Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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WEINLESE bei Nebel und frostigen 2°C Sonntag 2009-11-01

Warum tut man sich das an?

Weil es noch immer ein Faszinosum ist, wie aus profanen Trauben grandioser Wein wird. Weil man draußen ist und unter Freunden. Weil es eine gute Abwechslung zur Schreibtischarbeit ist. Weil danach die heiße Badewanne folgt.

Gemälde einer Weinlese

Weil das gemeinsame Arbeiten etwas ungemein Verbindendes hat. Weil man die Arbeit der Winzer - in meinem Fall gestern der WINZERIN - immer wieder neu schätzen lernt. Weil es trotz frierender Finger Spaß macht. Weil es eine riesengroße Herausforderung ist, seine präpubertierenden Kinder zu bewegen, mitzukommen (war gestern allerdings erfolglos). Weil man im Unterschied zu den Winzern auch einfach wieder aufhören kann, wenn's reicht. Weil die Verpflegung der Leser-Schar immer ein großes Thema ist. Und weil man sich im Fall eines zwischenzeitlichen Hängers mit dem Wein aus dem Vorjahr ganz leicht wieder motivieren kann.

Ruth
BEEF! – EIN NEUES GOURMET-MAGAZIN Freitag 2009-10-30

Es geht also doch anders. BEEF!, ein neues "Magazin für Männer, die kochen", zeigt's. Es widmet sich dem allumfassenden Thema Essen und Trinken auf anregend forsche Art und Weise. Klar, auch voller Klischees, aber das Leben ist nun einmal so. Manchmal. Leider.

Sehr coole Fotos, sehr anschauliche Berichte wie "Runter mit dem Pelz", für den ein Tier tatsächlich sterben musste, bis es seine flambierte Vollendung in der Cognacsauce fand. Die Frage, ob Mann eine Frau ins Bett kochen kann, ist allerdings verzichtbar.

Cover des BEEF!

Messer werden als Tatwaffen präsentiert, Rezepte deppensicher geschrieben und in "Ausgekochtes Design" redesignt Sternekoch Thomas Martin fünf Klassiker kulinarisch: Sessel, Lampe, Isolierkanne, Coutchtisch und Tomato Chair. Gut gemacht!

Was besonders gefällt? Direkt in den Artikeln die Bezugsquellen, Männer mögen keine Umwege. Usability at it's best.

BEEF! Entspannt, nicht abgehoben, vor allem der Weinteil. Der Gourmet-Playboy. Auch für Frauen.

Bloß, das mit der Mozzarella kann nicht ernst gemeint sein, oder?

Chefredakteur: Jan Spielhagen
Gruner & Jahr AG
www.beef.de

syl
DER, DIE, DAS DIRNDL Donnerstag 2009-10-29

Manchmal braucht es ein bisschen Background-Information, um zu neuen Genüssen zu gelangen. Die „Schule des Geschmacks“ auf der Terra Madre, dem ersten internationalen Slow Food-Treffen Österreichs, war da genau das Richtige.

offene Hand mit Dirndln 

Wir haben uns für eine wilde Frucht entschieden, die im Deutschen dreigeschlechtlich ist. Der wissenschaftliche Name ist cornus mas und damit eindeutig männlich. Daher als Gegengewicht unsere Entscheidung für DIE Dirndl.

Die Dirndl auf der Terra Madre kam aus dem Pielachtal, wo sie als Königin der Wildfrüchte hohes Ansehen genießt. Wieder. Denn die vielseitige, meist rote Frucht war wie so vieles eigentlich schon in Vergessenheit geraten.

Doch die Dirndlkultur lebt! Ob frisch genossen, als Marmelade, Chutney, Saft oder Schnaps, das einzigartige, schwer zu beschreibende, leicht säuerliche, an Preiselbeeren erinnernde Aroma macht Lust auf mehr. Vom Aperitif über die passende Begleitung zu Wild oder Leberpastete bis hin zur Nachspeise reicht das kulinarische Spektrum der ansehnlichen Strauchfrucht.

Was wir zum Abschluss mit auf den Weg bekommen haben: Einen Dirndl-Kern. Der lässt in der Geldbörse verstaut - so geht die Mär - die Münzen und Scheine nie versiegen. Wir probieren's aus...

www.terramadre.at
www.slowfood-wien.at

www.pielachtal.info
www.dirndlwiki.at

Ruth

AUF DER SUCHE NACH DEM STEIN IM WEIN Donnerstag 2009-10-29
Als Odyssee stellt sich der Wissenschafter Suche nach dem Steingeschmack, dem "goût de terroir", heraus. Noch ist man nicht fündig geworden. Eine Gruppe von Forschern in Oregon stellt sich der Herausforderung, der vielbeschworenen Mineralik auf die Spur zu kommen, konnte in den untersuchten Weinen bislang aber keine Rückschlüsse auf Bodenmineralstoffe in den Weinen ziehen.
Weintrauben auf steinernem Untergrund

Gelöste Mineralstoffe seien wohl im Wein nachweisbar, diese hätten aber nichts mit denen der Böden zu tun, bestätigt auch Professor Scott Burns, Geologe an der Portland State University. Auf der Suche nach dem Ursprung der Wein-Mineralik tappe man tatsächlich noch im Dunkeln.

Damit sei nicht allerdings bewiesen, dass Bodenchemie und Geologie den Wein nicht beeinflussten. Man verstehe einfach noch nicht, wie.

Quelle: www.decanter.com

syl

Gee whiz, and I thuohgt this would be hard to find out.

Vinnie  01.07.2011 21:26

Gee whiz, and I thuohgt this would be hard to find out.

HOPFROSEN - SONNENSCHEIN AM NASCHMARKT Donnerstag 2009-10-29

Auf dem Weg von der U-Bahn ins Büro überkommt mich oft die Lust auf eine kleine Belohnung. Eine Blume kommt da gerade recht. Insbesondere, weil Frau Hopf am Naschmarkt mit ihren Hopf-Rosen geradezu auf mich zu warten scheint. Sie ist immer gut gelaunt und macht einen schier vergessen, dass man sich im vergrantelten Wien befindet.

Frau Hopf in ihrem Blumenstand

Eine wunderschöne Auswahl im Freiland gezogener Rosen und anderer saisonaler Blumen findet sich hier, und einzelne Blumen werden genauso liebevoll verpackt wie große Sträuße. Für den nahenden Advent wartet Frau Hopf übrigens mit einmal anderen stilvollen Kränzen auf.

hopfrosen gartenbaubetrieb
Verkauf am Naschmarkt Bauernmarkt bei der Kettenbrückengasse
Mo bis Sa von 7 bis 15 Uhr

Tel. 0650 8644 684
E-Mail: freiland@hopf.at
www.hopfrosen.at

syl

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