Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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HORIZONTALLY CHALLENGED Montag 2010-01-25

Nein, nicht was Sie denken. Obwohl man der Idee der horizontalen Herausforderung durchaus etwas abgewinnen könnte. Wenn's denn nicht täglich sein muss.

Gemeint sind mit den "horizontally challenged people" übergewichtige Menschen. Politically correct gesprochen in den USA. Der Einfalls-reichtum der Amerikaner, wenn es um das Vermeiden ihnen unangenehmer Wörter geht, ist erstaunlich. "Menschen mit Horizontal-erweiterung" wäre auch noch eine Möglichkeit.

Illustration eines Nilpferds in Tütü

Schon klar, dass man so vermeiden möchte, Menschen zu verletzen. Nennt man sie "dick", "fett" oder "schwergewichtig", kann das schon passieren. Ein heikles Terrain. "Horizontally challenged " lenkt von den Speckfalten allerdings keinen Hauch ab, und im deutschprachigen Raum ist der Lacher soundso garantiert.

PC-Begriffe nützen sich im Übrigen ab, wenn ihre Schaffung nicht mit der gleichzeitigen Veränderung der sozialen Wirklichkeit einhergeht. "Negro -> black people -> coloured people -> African-Americans", was nützt's? Die Schwarzen in Amerika sind noch immer nicht gleichgestellt. Laut des Philosophen Slavoj Laut Žižek versuche die Geisteshaltung der "politischen Korrektheit" durch ihre zirkuläre Selbstbezogenheit alle Spuren der Begegnung mit "dem Realen" zu beseitigen.

Auf gut Deutsch, würden die Amerikaner der Tatsache ins Auge sehen, dass viele Mitbürger schlicht und einfach zu dick sind, könnten Maßnahmen dagegen gesetzt werden. Eine kleine Gesundheitsreform wäre zum Beispiel schon ein ganz guter Anfang. Und die nach und nach wieder mehr in die Vertikale kommenden horizontally challenged people hätten nach und nach vielleicht auch wieder mehr Spaß, wenn sich ihnen eine horizontale Herausforderung anderer Art stellt.

Quellen: Die Presse vom 21. Jänner 2010 und www.wikipedia.org

syl
KEINE KRISE IN DER KISTE Dienstag 2010-01-19

Dass die Krise nicht alle gleich trifft, eine Binsenwahrheit. Dass immer mehr Asiaten und Russen immer lieber und immer teurere Weine trinken, ebenso. Die Kombination oder wohl eher Kumulation von beidem resultiert in regelmäßigen Rekordergebnissen bei internationalen Weinversteigerungen.

Christie's und Sotheby's freut's. Die Wein-Departments konnten ihre Umsätze 2009 deutlich steigern. Im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen. Wein zieht offensichtlich trotz der Krise, oder vielleicht gerade deshalb?

Flasche Chateau Petrus Pomerol Credits: Herbert Lehmann

Der sogenannte En-Primeur-Markt, hier wird noch vor der Füllung der Flaschen mit den Jahrgängen spekuliert, spürt die Auswirkungen der wie auch immer gearteten Krise sehr wohl. Der Wein bleibt oft im Keller, in dem des Winzers wohlgemerkt.

Ganz anders wie gesagt bei den Auktionen. Die beiden oben genannten Platzhirschen schöpften aus dem Vollen. Bei Christie's mit 50 Millionen Dollar und 25 Auktionen. Sotheby's gab es bescheidener. 18 Versteigerungen und rund 42 Millionen Dollar.

Was die Zielgruppe so springen ließ? Zum Beispiel schlanke 26.372 Dollar für zwölf Flaschen Chateau Petrus aus dem Jahr 1978 oder läppische 93.077 Dollar für eine Sechs-Liter-Variante ebenfalls Chateau Pétrus, Jahrgang 1982.

Nur für den Fall, dass finanzkräftige Mäzene Interesse haben, die Partnerin und ich würden so gerne einmal mitsteigern...

Quelle: Der Standard, 16. Jänner 2010

Ruth

MAGERE ZEITEN MACHEN DICK Dienstag 2010-01-19

Am Activity Monitor hier im Blog schlägt zur Zeit das Pendel zugunsten der Partnerin aus. Hier also ein Beitrag als Gegengewicht. Womit wir schon beim Thema wären.

Neben dem hier bereits zitierten "French Paradoxon" gibt es nämlich noch ein anderes, das man vielleicht das "Poor Food Paradoxon" nennen könnte. Denn: Je weniger Geld die Leute für Lebensmittel zur Verfügung haben, umso dicker werden sie. Schlechte Zeiten für das Gesundheitswesen!

Und tatsächlich:

Stan und Hardy in engen Bodys

1. Geringere Einkommen haben eine Verringerung der körperlichen Aktivität in der Freizeit zur Folge. Couch potatoe.
2. Diesen Effekt hat auch die höhere Arbeitslosigkeit. Couch potatoe.
3. Deflation verbilligt die Lebensmittelpreise, was zur vermehrten Kalorienzufuhr führt. Couch ...
4. Weniger Kohle führt dazu, gesündere und teurere Lebensmittel durch billigeres Essen und Junkfood zu ersetzen. Da man zusätzlich immer weniger genießt, siehe Beitrag der Partnerin, knotzt man beim Essen vor der Kiste. C...

Noch ein Paradoxon aus dem Land der "corned beef people", wie meine britische Schwägerin ihre Landsleute zu nennen pflegt, weil deren blasse Oberschenkelhaut von einem Netzwerk durchscheinender Äderchen durchzogen ist: Stellten alle Briten ihre Ernährung zugunsten eines höheren Obst- und Gemüsekonsums um, führte das zu einer Preisexplosion (bedingt durch das große Importvolumen) und vergrößerte die Ungleichheit in Sachen gesunder Ernährung weiter. Da beißt sich die Ernährungskatze in den Schwanz!

Die Krux: Junkfood ist schlichtweg zu billig! Und des Pudels Kern ist ein Hund.

Wir von havel & petz fordern deshalb höhere Steuern auf Junkfood, Chips und Junkdrinks. Nein, geht doch nicht, sonst verhungern die Briten. Was also tun?

syl
EIN SINNLICHER ABEND DER ANDEREN ART Samstag 2010-01-16

Der retronasale Effekt ist der Hammer, der Eisprung beeinflusst den Geruchssinn der Frauen ungemein positiv, und die Zuordnung von Geschmacksqualitäten wie süß, salzig, bitter oder sauer zu bestimmten Zungenarealen ist der absolute Humbug.

Doch der Reihe nach. havel & petz luden diese Woche zu einem ganz speziellen "Abend der Sinne". Romana Fertl und Thomas Irmler, gemeinsam OpenSense, führten eine Fotografin, einen Koch, eine Journalistin nebst männlichem Pendant, den Chef eines Alkoholfreien-Wein-Unternehmens und die beiden Agentur-Frauen in die Welt der Sensorik ein. Anhand von Geschmacksproben musste die Runde gleich einmal die fünf Grund-geschmacksarten süß, sauer, salzig, bitter und umami erkennen. Keine leichte Aufgaben, die Fotografin trumpfte als einzige auf. Sechs von sechs Punkten.


Gläser auf Tisch

Gabi hinter Gläsern

die Gäste bei der Verkostung

Umami? Das Wort kommt aus dem Japanischen, bedeutet in etwa würzig, wohlschmeckend. Alle eiweißhältigen Lebensmittel enthalten Glutamat, und das ist verantwortlich für diese fünfte Geschmacksrichtung. Algen, Seetang, Thunfisch, getrocknete Pilze, Hartkäse (Parmesan!), reife Paradeiser, Fleisch, alles Dinge, die umami schmecken. Und das schmeckt offenbar den meisten. Kein Wunder, schmeckt doch schon die Muttermilch so richtig umami. Ruth, christian Petz, Sylvia

Das mit der Zunge muss ich auch noch erklären. Die gustatorische Wahrnehmung erfolgt durch die Geschmackspapillen. Diese befinden sich auf der Zunge, am weichen Gaumen, an der hinteren Rachenwand und am Kehldeckel. Jede dieser Papillen ist für mehrere, meist sogar für alle Geschmacksqualitäten empfindlich. Süß schmeckt also nicht nur vorne süß, und auch sauer, salzig oder bitter können wir egal wo auf der Zunge erkennen. Mit der nach wie vor gelehrten Zungenkarte verhält es sich offenbar so wie mit dem jahrelang kolportierten hohen Eisengehalt im Spinat, sie ist einfach falsch. Also: vergessen!

Beim Verkosten spielt - jawohl - auch der Tastsinn eine Rolle. Dabei geht es um das sogenannte Mundgefühl. Macht ja einen Unterschied, ob wir etwas Weiches, Hartes, Glattes, Klebriges oder Glitschiges in den Mund nehmen. Ob es kalt, warm oder heiß ist. Ob Chili oder Pfeffer, Menthol oder Pfefferminz, "scharfer" Alkohol (nie probiert!) oder Kohlensäure, das alles bewerten wir mit dem Mundgefühl.

Und nun zur Königsklasse. Zum Geruchssinn. Alles was wir riechen, landet flugs im limbischen System, unserer "Gefühlswerkstatt". Sämtliches jemals Gerochenes wird hier gespeichert, positiv oder negativ. Soll heißen, unsere Erinnerungen sind schuld daran, ob wir etwas riechen können oder nicht.

Gerochen wird erstens orthonasal, also direkt, so wie sich das jeder vorstellt. ABER - wirklich umwerfend wird's retronasal. Haben wir mit Vanille ausprobiert. Zuerst mit "Nase zu" geschleckt, fühlt sich süß an, sonst nix. Dann, Finger loslassen und ... eine Explosion der Sinne. Selber ausprobieren!

Speziell interessant und in unserer Runde stante pede bewiesen: Der Geruchssinn der Frauen ist zur Zeit des Eisprungs am besten. Deshalb hat die Partnerin auch so brilliert an dem Abend und war darob ganz eiphorisch.

Herzlichen Dank an Romana F. und Thomas für den spannenden, interessanten, lehrreichen und so amüsanten Abend.
Hier gibt's mehr über die beiden und OpenSense

Ebenfalls vielen Dank an Romana K. für die Fotos.

Und der ganzen Runde ein Dankeschön fürs Dabeisein und die eine oder andere Wortspende :-).

Ruth

Kredenzter Wein

Ruth  18.01.2010 13:02

Also, der Wein respektive die Weine kamen beide von H.O. Spanier aus der Weinbauregion Rheinhessen. Der erste vom Weingut Kühling-Gillot (Weingut seiner Frau), Riesling Pettenthal 2008 GG (Großes Gewächs). Der zweite von seinem Weingut BattenfeldSpanier, Riesling Frauenberg 2008 GG. Haben sie gemundet?

Nähere Infos:
www.kuehling-gillot.de
www.battenfeld-spanier.de


wow

gabriela (die fotografin)  18.01.2010 10:57

tatsächlich war der geschmacksinn von sylivia (im folgenden "die partnerin" genannt) phänomenal. erkannte sie doch den einen oder anderen wein bis hin zum weingut und zum jahrgang! wow...
bin ei-nigermaßen sprachlos.

wollte noch einmal den namen des anschließend von euch kredenzten weines wissen, der wahnsinnig gut war...habs mir weder aufgeschrieben, noch gemerkt...DANKE EUCH!

eiphorie

syl  18.01.2010 10:03

einspruch. das kongeniale kostvermögen der partnerin auf die hormone zu reduzieren, entbehrt jeder wissenschaftlichen grundlage. bewiesen ist das resultat, nicht dessen ursache!

DER NICHT-PRAKTIZIERTE GENUSS Samstag 2010-01-16

Sitzt die Autorin kürzlich in einer Arztpraxis im Wartezimmer. Wartend, was sonst. Und das dauert in diesen wörtlich zu nehmenden Räumen oft lange. In Ermangelung eines mitgebrachten Buches oder gar des nach Arbeit schreienden Laptops greift die Schreiberin zur November-Ausgabe der "WIENERIN". Und wird schier blass.

Laut einer Umfrage unter Leserinnen eben dieses Magazins geben lediglich drei (!!!!) Prozent an, ihr Essen regelmäßig zu genießen. Die restlichen 97 Prozent verteilen sich gleichermaßen zwischen ständigen Magenschmerzen, gehetzter Nahrungsaufnahme zwischendurch und - dem Tag des Herrn sei Dank - seltenen ruhigen Mahlzeiten am Wochenende.

Frau beim Beissen in eine Tafel Schokolade 

Und den Amerikanerinnen geht's offensichtlich und wie erwartet nicht anders. Laut einer Studie der University of North Carolina zeigen 65 Prozent der über 4.000 befragten Frauen ein gestörtes Essverhalten. Weitere zehn Prozent gelten bereits als "essgestört".

Gründe für diese - für die Autorin dieser Zeilen horrenden - Zahlen sind einerseits das Bombardement an Bildern perfekt geformter Frauen und andererseits schlicht und ergreifend zu wenig Zeit. Zu wenig Zeit um in Ruhe zu essen, vom chronologisch davor anzusiedelnden Kochen ganz zu schweigen.

Leider gibt's an dieser Stelle keine Lösung für den Weg aus diesem Schlamassel. Weil die Schreiberin den jetzt nicht in der Schublade hat. Lediglich ein kleiner Tipp: Öfter einmal den Job Job, den Haushalt Haushalt und die Familie Familie sein lassen. Und sich Zeit zum Genießen nehmen. Es lohnt sich.

Ruth

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