Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

Bassena - unser Blog

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Griechischer Frühling Donnerstag 2015-04-02
Während es in Österreich uns seinen Nachbarländern offenbar noch einmal wettertechnisch so richtig unsympathisch ist, ist am Pilion in Griechenland der Frühling in vollem Gange. Wobei, so die Griechen, das Wetter auch hier erst ganz kurz so ist, wie es ist. Sintflutartige Regenfälle und Stürme gaben bis vorige Woche den Ton Orangenbaum
an. Glück gehabt! Hab ich meinen österlichen Arbeits- und Urlaubsplatz doch hierher verlegt. Mit Blick aufs Meer und dem Rauschen der Wellen im Ohr schreibt sich's einfach beschwingter. Gestern fiel – was manchmal passiert – das W-LAN aus. Und weil gestern laut Wetterbericht der schönste Tag der Woche war, nutzten wir die Gunst der Zitronenbaum
netzfreien Zeit für eine Wanderung. Vom Bergdorf Lafkos nach Milina am Meer.

Erstes Highlight: Die vier Kinder kamen alle ohne Murren und Jammern mit. Da merkt man, dass sie eigentlich keine Kinder mehr sind, Teenager alle miteinander. Zweites Highlight: In Lafkos schließt sich eine Hündin unserer Gruppe an. Sie bekommt einen Namen

Meer am Pilion/Griechenland
und bleibt bis zum Ende unserer Wanderung bei uns. Als wäre es nie anders gewesen. Als würde sie auf uns acht geben, jedoch sehr zurückhaltend, nie aufdringlich. Die Kinder, und auch wir Erwachsenen, waren ganz hin und weg. Drittes Highlight: Die Wanderung an sich. Grün, grün, grün und blühende Pflanzen soweit das Auge reicht, am Lafkos/Pilion/Griechenland
Hinweg das Meer immer in Sichtweite, übervolle Orangen- und Zitronenbäume. In Milina dann ein Tisch direkt am Wasser im noch ziemlich touristenverlassenen Ort. Die Wirtin freut sich umso mehr über unseren Besuch und tischt auf, was das Zeug hält. Ziemlich satt treten wir den Rückweg an, der uns etwas mehr abverlangt. Zurück in Lafkos gibt's Lemonada und Greek coffee und alle sind happy.
Essen Sie richtiges Essen und vergessen Sie alles andere Dienstag 2015-03-24

Das ist mehr oder weniger der Succus eines Artikels aus dem Zeitmagazin vom vergangenen Jänner, der gerade irgendwo auf Facebook aufgepoppt ist. Der renommierte amerikanische Ernährungswissenschafter David Katz gibt in einem Interview Antworten auf vielerlei Fragen zum »richtigen« Essen.

Ein Bild-Ausschnitt aus dem Zeit-Magazin

Fragen, die in unserer saturierten Gesellschaft vielfach gefragt werden und verunsichern. Seine Antworten sind klar: »Gewöhnen Sie sich das Zuviel an Zucker einfach wieder ab und Sie werden Ihren einfachen selbstgebackenen Kuchen wieder lieben lernen.« Und wörtlich zu dem seiner Frau: »Ich liebe ihren Kuchen, und er liebt mich zurück.« Schön!

Oder auf die Frage nach der richtigen Menge Wassers pro Tag: »Man sollte ungefähr alle drei Stunden pinkeln müssen. Und der Urin sollte hell und praktisch geruchsfrei sein. So kann man gut erkennen, wie viel Wasser man braucht. Dass jeder drei Liter Wasser zu trinken hat, ist schlicht erfunden.«

Das gesamte lesenswerte Interview finden Sie unter diesem Link.

Quelle: Zeitmagazin Nr. 3/2015, 30. Jänner 2015
syl
Wir waren ProWein! Dienstag 2015-03-17

Die jeweils im März stattfindende Weinfachmesse ProWein in Düsseldorf bedeutet international für alle exportorientierten Winzerinnen und Winzer einen (Verkaufs-)Höhepunkt im Jahr. Hier werden Geschäfte gemacht und Kontakte geschlossen. Hier trifft sich das Who is Who der Weinwelt. Und wir mittendrin.

Unsere Winzer mit Hendrik Thoma am Falstaff-Stand

Denn die ProWein bedeutet auch für uns eine ganze Menge. So ist für Kunden, die eine neue Website oder neue Etiketten planen, die ProWein der Moment der Wahrheit. Bis dahin muss alles fertig sein und wir begleiten sie, damit dem auch so ist. Bis dahin müssen auch Händlermailings und Newsletter raus, Termine und Veranstaltungen geplant sein. Viel Arbeit, Spannung und zum Teil auch Aufregung.

Unser jährlicher ProWein-Hauptprogrammpunkt ist »Österreichs Reifeprüfung« mit Master Sommelier Hendrik Thoma und fünf unserer Kunden, die jeweils einen Wein in zwei Reifestufen präsentieren. Hier am Foto alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Thomas Kopfensteiner, Anton Bauer, Stefan Schauer, Kathi & Daniel Bauer-Pöltl und Heinz Weixelbaum – nach dem super erfolgreichen Tasting am Falstaff-Stand. Die Besucher kamen zahlreich und selbst Österreich-Wein-Marketing-Chef Willi Klinger war da, was uns und unsere Leute richtig stolz machte. Für nächstes Jahr sind Master und Stand schon reserviert.

Und sonst? Sonst gibt's um die Messe unzählige Side Events, wie etwa am Vorabend die Falstaff Big Bottle Party, die immer mehr zu einer großen Attraktivität wird. 700 Wein-Persönlichkeiten und 40 Winzerinnen und Winzer aus aller Welt, die ihre Weine präsentieren. Unter ihnen auch das junge spanisch-burgenländische Paar Adriana Gonzalez und Martin Lichtenberger, deren Neuburger und Blaufränkisch Sie unbedingt kosten sollten. Leithaberg pur, straff, mineralisch und expressiv. Den Gelben Muskateller, eine Rebsorte, die ich eher meide, habe ich zeitlich nicht geschafft. Aber ich lasse mich von Adriana sehr gerne überzeugen. Kommt also noch.

Freunde besuchen und ihre Weine verkosten. Mit der fabelhaften biodynamischen Respekt-Gruppe einen wichtigen zukunftsweisenden Termin abhalten. Und mit einer lieben Freundin einen Abend im Olio verbringen. Fern ab des Trubels mit einem Glas Champagner, Côte de Boeuf und einem Flascherl deutschen Rieslings, dessen schräger Lagenname mir entfallen ist. Was ja auch egal ist, der Abend war privat und entspannt. Und dann ging's auch schon wieder heim. Erschöpft, erfolgreich und in guter Laune. War echt okay, die ProWein!

www.prowein.de
syl
Dein Essen ist in der Kiste! Montag 2015-03-09

Eine Woche lang lag die aus der Presse rausgerissene Seite am Schreibtisch. Für später. Später heißt normalerweise nach der gewissen Zeitspanne: »ab in den Mistkübel«. Aber auf dieser Seite steht ein Bericht über die Garkiste, und diese ist so genial, dass ich später, also jetzt, doch über sie schreiben muss.

eine Illustration mit Garkiste, Gabel und Topflappen an einer Leine

Das Salzburger Paar Alois Eisl & Gerlinde Egger hat sie ausgegraben und aus der Vergessenheit gerettet. Denn die Garkiste ist nichts Neues. Im Gegenteil, sie stammt aus einer Zeit, in der man auf mit Feuer beheizten Öfen kochte. Um Energie zu sparen, kochte man die Suppe oder was auch immer erst kräftig auf und setzte den Topf dann gut eingepackt in eine mit einem Deckel verschlossene Kiste. Dort garte das Essen über Stunden fertig.

Vorgestellt wurde diese Garmethode 1867 als »La cuisine automatique norvegienne« auf der Pariser Weltausstellung. Speziell nach dem 2. Weltkrieg war die Garkiste offenbar in vielen Haushalten üblich. Mich erinnert sie ein bisschen ans Tschulent-Kochen in der jüdischen Küche. Da wird dieser typische Eintopf vor Shabatt-Beginn ins Rohr geschoben, wo er dann in der Resthitze, weil mit Shabatt das Feuer zu erlöschen hat, fertiggekocht.

Die Salzburger-Garkistenleute beschreiben das Kochen mit ihren mit Polsten ausgelegten massiven Buchenholzkisten ähnlich. »Die Garkiste ist ideal für Menschen, die wenig Zeit haben«, wird Egger in der Presse zitiert. Und weiter: Sie stellt in der Früh schnell eine Suppe auf den Herd, kocht einmal kurz auf und gibt den Topf in die Kiste. Wenn sie am Abend heimkommt, ist die Suppe fertig. Auch Gulasch, Ragouts, Linsengerichte, Erdäpfel, Reis, Eintöpfe oder Currys eignen sich laut Egger ideal für die Kiste. »Nur Nudeln sind ungeeignet, sie werden zu matschig«, so die Salzburgerin. 

Ist doch großartig oder? Als Topf verwendet man am besten einen aus Email von Riess. Bis zu 40 % weniger Strom braucht man bei dieser Art zu kochen, weshalb sie 2014 mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurde. Eisl und Egger verkaufen die Kisten in zwei Größen (für 3,5 und 4,5-L-Töpfe) über ihren Onlineshop, wo auch Kisten-Rezepte zum Nachkochen bereitstehen. Eine Kiste für Single-Haushalte ist in Planung.

Perfekt für die Kinder, wenn sie am Nachmittag aus der Schule kommen. »Leah, dein Essen ist in der Kiste!«

www.garwerkstatt.at
Quelle: Presse am Sonntag, 1. März 2015, S. 12
syl
Management-Literatur, die berührt Montag 2015-03-09
DAS TOUCHPOINTUNTERNEHMEN. Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt. Klingt nach Fachliteratur in Sachen Personalmanagement, und das trifft es auch. Aber auch wieder nicht. Das aktuelle Buch von Anne. M. Schüller ist nämlich auch viel mehr.

Erstens sehr unterhaltsam, humoristisch, nachvollziehbar und trotzdem durch und durch professionell und fundiert geschrieben. Und zweitens hat mich das, was Anne Schüller schreibt, wirklich berührt. Die Autorin schreibt also nicht nur über die unzähligen »Touchpoints« zwischen Menschen im Business-Alltag,

sondern schafft es auch, damit zu berühren. Aufzurütteln, nachzudenken, zu überdenken und neu zu denken.

Im Mittelpunkt dieses Buchen stehen die sogenannten Touchpoints mit Kunden, die der schwedische Management-Experte Jan Carlzon auch »Momente der Wahrheit« nennt. Mit dem Ziel, dass der Kontakt des Kunden mit dem Unternehmen derart positiv ist, dass er a) immer wieder kaufen/bestellen/kooperieren möchte und das Unternehmen b) auch freudig weiterempfiehlt. Und obwohl der Kunden also quasi der Kern der Sache ist, geht es um Führung. Und da schließt sich der Kreis auch, denn das eine ohne das andere funktioniert nicht. Kann nicht funktionieren. Abteilungsdenken ade!

Die Grundlage von optimalen Touchpoints mit Kunden sind Mitarbeiter/innen, die begeistert und gerne arbeiten, wo sie arbeiten. Und zwar auch jene Mitarbeiter/innen, die nicht in direktem Kundenkontakt stehen. Auch sie tragen viel dazu bei, wie die Stimmung, das Miteinander, die Fehlerkultur und schlussendlich der Erfolg eines Unternehmens ist.

Und die Grundlage dazu wiederum sind Führungskräfte, die einen Rahmen schaffen, in dem sich besagte Mitarbeiter/innen wohl fühlen, entfalten und weiterentwickeln können, kurz in dem sie Bestleistungen bringen. Und - noch einen Schritt weiter gedacht - bedarf es logischerweise einer Unternehmenskultur, die all das zulässt, mehr noch, fördert und fordert.

Was theoretisch und komplex klingen mag, kommt bei Anne Schüller mit einer Leichtigkeit daher, dass es eine Freude ist. Aber Achtung: Sie stellt ganz viele Selbstverständlichkeiten in Frage, räumt mit hergebrachten (Unternehmens-)Glaubenssätzen auf und dürfte damit sicherlich viele »Das haben wir immer schon so gemacht«-Manager irritieren. Egal, wie tief man im Thema Führung und im Tun drin steckt, für mich ist das Buch extrem lesenswert, weil es die Perspektive verändert und viel Anregung liefert, die auch außerhalb der Businesswelt wertvoll ist.

Mehr zum Buch und zu Anne Schüller


Ruth

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