Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Lech ganz anders Dienstag 2015-02-10
Wenn ich an Lech denke, könnte ich an schicke Menschen, schicke Hotels, schicke Hütten und teures Pflaster denken. Ich könnte natürlich auch an hohe Berge, wunderschöne Panoramen und großartige Pisten denken. Seit meinem zweiten Aufenthalt im Arlberger Nobelschiort denk ich - neben obigem - auch an einen Urlaub in einer urgemütlichen
Selbstversorgerhütte. Meine wunderbaren Eltern luden ihre drei Kinder und sämtliche Kindeskinder (eines dieser Kindeskinder war nicht dabei, sondern ging mit Freunden in Ellmau fremd) auf eine gemeinsame Schiwoche ein. Der Schnee war ein Traum, das Wetter fast immer gnädig (an drei Tagen sogar sonnig gnädig) und das familiäre Miteinander auf der
Piste und in der Hütte herzerfrischend (manchmal auch herausfordernd, eh klar). Vor allem die Abende verbrachten wir ziemlich Lech-untypisch und dafür sehr Selbstversorgerhütten-typisch. Gemeinsam kochen (unkompliziert und ohne viel Aufwand, nicht zuletzt, weil es eine Woche ohne Geschirrspüler war), Karten spielen,
einheizen, früh schlafen gehen. Bergluft macht müde, vor allem wenn man am Nachmittag, um direkt zur Hütte zu kommen, die Abfahrt »Langer Zug« nimmt. 78 % Steigung verlangen höchste Muskel- und sonstige Konzentration! Resümée dieses großfamiliären Experiments: Lech ist allemal eine Reise wert. Schigebiet top (vor allem die vielen
Schirouten und Abseitsfahrten, Dank an den Bruder), Einkehrmöglichkeiten top, Service ebendort top (und fast immer ausnehmend freundlich), »unsere« Hütte top top. Danke an die gesamte Truppe!

Ruth

Schöne Gedanken - zum Tod Montag 2015-02-09
Hab ich schon einmal gesagt, dass ich Facebook wirklich mag? Nicht wegen der zahllosen Seelenstriptease, aber wegen so mancher Fundstücke wie diesem hier. Und weil es richtig eingesetzt ein Kaleidoskop unserer Wein- & Genuss-Branche ist. Eine Wein- & Genuss-Tageszeitung. Strichmännchen angesichts des Todes
Nun hat eine liebe Freundin diesen kurzen Film gepostet, ein richtiges Fundstück. Das Antwort auf das Warum gibt, auf das Warum das Leben endet. Enden muss. Man kann zusehen, verstehen und lächeln. Vielen Dank, Romana!
Link zum Video
syl
Gut Ding braucht Weile - das ÖWM-Nachhaltigkeits-Siegel Sonntag 2015-02-08

Am Marketingtag der Österreich Wein Marketing wurde es erstmals vorgestellt und aufgrund zahlreichen Inputs gleich nochmals von Grund auf überarbeitet. Besser gescheit und ein bissl verzögert als ein bissl unglücklich. Nun ist das neue Siegel an die ÖWM-CI angepasst, dadurch sofort erkennbar und »amtlicher« als das davor präsentierte alte neue.

Worum geht's? Biologische oder biodynamische Bewirtschaftung im Weinbau ist nur ein Teilaspekt nachhaltiger Unternehmensführung.

Das neue Nachhaltigkeitssiegel der ÖWM

Echte Nachhaltigkeit fußt auf drei Säulen: Soziales, Ökologie, Wirtschaft. Diese greifen auf allen Ebenen ineinander. Jede Entscheidung, die von einem Winzer, einer Winzerin getroffen wird, hat Konsequenzen auf allen dreien. Über allem thront die eigene wirtschaftliche Stabilität, nur dann kann das System funktionieren. Dass Nachhaltigkeit Kosten - Energie, Transportkosten, Finanzierung, Mitarbeiterfluktuation, Produktion, ... - sparen hilft, muss allerdings noch viel stärker betont werden. Denn zumeist ist das der erste Gedanke: »Kann ich mir nicht leisten!« Stimmt aber nicht, man muss es nur wissen. Im Gegenteil, wenn Unternehmen umfassend nachhaltig agieren, stehen sie zumeist schon nach kurzer Zeit wirtschaftlich besser da als zuvor. Der international gängige Ausdruck für unternehmerische Nachhaltigkeit oder unternehmerische Verantwortung (denn darum geht es eigentlich) ist übrigens Corporate Social Responsibility, CSR.

Auf jeden Fall hat der Österreichische Weinbauverband als Initiator gemeinsam mit der ÖWM und in Kooperation mit führenden wissenschaftlichen Institutionen ein Online-Tool für die österreichischen Weinbauern entwickelt. Anhand dessen können diese ihren Weg zur unfassenden nachhaltigen Betriebsführung auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene - mit dem Ziel der Zertifizierung - evaluieren. Wobei »nachhaltig« in »zukunftsfähig« übersetzt der viel bessere Ausdruck ist. Denn jeder und jede möchte den eigenen Betrieb zukunftsfähig gestalten; mit dem Begriff der - ziemlich überstrapazierten - Nachhaltigkeit hat's nicht jeder.

Wussten Sie übrigens, dass wir uns schon 2013 mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Events lizenzieren haben lassen? Denn auch Veranstaltungen lassen sich umweltfreundlich organisieren und abhalten, ohne dass sie in Öko-Schlapfen stecken. Und dass eine von uns seit letztem November zertifizierte CSR- & Nachhaltigkeits-Managerin ist? havel & petz go green!

Hier geht's zur ÖWM mit ihrem Zertifizierungsprogramm
syl
Noch mehr Leichtgewichte - Wein geht auch in anderen Behältern Dienstag 2015-01-27
Wie Kollegin Havel im Posting weiter unten schon schreibt, ist das Thema »Nachhaltigkeit« - dank ÖWM und ihrer Zertifizierung für Winzer - endlich auch in der Weinwelt angekommen. Bio und biodynamisch ist zuwenig, da gibt es noch viel mehr. Der CO2-Hauptverursacher bei der Weinprodukton sind die Glasflaschen, hier fallen natürlich die ganz schweren exklusiven besonders ins Gewicht. Die ohnedies auch der Sommellerie Kopfzerbrechen bereiten. Weil die Weinleute nie wissen, ob in der dunklen massiven Flasche in ihrer Hand noch Wein ist oder nicht. Bag-in-Box des renommierten deutschen Weinguts Molitor

Idiotisch. Schon länger ist also der Ruf nach leichteren Glasflaschen laut. Noch verhallt er hierzulande zumeist ungehört. Wir versuchen, unsere Winzer diesbezüglich zu beeinflussen und konnten gerade wieder einen dazu bewegen, seine neuen Bio-Weine nicht in »ridiculous bodybuilder bottles« zu füllen. Hurra! Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, wahrscheinlich viel ökologischere, als Weinflaschen aus Glas.

PET. Siehe die diesbezügliche Studie, die Ruth im hier vorangegangenen Beitrag erwähnt. Mehrweg-Pet liegt vor Mehrweg-Glas. Was in der Studie allerdings nicht berücksichtigt wurde, ist der Faktor Umweltverschmutzung. Kalkuliert man den unverrottbaren Plastikdreck in Umwelt und Meer mit ein, müsste der CO2-Abdruck viel größer sein. Weiters weiß man ja inzwischen, dass Plastikflaschen manch unliebsamen Stoff an ihre Inhalte abgeben. Ein weiterer Aspekt, der in die Ökobilanz Eingang finden sollte. Wir bleiben hier auf jeden Fall dran und halten Sie auf dem Laufenden.

Bag-in-Box. Der weitaus spannendere und im skandinavischen und angloamerikanischen Raum schon längst etablierte »Schlauch im Karton«. Ein Kunststoffsackerl in einer Schachtel mit Zapfhahn. Bei der Entnahme der Flüssigkeit entsteht Unterdruck im Beutel, Kontakt mit Sauerstoff findet so gut wie nicht statt. Wein hält in einem gekühlten BiB Wochen bis Monate. Perfekt für die Gastronomie für glasweise ausgeschenkte Weine und Feste. Mehr Inhaltliches, Emotionales und Degustatorisches findet sich bei Philipp Erik Breitenfeld in seinem Blog La Gazetta del vino.

Noch ist der BiB in den deutschsprachigen Weinköpfen nicht angekommen, obwohl sehr renommierte Winzer wie Fred Loimer, Molitor und unser lieber Freund H.O. Spanier für ihre internationalen Märkte schon Wein in BiB abfüllen. Vieles spricht dafür, sehr weniges dagegen (eventuell Kunststoffeintrag im Wein; weiß man noch nicht, und dass das Sackerl halt wieder aus Plastik ist).

Hier ein Pläydoyer für BiB von Super-Blogger Dirk Würtz in seiner Facebook-Gruppe »Hauptsache Wein«, in der das Thema zur Zeit breit diskutiert wird:

»Als alter BiB-Veteran kann ich nur schmunzeln. Annähernd alle Länder die Wein trinken, trinken ihn auch aus BiBs. Mittlerweile auch hier in D. Es gibt Länder, gerade in Skandinavien, da ist das so normal wie nix anderes. Die Vorteile des BiBs sind eine Million mal diskutiert. Ökologisch gesehen ist eine Glasflasche übrigens eine Katastrophe. Die Diskussion über den BiB hier in D finde ich lächerlich. Hier wird von Kultur geredet und flächendeckend weltweit der billigste Wein gesoffen. Absurder und bigotter geht es kaum noch. Und natürlich hält sich heutzutage der Wein viel länger als wenige Wochen. Alles belegt, wissenschaftlich. Und in unzähligen Tests ausprobiert (auch im Selbstversuch). Und wer wissen will, wo der Hammer hängt, dem empfehle ich einen Besuch im Monopolshop in Norwegen. Ein Blick auf deren Homepage langt übrigens auch. Und wem das alles zu viel und zu umständlich ist, für den gibt es jetzt mal einen Bilderservice (Anmerkg. BiB-Fotos von Molitor, BattenfeldSpanier, Winter). Top packaging und top Inhalt, nebenbei bemerkt. Wer das trinkt und meint es sei minderwertig, der lässt sich einzig und allein von der Verpackung beeinflussen. Der Inhalt ist, ich wiederhole mich, top! Etwas anderes könnte sich im Übrigen auch keiner mehr leisten heutzutage!!!«

Tja, so ist es. Wer sich noch weiter informieren möchte, auch das hier ist interessant: ein Auszug der Weinakademie-Diplomarbeit über Bib von Carmen Ratz (danke, Knalli!). Und jetzt brauchen wir nur noch ein paar ordentliche Meinungsmacher/Presseleute, die sich mit dem Thema eingehend auseinandersetzen. Und ein paar Gastronomen, die den ersten Schritt tun. Ich hätte da auch schon einen ins Auge gefasst. Der mit dem BYOB. Brother, can you hear me?

Foto: Dirk Würtz
syl

BiB nun auch auf stern.de

syl  28.01.2015 16:35

Inspiriert von unserem Beitrag in seiner Facebook-Gruppe nun Dirk Würtz zum Thema BiB im Blog vom Stern: http://blogs.stern.de/easydrinking/wein-der-box/

Leichtgewichte Donnerstag 2015-01-22

Sie ist in aller Munde, die Nachhaltigkeit. Auch wenn man zur Abgedroschenheit des Begriffes stehen kann, wie man will, das ist schon gut so. Sich überlegen, was man wo kauft, wie man von A nach B kommt (und ob das überhaupt immer notwendig ist) und was man ganz generell tun kann, um den eigenen ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten. Schwierig genug in der Zivilisation, in der wir leben und mit dem Lebensstandard, den viele haben. Doch es geht, in vielen Bereichen sogar. Man muss sich dazu halt A) ein bissel informieren und B) aufraffen, was zu tun.

eine gezeichnete Sektflasche

Natürlich sind nicht nur wir Konsument/innen, sondern auch die Produzent/innen gefordert, was zu tun. Ein Bereich, an dem in der Weinbranche mittlerweile niemand mehr vorbeikommen sollte, ist das Flaschengewicht. Je schwerer die (leere) Flasche, desto größer der Aufwand für Produktion und Transport und somit desto höher der Anteil an besagtem Fußabdruck.

Glaubt man den Granden der Branche, dürfen wir allerdings gar nicht beim Glas aufhören nachzudenken. Leichtere Glasflaschen sind das eine, der Einsatz völlig anderer Materialien das andere. Was den meinsten Weinliebhabern und -liebhaberinnen wohl missfallen dürfte: Dabei geht's um Tetrapak und PET-Flaschen. So schreibt Jancis Robinson, sie halte nichts von »ridiculous bodybuilder bottles« und PET-Flaschen hätten sowieso die ökologischere Bilanz. Und – in selbigem Artikel – berichtet Michael Schmelzer vom Weingut Monte Bernardi im Chianti Classico von einem biologischen Rotwein, der in den USA im Tetrapak vermarktet wird. Wird Wein dort doch zu 90 % innerhalb von 24 Stunden nach dem Kauf getrunken. Oft schneller als ein Packerl Milch. Damit sinken auch die Kosten und damit der Preis beim Kunden.

Die Studie »Ökobilanz. Vorsprung für Mehrweg« aus dem Jahr 2008 (die allerdings den Mineralwassermarkt zum Inhalt hatte), zieht folgende Bilanz: »Das Ergebnis der Ökobilanz lautet, dass PET-Mehrwegflaschen die umweltfreundlichste Verpackung für alkoholfreie Getränke sind, dicht gefolgt von der Glas-Mehrwegflasche. Einwegflaschen schneiden ökobilanziell erheblich schlechter ab. Sehr deutlich wird der Unterschied zwischen Einweg- und Mehrwegsystemen bezogen auf den spezifischen Beitrag zum Klimawandel. PET-Mehrweg halbiert den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) im Vergleich zu Einweg.« Und Weinexpertin Lidwina Weh schreibt in der neuesten Ausgabe des Magazins vinum: »Keine Weinflasche der Welt wurde schon so viele Male wiederverwendet, dass sie eine ähnlich vorteilhafte Ökobilanz besitzt wie eine PET-Flasche.« Wobei es halt immer auch drauf ankommt, wo die Systemgrenzen der Betrachtung sind und inwiefern man wirklich den gesamten Lebenszyklus messen kann. Aber es muss wohl was dran sein.

Ich gestehe, die Vorstellung, in Zukunft Weine »aus Plastik« zu trinken, fällt schwer. Sehr schwer. Und der Glaube, dass das dann auch wirklich die besser Alternative wäre, auch. In diesem Sinne wär's mir recht, wenn die Winzerinnen und Winzer in Zukunft zumindest auf möglichst leichte Glasflaschen setzten.

© Illustration: bikablo

Ruth
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