Bassena - Unser Weblog

Wie bei Fellini - La Grappa in Wien Hietzing Samstag 2010-02-27

Auf ein schnelles Mittagessen in Hietzing. Wenn man nicht zu Mario möchte, kein leichtes Unterfangen. Es gibt allerdings noch diesen Italiener gleich beim Dommayer.

Der Schanigarten ist leider noch geschlossen, im Café daneben suhlen sich die Gäste in der Sonne.

Beim Betreten des La Grappa - Ristorante Pizzeria gerät man ein wenig ins Staunen ob der dekorativen Pracht. Hilde Sochor unter den Gästen macht sich da richtig gut. Empfangen vom wirklich netten Padrone werden wir zum Tisch geleitet, den wir flugs wegen der Brösel und Flecken wieder verlassen. Auf den Fleck der zweiten Wahl kommt eine Serviette. Es kann losgehen. Für Kind und Kegel Penne Arrabbiata und Pizza al proscuitto e funghi, für mich Insalata Mista und Carpaccio, weil ich größere Restlmengen auf mich zukommen sehe.

Keine fünf Minuten später wird serviert. Il padrone hobelt Unmengen Parmesans über die Penne, will gar nicht mehr aufhören damit und scherzt und plaudert mit meinen Mädels. Ein Schatz! Die Nudeln selbst sind dann nicht umwerfend, möglicherweise mit Fertigsugo und selbst für Lisa nicht scharf genug. Mein Salat mit Balsamico – che fine ha fatto l'Aceto di Vino? – und zum Großteil aus den äußeren Blättern, die höchstens für Hasen geeignet sind. Das Carpaccio leider noch fast gefroren.

Aber die Pizza! Fein, zarter Teig, geschmackig, der Prosciutto hauchzart und die Schwammerl frisch. Die ging weg wie nix.

Conclusio: Ein etwas schräges Ristorante mit dem freundlichsten Padrone, dem man nicht böse sein kann. Etwas für Familien und vorsichtshalber hauptsächlich für Pizza.

Ed adesso sentite un pizzico d'Amacord

La Grappa
1130 Wien, Auhofstraße 6a, Tel.: 01/8777654

syl

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DIE PRAKTIZIERTE SONNE Sonntag 2010-02-21

Es ist ja nicht so, dass havel & petz nicht gerne arbeiten. Im Gegenteil. Sich um den Genuss zu kümmern, schreibender, organisierender, konzipierender und durchführender Weise macht absolut Spaß. Und deshalb sind wir auch nicht ungehalten, dass wir den einen oder anderen Abend, das eine oder andere Wochenende verwenden, um die Welt genussvoller zu machen.

Heute in der Früh dann der erste Zweifel beim Blick aus dem Fenster.

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, drei Familienmitglieder, die sich über frische Luft, eine "wunderschöne Runde" und einkehren im Wirtshaus unterhalten. Soll ich wirklich zu Hause bleiben und ARBEITEN?

Nach einem sonntäglichen Frühstück, intensiven Überredungsversuchen der Kinder und einem kurzen Dialog mit meinem Gewissen die Einsicht, dass ein ordentlicher Spaziergang an der frischen Luft und die Sonne mir Energie liefern, die ich später gut brauchen kann. Vor dem Laptop.

Und so war's dann auch. Richtig tief durchgeatmet, die ersten Vögel zwitschern gehört, die Beine wieder einmal gespürt, von oben auf die Landschaft geschaut. Eben auch Genuss.

Die Energie hat jedenfalls gereicht, endlich wieder einmal etwas für den Blog zu schreiben. Ein gutes Gefühl.

Ruth

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1.400 Jahre alte Weinpresse in Isreal entdeckt Mittwoch 2010-02-17

Isrealische Archäologen fanden eine 1.400 Jahre alte, ungewöhnlich geformte aber technisch fortschrittliche Weinpresse 40 km südlich von Jerusalem und Tel Aviv. In dieser Region, damals Teil des Byzantinischen Reichs, wurde offenbar auf professionelle Weise Handwerk und Landwirtschaft betrieben.

Die Weinpresse misst rund 6,5 x 16,5 Meter, und ihre Größe weist darauf hin, dass sie für die Produktion von Wein für den Export nach Ägypten verwendet wurde. Hinweise darauf, dass sich das Rote Meer auch für Wein teilen musste, wurden bislang nicht gefunden. Es ist aber durchaus im Bereich des Möglichen.

Die ungewöhnliche achteckige Form der Presse dürfte aus rein ästhetischen Gründen so gewählt worden sein. Praktisch war sie nicht, da sich die Trubstoffe des Weines in ihren Kanten absetzten. Allerdings war sie in ihrer technischen Konstruktion trotzdem ihrer Zeit voraus. Ein bisschen „außen hui, innen pfui”.

Das önologische Oktagon wird, wenn die Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sind, für Besucher öffentlich zugänglich sein. Ein Grund mehr für eine Reise nach Israel, wo sich im Übrigen auch hinsichtlich des kontemporären Weins so einiges tut. International vergleichbare Qualitäten, andere Rebsorten, wunderschöne Landschaften. Und der Wein muss nicht immer kosher sein!

Quelle: www.dailymail.co.uk
syl
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GANZ UNSERE RED' Freitag 2010-02-12

Was wir seit Jahr und Tag predigen. Unseren Kindern, Freunden und Freundinnen, sogar bei Verwandten "im fortgeschrittenen Alter" geben wir nicht auf: Bio ist sinnvoll, tut uns gut, schmeckt besser sowieso und beruhigt obendrein das Gewissen. Herz, was willst du mehr.

Alleine, das fruchtet nicht bei allen so, kommt nicht so an, wie wir uns das wünschen. Sprich, im Einkaufswagerl wird immer noch viel zu viel Junk, Convinience, Artificial & Co spazieren geführt.

ABER: Jetzt kommt uns die Crème de la Crème der internationalen Küche zur Hilfe. Auf der renommierten Fachmesse "Fusión 2010" in Madrid, erobert Bio die Luxusgastronomie.

Granden wie Juan-Marí Arzak, Martin Berasetegui oder Ferran Adriá, Spaniens Vorzeige-Küchenchefs, setzen auf ökologischen Anbau und Herkunft.

Ob das als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise die notwendige Besinnung auf das Wesentliche ist, ob kommerzielles Kalkül weil "halt gerade Trend" oder ob bewusste Entscheidung für Nachhaltigkeit und damit langfristige Perspektive, wagen wir nicht zu beurteilen. Wir sind froh, frische Argumentationsmunition zu laden.

Quelle: ÖGZ Österreichische Gastronomie & Hotelzeitung, 12. Feb. 2010

Hier gibt's alle Infos zur Messe

Ruth
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XOCOLAT-MANUFAKTUR eröffnet – 17. Februar 2010 Freitag 2010-02-12

Vierhaubenkoch Christian Petz und Xocolat-Kontor-Eigentümer Ramona Mahr & Werner Meisinger sowie Österreichs bester Patissier Thomas Scheiblhofer legen Hand an. An Kouvertüre von Valrhona aus Frankreich und Chocovic aus Spanien.

Diese wird verfeinert, bis es den Machern schmeckt. Kompromisslos und ohne Pardon. Mit und ohne Alkohol.


© rudi froese

Mit Reisetbauers Williams, Himbeere oder Blue Gin etwa erlangt dunkle Schokolade den richtigen Spirit. Lagavullin, extremer Islay-Whiskey, verleiht dunklen Truffes einen torfigen Touch und Cappuccino MIlchschokolade den von - Cappuccino.

Die knackigen X-Sticks kommen in Geschmacksrichtungen von Minze bis Zwiebel. Soletti-Effekt nicht nur optisch. Yuzu, die japanische Zitrusfrucht, gibt delikater Schokolade ein Aroma von Grapefruit bis Limette mit salzigem Ton. Ganaches, Pralinés, Truffes, was das Schokoherz begehrt. Auch Jonny-Depp-Charly wäre hier glücklich.

Was grad produziert wird, geht über den Ladentisch. Und alles zum Zusehen. Für die Kontors, die gehobene Gastronomie und alle Schokoholics, die einen Blick in die MANUFAKTUR tun.

AB 17. Februar 2010
XOCOLAT-MANUFAKTUR - Feinste Schokolade-Kreationen in Handarbeit.
Servitengasse 5, 1090 Wien
www.xocolat.at
syl
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ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t/f +43 (0)1 9134274
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at

 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

Hier lässt sich's tratschen oder "havelundpetzen". Wie früher an der "Bassena", dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, in denen dort der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wußten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!