Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Oh Bobby! – wir freuen uns mit dem Koch des Jahres 2011! Donnerstag 2011-09-15

Im Grunde war es die logische Konsequenz. Bobby Bräuer, Spitzenkoch in Kitzbühels Restaurant Petit Tirolia, hat gerade beim »Winzer des Jahres« Johannes HIrsch in Kammern aufgekocht, siehe hier im Bild rechts, Bobby mit Griff ins Volle.

Was also liegt näher, als den Witzigmann-Eleven nun zum »Koch des jahres« zu küren? Das dachten auch Frau und Herr Hohenlohe von GaultMillau, zogen nach und gingen mit der freudigen Botschaft gestern an die Öffentlichkeit.

Bobby Bräuer beim Zubereiten

Und als ob das Engagement beim Winzer in Kammern nicht Grund genug gewesen wäre, begründet die GaultMillau-Herausgeberin Martina Hohenlohe ihre Wahl folgendermaßen: »Seine intelligente Küche, die sich aufs Produkt konzentriert, war ausschlaggebend für unsere Entscheidung.« Hier spricht ein Gefühlsmensch.

Wir finden daneben noch, dass der Koch, der sich auch als Wirtschaftsstudent und Barkeeper versucht hat, hervorragend kocht. Das sollten wir demnächst auch nochmals nachvollziehen. Vor Ort, im Petit Tirolia. Die Vorfreude ist mächtig. Und: herzlichste Gratulation, lieber Bobby!

syl
Einfach WOW! Donnerstag 2011-09-15
Weil havel & petz berufsbedingt so wenig zum Verkosten kommen, kam uns ein WIFI-Seminar wie gerufen, um mit unseren Nasen und Gaumen wieder einmal ein wenig die Wein-Schulbank zu drücken. Walter Kutscher präsentiert an fünf Abenden »Österreichs Weine im internationalen Vergleich«. Gestern war der Riesling dran, aus Österreich und vom großen Nachbarn. Ob die hiesigen oder die deutschen Rieslinge besser sind, völlig unerheblich, zu unterschiedlich - auch »innerländisch« – die einzelnen Weine.
Riesling Berg 2007 von Markus Huber

Des Vortragenden Auswahl bestand aus fruchtigen, mineralischen, straffen, üppigen, botrytis-geschwängerten, knochentrockenen, lieblichen, kurz sehr diversen Weinen. Geschmäcker sind verschieden, so auch jene dieser Runde. Darum ging's ja gar nicht.

Aber einen Wein möchte ich hier, ja nicht nur vorstellen, sondern in den Himmel loben. Und über den grünen Klee gleich noch dazu. Der erste Riecher, Feuerstein pur. Wie es mir gefällt. Der Gaumen bestätigt die Nase, dazu kommen südliche Kräuter, Macchia, mineralisch zum Niederknien. Ganz klar, mit meiner Liebe zum trockenen deutschen Riesling, das muss ein großer deutscher Riesling sein.

Mitnichten. Es war der Riesling Berg 2007 von Markus Huber aus dem Traisental. Ganz großes Kino. havel & petz sind wieder einmal stolz auf einen ihrer Kunden. Und freuen sich, mit ihm zu arbeiten. Danke, Markus!

Ruth

Der alte Fuchs ist da - Wolfram Siebeck bloggt Dienstag 2011-09-13
Immer noch gut für Überraschungen. Wolfram Siebeck, Deutschlands bekanntester Gastrokritiker, bloggt. Er möchte sich nach 60 jahren intensiver Restaurantkritik ein wenig zurückziehen vom Schreiben, mehr reisen und seinen im Juli 2011 gestarteten Blog als Reisetagebuch führen. Was wohl mit dem los ist?
Screenshot der Startseite des Blogs von Wolfram Siebeck

War doch das bis vor kurzem noch alles Teufelszeugs. Aber schön, dass auch ältere Herren in der virtuellen Welt landen. Herzlich willkommen!

Optisch macht www.wo-isst-siebeck.de nicht viel her. Viel Weißraum, er selbst präsentiert sich auf der Startseite wie ein Amish. Strohhut, Rauschebart und Blick aufs Kirchlein. Und inhaltlich?

Siebeck, der auch in Österreich zumindest so gefürchtet war wie der schmallippige Ego im Film Ratatouille, hat ja immer gerne ausgeteilt. Und nicht immer mit der feinen Klinge. Karotte zu weich, Rübe ab. Wer gut wegkam, war hingegen fein raus. Von einer feinen Klinge ist auch in seinem Blog nichts zu spüren, im Gegenteil. Bissig und direkt aufs Ziel, aber durchaus amüsant. Und richtig absurde Dinge stehen dort zu lesen wie etwa: »Dazu ist zunächst zu sagen, dass der normale Konsument, der vielleicht am Samstag mal ein oder zwei Viertel Wein trinkt, nie und nimmer in der Lage ist, einen korkigen Wein auch nur zu erkennen. Unendlich viele Flaschen mit korkigem Wein sind  in Deutschland ausgeschenkt worden, ohne dass die Gäste überhaupt das Fehlerhafte des Weins gerochen oder geschmeckt hätten. Denn dazu gehört schon eine beachtliche Erfahrung, um zwischen der Trinkbarkeit eines Weins und einem Korkgeschmack zu unterscheiden.«

Aber umgekehrt auch: »Milchprodukte wiederum sind so billig (in der Provence), dass ich mich fast schäme, für Bioqualitäten weniger zu bezahlen als im heimischen Supermarkt für die Massenware.« Und wie gewohnt Rezepte seiner mit Herzblut gekochten Speisen, die einen animieren, sofort zum Kochlöffel zu greifen. Herzblut hat er, mit Herzblut schreibt er. Und darum ist es gut, dass es ihn gibt. Nun auch als Blogger. Wir freuen uns auf wilde Wortgefechte auf www.wo-isst-siebeck.de.

syl

feine klinge

syl  14.09.2011 09:49

da hast du recht, katha. schreiben kann er. das macht schon spaß.

vom über- und unterschätzen

katha  14.09.2011 09:29

ich mag seine inhaltlich meist gar nicht feine, aber stilistisch doch oft sehr feine klinge, was überhaupt nicht heißt, dass ich immer seiner meinung bin.
zitat aus dem aktuellen blogbeitrag:
"Zwischen all dem angestrengten Mist, den junge Köche uns zumuten, weil sie sich über- und uns unterschätzen, sind die schlichten Einzelstücke rar wir Gold."

Die Asiaten kommen Donnerstag 2011-09-08
All jenen, die den Weinakademiker- oder gar den Master-of-Wine-Traum träumen, sei geraten, das mit dem Titel schnell anzugehen. Denn der Stoff wächst und wächst. Und es kann in Zukunft nicht schaden, die eine oder andere asiatische (Wein-)Sprache zu beherrschen.
 Cabernet Dry Red Wine 2009 von Jiabeilan

Denn die Asiaten holen - auch hier - mächtig auf. Und offenbar ist das gar nicht das Schlechteste. Zumindest wenn man den Damen und Herren der Jury der International Wine Challenge in London glauben kann. Zum ersten Mal wurde heuer ein chinesischer Wein mit einer Trophäe bedacht, der »Red Bordeaux Varietal Over £10 International Trophy«. Der »Jia Bei Lan 2009« des Weinguts He Lan Qing Xue wird als »supple, graceful and ripe but not flashy« beschrieben, gelobt werden »excellent length and four-square tannins«. 25 internationale Trophäen werden vergeben (havel & petz durften über die schreiben, die nach Illmitz ging), tausende Weine verkostet.

Jedenfalls, der fernöstliche Wein triumphierte über seine Konkurrenten Chateau Boutisse/St. Emilion, Bodega Catena Zapata/Argentinien, ließ Australien, Südafrika, Kalifornien hinter sich.

Jedenfalls, der Wein ist eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Gernischt (Weinakademiestudenten bitte merken!), kostet um die £13 und ist bis dato nur in China im Handel (Weinhändler aufgepasst, vielleicht ist das DIE Chance!).

Jedenfalls haben auch andere asiatische Weingüter (aus Japan, China, Indien und Thailand) Auszeichnungen mitgenommen und jedenfalls bin ich froh, dass auch die Asiaten guten Wein machen. Damit diese vielen, vielen Menschen uns nicht alles wegtrinken.

Quelle: Decanter

Ruth

Der Hirsch so froh am Stroh Dienstag 2011-08-30
Verkündet wurde es ja schon vor einer ganz schönen Weile. Gefeiert endlich am Sonntag. Johannes Hirsch wurde von Peter Moser ganz offiziell zum Falstaff-Winzer des Jahres 2011 gekürt. Der Winzer sank vor lauter Dankbarkeit vor demselbigen auf die Knie. Für diese Ehre hat der Falstaff-Chefredakteur den Weg aufs Stohballen-Podium sicherlich gern auf sich genommen.
Johannes Hirsch kniend vor Peter Moser
Vor Peter Moser hat die Bürgermeisterin von Kammern »ihrem« Winzer des Jahres gehuldigt, nach ihm Freund Kevin Pike aus den USA, ein »guter Bekannter« aus der Wachau (Emmi Knoll übrigens) und Christian Seiler, Geschmacks-Autor und -Journalist. Davor, danach, zwischendurch immer wieder the winemaker himself. Allesamt sehr humorig.
Johannes Hirsch und Familie

Jedenfalls, das Wetter war perfekt, um nicht zu sagen »à point«. Nicht mehr so affenheiß wie die Tage davor und nicht so a....kalt wie am Samstag. TJa, unser Draht zu Petrus ...

Zu des Hirschens Weinen zurück bis zum Jahrgang 2002 kochten auf: Bobby Bräuer, angereist aus Kitz, Stefan Klinglhuber vom Kremser Gasthaus mit gleichem Namen, Christian Petz vom Schiff und Christoph Wagner von Wagners Wirtshaus in Hollabrunn. Die Musik von DJ und afrikanischem Trommler heizte uns so richtig ein, als es dann zu später Stunde doch noch a....kalt wurde. Und der Hirsch tanzte und tanzte und tanzte.

Die dazugehörigen Fotos werden aus Rücksicht auf seine Familie nicht veröffentlicht. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ruth

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at

Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!