht nur vorne süß, und auch sauer, salzig oder bitter können wir egal wo auf der Zunge erkennen. Mit der nach wie vor gelehrten Zungenkarte verhält es sich offenbar so wie mit dem jahrelang kolportierten hohen Eisengehalt im Spinat, sie ist einfach falsch. Also: vergessen!

Beim Verkosten spielt - jawohl - auch der Tastsinn eine Rolle. Dabei geht es um das sogenannte Mundgefühl. Macht ja einen Unterschied, ob wir etwas Weiches, Hartes, Glattes, Klebriges oder Glitschiges in den Mund nehmen. Ob es kalt, warm oder heiß ist. Ob Chili oder Pfeffer, Menthol oder Pfefferminz, "scharfer" Alkohol (nie probiert!) oder Kohlensäure, das alles bewerten wir mit dem Mundgefühl.

Und nun zur Königsklasse. Zum Geruchssinn. Alles was wir riechen, landet flugs im limbischen System, unserer "Gefühlswerkstatt". Sämtliches jemals Gerochenes wird hier gespeichert, positiv oder negativ. Soll heißen, unsere Erinnerungen sind schuld daran, ob wir etwas riechen können oder nicht.

Gerochen wird erstens orthonasal, also direkt, so wie sich das jeder vorstellt. ABER - wirklich umwerfend wird's retronasal. Haben wir mit Vanille ausprobiert. Zuerst mit "Nase zu" geschleckt, fühlt sich süß an, sonst nix. Dann, Finger loslassen und ... eine Explosion der Sinne. Selber ausprobieren!

Speziell interessant und in unserer Runde stante pede bewiesen: Der Geruchssinn der Frauen ist zur Zeit des Eisprungs am besten. Deshalb hat die Partnerin auch so brilliert an dem Abend und war darob ganz eiphorisch.

Herzlichen Dank an Romana F. und Thomas für den spannenden, interessanten, lehrreichen und so amüsanten Abend.
Hier gibt's mehr über die beiden und OpenSense

Ebenfalls vielen Dank an Romana K. für die Fotos.

Und der ganzen Runde ein Dankeschön fürs Dabeisein und die eine oder andere Wortspende :-).

Ruth

Kredenzter Wein

Ruth  18.01.2010 13:02

Also, der Wein respektive die Weine kamen beide von H.O. Spanier aus der Weinbauregion Rheinhessen. Der erste vom Weingut Kühling-Gillot (Weingut seiner Frau), Riesling Pettenthal 2008 GG (Großes Gewächs). Der zweite von seinem Weingut BattenfeldSpanier, Riesling Frauenberg 2008 GG. Haben sie gemundet?

Nähere Infos:
www.kuehling-gillot.de
www.battenfeld-spanier.de


wow

gabriela (die fotografin)  18.01.2010 10:57

tatsächlich war der geschmacksinn von sylivia (im folgenden "die partnerin" genannt) phänomenal. erkannte sie doch den einen oder anderen wein bis hin zum weingut und zum jahrgang! wow...
bin ei-nigermaßen sprachlos.

wollte noch einmal den namen des anschließend von euch kredenzten weines wissen, der wahnsinnig gut war...habs mir weder aufgeschrieben, noch gemerkt...DANKE EUCH!

eiphorie

syl  18.01.2010 10:03

einspruch. das kongeniale kostvermögen der partnerin auf die hormone zu reduzieren, entbehrt jeder wissenschaftlichen grundlage. bewiesen ist das resultat, nicht dessen ursache!

DER NICHT-PRAKTIZIERTE GENUSS Samstag 2010-01-16

Sitzt die Autorin kürzlich in einer Arztpraxis im Wartezimmer. Wartend, was sonst. Und das dauert in diesen wörtlich zu nehmenden Räumen oft lange. In Ermangelung eines mitgebrachten Buches oder gar des nach Arbeit schreienden Laptops greift die Schreiberin zur November-Ausgabe der "WIENERIN". Und wird schier blass.

Laut einer Umfrage unter Leserinnen eben dieses Magazins geben lediglich drei (!!!!) Prozent an, ihr Essen regelmäßig zu genießen. Die restlichen 97 Prozent verteilen sich gleichermaßen zwischen ständigen Magenschmerzen, gehetzter Nahrungsaufnahme zwischendurch und - dem Tag des Herrn sei Dank - seltenen ruhigen Mahlzeiten am Wochenende.

Frau beim Beissen in eine Tafel Schokolade 

Und den Amerikanerinnen geht's offensichtlich und wie erwartet nicht anders. Laut einer Studie der University of North Carolina zeigen 65 Prozent der über 4.000 befragten Frauen ein gestörtes Essverhalten. Weitere zehn Prozent gelten bereits als "essgestört".

Gründe für diese - für die Autorin dieser Zeilen horrenden - Zahlen sind einerseits das Bombardement an Bildern perfekt geformter Frauen und andererseits schlicht und ergreifend zu wenig Zeit. Zu wenig Zeit um in Ruhe zu essen, vom chronologisch davor anzusiedelnden Kochen ganz zu schweigen.

Leider gibt's an dieser Stelle keine Lösung für den Weg aus diesem Schlamassel. Weil die Schreiberin den jetzt nicht in der Schublade hat. Lediglich ein kleiner Tipp: Öfter einmal den Job Job, den Haushalt Haushalt und die Familie Familie sein lassen. Und sich Zeit zum Genießen nehmen. Es lohnt sich.

Ruth

Weingut Josef Hofstätter ist WINERY OF THE YEAR des amerikanischen WINE & SPIRITS Magazins Donnerstag 2010-01-14

Besser spät als nie, denn es ist nie zu spät für eine gute Meldung. Zu lesen war es nämlich schon in der Wine & Sprits-August-Ausgabe 2009, dass Martin Foradori-Hofstätter mit seinem Weingut Josef Hofstätter zum bereits 2. Mal Winery of the Year wurde. Erstmals 2007 und zwei Jahre später wieder.

9.000 Weine verkostet das Team der US-amerikanischen Fachzeitschrift "WINE & SPIRITS" jährlich, bevor es die international besten Weingüter und Weinkellereien prämiert.

Martin Foradori-Hofstätter

"A hearty congratulation to you and your teams: at 'Wine & Spirits' we've selected Hofstätter as a Winery of the Year. Hofstätter performed in the top echelon a great ambassador for the wines of Alto Adige", lautet der Kommentar Josh Greens, Herausgebers des Magazins. Da schließen wir uns gerne an.

Topqualitäten zu erschwinglichen Preisen sind Martin Foradori-Hofstätter ein großes Anliegen. Dass er damit auf die richtige Karte setzt, hat er mit seinen Auszeichnungen nun bewiesen. Denn gleich zwei seiner fünf Weine, die mit mehr als 90 Punkten belohnt wurden, erhielten zusätzlich die Prädikate "BEST BUY" und "CHAMPIONS OF VALUE": Lagrein 2007 und Weißburgunder 2008 der Linie "hofstätter joseph"

www.hofstatter.com
www.wineandspiritsmagazine.com
syl
Es ist nicht alles gold, was glänzt – Flavescence Dorée wütet in Franreich Dienstag 2010-01-12

Eine gefährliche Rebkrankheit hält zur Zeit das Weinbaugebiet Bordeaux in Atem. Die Flavescence Dorée - Goldgelbe Vergilbungskrankheit - gilt als mindestens so zerstörerisch wie die Reblaus, die im 19. Jahrhundert weltweit die Weingärten  dahingerafft hat.

Der Name der Rebpest kommt von der gelbgoldenen Farbe, die die Blätter annehmen, bevor sie sich von ihrem Stock verabschieden.

Befallenes Weinblatt

Übertragen wird die Flavescence Dorée von der amerikanischen Reb-Zikade, einem Grashüpfer, der den Saft aus den Blättern saugt. Das sympathische Tier wurde in den 1950ern eingeschleppt und fühlt sich als echter Globetrotter in der Zwischenzeit auf der ganzen Welt wohl. Selbstverständlich auch in Österreich, seit 2004, insbesondere in weiten Teilen der Steiermark.

Die eigentlichen Übeltäter sind Phytoblasmen, zellwandlose Bakterien, die zu Vergilbungen und Wachsstumstörungen führen. Es herrscht bei Befall sofortige Meldepflicht, der Weingarten wird unter Quarantäne gestellt. Grundsätzlich müssen alle befallenen Stocke gerodet werden, alle umliegenden  Weingärten müssen behandelt werden. Mit Insektiziden kein wirkliches Problem. Wenn man rechtzeitig drauf schaut, ...

Was in Frankreich nicht wirklich der Fall gewesen sein dürfte. Denn das Problem wurde bisher ignoriert. Größere Flächen mussten in Graves allerdings nun vollkommen gerodet werden. Wieviel des Rebbestands tatsächlich befallen ist, ließe sich nicht sagen, großflächige Untersuchungen seien zudem zu teuer, heißt es aus dem französischen Agrarministerium.

Was mich jetzt noch interessieren würde: Was unternehmen die Bio-Winzer und Biodynamiker gegen das Vieh? Ein Wirkstoff namens „Rotenone” soll angeblich freigegeben sein. Er steht aber offenbar in Verdacht, Parkinson auszulösen. Daran muss also irgendetwas faul sein.

 Quellen: www.decanter.com, www.ages.at
syl

Irgendwie wie eine EIGENURIN-KUR - so heilsam und umweltschonend sind die neuen Traktoren Dienstag 2010-01-12
Die hohen Treibstoffpreise schaffen Platz für Kreativität. Eine neue Technologie hält Einzug im Weingarten. Ein Traktor, der mit den Abfällen des Rebschnitts gespeist wird, wurde erstmals in Malborough, Neuseeland, eingesetzt. Die Winzervereinigung Grove Mills investierte läppische NZ$15,000 (£6,900) in die Transformation eines konventionellen Traktors in einen Reb-Esser.

Blick auf Weingärten

© ÖWM

Was alles möglich ist, wenn man nur will! Mittels eines Gasifikation genannten Prozesses werden die holzigen Teile das Abschnitts in ein Gas umgewandelt, das als Treibstoff fungiert. Der Dieselverbrauch kann dadurch um 75 % gesenkt werden. Dieses neue Wunderding soll den durchschnittlichen CO²-Ausstoß eines Weinguts um mindestens 0,35 Tonnen pro Hektar reduzieren. Grove Mills ist weltweit der erste Weinbaubetrieb zertifiziert mit „Carbon Zero”.
www.grovemill.co.nz

Quelle: www.decanter.com
syl

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