Bassena - our weblog

Sorry, in German only

Wie machen die das nur? Monday 2011-08-22

Für alle, die auf Zahlen stehen, hier sind ein paar: 

» 30 Jahre alt
» seit 15 Jahren im Weinbusiness
» 10 eigene Jahrgänge produziert
» bewirtschaftet neuerdings 15 Hektar (davor 10)
» heißt seit 5 Jahren Ebner-Ebenauer (davor Ebner)

Keine Frage, es geht um eine der spannensten Winzerinnen des Landes. Und sie gehört - zufällig - zu unseren Kunden. Wohlgemerkt im Verbund mit Göttergatte Manfred. Grund genug, zurück, nach vorne und überhaupt zu schauen.

2010 war DAS Jahr der Ebner-Ebenauers. Ihr Jahrgang 2009 wurde im GaultMillau großartig bewertet. 19 von 20 Punkten für den Grünen Veltliner Black Edition 09 und weitere dreimal 18,5 Punkte für die Weine aus Poysdorf.

Außerdem wurden letztes Jahr genau zwei Weingüter in Österreich von Jancis Robinson getestet. EE und das Weingut Salomon. Und mit Höchstnoten ausgezeichnet. Zitat Jancis: »Ebner-Ebenauer, a particularly interesting and ambitious producer in Austria's Weinviertel, the wines have great intensity and integrity!«

 © Der Feinschmecker

Dieses Jahr hat auch schon einmal gut begonnen. Vom deutschen Magazin »Feinschmecker« wurde das Poysdorfer Weigut als »Newcomer des Jahres« für den WINE AWARD 2011 nominiert. Der Abend der Preisverleihung auf Schloss Bensberg war, so heißt es, rauschend.

Was David Schildknecht von den EE-Weinen 2010 hält, weiß noch kein Mensch, aber alleine schon, dass er sich wieder Zeit zum Verkosten genommen hat, zeugt von Hochachtung. 2009, so meinte er dazumal, sei der Jahrgang des Durchbruchs der beiden. Jetzt warten wir gespannt auf seine Meinung zu 2010.

Was haben Marion und Manfred für die nächste Zeit vor? Schauen, dass die 15 Hektar genauso großartig in der Flasche landen wie die 10 davor. Und die Fühler noch stärker über die Grenzen ausstrecken. Stichwort »Zukunftsmarkt Asien«. Langweilig wird den beiden auf jeden Fall nicht.

Ach ja, vielen Dank noch einmal für den schönen Geburtstagsabend am Badeschiff!

Ruth
Kommentar verfassen   |   Kommentare (0)
Hagelflieger - alles für den Wein Monday 2011-08-08
 Drei Flugzeuge sind für den »Kulturschutzverein Langenlois und Umgebung« unterwegs, wenn über den Weingärten Hagel droht. Sieben Piloten beobachten zwischen April und September täglich die Wetter- lage, um sich bei Gefahr in eine ihrer fliegenden Kisten und in das aufkommende Unwetter zu werfen.

Helden von heute, ihre Waffe heißt Silberjodid. Werden Gewitterwolken mit dem Salz geimpft, bilden sich um diese Partikel viele kleine Hagelkörner anstatt der größen zerstörerischen. Um es in die Wolken zu bringen, müssen die Piloten möglichst nahe an diese heran. Dort werden Röhren gezündet, in denen mit Aceton versetztes Silberjodid verbrannt wird, damit es aufsteigt. Die Flugzeuge bewegen sich an den Unterkanten der Gewitterwolken, die heiße aufsteigende Luft, die unter anderem für den Hagel verantwortlich ist, macht das Fliegen schwierig.

Die Kämpfer für den Wein gehen ehrenamtlich in die Luft, das knappe Budget des Vereins aus den Mitgliedbeiträgen geht für die Wartung der Flugzeuge und das Silberjodid auf. Die Hagelversicherung fördert in Niederösterreich übrigens nichts zum Unterschied von der Steiermark. Die Winzer in der Gegend um Krems nehmen die Kosten trotzdem gerne in Kauf, da von Hagel zerstörter Weingarten oft zwei Jahre lang keine Ernte bringt und die Verluste existenzbedrohend sein können.

Bewiesen ist die Wirkung des Silberjodids allerdings nicht. Aus dem einfachen Grund, da man nicht beweisen kann, ob der Hagel ohne Impfung stärker oder zerstörerischer gewesen wäre. Eine Langzeitstudie der Zentralanstalt für Metreologie und Geodynamik hat jedoch ergeben, dass es in der von den Hagelfliegern betreuten Region rund 40 % weniger Schäden gegeben hat als in angrenzenden Gebieten. Winzer Johannes Hirsch aus Kammern sieht's entspannt: »Neben allem ist es auch noch schwierig, genau festzustellen, wo der Hagel runterkommt. Manchmal profitieren sicher auch Winzer außerhalb unseres Gebietes von unseren Hagelfliegern, wenn der Wind günstig für sie steht. Aber es sei ihnen vergönnt.«

Quelle: Presse am Sonntag, 7. August 2011, S. 9
syl
Kommentar verfassen   |   Kommentare (0)
Electronic Tongue Tuesday 2011-08-02
So eine hätten wir wohl alle gerne. Eine Zunge, mit der wir in allen Weintastings punkten. Eine, mit deren Hilfe wir Rebsorte, Jahrgang und Lage fehlerfrei erkennen. In Spanien wird an der Umsetzung einer solchen gerade gebastelt. Allerdings an einer elektronischen und nicht an einer zum Einsetzen in den weinaffinen Rachen.

Und offenbar ist man dem Ziel recht nahe. Das Gerät »The Device« wurde an der Universitat Autònoma de Barcelona entwickelt und wird erst einmal dafür verwendet, Mängel in der Cava-Produktion zu identifizieren. Die elektronische Zunge soll aber auch verschiedene Cava-Typen anhand ihrer Zuckergradation erkennen können, Cava-Sommelier sein. Sie imitiert den menschlichen Geschmackssinn durch eine Kombination aus chemischen Messinstrumenten und hochentwickelten mathematischen Software-Techniken.

Sein besonderes Asset ist, dass es die genaue Zuckermenge an erkennt, die dem Cava nach der 2. Fermentierung zugesetzt wurde. Extra brut, brut bis süß, kein Problem für die technischen Papillen. Aber das war's dann auch schon mehr oder weniger, sagt Manel del Valle, leitender Wissenschafter des Projektes. Echte Geschmäcker seien der Zunge nämlich fremd, die Sommeliers müssten also nicht um ihren Job bangen. Das Gerät könne allerdings in der Getränke- und Nahrungsindustrie in diversen Bereichen zur Anwendung kommen. Und wir dürfen weiterhin auf unseren Geschmacks- und Geruchssinn und unser aller Sinne vertrauen.

Quelle: www.decanter.com
syl
Kommentar verfassen   |   Kommentare (0)
Weiter genießen, aber jetzt auch her mit den Moneten! Sunday 2011-07-24

Niemandem in Afrika nützt es, wenn wir Genießerinnen und Genießer anfangen zu darben. Wenn wir nicht mehr ins Restaurant gehen und wenn wir keine guten Weine mehr trinken. Wenn wir den Urlaub stornieren. Aber wir sollten dabei nicht vergessen, dass in Somalia täglich tausende Menschen verhungern, Millionen von ihnen akut davon bedroht sind. Unvorstellbar für uns, auch wenn wir noch so empathisch veranlagt sind. Unvorstellbar selbst dann oder besonders dann, wenn man Wort für Wort liest, was im Körper eines Kindes passiert, welche Prozesse in ihm beim Verhungern ablaufen.

Was diesen Menschen aber hilft, ist Geld. Viel Geld.

Letzte Woche war ich mehrmals gut essen, so nebenbei. Die dafür ausgegebene Summe ging sich für mein Konto locker aus. Sie geht sich jetzt auch locker aus als Spende.

Spendenmöglichkeit

  • Österreichisches Rotes Kreuz, PSK 2.345.000, BLZ 60.000, Kennwort: Dürre in Afrika; Rotes Kreuz online spenden
  • Hilfswerk Austria International, PSK 90.001.002, BLZ 60.000, Kennwort: Dürre in Afrika
  • AMREF Österreich, Hypo Salzburg 211.018.700, BLZ 55.000
  • Entwicklungshilfeklub, Erste Bank 31.005.405.150, BLZ 20.111
  • Volkshilfe, PSK 1.740.400, BLZ 60.000, Kennwort: Dürre Afrika; Volkshilfe online spenden
First Austrian Wine App. Wednesday 2011-07-20

Wein.pur war schneller. Man kann ja davon ausgehen, dass alle Weinpulikationen den einen oder anderen blassen Nerd im dunklen Kammerl sitzen haben, der ganz furchtbar schnell eine solche App. basteln soll. Ganz konkret weiß man auch von so einem Fall. Aber klarer Sieg für Wein.pur.

Seit ein paar Tagen ist sie nun da. Rechts das Menü, das alles kann sie und mehr. Lohnt also, einen Blick reinzuwerfen. Sie findet Österreichs Winzer, Weine, Jahrgänge, Rebsorten, Auf-, Ab- und Umsteiger. Hat Routenplaner, Google Maps, Location Based Services etc.

Wie alle guten Apps. gratis aber nicht umsonst. Viel Spaß! Aja, iPad geht natürlich auch und iPod touch. Zur Zeit sind allerdings nur die Weine/Winzer abrufbar, die bei Best of Austria 2011 Tasting dabei waren. Also noch ausbaubar. Ausgebaut wird es auch werden über die Zeit. Aber ein Anfang ist gemacht.

www.genuss-magazin.eu
syl

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at

 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!