Vier weisse Eier in kleinen Blumentöpfen als Eierbecher

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Der Wein bedeutete ihm alles – Franz Mayer, Leitfigur des Wiener Weines, 1928 bis 2011 Freitag 2011-05-06

Wir durften ihn letztes Jahr noch einmal besuchen und ihn zu seinem »Leben mit dem Wein« befragen. Es waren sehr berührende Stunden bei diesem großen Mann, der so bescheiden geblieben war und dankbar. Der so viel bewegt hat für den Wiener Wein und die Wiener Winzer, die ihm auch heute noch vieles verdanken, wofür er sich eingesetzt hat und wofür er Wegbereiter war.

Heuer wurde Franz Mayer von der Vineus-Fachjury für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Wir waren und sind sehr stolz darauf, dass er diese Auszeichnung angenommen hat.

Franz Mayer

Sohn Franz Michael Mayer hat auf der Vineus-Gala am 21. März an seiner Vater statt die Trophäe entgegengenommen. Fritz Wieninger, für den Franz Mayer nach wie vor ein großes Vorbild ist, hat während der Verleihung eine berührende Laudatio gehalten. Hier die gefilmten Dankesworte von Franz Mayer.

ÖKR Ing. Franz Mayer. Im Zeichen der Qualität seiner Weine war ihm keine Reise zu weit, kein Literatur-Studium und keine Schulung zu mühselig. Kooperationen mit Forschungsinstituten schon in den 1950er-Jahren führten zu bahnbrechenden Ergebnissen. Franz Mayer war seiner Zeit weit voraus und Impulsgeber, auch weit über die Grenzen seines eigenen Hauses hinaus: durch schon frühen Einsatz der Lenz-Moser-Drahtrahmenerziehung und seine Beispiel gebende Kellertechnik, die reduktive gekühlte Vergärung.

Die Güte seiner Weine hat ihm immer Recht gegeben. Modernität im Keller, Bewahrung der Rebflächen und der Wiener Wein, hier insbesondere der Gemischte Satz als Qualitätsmarke, sind seine Meilensteine, für die ihm die Wiener Winzer und Liebhaber ihrer Weine heute noch dankbar sind. Auszüge unseres Interviews mit ihm.

Als wir von ihm wegfuhren, waren wir sehr still. Voll von seinen Erzählungen und seinem Wesen. Sein reiches Leben muss festgehalten werden. Er selbst hat viele Seiten darüber geschrieben. Oliver Gruen hat ihn kurze Zeit später für sein Buch »G‘MISCHTER SATZ. Weltkarriere in Wien« interviewt und gefilmt. Datenmaterial gibt es also genug. Wir hoffen sehr, dass sich jemand findet, der dem Leben Franz Mayers ein eigenes Buch widmet. Seiner Familie und seinem Sohn unser aufrichtiges Beileid.

syl

mayer

oliver gruen  06.05.2011 13:44

sylvia, es gibt wahrlich genug material für 2 Bücher, nämlich 5 Std Videointerview von mir gemacht. Lass Dir nur Zeit!

Verflixte Kälte Donnerstag 2011-05-05
Österreichs Winzer sind mit einem Schrecken davongekommen. Anders die deutschen Weinbauern. Wie Blogger Dirk Würz berichtet, sind in der Nacht auf den 4. Mai große Teil der deutschen Rebflächen erfroren: »Die Nacht, in der der Frost kam«. 60 bis 70 % Ausfall in Rheinhessen, Franken, Würtemberg, an der Pfalz und Mosel und im Rheingau.
Frost im Weingarten
Manche Winzer müssen mit einem Totalschaden leben, Junganlagen sind zur Gänze erfroren. Man hofft auf einen zweiten Austrieb, der wahrscheinlich ohne Fruchtansätze sein wird, aber die Reben für das nächste Jahr rettet. Und das nach einem Jahr, in dem die Ernteerträge bei 50 % des Durchschnitts lagen. Für viele Winzer geht es nun tatsächlich um die Existenz. Kein guter Start ins Weinjahr 2011.

Quelle & Foto: würtz-wein.de
syl

Giacomo Tachis - »The father of Italy's wine« is Decanter Man of the Year 2011 Freitag 2011-04-29
Es muss gar nicht so einfach sein für die Decanter-Leute, a Woman or a Man of the Year zu definieren. Bei all den großartigen Weinmenschen weltweit, die Dinge bewegt und Steine aus dem Weg geräumt haben. Jedes Jahr aufs Neue die Frage: Wer verdient es heuer, für sein Werk ausgezeichnet zu werden?
Giacomo Tachis

2011 fiel die Wahl auf Giacomo Tachis. Der italienische Önologe und Weinmacher schuf für die Familie Antinori berühmte Weine, unter anderem die drei »Super Tuscans« Sassicaia, Tignanello und Solaia. Decanter-Chefredakteurin Sarah Kemp begründete ihre Wahl am Abend der Preisverleihung in Florenz mit den Worten: »You made a significant difference to the world of wine, and have exerted an extraordinary influence on Italian wine – an influence that will live on.« »You are the father of Italy’s wine renaissance,« sagte sie. »You have been responsible for raising the quality of wine across the length and breadth of Italy, from Trentino to Sardinia and everywhere in between.«

Piero Antinori verglich Tachis mit anderen Decanter Men of Year wie Robert Mondavi und Emile Peynaud, den Tachis als seinen Mentoren sieht. Der 78-jährige Giacomo Tachis erhielt die große Auszeichnung für sein lebenslanges Schaffen und seinen Einfluss auf den gesamten italienischen Wein. Wein sei bei den Antinoris schon seit dem 15. Jahrhundert immer auch als Medizin betrachtet worden, er führe diese Tradition fort, scherzte der Preisträger bei der Verleihung.

Der geborene Piemonteser steht seit fünf Jahrzehnten einer innovativen Weinbereitung in Italien vor: Klonenselektion, hohe Stockdichte, niedriger Ertrag und Verfeinerung der malolaktischen Gärung und Fassreife sind seiner Vorreiterschaft zu verdanken und heute Standard. Während des feierlichen Dinners bei der Preisverleihung wurde sein 1982er Tignanello ausgeschenkt.

Hier geht's zum Interview mit Giacomo Tachis. 

Quelle: www.decanter.com
syl

Leute, esst mehr Erdäpfeln! Dienstag 2011-04-26

Aus dem Westen nichts Neues. Diesmal macht unsere Nachfrage den Quinoa-Markt kaputt. Die Samen des Fuchsschwanzgewächses aus den Andenregionen sind getreideähnlich, glutenfrei und reich an Nährstoffen und Aminosäuren.

Seit Quinoa aus diesen Gründen die internationalen Märkte erobert hat - die Nachfrage im Westen stieg in den letzten fünf Jahren um 30 %, steigen die Preise in den Erzeugerländern. Im selben Ausmaß geht die Nachfrage im Hauptproduktionsland Bolivien zurück.

Quinoapflanze

Kostete eine Tonne Quinoa 2008 noch rund 1.100 Dollar (790 Euro), waren es 2010 bereits rund 3.000 Dollar, der Preis hat sich beinahe verdreifacht. Im europäischen Handel kostet ein Kilogramm des gängigeren weißen Quinoa zwischen sechs und sieben Euro. Für den selteneren schwarzen Quinoa sind bis zu zwölf Euro zu bezahlen. Ein Kilogramm Nudeln kostet etwa zwei, drei Euro und ein Kilogramm Reis nur einen Euro.

Die spinatähnliche Quinoa-Pflanze wird seit rund 6.000 Jahren in den Anden auf einer Höhe von über 4.000 Metern angebaut. Schon die Inkas nützten die haltbaren und nährstoffreichen Körner für die Verpflegung ihrer Soldaten. Durch die Unterstützung von europäischen und US-amerikanischen Hilfsorganisationen können viele Bauern heutzutage ihre Ernte exportieren.  

Nun schlagen vor allem Ernährungsexperten Alarm. Studien hätten gezeigt, dass gerade in den Quinoa-Regionen die chronische Mangelernährung bei Kindern wieder steige. Ernährungsberater führen das auf die stark gestiegenen Preise zurück. In Bolivien kostet das Kilogramm mittlerweile umgerechnet fast fünf Dollar. Viele Bolivianer greifen daher lieber zu den viel billigeren Nudeln, deren Nährwert nicht annähernd so hoch ist.

Zur Teuerung kommt der gesellschaftliche Wandel. Quinoa wird bei Kindern und Jugendlichen mehr und mehr »uncool«. Statt getoastetem Quinoabrot wird zu Weißbrot gegriffen, statt zu traditionellem Quinoa-Getränk zu Coca Cola. Jetzt sollen die Quinoa-Produzenten mit Millionenkrediten gestützt werden und jede schwangere Frau soll Zugang zu Quinoa bekommen. Auch in den Schulen sollen die Körner verpflichtender Teil des Frühstücks werden. Cooler wird Quinoa dadurch zwar nicht werden, aber vielleicht hilft es doch ein bisschen, dass die bolivianischen Kids gesund bleiben.

Quelle: orf.at
syl

Königlicher Geschmack Mittwoch 2011-04-20

Ach was haben havel & petz doch für einen königlichen Geschmack. Zu Silvester noch arglose Pol-Roger-Genießerinnen, ab sofort in einer Riege mit William, Kate & Co. Wie der Decanter zu berichten weiß, ist Pol Roger der offizielle Champagner der Hochzeit des Jahres der Royal Family.

Noch nicht fix oder noch nicht kommunikationsreif sind die anderen Weine, die während der Festivitäten offeriert werden. Ein englischer Tropfen soll jedoch dabei sein. Wird gemunkelt.

Mit dem Champagner aus Epernay ist jedenfalls schon einmal eine gute Wahl getroffen worden. Noch dazu, wo bereits Winston Churchill ein besonderes Faible für Pol-Roger-Schampus hatte. Zu seinen Ehren kreierte das Haus 1984 die Cuvée »Sir Winston Churchill«.

 Flasche Pol Roger Champagner

Es ist übrigens das erste Mal, dass Pol Roger bei einer Windsor-Hochzeit getrunken wird. Bis dato machte Bollinger das Rennen.

Das soll noch einmal wer sagen, die Briten hätten keinen Geschmack.

Und speziell William habe Geschmack, sagen Kates Kommilitonen.

Quelle: Decanter

Ruth
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ruth havel & sylvia petz
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Aids-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!