Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Der König lebt. Es lebe der König! Dienstag 2012-02-28

Lange erwartet kam sie nun endlich doch die Pressemitteilung der Vinea Wachau: Emmi Knoll übernimmt die Obmannschaft der renommierten Vereinigung. Vorgänger Franz Hirtzberger hat den Job immerhin 24 Jahre lang gemacht, jetzt reicht's.

Die Vinea Wachau wurde 1983 gegründet, bis 1988 wurde sie von Franz Prager geleitet. Prager hat direkt an Hirtzberger übergeben. Der jetzt an Emmi, oder muss man jetzt »Emmerich« sagen? Sei's drum. Emmerich H. Knoll ist also der dritte Obmann. Wir gratulieren!

Emmerich Knoll und Franz Hirtzenberger

Neuer Wind ist immer gut. Was nun auf jeden Fall anders sein wird? Die Ansprachen! Emmerich, der Name kommt noch ein wenig schwer über die Tasten, ist ein genialer Redner! Wir freuen uns auf Bonmots zu Steinfeder, Federspiel und Smaragd und wünschen von Herzen alles alles Gute und viel Erfolg. Und dem lieben Franz endlich mehr Muße für sich, seine Weine und vor allen Dingen für das süße Enkelkind!

Als Attachment hier unten das Pdf der offiziellen Pressemeldung. Man muss ja nicht alles zweimal sagen!

www.vinea-wachau.at
syl
Meine Herren, es geht um die Wurst! Samstag 2012-02-25
Essen und Emotion. Dass »Liebe durch den Magen geht« ist hinlänglich bekannt. Wobei ich das ja nie so richtig verstanden habe.
Halb aufgeschnittene Essiggurke

Kennt man ja aus eigender Erfahrung: je höher der emotionale Effekt umso geringer der Hunger. Liebe schließt den Magen, Verliebtsein ist eine super Diät. Am Anfang. Danach schlägt das Pendel mit der gemeinsamen Kocherei und ordentlich viel Wein meist in die andere Richtung aus. Aber da ist dann soundso schon alles zu spät. Vielleicht ist ja das gemeint, das gegenseitige Einkochen.

Wobei es hier um etwas anderes geht. Nämlich darum, dass der Wein beim Winzer im Keller manchmal besser schmeckt als dann, wenn man wieder daheim ist.

Warum das so ist, welche Mechanismen unseren Geschmack manchmal vernebeln oder schärfen, untersucht Lebensmittelsensoriker und Ernährungspsychologe Klaus Dürrschmid von der Wiener Universität für Bodenkultur. Da geht es dann unter anderem um Apfelsaft in zwei Varianten, bei dem die Probanden kaum Unterschiede feststellen können. Bis sie erfahren, dass der eine vom steirischen Bioproduzenten und der andere vom urkainischen Massenerzeuger stammt. Dann ist plötzlich alles anders, die Unterschiede werden deutlich merkbar.

Über die Gründe dafür weiß die Wissenschaft noch zu wenig. Einerseits soll die emotionale Erregung grundsätzlich zu einer besseren sensorischen Wahrnehmung führen. Andererseits könnte die Emotionalisierung einfach die Motivation steigern, einen Unterschied zu finden.

Eine andere Methode, dem Zusammenhang zwischen emotionalem Effekt und Gusto auf die Schliche zu kommen, ist die der Beobachtung. Welches Früchtchen liegt im Auge des Betrachters? Mittels Eye-Tracking-Analysen wird festgestellt, wohin es den Blick beim Betrachten eines Lebensmittels zieht und wo er verweilt. Hier etwa die großartige Geschichte von Bildern mit der nach und nach vergammelnden Wurst und dem Gurkerl in der Mitte. »Während Frauen schon auf den braunen Rand blickten, schauten die Männer noch auf das Gurkerl in der Mitte«, so Dürrschmid. »Woran das liegt, wissen wir noch nicht.« Vielleicht muss man da aber gar nicht so viel herumforschen. Möglicherweise liegt's einfach an Arterhaltung und Jagd, und der Mann hat das Gurkerl im Fadenkreuz.

Quelle: Der Standard, 22. Februar 2012
syl

Montag 2012-02-13
Man kann mir vielleicht vorwerfen, dass ich ein bisschen spät dran bin, aber nicht, dass ich nicht thematisch wunderbar mit Kollegin Petz harmoniere. Wo sie von Testosteron und seinen Auswirkungen berichtet, kontere ich mit beruhigender Farbenlehre. Erspäht und gelesen in meiner Lieblingstageszeitung »Der Standard« von 6. Februar dieses Jahres.
Ein Eimer pinke Farbe 

Die Schlagzeile: »Pink macht mild statt wild.« Darum setzen Schweizer Gefängnisleiter immer öfter auf diesen Farbton, wenn's darum geht, die Zellenwände zu streichen. Pilotversuche deuten darauf hin, dass er dabei hilft, Stress und Aggressionen abzubauen. Vor vier Jahren wurde im Hochsicherheitstrakt der Untersuchungshaftanstalt in Pfäffikon bei Zürich die erste Zelle in »Cool Down Pink« eingefärbelt. Ein Farbton, den die Schweizer Farbpsychologin Daniela Späth entwickelte. Für sie sind Farben ein Fahrstuhl ins menschliche Unterbewusstsein. Und Cool Down Pink eine sanfte und kostengünstige Entspannungsmaßnahme frei von Nebenwirkungen.

Ich seh sie vor mir, Großraumbüros in Pink, Bankfilialen, Bahnhofswartehallen, Finanzämter und sonstige Orte auf dieser Welt, wo es nicht immer nur nett ist. Vielleicht auch ein Farbton für Praxen der Paartherapeuten? Oder Schlafzimmer?

Quelle: Der Standard, 6. Februar 2012, Seite 19

Ruth

Danke

Ruth  19.02.2012 11:57

Spät aber doch, vielen Dank für den Hinweis zur Zeit. Hab leider viel zu wenig Zeit, die Zeit regelmäßig zu lesen!

Die lieben Journalisten ;)

Beate Mayr-Kniescheck  15.02.2012 16:41

Ja, den Beitrag habe ich auch gelesen. Da wir gerade einrichten und zwei kleine Kinder haben, wäre ein bisschen Aggressions-mindernde Farbgebung nicht schlecht ;)

Übrigens: Der Standard scheint eine Beitrag der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit", naja - wie soll ich es sagen? - "nachempfunden" zu haben. Denn die "Zeit" hat schon vor einem Monat über das gleiche Thema berichtet und sehr ähnliche Quellen zitiert ...

Hubers Hasenwein Mittwoch 2012-02-08

Am 4. Februar hat im chinesischen Kalender das Jahr des Drachen begonnen. Vorangegangen war ihm das Jahr des Hasen. Curtis Marsh, einer der wichtigsten Weinschreiberlinge im asiatischen Raum und wanderbarer Gaumen auf www.thewanderingpalate.com lässt dieses Revue passieren und verrät, welche Weine und es ihm 2011 besonders angetan hatten. Und da ist einer dabei, der uns besonders nahe steht. Weil uns der Winzer nahe steht. Weil er zu unseren Kunden gehört.

Der chinesische Kalender 

Doch von Anfang an. Mr Marsh erhebt bei seiner Rückschau keinen Anspruch auf Objektivität, keinen auf kommagenaue Bewertungspunkte, keinen auf vergleichbare Verkostlokalitäten. Sprich er blickt einfach wohlwollend zurück und lässt uns teilhaben an seinen Gaumenerlebnissen.

Vorausgeschickt sei noch, dass dem guten Mann Dinge wie Nachhaltigkeit und biologische und biodynamische Konzepte ein Anliegen sind. Diese haben ihre Ursprünge wiederum in Feng Shui und alten chinesischen Gartenbauprinzipien. Und weil der Mond da überall seine Finger (Strahlen) im Spiel hat, hält Curtis Marsh es also mit den Mondjahren. He has gone lunar!

Und jetzt komme ich auch schon zum Kern der Sache. Mr Marsh's »White Wine of the Year 2011 from Austria« ist Markus Hubers Grüner Veltliner Berg 2009. Detaillierte Kostnotizen werden – wahrscheinlich im Laufe des Jahres des Drachen – nachgereicht, ganz allgemein zeichnen sich die von Curtis Marsh erkorenen Hasenweine alle durch einzigartige Herkunft aus. Er will schmecken, woher der Wein in seinem Glas kommt. In dem Fall eindeutig aus dem Traisental.

Der Originalbeitrag auf www.thewanderingpalate.com

Ruth

blondiii sagt:wie kann ich mich ambelden den mein E-mail account ist voller Nachrichten von besser-boxen

Distiya  22.02.2012 06:16

blondiii sagt:wie kann ich mich ambelden den mein E-mail account ist voller Nachrichten von besser-boxen

Berg

syl  08.02.2012 22:03

Trifft sich gut. Bin ja hier auch am Berg und weil ich trotz allem vor allem am Computer sitze, habe ich mir eine Flasche Berg 2007 von Markus bestellt. Von der trinke ich ab heute allabendlich ein Glas und belohne mich für meinen Fleiß im Urlaub. Kann schon nachvollziehen, was Curtis Marsh meint.

Das Testosteron in uns Frauen Freitag 2012-02-03

Ja, liebe Männer, auch wir Frauen sind mit eurem Hormon gesegnet. Die einen haben mehr davon, die anderen weniger. So, wie ihr.

Und so wie man euch den Testosteronwert an äußerlichen Merkmalen erkennt – Wie war das mt der Glatze? Viel vom Hormon macht kahl oder war's umgekehrt?, so sieht man das auch bei uns. Am Ringfinger nämlich. Ist dieser länger als der Zeigefinger, ist der weibliche Testosteronspiegel höher, ist er kürzer, haben die Östrogene das Sagen. Das ist bewiesen und nicht bloß so eine Nasen- und Johannessache.

Linke Hand von Sylvia Petz 

Warum das so ist? Keine Ahnung. Interessierte wenden sich bitte an die Damen und Herren, die sich damit auskennen. Aber ein Blick auf das Händchen da zeigt, wie es innen drinnen bei einem Teil von havel & petz aussieht. Frauen, die so gebaut sind, sind angeblich leistungsfähiger, zäher und belastbarer. Als ob das jemand sein wollte ...

Hormongesteuert, wie wir alle sind, kommt es aber noch dicker. Steht jetzt doch im Standard zu lesen, dass ein höherer Testosteronspiegel Frauen auch egozentrisch macht. Er beeinflusse ihr Urteilsvermögen, sagen die britischen Forscher in den Proceedings of the Royal Society B. Na, als ob Männer nicht hormongesteuert wären. Auch Männer haben ihre Tage! Hängt wahrscheinlich von ihrem Östrogenspiegel ab. Aber so, wie es aussieht, haben wir uns alle miteinandern nicht so recht im Griff.

Mein Testosteronhändchen holt sich jetzt einen Grünen Veltliner Alte Reben 2010 von Ebner-Ebenauer aus dem Kühschrank.  Was hat eigentlich die Havel für ein Händchen?

Quelle: Der Standard, 2. Februar 2012
syl
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ruth havel & sylvia petz
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Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!