Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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AUBERT DE VILLAINE ist Decanter Man of the Year Freitag 2010-03-05
Aubert de Villaine ist ein leiser Mann. Laut Stephen Brook, Decanter, wollte der Co-Eigentümer der Domaine de la Romanée-Conti die Auszeichnung erst gar nicht annehmen. Nach einem kleinen Kräfteringen ließ er sich offenbar dann doch breitschlagen.
Aubert de Villaine beim Weintrinken

De Villaine ist der erste burgundische Winzer, der mit dem Decanter Man of the Year geehrt wurde. Er zeichnet immerhin für einige der wahrscheinlich berühmtesten und teuersten Weine der Welt verantwortlich und sieht sich selbst als Verwalter der Domaine, deren Besitz er sich mit der Familie Leroy teilt.

Dass Aubert de Villaine einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde, war nicht von Anfang an klar. Erst musste er noch Jus und Literatur in New York studieren und für die dort ansässige Familie Wildmann, Importeure burgundischer Weine, arbeiten, bevor er sich entschloss, ab 1964 auf dem Weingut zu arbeiten. Dort musste er zuvor einmal von Grund auf das Handwerk erlernen. Rebschnitt, Traktor fahren, Hof kehren, Fässer reinigen und all die Arbeiten, die halt so anfallen.

Neben den Romanée-Contis, La Taches, Montraches usw. bereitet Aubert de Villaine auch die Weine der Domaine Dujac in der Provence und gemeinsam mit seinem Cousin Larry Hyde in Caneros, Napa, die für das gemeinsame Projekt HdV. Unter seinem eigenen Namen produziert er des weiteren Weine der burgundischen Weißwein-Appellation Aligoté de Bouzeron.

Die Preise seiner Weine der 25,53 Hektar großen DRC könnte er gut und gerne noch verdoppeln, wie er meint, sie wären trotzdem ausverkauft. Die Weine sind auf der ganzen Welt höchst begehrt und großteils für HInz und Kunz weder erschwinglich noch erhältlich. Dennoch möchte De Villaine zumindest manche seiner Weine leistbar halten.

Neben der schier unbeschreiblichen Güte seiner Weine waren es noch andere Dinge, die für die Decanter-Ehrung ausschlaggebend waren. Seine vollkommene Integrität und seine Aufgeschlossenheit gegenüber einer größeren Gemeinschaft. Seine Weine mögen in der absoluten Elite zuhause sein, ihm selbst ist es wichtig, am Boden zu bleiben und gemeinsame Sache mit Kollegen zu machen. Seien diese gefeierte oder auch obskure Persönlichkeiten.

 Quelle: www.decanter.com
syl

LIQUID EARTH. WEINPROVOKATION AUS RHEINHESSEN Dienstag 2010-03-02

Ein bisschen stolz sind wir schon. Im September auf Schloss Fuschl (wir haben begeistert berichtet) war uns klar: Diese Weine sind unsere. Die wollen wir immer wieder trinken. Aber leider. Österreich war bis dato, was die Weine von BattenfeldSpanier und Kühling-Gillot betrifft, nun, sagen wir "unterversorgt".

H.O. Spanier und Peter Vahlefeld 

H.O. Spanier und Peter Vahlefeld. Credits: SpanierGillot/Matthias Kunert

havel & petz machten sich also auf, das zu ändern. Der Zufall kam uns zu Hilfe. Peter Vahlefeld, Multimedia-Künstler aus Deutschland, wollte seine Bilder in Wien ausstellen. Er wählte dafür den Kultursalon von Katharina Gröbl, der Patronin vom Ella's am Wiener Judenplatz. Was das mit den Weinen aus Rheinhessen zu tun hat? Nun, der Bruder des Künstlers, Markus Vahlefeld, ist für das Marketing ebendieser verantwortlich. Und sah in der Vernissage die optimale Gelegenheit, die Weine von H.O. Spanier einer neuen Zielgruppe zu präsentieren.

havel & petz, nicht untätig, orderten den Winzer schon am frühen Nachmittag nach Wien und luden zur Verkostung. Rund 25 Neugierige kamen, schreibende, handelnde, gastronomische Zunft.

Nach dem Aperitif, Kühling-Gillot Qvinterra Scheurebe trocken 2008, ging es ans Eingemachte. Fünf Zweier-Flights machten den Unterschied zwischen Kalk und Rotschiefer klar. Zwischen Wonnegau und Rotem Hang, zwischen BattenfeldSpanier und Kühling-Gillot.

Für den Winzer beider Güter, H.O. Spanier, steht der Boden im Mittelpunkt, er erhebt sich über Rebsorte und Jahrgang. Macht die Weine zu „Steinweinen“. Kristallklar beispielsweise der BattenfeldSpanier Mölsheim Riesling 2008. Kühle Winde verleihen diesem Ortswein seine straffen Noten, seine dezente Würze. Der Kühling-Gillot Nierstein Riesling 2008 hingegen, Feuerstein pur. Schon die Nase verrät, was der Wein am Gaumen hält.

Bei den „Großen Gewächsen“ wäre da einmal der BattenfeldSpanier Nieder-Flörsheim Frauenberg Riesling GG 2008. Warmer Stein nach einem Sommerregen, Kräuter, pure Mineralität. Null Frucht, nur „earth“. Eine Wohltat für den Gaumen.

Ein paar Weine später dann Kühling-Gillot Nierstein Pettenthal Riesling GG 2008. Der Wein, der nach dem Tasting von vielen noch einmal nachverkostet werden wollte. Und den die Autorin beim ersten „Gaumenkontakt“ in Fuschl mit einem straffen Männerkörper assoziierte. Perfekt proportioniert, mit genau den richtigen Ecken und Kanten. Liquid Rotschiefer.

H.O. Spaniers Weine gefallen sicher nicht jedem, sind nicht „gefällig“. Sie fordern heraus, verlangen Auseinandersetzung, polarisieren. Doch wer die Weine einmal für sich entdeckt hat, will mehr. Liquid Earth.

Eine Auswahl der Weine von H.O. Spanier gibt es demnächst beim Meinl am Graben auf der Restaurant-Weinliste.

Zur Website von BattenfeldSpanier
Zur Website von Kühling-Gillot

Ruth

Wie bei Fellini - La Grappa in Wien Hietzing Samstag 2010-02-27

Auf ein schnelles Mittagessen in Hietzing. Wenn man nicht zu Mario möchte, kein leichtes Unterfangen. Es gibt allerdings noch diesen Italiener gleich beim Dommayer.

Der Schanigarten ist leider noch geschlossen, im Café daneben suhlen sich die Gäste in der Sonne.

Innenraum von La Grappa Ristorante Pizzeria

Beim Betreten des La Grappa - Ristorante Pizzeria gerät man ein wenig ins Staunen ob der dekorativen Pracht. Hilde Sochor unter den Gästen macht sich da richtig gut. Empfangen vom wirklich netten Padrone werden wir zum Tisch geleitet, den wir flugs wegen der Brösel und Flecken wieder verlassen. Auf den Fleck der zweiten Wahl kommt eine Serviette. Es kann losgehen. Für Kind und Kegel Penne Arrabbiata und Pizza al proscuitto e funghi, für mich Insalata Mista und Carpaccio, weil ich größere Restlmengen auf mich zukommen sehe.

Keine fünf Minuten später wird serviert. Il padrone hobelt Unmengen Parmesans über die Penne, will gar nicht mehr aufhören damit und scherzt und plaudert mit meinen Mädels. Ein Schatz! Die Nudeln selbst sind dann nicht umwerfend, möglicherweise mit Fertigsugo und selbst für die Tochter nicht scharf genug. Mein Salat mit Balsamico – che fine ha fatto l'aceto di vino? – und zum Großteil aus den äußeren Blättern, die höchstens für Hasen geeignet sind. Das Carpaccio leider noch fast gefroren.

Aber die Pizza! Fein, zarter Teig, geschmackig, der Prosciutto hauchzart und die Schwammerl frisch. Die ging weg wie nix.

Conclusio: Ein etwas schräges Ristorante mit dem freundlichsten Padrone, dem man nicht böse sein kann. Etwas für Familien und vorsichtshalber hauptsächlich für Pizza.

Ed adesso sentite un pizzico d'Amacord

La Grappa
1130 Wien, Auhofstraße 6a, Tel.: 01/8777654

syl

DIE PRAKTIZIERTE SONNE Sonntag 2010-02-21

Es ist ja nicht so, dass havel & petz nicht gerne arbeiten. Im Gegenteil. Sich um den Genuss zu kümmern, schreibender, organisierender, konzipierender und durchführender Weise macht absolut Spaß. Und deshalb sind wir auch nicht ungehalten, dass wir den einen oder anderen Abend, das eine oder andere Wochenende verwenden, um die Welt genussvoller zu machen.

Sonne zwischen Wolken

Heute in der Früh dann der erste Zweifel beim Blick aus dem Fenster.

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, drei Familienmitglieder, die sich über frische Luft, eine "wunderschöne Runde" und einkehren im Wirtshaus unterhalten. Soll ich wirklich zu Hause bleiben und ARBEITEN?

Nach einem sonntäglichen Frühstück, intensiven Überredungsversuchen der Kinder und einem kurzen Dialog mit meinem Gewissen die Einsicht, dass ein ordentlicher Spaziergang an der frischen Luft und die Sonne mir Energie liefern, die ich später gut brauchen kann. Vor dem Laptop.

Und so war's dann auch. Richtig tief durchgeatmet, die ersten Vögel zwitschern gehört, die Beine wieder einmal gespürt, von oben auf die Landschaft geschaut. Eben auch Genuss.

Die Energie hat jedenfalls gereicht, endlich wieder einmal etwas für den Blog zu schreiben. Ein gutes Gefühl.

Ruth

1.400 Jahre alte Weinpresse in Isreal entdeckt Mittwoch 2010-02-17

Isrealische Archäologen fanden eine 1.400 Jahre alte, ungewöhnlich geformte aber technisch fortschrittliche Weinpresse 40 km südlich von Jerusalem und Tel Aviv. In dieser Region, damals Teil des Byzantinischen Reichs, wurde offenbar auf professionelle Weise Handwerk und Landwirtschaft betrieben.

1-400 Jahre alte Weinpresse in israel

Die Weinpresse misst rund 6,5 x 16,5 Meter, und ihre Größe weist darauf hin, dass sie für die Produktion von Wein für den Export nach Ägypten verwendet wurde. Hinweise darauf, dass sich das Rote Meer auch für Wein teilen musste, wurden bislang nicht gefunden. Es ist aber durchaus im Bereich des Möglichen.

Die ungewöhnliche achteckige Form der Presse dürfte aus rein ästhetischen Gründen so gewählt worden sein. Praktisch war sie nicht, da sich die Trubstoffe des Weines in ihren Kanten absetzten. Allerdings war sie in ihrer technischen Konstruktion trotzdem ihrer Zeit voraus. Ein bisschen „außen hui, innen pfui”.

Das önologische Oktagon wird, wenn die Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sind, für Besucher öffentlich zugänglich sein. Ein Grund mehr für eine Reise nach Israel, wo sich im Übrigen auch hinsichtlich des kontemporären Weins so einiges tut. International vergleichbare Qualitäten, andere Rebsorten, wunderschöne Landschaften. Und der Wein muss nicht immer kosher sein!

Quelle: www.dailymail.co.uk
syl
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