dunkelrote und gelbe Weinblätter an herbstlichen Rebstöcken

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Und die Trophée Gourmet geht an ... Freitag 2012-05-25
Die Wiener Hofburg war in gewohnter Manier Schauplatz des Geschehens, Christian Grünwald eröffnete den Abend ganz entspannt und Barbara van Melle sorgte mit einer straffen Moderation dafür, dass die Gäste - O-Ton C. Grünwald - »rasch in die Gastromeile konnten«. Same procedure as every year. Fünf Kategorien mit je drei Nominierten, die Publikumstrophée und die Ehrentrophée.Blick auf die Leinwand bei der Trophée Gourmet

In der Kategorie »Österreichische Küche« freuten sich die Familien Fink & Haberl von Haberl & Fink in Ilz. Bei den »Gourmandisen« machten die Schnecken das Rennen, Andreas Gugumuck nahm die Trophäe stellvertretend entgegen. Toni Bodenstein vom Weingut Prager in Weißenkirchen ist seit gestern Trophée-Gourmet-Träger unter den Winzern. Die Szenegastronomie mischten Edi Diamant und Tobias Müller vom Mochi in Wien auf. Als Kreativster in den »Kreativen Küchen« wurde Simon Taxacher vom Restaurant Rosengarten in Kirchberg ausgezeichnet. Das Publikum fährt mehrheitlich am liebsten ins Burgenland, und da in die Greißlerei beim Taubenkobel. Und die Ehrentrophée geht an einen, der schon ganz früh, vielleicht für viele zu früh, die vegetarische Küche salonfähig gemacht hat. Gemüse auf die Teller! Was damals revolutionär war ist heute gang und gäbe. Der Dank dafür gilt Christian Wrenkh!

Nachdem Barbara van Melle das Publikum zum Essen entlassen hatte, wurde geschmaust, getrunken, ge-small-talked und genetzwerkt ohne Ende. Die Branche lässt grüßen. Und freut sich auf die Gala der Trophée Gourmet 2013. Same procedure as every year.

Alle Infos auf www.alacarte.at

Ruth

Wir gratulieren dem "Falstaff-Winzer des Jahres 2012" Heinz Velich! Freitag 2012-05-25
Wenn er nicht auch noch so sympathisch wäre! Heinz Velich aus Apetlon ist einfach rundumadum der perfekte Kandidat! Er sieht gut aus, ist ein Charmeur, wie er im Buche steht, versteht es zu feiern, hat einen wirklich guten Humor und kann auch herzergreifend träumerisch in die Ferne schauen. Zudem hat er Stil, und was schlussendlich noch dazu kommt: Er macht ziemlich guten Wein. Letzteres hat wohl auch dazu beigetragen, dass ihn das Falstaff-Magazin heuer zum Winzer des Jahres gekürt hat. Und was genau hat den Falstaff überzeugt?
Heinz Velich
Der Tiglat! Und der Darscho! Der TO und auch die Süßen. Und Panta Rhei. Die Schweine und der Spa.  All die großartigen Qualitäten, der Spaß an der Freude und der Blick in die Zukunft. Aber, was red ich. Lesen Sie selbst! Heinz Velich, Falstaff-Winzer des Jahres 2012!
www.falstaff.at
www.velich.at
syl
Decanter-Medaillen für unsere Kunden Dienstag 2012-05-22
Die Ergebnisse der Decanter World Wine Awards wurden heute in der Früh veröffentlicht, zu Mittag sind die wichtigsten Infos dazu schon bei uns im Blog.
Decanter World Wine Awards Logo

Zwei unserer Kunden haben seit heute ein paar Medaillen mehr. Was uns sehr freut. Weshalb wir darüber berichten.

Die Decanter Medaillen

Der eine kommt aus dem Traisental und ist – ganz genau – Markus Huber. Die feine Würze gepaart mit der so typischen Huber-Mineralik seines Traisental DAC Grüner Veltliner Terrassen 2011war der Jury Bronze wert. Dass er laut Winzer zu allen möglichen Spargelgerichten passt, passt doch grad wunderbar.

Der andere ist Herbert Zillinger aus dem Weinviertel. Sein Radikal 2010 bringt ihm Silber ein, sein Weinviertel DAC Ebenthaler Lagen 2011 gehört zu »commended« Weinen des Bewerbes.

Wir empfehlen alle drei Weine wärmstens weiter. Und alle anderen Weine dieser beiden Winzer natürlich auch. Und die unserer anderen Kunden sowieso eh auch.

Hier gibt's alle Ergebnisse.

Ruth

Verbleit, verbohrt, vertrottelt! Sonntag 2012-05-20
Der Österreicher zaudert ja grund- sätzlich aus Angst, es sich mit jemandem zu verscherzen. Und sei's nur mit den Jägern. Obwohl, da wär ja dann auch noch die Raiffeisen ... Wie auch immer, hier geht es um bleihaltige Munition und ihr Verbot oder eben Nicht- verbot.
Lauf eines Gewehrs

Die Wochenzeitung »Die Zeit« widmet der österreichischen Absurdität eine halbe Seite. Die Böden der Wälder, in denen mit solchen Geschoßen gejagt wird, sind tatsächlich massiv verseucht. Mit Blei, Arsen und Antimon. Naiv, wie unsereine ist, wäre man davon ausgegangen, dass das bissl Schrot vernachlässigbar ist. Ist es nicht! Das Gift, das über viele Jahre in der Flora abgelagert wurde, sickert durch den Regen ins Grundwasser. Erhöhte Bleikonzentrationen schädigen Blutbildung, innere Organe und das zentrale Nervensystem.

Bodenuntersuchungen in Bayern und in der Schweiz beweisen, dass die Belastungen so enorm sind, dass die obersten Erdschichten in besonders kontaminierten Wäldern sogar abgetragen werden müssen. Kindern wurde in der Schweiz sogar der Besuch einer Wiese verboten, ihre obersten Erdschichten wurden als Sondermüll entsorgt. Bis Ende 2012 müssen dort alle Anlagen in Grundwasserzonen saniert sein, alle anderen bis 2020.

Bleihaltige Munition ist in Bayern seit 2005 strikt verboten. Betreiber von Schießanlagen sind angehalten, mit dem Umweltamt zu kooperieren. Nicht jedoch bei uns. Rund 100 Freiluft-Schießplätze gibt es in Österreich, manche bis zu 100 Hektar groß. Kataster für Bleibelastungen im Boden gibt es keine, der zuständige Minister Berlakovich rührt kein Ohrwaschel. Nur zwei Plätze wurden 2006  untersucht, die Ergebnisse waren mehr als besorgniserregend. »Die Verunreinigungen stellen eine erhebliche Gefährung für das Schutzgut Boden und auch für das Schutzgut Grundwasser dar«, stellte das Umweltbundesamt fest. Seit damals wurde keine weitere Untersuchung beauftragt, beide Plätze wurden allerdings zur Altlast erklärt und warten auf ihre Sanierung.

Was man bei uns allerdings macht, ist die Untersuchung von Tieren. Immer wieder werden Steinadler-Findlinge im Innsbrucker Alpenzoo abgegeben, alle mit Bleivergiiftung. Schuld daran ist die Jagd nach Enten und anderen Wasservögeln mit Schrot. Adler fressen die von Jägern vor Ort hinterlassenen Gedärme der erschossenen Wasservögel – samt den Spuren der Bleimunition. Die Enten wiederum fressen gelegentlich die vielen Schrotkörner, die nach der Jagd in ihrem Revier herumliegen, und vergiften sich damit. Die Vögel nehmen nämlich gerne kleine Steine auf, um die Nahrung besser zu verdauen. Der Genuss von Flugenten kann Gourmets also schwer im Magen liegen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat deshalb im vergangenen Jahr Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch vor dem Genuss von Wild gewarnt. Die Bleibelastung sei wegen der Jagdmunition zu groß.

Diesen Sommer tritt österreichweit ein Verbot von Bleimunition in Kraft. Es gilt allerdings nur für die Jagd auf Wasservögel. Im Jagdrevier und auf Österreichs Schießplätzen wird weiterhin mit Giftstoffen geballert. Hunderte Tonnen Blei landen so jedes Jahr im Erdreich und damit im Nahrungskreislauf. Zwar gibt es bleifreie Munition, aber die Jägerschaft wehrt sich dagegen, weil die Flugbahn der Projektile anders verläuft als gewohnt. Einzig Andreas Januskovecz, Leiter des Forstamts der Stadt Wien, meint: »Über kurz oder lang muss das Blei aus der Munition verschwinden.«

Und zum guten Schluss: Bayerns Jäger pilgern für ihre Ballerei seit Jahren nach Österreich, weil bei uns noch alles möglich ist. Also noch mehr Dreck für uns. Hallo?

Quelle: Die Zeit, 16. Mai 2012, N° 21, S. 14.
www.zeit.de
syl

weg damit

syl  22.05.2012 14:48

dein wort in nikis ohr!

Krass:

Thomas N. Burg  21.05.2012 19:01

…weg mit der Bleimunition!

Schwieriger Start ins Weinjahr Sonntag 2012-05-20
Das Weinjahr beginnt nicht sehr erfreulich. Vor zwei Wochen hat's gehagelt. Insgesamt 10.000 Hekar Landwirtschaft sind von massiven Schäden betroffen: neben Wein auch Erdbeeren, Raps, Getreide und das vorwiegend in den Gemeinden Zwettl und Krems aber auch im Süden Wiens in der Region um Baden und Wiener Neustadt.
Blick in den Weingarten von Artur Toifl

Im Kamptal und in der Wachau war die Hagelabwehr der Winzerschaft mit ihren Fliegern aktiv und offenbar erfolgreich. Dort kam es zu keinen nennenswerten Schäden. Siehe mehr zur Hagelabwehr.

Nun kam die zweite große Winzerplage zum Zug. Der Frost. Vor ein paar Wochen wurden aus der Champagne massive Schäden gemeldet, nun hat er in der Nacht von Donnerstag auf Freitag weiter östlich zugeschlagen. Meldungen kommen auch aus der Schweiz, wirklich massiv war es leider bei uns. Fast ganz Niederösterreich ist betroffen und sogar aus dem Mittelburgenland kommen schlechte Nachrichten. Das junge Grün der Rebstöcke hat die Temperaturen bis zu minus 4° Celsius (Weinviertel) einfach nicht überlebt. Im Kremstal haben manche Winzer in niedrigen Lagen bis zu 100 % Ausfälle, das Bild zeigt einen Weingarten in Rohrendorf von Thiery-Weber (Foto Artur Toifl).

Wir wünschen allen Winzern von Herzen, dass nun alles einen ruhigen Lauf nimmt und die Ausfälle durch besonders gute Qualitäten in den heil gebliebenen Weingärten ausgeglichen werden. Die Daumen bleiben bis zur Ernte ganz fest gedrückt!

Und natürlich für allen anderen Landwirte auch. Der Frost hat weite Teile der Mais-, Erdäpfel-, Kürbis- und Getreideflächen insbesondere im Weinviertel vernichtet. Ein Nachpflanzen hat aufgrund der Trockenheit wenig Sinn, diese hat schon dem Austrieb zu schaffen gemacht. Mehr dazu hier. Ein »Arschjahr« für die Landwirtschaft, wie der Captain zu sagen pflegt ...

Hier nun auch der Link zur ÖWM-Presseinformation vom 23. Mai 2012

syl
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Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!