Ausschnitt einer dunkelroten Rose auf grünblauem Hintergrund

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Die Asiaten kommen Donnerstag 2011-09-08
All jenen, die den Weinakademiker- oder gar den Master-of-Wine-Traum träumen, sei geraten, das mit dem Titel schnell anzugehen. Denn der Stoff wächst und wächst. Und es kann in Zukunft nicht schaden, die eine oder andere asiatische (Wein-)Sprache zu beherrschen.
 Cabernet Dry Red Wine 2009 von Jiabeilan

Denn die Asiaten holen - auch hier - mächtig auf. Und offenbar ist das gar nicht das Schlechteste. Zumindest wenn man den Damen und Herren der Jury der International Wine Challenge in London glauben kann. Zum ersten Mal wurde heuer ein chinesischer Wein mit einer Trophäe bedacht, der »Red Bordeaux Varietal Over £10 International Trophy«. Der »Jia Bei Lan 2009« des Weinguts He Lan Qing Xue wird als »supple, graceful and ripe but not flashy« beschrieben, gelobt werden »excellent length and four-square tannins«. 25 internationale Trophäen werden vergeben (havel & petz durften über die schreiben, die nach Illmitz ging), tausende Weine verkostet.

Jedenfalls, der fernöstliche Wein triumphierte über seine Konkurrenten Chateau Boutisse/St. Emilion, Bodega Catena Zapata/Argentinien, ließ Australien, Südafrika, Kalifornien hinter sich.

Jedenfalls, der Wein ist eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Gernischt (Weinakademiestudenten bitte merken!), kostet um die £13 und ist bis dato nur in China im Handel (Weinhändler aufgepasst, vielleicht ist das DIE Chance!).

Jedenfalls haben auch andere asiatische Weingüter (aus Japan, China, Indien und Thailand) Auszeichnungen mitgenommen und jedenfalls bin ich froh, dass auch die Asiaten guten Wein machen. Damit diese vielen, vielen Menschen uns nicht alles wegtrinken.

Quelle: Decanter

Ruth

Der Hirsch so froh am Stroh Dienstag 2011-08-30
Verkündet wurde es ja schon vor einer ganz schönen Weile. Gefeiert endlich am Sonntag. Johannes Hirsch wurde von Peter Moser ganz offiziell zum Falstaff-Winzer des Jahres 2011 gekürt. Der Winzer sank vor lauter Dankbarkeit vor demselbigen auf die Knie. Für diese Ehre hat der Falstaff-Chefredakteur den Weg aufs Stohballen-Podium sicherlich gern auf sich genommen.
Johannes Hirsch kniend vor Peter Moser
Vor Peter Moser hat die Bürgermeisterin von Kammern »ihrem« Winzer des Jahres gehuldigt, nach ihm Freund Kevin Pike aus den USA, ein »guter Bekannter« aus der Wachau (Emmi Knoll übrigens) und Christian Seiler, Geschmacks-Autor und -Journalist. Davor, danach, zwischendurch immer wieder the winemaker himself. Allesamt sehr humorig.
Johannes Hirsch und Familie

Jedenfalls, das Wetter war perfekt, um nicht zu sagen »à point«. Nicht mehr so affenheiß wie die Tage davor und nicht so a....kalt wie am Samstag. TJa, unser Draht zu Petrus ...

Zu des Hirschens Weinen zurück bis zum Jahrgang 2002 kochten auf: Bobby Bräuer, angereist aus Kitz, Stefan Klinglhuber vom Kremser Gasthaus mit gleichem Namen, Christian Petz vom Schiff und Christoph Wagner von Wagners Wirtshaus in Hollabrunn. Die Musik von DJ und afrikanischem Trommler heizte uns so richtig ein, als es dann zu später Stunde doch noch a....kalt wurde. Und der Hirsch tanzte und tanzte und tanzte.

Die dazugehörigen Fotos werden aus Rücksicht auf seine Familie nicht veröffentlicht. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ruth

Wie machen die das nur? Montag 2011-08-22

Für alle, die auf Zahlen stehen, hier sind ein paar: 

» 30 Jahre alt
» seit 15 Jahren im Weinbusiness
» 10 eigene Jahrgänge produziert
» bewirtschaftet neuerdings 15 Hektar (davor 10)
» heißt seit 5 Jahren Ebner-Ebenauer (davor Ebner)

Keine Frage, es geht um eine der spannensten Winzerinnen des Landes. Und sie gehört - zufällig - zu unseren Kunden. Wohlgemerkt im Verbund mit Göttergatte Manfred. Grund genug, zurück, nach vorne und überhaupt zu schauen.

Marion und Manfred Ebner-Ebenauer im Weingarten

2010 war DAS Jahr der Ebner-Ebenauers. Ihr Jahrgang 2009 wurde im GaultMillau großartig bewertet. 19 von 20 Punkten für den Grünen Veltliner Black Edition 09 und weitere dreimal 18,5 Punkte für die Weine aus Poysdorf.

Außerdem wurden letztes Jahr genau zwei Weingüter in Österreich von Jancis Robinson getestet. EE und das Weingut Salomon. Und mit Höchstnoten ausgezeichnet. Zitat Jancis: »Ebner-Ebenauer, a particularly interesting and ambitious producer in Austria's Weinviertel, the wines have great intensity and integrity!«

Marion Ebner-Ebenauer in Abendrobe bei den Wine Awards 2011 © Der Feinschmecker

Dieses Jahr hat auch schon einmal gut begonnen. Vom deutschen Magazin »Feinschmecker« wurde das Poysdorfer Weigut als »Newcomer des Jahres« für den WINE AWARD 2011 nominiert. Der Abend der Preisverleihung auf Schloss Bensberg war, so heißt es, rauschend.

Was David Schildknecht von den EE-Weinen 2010 hält, weiß noch kein Mensch, aber alleine schon, dass er sich wieder Zeit zum Verkosten genommen hat, zeugt von Hochachtung. 2009, so meinte er dazumal, sei der Jahrgang des Durchbruchs der beiden. Jetzt warten wir gespannt auf seine Meinung zu 2010.

Was haben Marion und Manfred für die nächste Zeit vor? Schauen, dass die 15 Hektar genauso großartig in der Flasche landen wie die 10 davor. Und die Fühler noch stärker über die Grenzen ausstrecken. Stichwort »Zukunftsmarkt Asien«. Langweilig wird den beiden auf jeden Fall nicht.

Ach ja, vielen Dank noch einmal für den schönen Geburtstagsabend am Badeschiff!

Ruth
Hagelflieger - alles für den Wein Montag 2011-08-08
 Drei Flugzeuge sind für den »Kulturschutzverein Langenlois und Umgebung« unterwegs, wenn über den Weingärten Hagel droht. Sieben Piloten beobachten zwischen April und September täglich die Wetter- lage, um sich bei Gefahr in eine ihrer fliegenden Kisten und in das aufkommende Unwetter zu werfen.
Aufnahme eines alten Flugzeugs

Helden von heute, ihre Waffe heißt Silberjodid. Werden Gewitterwolken mit dem Salz geimpft, bilden sich um diese Partikel viele kleine Hagelkörner anstatt der größen zerstörerischen. Um es in die Wolken zu bringen, müssen die Piloten möglichst nahe an diese heran. Dort werden Röhren gezündet, in denen mit Aceton versetztes Silberjodid verbrannt wird, damit es aufsteigt. Die Flugzeuge bewegen sich an den Unterkanten der Gewitterwolken, die heiße aufsteigende Luft, die unter anderem für den Hagel verantwortlich ist, macht das Fliegen schwierig.

Die Kämpfer für den Wein gehen ehrenamtlich in die Luft, das knappe Budget des Vereins aus den Mitgliedbeiträgen geht für die Wartung der Flugzeuge und das Silberjodid auf. Die Hagelversicherung fördert in Niederösterreich übrigens nichts zum Unterschied von der Steiermark. Die Winzer in der Gegend um Krems nehmen die Kosten trotzdem gerne in Kauf, da von Hagel zerstörter Weingarten oft zwei Jahre lang keine Ernte bringt und die Verluste existenzbedrohend sein können.

Bewiesen ist die Wirkung des Silberjodids allerdings nicht. Aus dem einfachen Grund, da man nicht beweisen kann, ob der Hagel ohne Impfung stärker oder zerstörerischer gewesen wäre. Eine Langzeitstudie der Zentralanstalt für Metreologie und Geodynamik hat jedoch ergeben, dass es in der von den Hagelfliegern betreuten Region rund 40 % weniger Schäden gegeben hat als in angrenzenden Gebieten. Winzer Johannes Hirsch aus Kammern sieht's entspannt: »Neben allem ist es auch noch schwierig, genau festzustellen, wo der Hagel runterkommt. Manchmal profitieren sicher auch Winzer außerhalb unseres Gebietes von unseren Hagelfliegern, wenn der Wind günstig für sie steht. Aber es sei ihnen vergönnt.«

Quelle: Presse am Sonntag, 7. August 2011, S. 9
syl
Electronic Tongue Dienstag 2011-08-02
So eine hätten wir wohl alle gerne. Eine Zunge, mit der wir in allen Weintastings punkten. Eine, mit deren Hilfe wir Rebsorte, Jahrgang und Lage fehlerfrei erkennen. In Spanien wird an der Umsetzung einer solchen gerade gebastelt. Allerdings an einer elektronischen und nicht an einer zum Einsetzen in den weinaffinen Rachen.
Schlangenkopf mit zischender Zunge

Und offenbar ist man dem Ziel recht nahe. Das Gerät »The Device« wurde an der Universitat Autònoma de Barcelona entwickelt und wird erst einmal dafür verwendet, Mängel in der Cava-Produktion zu identifizieren. Die elektronische Zunge soll aber auch verschiedene Cava-Typen anhand ihrer Zuckergradation erkennen können, Cava-Sommelier sein. Sie imitiert den menschlichen Geschmackssinn durch eine Kombination aus chemischen Messinstrumenten und hochentwickelten mathematischen Software-Techniken.

Sein besonderes Asset ist, dass es die genaue Zuckermenge an erkennt, die dem Cava nach der 2. Fermentierung zugesetzt wurde. Extra brut, brut bis süß, kein Problem für die technischen Papillen. Aber das war's dann auch schon mehr oder weniger, sagt Manel del Valle, leitender Wissenschafter des Projektes. Echte Geschmäcker seien der Zunge nämlich fremd, die Sommeliers müssten also nicht um ihren Job bangen. Das Gerät könne allerdings in der Getränke- und Nahrungsindustrie in diversen Bereichen zur Anwendung kommen. Und wir dürfen weiterhin auf unseren Geschmacks- und Geruchssinn und unser aller Sinne vertrauen.

Quelle: www.decanter.com
syl
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ruth havel & sylvia petz
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Aids-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!