Bunte Rüben und Kraut in einer Holzschale

Bassena - unser Blog

Schneckenmodus Sonntag 2014-08-31
Hurra, wir waren da! In Poljana auf der kroatischen Insel Ugljan, direkt gegenüber von Zadar. Heuer war Meer angesagt, nach diesem letztjährig wetterdurchwachsenen Urlaub am Wörthersee. Aber nicht das Reisebüro hat uns vermittelt, sondern eine liebe Freundin, die seit Jahren dort urlaubt.Sonnenuntergang am Meer in Ugljan
Und kaum waren wir da, wurde das Lebenstempo gedrosselt, der Schneckenmodus aktiviert. Da darf das Tierchen hier rechts im Garten des Hauses ruhig etwas unscharf sein. Den Regen und die miesen Temperaturen haben wir zuhause gelassen. Dafür kam eine echte Wagenladung an Büchern mit.
Eine Schnecke im Garten
Denn glücklicherweise sind auch die Töchter Leseratten und inzwischen so erwachsen, dass die Lektüre weitergereicht werden kann. Bekanntlich sind im Flow selbst 1.000e Seiten schnell verlesen. So hatten wir Lese-Seligkeit am Meer, bei frischem Malvazija und Mozarts Figaro & Don Giovanni.Blick von Moline in die abendliche Bucht
Die faulen Tage am Wasser waren nur selten unterbrochen. Durch einen regenbedingten Ausflug nach Zadar etwa. Eine enggassige hübsche Stadt, in der wir staunend Blitze und ohrenbetäubende gleichzeitige Donner erlebten, sicher und trocken beim Mittagessen in der Konoba. Und dann war die Sonne wieder zurück.Die Insel vor Ugljan nach dem Gewitter
Durch die Schifffahrt durch die Kornaten, einen Archipel mit rund 150 Inseln. Ein Natur- und Segelparadies. Mit Stefano mit den blitzenden Augen, der dafür sorgte, dass mein Wein immer gekühlt und mein Kaffee immer heiß war. Und dass unsere frisch gegrillten Makrelen die größen waren.Die Kornaten vom Schiff ausgesehen
Durch Ausflüge nach Muline, wo man sich über Steine kletternd die besonders schöne Buchten suchte und da für sich alleine war. Und abends dort in die gleichnamige kleine Bar ging, die nur aus Steg und Grill bestand. Wo man den weltbesten Branzino direkt aus dem Meer serviert bekam.
Die felsigen Buchten in Muline
Und sonst nicht viel. Aber das mit besonderer Qualität. Wie den Paten direkt am Meer zu schauen. Unterm Feigenbaum mit frischer Brise. Und jetzt wieder zuhause, mit dem Vorhaben, es langsam anzugehen. Mit den Gedanken schon beim nächsten Urlaub. Vielleicht zur Abwechslung in Málaga?
Laptop mit dem "Paten" vor dem Meer
syl
Klein-Berlin Montag 2014-08-25
Pressbaum ist nicht unbedingt berühmt für ein schönes Ortszentrum. Auch wenn dieser Ort im Speckgürtel westlich von Wien seit 2013 den Status einer Stadtgemeinde hat, gibt es wahrlich Städte, die auf den ersten Blick einladender sind. Wo auf den ersten Blick mehr los ist. Und doch tut sich in den letzten Jahren so einiges.
Ganz wunderbar zum Beispiel der Popup-Store »Der Sommerladen in der Fleischerei«, auch wenn er korrekterweise schon zu Tullnerbach gehört. Dort gibt's noch bis voraussichtlich 23. September Bio-Eis, -Säfte, -Eingelegtes und noch so einiges mehr. »Verkäuferin« und Fotografin Cornelia Böhm erzählt beim freitäglichen Einkauf, dass dies

(leider) ein einmaliges Sommerprojekt sei und ihr und ihrem Partner Alexander Falschlehner jedes Jahr etwas Neues für den Sommer einfiele, wenn neben dem Fotografieren noch Zeit bleibt.

Das Konzert am 23. August mit »Your Gorgeous Self« feat. DJ Stompin´ Wolfman aus Berlin hab ich leider versäumt, einkaufen geh ich aber sicher noch öfter in den nächsten Wochen. Und fühl mich dann dabei fast wie in Berlin.

www.diefleischerei.at/popup/

Ruth

Ein kulinarischer Urlaubs-Abriss Dienstag 2014-08-19
Justament heuer, der Sommer war bis jetzt noch nicht wirklich einer, stand nach Jahren der Meer-Urlaube einer in Österreich an. Im Salzkammergut. Eine wettertechnisch nicht unriskante Sache. Vor allem 2014. Und es kam, wie es eben kam. In zwei Wochen ein paar wirklich schöne Badetage, am Steg liegend, Traunstein im Abendlicht
den Traunstein betrachtend, Eis schleckend, in den See springend. »Ein Sommer wie damals«, genau so. Ein paar Wander-Bade-Tage, wunderschön auch sie. »Unterm Stein« beim Wasserfall in den See tauchen, beim Laudachsee dem Traunsteingipfel ein Stück näher sein, das Türkis der
Langbathseen genießen, in der Kaltenbachwildnis im kalten Bach herumklettern. Tja, und nach neun Tagen zeigte die Gegend, was sie wirklich drauf hat. Regen beim Aufwachen, Regen beim Vormittagskaffee, Regen beim Mittagessen, Regen beim Chillen am Nachmittag, Regen beim
Einschlafen. Aber egal, erholsam waren sie alle, die Urlaubstage, ob trocken oder nass. Und kulinarisch erquicklich, man ließ es sich gutgehen! Erwähnenswert in und um Gmunden: Jausenstation Moaristidl, dort gibt's – ja genau, eine Jause – und den wunderbaren Welschriesling von Georg Schmelzer aus Gols.

Wiener Cafe: Der Biofisch-züchtende Gastronom Markus Moser serviert frisch Zubereitetes aus großteils Bioprodukten, kreativ, abwechslungsreich, sehr gut. Höllerwirt in Altmünster: Sicher eine der Top-Adressen in der Gegend. Super-Balance zwischen bodenständig und gewagt. Taube (für die Tochter), Rieslingbeuschel, salziges Karamelleis stehen unter anderem auf der Karte. Kulturcafé Villa Lehmann, direkt an der Esplanade in Gmunden: Seit Jahren schön (in einer alten Villa) und lässig (Wohnzimmer-Bar-Atmosphäre). Die Karte ist klein, was auf den Teller kommt (zum Beispiel ein 300-Gramm-Steak, für den Sohn) ist wirklich gut. Den letzten Abend verbrachten wir im Gasthaus Schloss Hochhaus in Vorchdorf (siehe unterstes Foto, gleich ums Eck vom Tanglberg): Ein wunderschönes, schlichtes Gasthaus in alten Gemäuern, Speisen- und Weinauswahl sehr solide, sogar ein Wein aus dem Hause BattenfeldSpanier war zu haben. Man schlug zu, eh klar.

Einzig über die wunderbaren Grillabende (so wie am zweiten Foto von oben) bei lieben Freunden wird hier nicht geschrieben. Die waren und sind exlusiv uns vorbehalten!

Jausenstation Moaristidl

Wiener Cafe, Sparkassengasse 1, Gmunden, Tel. +43 7612 71549

Biofisch Großalm

Höllerwirt

Kulturcafé Villa Lehmann

Gasthaus Schloss Hochhaus

Ruth

Und noch ein Lieblingsort - die Hofmeisterei Hirtzberger in der Wachau Dienstag 2014-08-12

Mir als geborener Strudengauerin ist die Wachau so etwas wie das verlängerte Wohnzimmer. Denn von donauaufwärts ganz oben, da wo die Donaugaue zum Noname verkommen, da bin ich her. Dazwischen wird die Wachau in Melk zum Nibelungengau und dieser in Ybbs zum Strudengau.

Es ist dieselbe Landschaft, bloß wachsen im Strudengau statt Weinreben Mostbäume, trinkt man beim Bauern Most statt Wein. Weshalb wir als Kinder mit dem Opa regelmäßig Wein- und und auch Marillenholen in der Wachau waren.

Ein Glas Rosésekt und eine dunkle Apotheker-Wasserflasche am Tisch

Mein Großvater war - zumindest optisch und außer Haus - ein Sir. Immer mit Hut und Uhrenkette, immer im Anzug und immer nach frischem Rasierwasser duftend. Der beim Spaziergehen mit einem »D'Ehre« den Hut lüftete. Mit ihm kehrte man auf den Wachaufahrten ab und zu im Florianihof in Wösendorf/Weißenkirchen ein. Das Essen & Trinken wird wohl gut gewesen sein, denn insgesamt ist dieses schöne Wirtshaus an der Donau in sehr positiver Erinnerung. Es war immer ein gutes Haus, um das es in den letzten Jahren nach und nach immer ruhiger geworden ist.

Bis der Floranihof vor ein paar Monaten einen neuen Eigentümer fand, den großen Wachauer Winzer Hirtzberger. Geführt wird das auf »Hofmeisterei Hirtzberger« umbenannte Haus von Restaurantleiter Hartmuth Rameder, der zuvor für Nigls und im Palais Coburg aktiv war, und Küchenchef Erwin Windhaber. Und mit ihnen und der wirklich gelungenen Renovierung inklusive wunderschöner Terrasse hat die Wachau einen neuen Hotspot.

Bei der Weinkarte liegt natürlich der große Fokus auf den hauseigenen Weinen - Jahrgangstiefe! - und der Wachau, aber auch Weine aus anderen Regionen gibt es und soll es vermehrt geben. Noch sei es bloß die kleine Karte. Wir haben uns auf jeden Fall über Bucheggers Rosésekt vom Pinot Noir und Hirtzbergers Weißburgunder Smaragd Steinporz 2012 schon einmal sehr gefreut. Und sollten die Flusskrebsravioli mit Kalbsbries, Karfiol und Krebsenschaum noch auf der Karte stehen, überlegen Sie nicht lange. Bestellen Sie!

www.hofmeisterei.at
Foto: Sabine Decleva
syl
Weningers Welschrevolution bei Herzog & Kiem Samstag 2014-08-09
Im November 2012 haben wir Franz Reinhard Weninger und Erni Loosen zusammengebracht, um ihre vielfältigen Weine von hüben und drüben vorzustellen, hier nachzulesen. Damals haben wir erstmals diesen irren Welschriesling gekostet. Zugegebenermaßen gezwungenermaßen.
Der Saybritz und Herzog & Kiems Weinbar bei Nacht

Denn als Franz uns die Liste seiner Weine schickte, haben wir den Welsch kurzerhand rauseliminiert. »Den besser nicht.« »Den auf jeden Fall«, erwiderte Franz und stellte ihn wieder rein. »Dann vielleicht als Aperitif?« »Nein, im Tasting.« Wir haben wirklich alles versucht, diesen vermeintlich dünnen, nichtssagenden, apfeligfruchtigen Wein in seine Schranken zu weisen. Warum macht der Weninger überhaupt einen Welsch?

Und dann die Überraschung im Burgunderglas, Noten nach Heu, rauchig, würzig, komplex, burgundisch, wow! Es war der Jahrgang 2011, der Wein stammt von der Lage Saybritz am südburgenländischen Eisenberg, nicht gerade ums Eck des Stammhauses im Mittelburgenland. Das 0,6 Hektar große Stück Weingarten gehört Franz' fast 80 Jahre alten Groß-Cousine Emma Schürmann. Sie ist es, die den Weingarten mit Blaufränkisch und eben Welschriesling pflegt, vinifiziert wird in Horitschon. Die Reben wachsen auf kalkhaltigem Ton-Lössboden, darunter liegt blau-grauer Schiefer.

Franz selbst hatte sein eigenes Welsch-AHA-Erlebnis. 2002, als er eine zwei Jahre alte Fassprobe dieser Rebsorte vom Balaton verkostete. »Das war ein unglaublicher Wein. Groß und füllig. Frankreich, Meursault, etwas in dieser Kategorie. Es war Welschriesling«, wird er in einem Artikel in der Tageszeitung Die Presse zitiert. Jahre später, nachdem Emma Schürmanns Welschriesling typischerweise immer leicht und fruchtig ausgebaut worden war, hat er sich dieses Erlebnisses besonnen.

Und deshalb gibt es den Saybritz seit ein paar jahren in dieser wunderbar reifen und kräftigen Form. Leider nur ganz wenig, je nach Jahrgang maximal 1.000 Flaschen, das Gros wandert ins Restaurant Steirereck. Und ein bissl was zu uns, hab ich grad beschlossen.

Denn gestern hatte ich den Folgejahrgang 2012 im Glas. Reinschnuppern, kosten und die alte Liebe war wieder da. Dem Ort, wo ich ihn getrunken und noch einmal getrunken habe, gehört auch ein Stück meiner Liebe, der Popup-Weinbar Herzog & Kiem im Stadtbiotop. Ein großartiger Platz am Areal der Trabrennbahn Krieau, ein Dorfplatz aus Schiffscontainern, die als Bars und Küche für ihre Restaurants und als kleine Geschäfte dienen. Dort hat man das Eindruck, dass Wien doch großstädtischer und urbaner ist, als man denkt.

Vor allem auch dank Moritz Herzog und Leo Kiem. Und Anna, die dort aus biologischen Zutaten hervorragend kocht, auf Wunsch gibt es jede Speise mit oder ohne Fleisch. Meine gestrigen Fisolen mit Tomaten waren ohne, dafür mit der superscharfen selbstgemachten Chili-Kokos-Paste von Anna.

Moritz Herzog ist beteiligt am Weinprojekt Riberach in Südfrankreich, Rundum-Mann der Pannobile-Gruppe und Weinskandal-Weinhändler. Leo Kiem ist top Sommelier, zuletzt im Restaurant Konstantin Filippou, und mit seinem neuen Projekt Agoravino Rundum-Wein-Servicier. Und damit den beiden nicht fad wird, haben sie nun ihre Bar.

Auf der Weinkarte stehen vorzugsweise biologische und viele natural ausgebaute Weine. Bekannte Namen und mir unbekannte, mein Herz schlägt auch für diesen Birnen-Cidre aus Frankreich, Namen und Region vergessen und leider nicht mehr im Sortiment. Von dem konnte man so wunderbar viel trinken, ohne den Alkohol zu spüren, abgesehen davon, dass er einfach wirklich gut war.

Aber Weningers Welschriesling gibt es. Gehen Sie hin und genießen Sie ihn, genießen Sie das Ambiente und das Leben! Dort geht das ganz von alleine.

www.weninger.at
www.saybritz.at
Herzog & Kiem im Stadtbiotop
syl

Hellseherei

Moritz Herzog  15.09.2014 16:24

lieber Steve, du bist ja ein Hellseher!
aber es stimmt, denn es gibt nur einen Hersteller auf den Sylvies Beschreibung passt, zu schade!!
und was ist eigentlich mit den österreichischen Birnen, warum lassen sie sich das gefallen. wo ist der Franz Weninger der Mostkultur? Mich dürstet!

syl

Birnencidre  09.08.2014 12:20

Danke, Steve Breitzke: Der Cidre ist richtigerweise natürlich ein »Poiré« und stammt von Éric Bordelet aus der Normandie. Und hier gibt es ihn: www.weinart.at/unsere-weine/wp_frankreich/eric-bordelet/
agoravino.com/tag/steve-breitzke/

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.