Ein Marienkäfer auf strohfarbenen Gräsern

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Decanter-Medaillen für unsere Kunden Dienstag 2012-05-22
Die Ergebnisse der Decanter World Wine Awards wurden heute in der Früh veröffentlicht, zu Mittag sind die wichtigsten Infos dazu schon bei uns im Blog.
Decanter World Wine Awards Logo

Zwei unserer Kunden haben seit heute ein paar Medaillen mehr. Was uns sehr freut. Weshalb wir darüber berichten.

Die Decanter Medaillen

Der eine kommt aus dem Traisental und ist – ganz genau – Markus Huber. Die feine Würze gepaart mit der so typischen Huber-Mineralik seines Traisental DAC Grüner Veltliner Terrassen 2011war der Jury Bronze wert. Dass er laut Winzer zu allen möglichen Spargelgerichten passt, passt doch grad wunderbar.

Der andere ist Herbert Zillinger aus dem Weinviertel. Sein Radikal 2010 bringt ihm Silber ein, sein Weinviertel DAC Ebenthaler Lagen 2011 gehört zu »commended« Weinen des Bewerbes.

Wir empfehlen alle drei Weine wärmstens weiter. Und alle anderen Weine dieser beiden Winzer natürlich auch. Und die unserer anderen Kunden sowieso eh auch.

Hier gibt's alle Ergebnisse.

Ruth

Verbleit, verbohrt, vertrottelt! Sonntag 2012-05-20
Der Österreicher zaudert ja grund- sätzlich aus Angst, es sich mit jemandem zu verscherzen. Und sei's nur mit den Jägern. Obwohl, da wär ja dann auch noch die Raiffeisen ... Wie auch immer, hier geht es um bleihaltige Munition und ihr Verbot oder eben Nicht- verbot.
Lauf eines Gewehrs

Die Wochenzeitung »Die Zeit« widmet der österreichischen Absurdität eine halbe Seite. Die Böden der Wälder, in denen mit solchen Geschoßen gejagt wird, sind tatsächlich massiv verseucht. Mit Blei, Arsen und Antimon. Naiv, wie unsereine ist, wäre man davon ausgegangen, dass das bissl Schrot vernachlässigbar ist. Ist es nicht! Das Gift, das über viele Jahre in der Flora abgelagert wurde, sickert durch den Regen ins Grundwasser. Erhöhte Bleikonzentrationen schädigen Blutbildung, innere Organe und das zentrale Nervensystem.

Bodenuntersuchungen in Bayern und in der Schweiz beweisen, dass die Belastungen so enorm sind, dass die obersten Erdschichten in besonders kontaminierten Wäldern sogar abgetragen werden müssen. Kindern wurde in der Schweiz sogar der Besuch einer Wiese verboten, ihre obersten Erdschichten wurden als Sondermüll entsorgt. Bis Ende 2012 müssen dort alle Anlagen in Grundwasserzonen saniert sein, alle anderen bis 2020.

Bleihaltige Munition ist in Bayern seit 2005 strikt verboten. Betreiber von Schießanlagen sind angehalten, mit dem Umweltamt zu kooperieren. Nicht jedoch bei uns. Rund 100 Freiluft-Schießplätze gibt es in Österreich, manche bis zu 100 Hektar groß. Kataster für Bleibelastungen im Boden gibt es keine, der zuständige Minister Berlakovich rührt kein Ohrwaschel. Nur zwei Plätze wurden 2006  untersucht, die Ergebnisse waren mehr als besorgniserregend. »Die Verunreinigungen stellen eine erhebliche Gefährung für das Schutzgut Boden und auch für das Schutzgut Grundwasser dar«, stellte das Umweltbundesamt fest. Seit damals wurde keine weitere Untersuchung beauftragt, beide Plätze wurden allerdings zur Altlast erklärt und warten auf ihre Sanierung.

Was man bei uns allerdings macht, ist die Untersuchung von Tieren. Immer wieder werden Steinadler-Findlinge im Innsbrucker Alpenzoo abgegeben, alle mit Bleivergiiftung. Schuld daran ist die Jagd nach Enten und anderen Wasservögeln mit Schrot. Adler fressen die von Jägern vor Ort hinterlassenen Gedärme der erschossenen Wasservögel – samt den Spuren der Bleimunition. Die Enten wiederum fressen gelegentlich die vielen Schrotkörner, die nach der Jagd in ihrem Revier herumliegen, und vergiften sich damit. Die Vögel nehmen nämlich gerne kleine Steine auf, um die Nahrung besser zu verdauen. Der Genuss von Flugenten kann Gourmets also schwer im Magen liegen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat deshalb im vergangenen Jahr Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch vor dem Genuss von Wild gewarnt. Die Bleibelastung sei wegen der Jagdmunition zu groß.

Diesen Sommer tritt österreichweit ein Verbot von Bleimunition in Kraft. Es gilt allerdings nur für die Jagd auf Wasservögel. Im Jagdrevier und auf Österreichs Schießplätzen wird weiterhin mit Giftstoffen geballert. Hunderte Tonnen Blei landen so jedes Jahr im Erdreich und damit im Nahrungskreislauf. Zwar gibt es bleifreie Munition, aber die Jägerschaft wehrt sich dagegen, weil die Flugbahn der Projektile anders verläuft als gewohnt. Einzig Andreas Januskovecz, Leiter des Forstamts der Stadt Wien, meint: »Über kurz oder lang muss das Blei aus der Munition verschwinden.«

Und zum guten Schluss: Bayerns Jäger pilgern für ihre Ballerei seit Jahren nach Österreich, weil bei uns noch alles möglich ist. Also noch mehr Dreck für uns. Hallo?

Quelle: Die Zeit, 16. Mai 2012, N° 21, S. 14.
www.zeit.de
syl

weg damit

syl  22.05.2012 14:48

dein wort in nikis ohr!

Krass:

Thomas N. Burg  21.05.2012 19:01

…weg mit der Bleimunition!

Schwieriger Start ins Weinjahr Sonntag 2012-05-20
Das Weinjahr beginnt nicht sehr erfreulich. Vor zwei Wochen hat's gehagelt. Insgesamt 10.000 Hekar Landwirtschaft sind von massiven Schäden betroffen: neben Wein auch Erdbeeren, Raps, Getreide und das vorwiegend in den Gemeinden Zwettl und Krems aber auch im Süden Wiens in der Region um Baden und Wiener Neustadt.
Blick in den Weingarten von Artur Toifl

Im Kamptal und in der Wachau war die Hagelabwehr der Winzerschaft mit ihren Fliegern aktiv und offenbar erfolgreich. Dort kam es zu keinen nennenswerten Schäden. Siehe mehr zur Hagelabwehr.

Nun kam die zweite große Winzerplage zum Zug. Der Frost. Vor ein paar Wochen wurden aus der Champagne massive Schäden gemeldet, nun hat er in der Nacht von Donnerstag auf Freitag weiter östlich zugeschlagen. Meldungen kommen auch aus der Schweiz, wirklich massiv war es leider bei uns. Fast ganz Niederösterreich ist betroffen und sogar aus dem Mittelburgenland kommen schlechte Nachrichten. Das junge Grün der Rebstöcke hat die Temperaturen bis zu minus 4° Celsius (Weinviertel) einfach nicht überlebt. Im Kremstal haben manche Winzer in niedrigen Lagen bis zu 100 % Ausfälle, das Bild zeigt einen Weingarten in Rohrendorf von Thiery-Weber (Foto Artur Toifl).

Wir wünschen allen Winzern von Herzen, dass nun alles einen ruhigen Lauf nimmt und die Ausfälle durch besonders gute Qualitäten in den heil gebliebenen Weingärten ausgeglichen werden. Die Daumen bleiben bis zur Ernte ganz fest gedrückt!

Und natürlich für allen anderen Landwirte auch. Der Frost hat weite Teile der Mais-, Erdäpfel-, Kürbis- und Getreideflächen insbesondere im Weinviertel vernichtet. Ein Nachpflanzen hat aufgrund der Trockenheit wenig Sinn, diese hat schon dem Austrieb zu schaffen gemacht. Mehr dazu hier. Ein »Arschjahr« für die Landwirtschaft, wie der Captain zu sagen pflegt ...

Hier nun auch der Link zur ÖWM-Presseinformation vom 23. Mai 2012

syl
havel & petz twittern jetz’! Donnerstag 2012-05-10

Auf Facebook sind wir ja schon länger. Als havel & petz, und jede für sich. Nun wagen wir uns auch an Twitter heran. Wir sind nun Teil der 77.000 österreichischen Twitterer. Dem gegenüber stehen 2.785.000 ÖsterreicherInnen, die auf Facebook vertreten sind (Quelle: Social Media Nutzerzahlen Q2/2012).

Screenshot der havel & petz Twitterseite

In Anbetracht des großen Nutzerunterschiedes ist natürlich die Frage zulässig, warum sind wir nun auf Twitter vertreten? Geplant haben wir es ja schon seit längerem, denn wir haben ja auch tatsächlich viel und Wissenswertes zu sagen. Darüber hinaus haben wir immer wieder gehört und gelesen, dass sich Twitter in Österreich als ein „elitäres“ Medium herausgebildet hat und vor allem als Informationsquelle fungiert.

Elitär hin oder her, aber hier dürfen wir natürlich auch nicht fehlen. Daher freuen wir uns natürlich über jeden Follower, der unserem Gezwitscher lauschen will.  

@havelpetz

Mirjana
Was weiß ich. Dienstag 2012-05-08

Ich weiß, dass ich nichts weiß. Okay, ganz so schlimm ist es Gott sei Dank nicht. Aber ich würde gerne mehr wissen, das schon. Das wurde mir kürzlich, als ich von Viren hingestreckt zwei Tage Ruhe geben musste, wieder einmal klar.

Nachdem alle verkühlungsbedingten Untertagsschläfchen geschlafen, alle Zeitungen gelesen, alle Bücher durchgeschmökert waren, war sie die willkommen Abwechslung. Die App »Das Weinquiz« von Egon Mark. Und so hab ich mich durchgeklickt durch die Geschichte des Weins, Allgemeines, Internationales und Spezifisches aus den Weinländern Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.

Screenshot der Weinquiz App

In Summe rund 1.300 Fragen, die mittels Zufallsgenerator ausgewählt werden, manche davon ziemlich knifflig, andere gehen leicht von der Hand. Und irgendwie macht es richtig Spaß, dranzubleiben. Ob richtig oder falsch geklickt – jeweils vier Möglichkeiten stehen zur Auswahl, eine Erklärung gibt's nach jeder Antwort. Stoff fürs lernwillige Hirn.

Mein Fazit: Eine gelungene und erfrischende App für alle, die sich für Wein interessieren und sich zwischendurch und en passant ganz leger weiterbilden möchten. Und in einer illustren Runde dann auch einmal mit ihrem Weinwissen auftrumpfen können!

Egon Mark, Das Weinquiz. App bei iTunes um € 9,99.

Ruth

Ideal für zwischendurch

Patrick  09.05.2012 11:23

Einfach ideal um sein Wissen zwischendurch aufzufrischen und neues zu lernen.

Perfekt

Ruth  09.05.2012 09:53

Ja, das stelle ich mir perfekt vor. Und der Zugang mittels App ist einfach zeitgemäß. Gut gelungen!

Genusslobbyist & Weinhändler

Bruno J. Resi  08.05.2012 16:45

Nicht umsonst wird Egon Mark's Weinquiz (früher als Buch, dann als CD und Karten, jetzt als APP ) von unseren auszubildenden Sommeliers als IDEALES Trainung und perfekte Sommelierprüfungs-Vorbereitung verwendet.
Auch unsere Kunden finden immer mehr Gefallen an den APPs von Mark Egon, die in spielerischer Weise das gesamte Weinwissen in kleinen und überschaubaren Portionen und auf unterhaltsame Art näherbringen

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ruth havel & sylvia petz
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!


Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

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Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

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> Schweinemeise
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