Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

The joy of summer wine Samstag 2014-05-24

»Give me the taste, give me the joy of summer wine. These are the days that bring you meaning. I feel the stillness of the sun. And I feel fine.«

Dem ist nichts hinzuzufügen. Schönes Wochenende!

Jamie Cullum »These are the days».
syl

Jamie Cullum
Wenn arbeiten einfach traumhaft ist Donnerstag 2014-05-22

Gelesen wird viel bei havel & petz. Wir sind quasi die geborenen Leserinnen. Und lesen Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Magazine, in der Freizeit Belletristik, und quasi immer parallel ausgewählte Fachliteratur. Über alles Mögliche. Wie zum Beispiel über die »Traumfirma«.

Der Autor, Georg Paulus, gehört laut Autorenportrait zu den ganz Erfolgreichen, baute mit 26 Jahren sein erstes wahnsinnig erfolgreiches Unternehmen auf und begann 1988 schon, Seminare zu halten. 2011 schrieb

er die »Traumfirma«, seit 2004 gibt's das dazugehörige Unternehmen, das »Firmen und Menschen auf ihrem Weg zur Traumfirma, zu Traumchefs und zu Traummitarbeitern begleitet.« Meine klassische Grundskepsis war da. »Naja, mal sehen.«  

Also. Das Buch. Einfach geschrieben, der Stil nicht wirklich anspruchsvoll. Vieles wird oft wiederholt. Etwas befremdlich am Anfang, mit der Zeit wird aber klar, wie wirkungsvoll das ist. Aber das weiß man ja eh.

Dazwischen durchaus humorige Stellen, die mich immer wieder zum Lachen bringen. Und viele Aha-ja genau-Erlebnisse und Selbsterkenntnisse. Und viele mehr oder weniger schlüssige und glaubhafte Glaubenssätze. Von denen pick ich mir halt jene heraus, die mir zusagen.

Sukkus in aller Kürze: Jeder hat die Mitarbeiter/innen, die er verdient, jeder arbeitet in dem Unternehmen, das er verdient. Jeder hat seinen Anteil daran, ob ein Job der Traumjob, eine Firma die Traumfirma ist.

Wenn auch sehr plakativ geschrieben und mit einigen mutigen Simplifizierungen, stecken viele »Wahrheiten« (so es solche überhaupt gibt) in dieser Lektüre. Zumindest für mich. Also love it, change it or leave it.

Traumfirma, Georg Paulus, DANKE-Verlag. ISBN 978-3-9808635-1-3

Ruth

Feedback zum Buch TRAUMFIRMA

Werner Siedl  26.05.2014 13:15

Liebe Ruth,
du hast es sehr gut zusammen gefasst.
Anhand von 9, bzw. 14 Traumfirma-Prinzipien kann es jeder schaffen ein Traumchef, bzw. Mitarbeiter zu werden. Wie immer liegt es dann an der Umsetzung in wie weit es einen voran bringt.

Meine Lieblingsprinzipien sind "Jeder erntet heute dass, was er zuvor gesät hat" und "Jeder hat aus seiner Sicht Recht".

Herzliche Grüße

Werner Siedl - Gemeinsam Erfolgreich
(Lizenzpartner von TRAUMFIRMA)

Was für eine Wiederentdeckung Dienstag 2014-05-13

Ein absolut a-typischer Dienstag mit einer überraschenden wie erfreulichen Erinnerungs-Erkenntnis: Die Toskana liegt kulinarisch eh vor unserer Haustür. Ganz konkret in der Jasomirgott–straße.

havel & petz beschlossen – aus rein geschäftlichen – Gründen, an einem 

stinknormalen Dienstag in die Cantinetta Antinori mittagessen zu gehen. Aus diesem »Business-Termin« wurde ein höchst genussvolles Erlebnis.

Der Empfang: herzlich, italienisch, echt. Man kommt bei der Tür rein, ist willkommen, ist in Italien, ist da.

Individuelle Wünsche bei der Bestellung werden naturalmente und con grande passione erfüllt. Mehr noch, manch beiläufig gestellte Frage, beiläufig fallengelassene Bemerkung wird flugs in eine Wunscherfüllung verwandelt. Sehr unalltäglich und damit umso positiver. Und alles ohne Brimborium und Übertriebenheit.

Das Essen? Ein Genuss und molto italiano. Specialmente erwähnenswert und definitiv ein Highlight für Freunde des Fleisches: die Costata. Eine Herausforderung für das Fassungsvermögen unserer eh ziemlich trainierten Mägen (nach zwei kleinen vorab verspeisten Gängen, einer davon sogar geteilt, also nur eine halbe Portion). Doch das (je halbe) Glas Guado al Tasso 2010 ließ es flutschen. Ganz ausgegangen ist sich das Prachtstück nicht, weshalb es dann auch in zwei Teilen in den edlen Tragtaschen des ehrwürdigen Antinori-Clans nach Hause transportiert wurde. So hatten auch unsere Kinder noch etwas von unserem Ausflug nach Italien.

Und das ist auch das Resümée dieses wirklich angenehmen, genussvollen, schönen Mittagessens: Die Cantinetta Antinori bietet Italanità der Sonderklasse mitten in Wien, und wir sind froh, uns dieses Ristorante, das nächstes Jahr übrigens 20-jähriges Bestehen feiert, wieder in Erinnerung gerufen haben. Der nächste »kulinarische Kurzurlaub« in der Wiener Innenstadt folgt sicher bald.

www.cantinetta-antinori.com

Ruth

Was Conchita Wurst und der Nikolaihof gemeinsam haben Dienstag 2014-05-06

Conchita Wurst und der Nikolaihof haben das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Den Gewinn des European Song Contests die eine, 100 Parker-Punkte für einen österreichischen Wein der andere.

Zwei große Siege. Beide sind Revolution, beide bewegen.

Conchita Wurst

Ob einem dabei der Stil von Conchita Wurst gefällt oder nicht, tut hier nichts zur Sache. Ob einem der ESC liegt oder nicht, genausowenig. Es ist ein großes gesellschaftliches Statement. Eine europäische Mehrheit gibt einem selbstdeklarierten Zwitterwesen die Stimme. Es ist ein »Ja« für das Anderssein, ein »Ja« für einen selbstbestimmten und selbstbewussten Menschen mit unglaublich viel Mut. Und eine Absage an Intoleranz und das ewig Gestrige. Es ist ein Hinweis darauf, dass die Dinge ins Rollen kommen. Es ist ein guter Tag.

Was Conchita für die Gesellschaft, ist der Nikolaihof für den österreichischen Wein. Der Vergleich mag ein bissl hinken, aber wurscht. Auf jeden Fall erzielte der Riesling Vinothek 1995 vom Weingut Nikolaihof 100 Punkte in Robert Parkers »The Wine Advocate«. Eine Sensation.

Ein Ausschnitt der Nikolaihof-Weinflasche mit Glas

Noch nie zuvor hat ein heimischer Wein 100 Parker-Punkte erhalten. Der Nikolaihof mit seinem 17 Jahre im Eichenfass gereiften und 2012 abgefüllten Wachauer Riesling steht nun in einer Reihe mit Mouton, Margaux, Beaucastel, Chapoutier, Romanée Conti, Vega Sicilia und vielen anderen großen Häusern der Welt. Chapeau!

Offenbar sind Österreichs Parker-Mann David Schildknecht ob der große Gütes dieses Weines fast die Worte weggeblieben, schreibt Luzia Schrampf im Standard. Schildknecht »schwärmt er von den blütenhaften Aromen, von Vogelbeere und Mandeln, von subtiler steiniger Mineralität und einer endlosen Leichtfüßigkeit, sodass er sich fragt, ob man überhaupt noch von Finish reden könne, wenn der Geschmack einfach nicht enden will.«

Und insoferne ist der Vergleich gar nicht soweit hergeholt. Auch die Weinwelt ist in Bewegung. Der Weinweg führt weg von den schweren Weinen, der Nikolaihof-Riesling ist mit seinen 12.5 % Alkohol geradezu leicht und süffig. Und der Weinweg führt immer weiter hin zu Weinen aus naturnahem Anbau, der Nikolaihof-Riesling stammt aus biodynamischem Weinbau nach Demeter. David Schildknechts Bewertung ist zukunftsweisend. Cool!

www.nikolaihof.at
www.conchitawurst.com
www.erobertparker.com

Fotos: AP, Anna Marie Lun/Nikolaihof
syl

Maikäfer sind Schweine! Sonntag 2014-04-27
Mitte April waren wir zu Besuch bei Winzer Anton Bauer am Wagram, der so nett war, mit uns seine Rieden abzufahren. Und dabei sind sie uns zum ersten Mal aufgefallen, die dicken braunen Brummer über den Weingärten. Ganz richtig, heuer sei wieder ein Maikäferjahr, so der Weinbauer.
Max & Moritz 5. Streich: die Maikäder bei Onkel Fritz im Bett

Wie schlimm ein solches für die Winzerschaft - heuer speziell in Niederösterreich - sein kann, ist in einem Bericht auf orf.at nachzulesen. Alle drei Jahre ist Hauptflugjahr, zu Zeiten von Max & Moritz waren es noch sieben. Die Maikäfer haben es auf die jungen Triebe der Rebstöcke abgesehen, ein umweltverträgliches Mittel gegen die gefräßigen Tiere gibt es offenbar keines.

Den Winzern bleibt nur abzuwarten und zu hoffen, dass den Unholden bald der Appetit vergeht. Und Engerlinge einzusammeln, aber wahrscheinlich ist das nur ein Tropfen auf den Stein. Denn in manchen Weingärten im Weinviertel und am Wagram seien die Rebstöcke bereits bis zu 80 % geschädigt, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Weinbauverbandes. Die »chemische Keule« sei keine Lösung, sagt auch er. »Wir wollen gemeinsam mit der Natur eine Lösung finden.« In Kooperation mit der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) werden offenbar gerade Möglichkeiten der Maikäferbekämpfung erforscht. Den Engerlingen könnte durch eine intensivere Bodenbearbeitung der Garaus gemacht werden oder durch den Anbau von Senfpflanzen. Senf dürften die Schädlinge nämlich gar nicht mögen.

Ein Maikäfer legt lt. Wikipedia zehn bis hundert Eier in feuche Humuserde. Nach vier bis sechs Woche schlüpfen die Engerlinge, nach der Verpuppung leben die Käfer noch etwa vier bis sieben Wochen. Die Männchen haben nach der Begattung übrigens ihr Werk getan und segnen das Zeitliche. Das haben sie nun davon.

www.orf.at
syl
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