Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Tatsächlich super! The Daptone Super Soul Revue feat. Sharon Jones & The Dap-Kings & Charles Bradley & Antibalas Donnerstag 2014-07-03

»This might have been an operahouse yesterday, this might be an operahouse tomorrow, but tonight it is a dancefloor!«.

Saun&Starr Charles Bradley
Antibalas Sharon Jones


Einer der großartigsten Abende ever, Hexelkessel in der Wiener Staatsoper. Wer nicht dabei war bei diesem Konzert am 1. juli, kann wenigstens nicht wirklich wissen, was er/sie versäumt hat. Denn es täte ihm/ihr ewig leid.

Hier Karl Fluchs Nachbericht im Standard. Wenn er zu Wort kommt, ist's bequemer. Und besser kann man es ohnedies nicht sagen. Hörproben mit Klick auf den blauen Mann (Bradley), den orangen Mann (Antibalas, Juchu!) und die blaue Frau (Jones).

Karl Fluch. Der Standard, 2. Juli
Hier auch der Nachbericht der Presse, 2. Juli
syl
Finalement Freitag 2014-06-27

Mon dieu, die Zeit vergeht! Vor wenigen Jahren verbrachte ich ein Semester in Paris, um mir mit drei Mitstudierenden an der Sorbonne den internationalen Schliff zu holen. Die drei Mitstudierenden waren auch WG-Mitbewohner/innen und das Semester ein voller Erfolg. In jeder Hinsicht.

Cafe francais Wien 

Nun, wir vier sind uns immer noch mehr als gewogen und versuchen, einander jährlich zumindest einmal in Gesamtbesetzung zu treffen. Was ob unserer Vielbeschäfigtheit gar nicht so einfach ist. Am Mittwoch war's aber endlich wieder soweit.

Und wo trifft sich's als quasi Ex-Pariser/innen besser als im Café français? War auch höchste Zeit, da wollte ich schon lange einmal hin. Das Ambiente ist nicht unbedingt unverwechselbar französisch, beim Lesen der Speisekarte kommt aber sehr wohl ein Gefühl à la française auf. Die Quiches waren einwandfrei, der Coq au vin ebenso und das Mousse au chocolat von dunkler belgischer Schokolade entzückte das einzig männliche Mitglied der Ex-Paris-WG. Aus historischen Gründen bestellten wir französischen Sauvignon Blanc, aber das ist eine andere Geschichte.

Alles in allem ist das Café frainçais ein sehr entspanntes und angenehmens Lokal, sehr geschmackvoll obendrein. Uns war's einen Tick zu wenig französisch, daher haben wir beschlossen, demnächst gemeinsam einen Abstecher nach Paris zu machen. Trifft sich gut, unsere gemeinsames Semester jährt sich im Herbst zum 20. Mal!

www.cafefrancais.at

Ruth

Ein ganz Besonderer Mittwoch 2014-06-25

Aufgrund einer seltenen Krankheit, bei der der Körper niemals in die Pubertät kommt, das Wachstum daher sehr früh aufhört und die Stimme sich nicht verändert, war Jimmy Scott ein ganz Besonderer. Vor kurzem ist er 88-jährig gestorben.

Sänger Jimmy Scott © YouTube

Seine Karriere war durchwachsen, sein Gesang jedoch wunderbar. So wie »Heaven«. Everyone is trying to get to the bar. The name of the bar, the bar is called heaven.

Ruth
Wer werde ich gewesen sein? Sonntag 2014-06-22

Diese vor der Kamera herspazierende Graugans möchte einfach in Ruhe eine Graugans sein. Recht viel mehr wird sie mit ihrem Gänsehirn auch nicht hinkriegen.

Wir aber sind superclever. Wir haben jeden Tag und permanent die Möglichkeit/die Qual der Wahl. Wer möchten wir sein?

Und so fragt Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign an der Universtität Flensburg und Direktor von Futurzwei.Stiftung Zukunftsfähigkeit in Berlin:

»Stellen Sie sich einfach vor, wie Sie dereinst die Frage beantworten wollen, wer Sie gewesen sind und welchen Beitrag Sie entweder zur Zerstörung oder zur Sicherung von Zukunft geleistet haben. Stellen Sie sich selbst im Tempus Futur zwei vor: Wer werde ich gewesen sein?«

.......................................................................................................................

»Ohne Zweifel das wichtigste Buch des Jahres, um es mal vorsichtig auszudrücken.« taz

Welzer, Harald. Selbstdenken. Eine Anleitung zum Widerstand. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2013. S. 133.

syl

Ungerecht Freitag 2014-06-20
Schon klar, darüber zu diskutieren, was gerecht oder ungerecht sei, ist subjektiv wie nur was. Und schon klar, sich über Dinge zu echauffieren, die man selbst nicht steuern kann, ist relativ einfach und möglicherweise auch sinnlos. Trotzdem, die Schlagzeite des heutigen »Standards« macht nachdenklich. »Krise traf Österreichs Ärmste am stärksten, Reiche dagegen nicht.«
Titelblatt "Der Standard", 20. Juni 2014 

So ganz überraschend kommt es ja nicht, dass die Ungleichheit zwischen jenen, die (sehr) wohlhabend sind, und jenen, die das nicht sind, in den Industrieländern wächst und wächst. Eine aktuelle Studie der OECD hat nun konkrete Zahlen. So sei das verfügbaren Einkommen der obersten Verdienstgruppe in Österreich von 2007 bis 2011 jährlich um 1,5 % gestiegen. Das unterste Einkommenszehntel musste im selben Zeitraum auf 0,8 %, die Ärmsten sogar auf 1,61 % ihres Einkommens pro Jahr verzichten. In Summe steht dem Zehntel Bestverdienern 7,1-mal so viel zur Verfügung wie dem untersten Zehntel. Dieser Faktor ist allerdings um einiges niedriger als im OECD-Durchschnitt, dort macht er 9,6 aus, vor der großen Krise hielt er bei 9,3.

Erstmals am stärksten armutsgefährdet sind laut der Studie Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, bedingt durch die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern. Die Gesamtarmutsgefährdung liegt in Österreich bei 9 %, vor der Krise betrug sie 7,2 %.

Ich bin keine Politikerin und hab schon gar keine Patentrezepte für all das, was uns gerade so beschäftigt, aber ein bisschen mehr Mut zur Veränderung stünde unseren Politiker/innen schon gut.

Quelle: Der Standard, 20. Juni 2014, Seite 20

Ruth

fav

syl  22.06.2014 22:29

very pleased to read, mr smith!

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Smithf274  22.06.2014 12:21

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