Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Ferne Weinnachfrage Montag 2015-02-16
Die WM in Beaver Creek ist vorbei, ein paar österreichische Medaillen konnten nach Hause gebracht werden. Hab ich mir sagen lassen. Man erkennt recht rasch, mein Interesse für den Schisport, den passiven, hält sich in Grenzen. Viel spannender finde ich da schon, was ÖWM-Chef Willi Klinger am letzten Freitag im Wirtschaftsblatt zu sagen hatte. Grüner Veltliner Alte Setzen
Die Nachfrage nach Wein aus Österreich in den USA steigt kontinuierlich, der Einbruch im Zuge der Krise 2008 war nur ein temporärer, es geht schon länger wieder aufwärts. So sind die USA nach Deutschland und der Schweiz wert- und volumenmäßig der drittgrößte Exportmarkt für Österreichs Winzer und Winzerinnen. Fast zwei Millionen Liter gehen pro Jahr nach Übersee, und werden dort hoffentlich auch getrunken.

Am liebsten immer noch der Grüne Veltliner (am Bild noch im Vor-Wein-Zustand), laut Willi Klinger der »unangefochtene Star«, mit dem man überall den Fuß in die Tür bekommt. Doch anderen Rebsorten ziehen nach. Vor allem die, die es sonst kaum wo gibt. So wie Blaufränkisch, Zweigelt oder St. Laurent.

Beliebt sind die Weine aus der Alpenrepublik vor allem in den Großstädten der Ost- und Westküste und in Chicago. Der Rest, und der ist bekanntlich ziemlich riesig, ist offenbar noch eher unbeackert.

Der Markt ist sicherlich nicht einfach, die Importzölle und das System mit Zwischenhändlern machen es nicht leichter und den Wein vor allem nicht günstiger. Jedoch, glaubt man Gerhard Kracher, der weiß, wovon er spricht: »Der Markt hat ein Riesenpotenzial.«


Quelle: Wirtschaftsblatt, 13. Februar 2015, Seite 6

Ruth

Alle Jahre wieder: mit uns kein Lei Lei! Montag 2015-02-16

Oder glaubt jemand im Ernst, wir würden ihm dieser Tage mit Zylinder und Krönchen die Tür öffnen? Mit Prosecco und Wurstbrötchen empfangen? Mit Luftschlangen werfen?

Mitnichten! Aber nur an diesem Tag können wir das Foto da rechts verbraten. Und uns darüber freuen, dass einen niemand zwingen kann, Villacher Fasching zu schauen. Dass wir nicht in die Eiserne Jungfrau kommen, wenn wir Helau! und Lei Lei! verweigern.

 Sylvia Petz mit Zylinder und Ruth Havel mit Krone

Dass wir in einem freien Land leben. Dass endlich der Frühling kommt. Und mit ihm alles, was dazu gehört. Ein Helau allerdings, eins geht durch. Das von Nirvana: Helau, Helau, Helau.

Und dann öffnen wir eine wirklich gute Flasche Wein. Und trinken auf das Leben und darauf, dass es auch ohne Fasching viel Spaß für uns bereithält. Und viel Genuss. Immer wieder und wieder!

Foto: Citronenrot
ruth & syl
Lech ganz anders Dienstag 2015-02-10
Wenn ich an Lech denke, könnte ich an schicke Menschen, schicke Hotels, schicke Hütten und teures Pflaster denken. Ich könnte natürlich auch an hohe Berge, wunderschöne Panoramen und großartige Pisten denken. Seit meinem zweiten Aufenthalt im Arlberger Nobelschiort denk ich - neben obigem - auch an einen Urlaub in einer urgemütlichen
Selbstversorgerhütte. Meine wunderbaren Eltern luden ihre drei Kinder und sämtliche Kindeskinder (eines dieser Kindeskinder war nicht dabei, sondern ging mit Freunden in Ellmau fremd) auf eine gemeinsame Schiwoche ein. Der Schnee war ein Traum, das Wetter fast immer gnädig (an drei Tagen sogar sonnig gnädig) und das familiäre Miteinander auf der
Piste und in der Hütte herzerfrischend (manchmal auch herausfordernd, eh klar). Vor allem die Abende verbrachten wir ziemlich Lech-untypisch und dafür sehr Selbstversorgerhütten-typisch. Gemeinsam kochen (unkompliziert und ohne viel Aufwand, nicht zuletzt, weil es eine Woche ohne Geschirrspüler war), Karten spielen,
einheizen, früh schlafen gehen. Bergluft macht müde, vor allem wenn man am Nachmittag, um direkt zur Hütte zu kommen, die Abfahrt »Langer Zug« nimmt. 78 % Steigung verlangen höchste Muskel- und sonstige Konzentration! Resümée dieses großfamiliären Experiments: Lech ist allemal eine Reise wert. Schigebiet top (vor allem die vielen
Schirouten und Abseitsfahrten, Dank an den Bruder), Einkehrmöglichkeiten top, Service ebendort top (und fast immer ausnehmend freundlich), »unsere« Hütte top top. Danke an die gesamte Truppe!

Ruth

Schöne Gedanken - zum Tod Montag 2015-02-09
Hab ich schon einmal gesagt, dass ich Facebook wirklich mag? Nicht wegen der zahllosen Seelenstriptease, aber wegen so mancher Fundstücke wie diesem hier. Und weil es richtig eingesetzt ein Kaleidoskop unserer Wein- & Genuss-Branche ist. Eine Wein- & Genuss-Tageszeitung. Strichmännchen angesichts des Todes
Nun hat eine liebe Freundin diesen kurzen Film gepostet, ein richtiges Fundstück. Das Antwort auf das Warum gibt, auf das Warum das Leben endet. Enden muss. Man kann zusehen, verstehen und lächeln. Vielen Dank, Romana!
Link zum Video
syl
Gut Ding braucht Weile - das ÖWM-Nachhaltigkeits-Siegel Sonntag 2015-02-08

Am Marketingtag der Österreich Wein Marketing wurde es erstmals vorgestellt und aufgrund zahlreichen Inputs gleich nochmals von Grund auf überarbeitet. Besser gescheit und ein bissl verzögert als ein bissl unglücklich. Nun ist das neue Siegel an die ÖWM-CI angepasst, dadurch sofort erkennbar und »amtlicher« als das davor präsentierte alte neue.

Worum geht's? Biologische oder biodynamische Bewirtschaftung im Weinbau ist nur ein Teilaspekt nachhaltiger Unternehmensführung.

Das neue Nachhaltigkeitssiegel der ÖWM

Echte Nachhaltigkeit fußt auf drei Säulen: Soziales, Ökologie, Wirtschaft. Diese greifen auf allen Ebenen ineinander. Jede Entscheidung, die von einem Winzer, einer Winzerin getroffen wird, hat Konsequenzen auf allen dreien. Über allem thront die eigene wirtschaftliche Stabilität, nur dann kann das System funktionieren. Dass Nachhaltigkeit Kosten - Energie, Transportkosten, Finanzierung, Mitarbeiterfluktuation, Produktion, ... - sparen hilft, muss allerdings noch viel stärker betont werden. Denn zumeist ist das der erste Gedanke: »Kann ich mir nicht leisten!« Stimmt aber nicht, man muss es nur wissen. Im Gegenteil, wenn Unternehmen umfassend nachhaltig agieren, stehen sie zumeist schon nach kurzer Zeit wirtschaftlich besser da als zuvor. Der international gängige Ausdruck für unternehmerische Nachhaltigkeit oder unternehmerische Verantwortung (denn darum geht es eigentlich) ist übrigens Corporate Social Responsibility, CSR.

Auf jeden Fall hat der Österreichische Weinbauverband als Initiator gemeinsam mit der ÖWM und in Kooperation mit führenden wissenschaftlichen Institutionen ein Online-Tool für die österreichischen Weinbauern entwickelt. Anhand dessen können diese ihren Weg zur unfassenden nachhaltigen Betriebsführung auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene - mit dem Ziel der Zertifizierung - evaluieren. Wobei »nachhaltig« in »zukunftsfähig« übersetzt der viel bessere Ausdruck ist. Denn jeder und jede möchte den eigenen Betrieb zukunftsfähig gestalten; mit dem Begriff der - ziemlich überstrapazierten - Nachhaltigkeit hat's nicht jeder.

Wussten Sie übrigens, dass wir uns schon 2013 mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Events lizenzieren haben lassen? Denn auch Veranstaltungen lassen sich umweltfreundlich organisieren und abhalten, ohne dass sie in Öko-Schlapfen stecken. Und dass eine von uns seit letztem November zertifizierte CSR- & Nachhaltigkeits-Managerin ist? havel & petz go green!

Hier geht's zur ÖWM mit ihrem Zertifizierungsprogramm
syl
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