Ein verblühter Löwenzahn

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Respekt! Mittwoch 2012-09-19

Stefan Keller von der »Schweizerischen Weinzeitung« war in Wien. Auf der VieVinum. Und hat dort die zertifizierten Gewächse der Vereinigung biodynamischer Winzer und Winzerinnen »Respekt« verkostet. Unter ihnen natürlich Judith Beck, Respekt-Mitglied und seit Neuestem Kundin der Blog-Schreiberinnen.

In der September-Ausgabe der Weinzeitung berichtet der Autor über die Respekt-Gruppe und deren Qualitätsansprüche und präsentiert seine Lieblingsweine der Verkostung. Aus dem Beck'schen Keller war er besonders von Judiths »2009 St. Laurent Schafleiten« angetan.

Porträt von Judith Beck mit einem Glas Rotwein

»Helles Kirschrot. Duftiges, beeriges Bouquet, sehr klar. Im Antrunk straff, dicht, spürbares, gut eingebundenes Tannin, komplexer, gut strukturierter Mittelteil, kerniges, saftiges Finale. Ein kompakter, vielschichtiger Rotwein mit großem Potenzial.« 18 von 20 Punkten. Sehr fein!

Der Verein Respekt wurde 2007 gegründet, 15 Weingüter in Österreich, Italien und Ungarn gehören ihm an, insgesamt werden 570 Hektar, 500 davon in Österreich, bewirtschaftet. 2009 war der erste Jahrgang, der mit dem Respekt-Label auf den Markt kam. Neben Judith Beck gehen Paul Achs, Kurt Feiler, Karl Fritsch, Michael Goess-Enzenberg (Manincor), Andreas Gsellmann, Gernot Heinrich, Hannes Hirsch, Fred Loimer, Hans und Anita Nittnaus, Bernhard Ott, Gerhard Pittnauer, Claus Preisinger, Franz und Franz Reinhard Weninger und Fritz Wieninger respektvoll miteinander und ihren Weinen um.

www.respekt.or.at

Ruth

Ebner-Ebenauers grad ohne Worte Sonntag 2012-09-16

Falls sich jemand wundert, dass Ebner-Ebenauers grad gar nichts von sich hören lassen, werfe einen Blick auf dieses Bild. So schaut's aus zur Zeit am Poysdorfer Weingut. Das Weinviertler Winzerpaar hat alle Hände voll zu tun ...

Selbstverständlich werden die prognostizierten Bauzeiten für Zu- und Umbau nicht nur nicht eingehalten, sondern verdoppelt. Selbstverständlich wird auch alles viel teurer als geplant und selbstverständlich kann ein Weingut so etwas zu Lesebeginn ganz und gar nicht brauchen. So war's nicht ausgemacht!

Baustelle mit großem Graben bei Ebner-Ebenauer
Jetzt hilft nur »Augen zu und durch« und Daumendrücken für ein rasches Bauende. Und vor allen Dingen und trotz allem für eine gute Lese!

www.ebner-ebenauer.at
syl

Ein Hoch auf gute Öffentlichkeitsarbeit Samstag 2012-09-01

Wasser auf unseren Mühlen. »Wenn die Erträge sinken, wird zuerst bei den Kommunikationsausgaben gekürzt – sinnvoll wäre das Gegenteil.« Norbert Schulz-Bruhdoel, Agenturbesitzer und Mitbegründer des Heidelberger Instituts Oeffentlichkeitsarbeit.de, erklärt im Standard-Interview seine Sicht der PR-Dinge.

Illustration von zwei leeren Sprechblasen 

Zu den größten Fehlern, die Unternehmen hinisichtlich seiner Kommunikation nach innen und außen machen können, gehört es, ganzheitliche Kommunikationskonzepte zu zerlegen und nur Einzelmaßnahmen umzusetzen, in Krisen gänzlich abzutauchen und die falschen Leute für die PR einzustellen oder zu beauftragen. Öffentlichkeitsarbeiter (und -arbeiterinnen!) stünden noch immer oft als »Paradiesvögel« da, obwohl das Arbeitsfeld der Kommunikation komplex ist und – so wie alle anderen Bereiche auch – professionelle Umsetzer/-innen und Umsetzung braucht. Das Verständnis »von oben« fehle oft, egal ob Öffentlichkeitsarbeit intern betrieben oder externe Agenturen beauftragt werden.

Besonders wichtig sei es, dass der PR-Verantwortliche nicht als konformer Ja-Sager, sondern als kritisch-konstruktiver Geist mit kreativem Potenzial verstanden wird.

Fazit: »PR ist Teil der Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit, von kompetenten Fachleuten betrieben und von den Unternehmensverantwortlichen unterstützt, ist im heutigen Wettbewerb ein unverzichtbarer Produktionsfaktor, dessen Leistung darin besteht, einem Unternehmen nach innen und außen Profil zu geben und diese Profil konturenscharf zu erhalten.«

Ganz unsere Rede.

Quelle: »Der Standard«, 1./2. September 2012, Seiten K1 und K2

Ruth

Uiuiui. Freitag 2012-08-03

40 Grüne Veltliner aus zehn Ländern, zwei Piraten anderer Rebsorten aus der Schweiz. And the winner is – Germany! Jawohl, richtig gelesen. 

Dieter Hübler und Laurenz Maria Moser organisierten ein internationales Grüner-Veltliner-Tasting in Wien.

Die deutsche Flagge im Wind 
Neben neun österreichischen Weinen gab es acht aus Neuseeland, vier aus Tschechien und den USA, je drei aus Deutschland, der Slowakei und Australien, zwei aus Ungarn und je einen aus Italien und Argentinien zu verkosten. In der Verkosterrunde saßen Weinjournalisten, Weinexperten und Weinproduzenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der GV »Vom Balkon der Pfalz 2009« vom Weingut Weegmüller ging als Siegerwein hervor. Auch wenn die Plätze zwei bis vier mit Markus Hubers »Berg 2010«, Ebner-Ebenauers »Alte Reben 2011« und Laurenz V »Silver Bullet 2011« an renommierte hiesige Betriebe ging, ein bisserl zwickt's schon, oder?

Andererseits spannend zu sehen – und zu schmecken offenbar – was sich anderweitig bei der österreichischen Parade-Patrioten-Rebsorte so tut. Mehr davon gibt's noch dieses Jahr ind London, Berlin und den USA. 2013 folgen Tastings in Dubai, Hong Kongund Asien. Man darf gespannt sein.

Quelle: Decanter

Ruth

sehr interessant

tom  03.08.2012 20:35

da wäre es sehr fein gewesen dabei zu sein. wäre wirklich interessant wie der GV so in anderen Ländern ausgebaut wird. und postiv überraschend das man das bei euch zu erst erfährt, und nicht bei anderen "weinmagazinen"! und den deutschen GV würde ich gerne mal verkosten.
lg und schönes weekend

Böse Hagelschäden in Poysdorf - bis zu 50 % Ausfall am Weingut Ebner-Ebenauer Montag 2012-07-23
Vorrangig räumen wir hier positiven und genüsslichen Meldungen Platz ein. Ganz selten müssen wir aber auch über weniger gute Dinge berichten. So wie jetzt. Denn das Weingut Ebner-Ebenauer im weinviertlerischen Poysdorf wurde letzte Woche vom Hagel heim- gesucht.
Hagelkörner

Zum 2. Mal innerhalb von zwei Wochen! Die Schäden sind massiv. Manche Weingärten sind zu 100 % betroffen, besonders schlimm ist es in den Lagen Birthal, Steinberg, Hubertus und Muckern. Bis zu 50 % Ausfall bei Hermanschachern (schluchz!), etwas weniger

Die beschädigten Weintrauben
in den anderen Lagen. Insgesamt werden Marion und Manfred Ebner-Ebenauer heuer um 50 % weniger Wein füllen. Wie man am unteren Bilder sieht, ist teilweise wirklich alles hin. Keine Blätter mehr am Stock. Was bedeutet, dass verbliebene Trauben nicht mehr versorgt werden können. Das war's für heuer. Die beschädigten Weinstöcke

Und so wie es aussieht, sind viele Triebe derart beschädigt, dass sich der Ausfall bis ins nächste Jahr hinzieht. Gibt es keine Triebe, fällt auch der Schnitt ins Wasser. Ein Trauerspiel! Speziell heuer, wo die Baustelle groß (Eine neue Produktionsstätte ist am Entstehen, damit nicht im Hof gerebelt und gepresst werden muss.) und der finanzielle Bedarf höher ist als sonst.

Gott sei Dank lässt sich mit dem 2011er, von dem es viel und in hohen Qualitäten gibt, das Schlimmste überbrücken. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen, dass sich - wie schlussendlich eh immer - alles ausgeht. Und Leute: Kauft mehr Ebner-Ebenauer!

Weingut Ebner-Ebenauer
syl

verlust

syl  26.07.2012 12:44

alles alles gute! ihr werdet auch das meistern. und in den 2020er-jahren könnt ihr dann viel erzählen ...

was soll ich sagen...

marion ebner-ebenauer  26.07.2012 12:02

foto 1: hagelkörner
foto 2: ein weingarten nach dem ersten hagelschauer mit 20% verlust
foto 3: ein weingarten nach dem zweiten hagelschauer mit 100% verlust

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ruth havel & sylvia petz
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!


Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!