Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Wir sind Mais Freitag 2011-06-10
Wahrscheinlich ist es ganz gut, dass wir nicht alles wissen. Auch wenn man stinksauer wird, wenn man's dann doch erfährt. Unter anderem weil wir's ja insgeheim immer gewusst haben. Männer sind Schweine! Eigentlich sind wir alle ein wenig Schweine, gemästet mit Mais. Sagt der Amerikaner Pollan in seinem Buch "The Ominvore's Dilemma".Maisernte von Oben

Aber zum eigentlichen Thema. Monsanto steht für Mais. Monokulturmais. Maissch... Monsanto ist der weltgrößte Saatgutproduzent und wegen seines gentechnisch veränderten Saatguts umstritten. Bauern sowie Umwelt- und Verbraucherschützer beklagen, dass sich das veränderte Genmaterial mit dem konventioneller Pflanzen vermischt. Nun kam ans Tageslicht, dass man seit Jahren wusste, dass Roundup, weltweit meistverkauftes Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto, zu Geburtsfehlern führen kann.

Mehrere Studien belegten schon davor die gefährlichen Auswirkungen von Glyphosat auf Mensch und Umwelt, heißt es auf orf.at. Erst 2010 etwa wurde von Wissenschaftern nachgewiesen, dass das Mittel selbst in extrem geringen Dosen Missbildungen bei Fröschen und Hühnerembryos auslösen kann. Die EU-Kommission jedoch ignoriere diese Ergebnisse offenbar und stütze sich auf deutsche Untersuchungsergebnisse, die die Auswirkungen herunterspielten.

Nicht nur Missbildungen sondern auch Hormonstörungen, DNA-Schäden und Krebs könnten durch Roundup verursacht werden. All diese Risiken seien überprüfbar. Allerdings habe die Kommission kurz nach Bekanntwerden der schädlichen Wirkung von Glyphosat eine Untersuchung des Mittels und weiterer Pestizide auf 2015 verschoben. Die Autoren des Berichts befürchten nun, dass tatsächliche Ergebnisse erst 2030 vorliegen würden.

Warum wird mir gerade wieder einmal schlecht?

Quelle: www.orf.at
Mehr zum Thema: Pollan, Michael. The Ominvore's Dilemma. A Natural History of Four Meals. Penguin Books.
syl

gifte

syl  11.06.2011 15:24

und dann noch all die hormonell wirkenden konservierungsmittel in der kosmetika, die erst dann verboten werden, wenn nachgewiesen wird, dass sie schädlich sind. super cocktail. wie gesagt zum schlecht werden.

Pflanzenschutz

Gottfried  11.06.2011 15:05

Von vielen im Weinbau zugelassenen Pflanzenschutzmitteln weiß man dass sie entweder krebserregend oder genauso den Embryo im Mutterleib verändern können. Trotzdem dürfen sie angewendet werden...
Es ist nicht angenehm nach einer Herbizidanwendung am Feld oder Weingarten hinterher im Gras nachzustapfen. Deswegen mache ich sowas nicht mehr.

Meine Herren! Donnerstag 2011-06-09

Der Herr auf dem Bild macht ziemlich wenig Wein. Der ist dafür zum Niederknien. havel & petz haben drei Weine aus dem Mini-Sortiment verkostet. Der Herr ist übrigens Gottfried Lamprecht vom Herrenhof Lamprecht, verkostet wurde im Hotel Herrenhof. Sehr passend. Aber das nur nebenbei.

Des Jungwinzers älteste Rebstöcke sind fünf Jahre alt, da hat er begonnen mit dem Wein. Weinmachen zu sagen wäre unpassend, Gottfried Lamprecht meint, er macht gar nichts mit dem Wein. Der macht sich von selbst.

Gottfried Lamprecht bei der Verkostung

Der Herrenhof, einer der Gutshöfe vom Stift Vorau, war schon immer ein Landwirtschaftsbetrieb, um die zehn Hektar Weingärten gehören dazu. Die lagen lange brach. Seit wie gesagt fünf Jahren sorgt der experimentierfreudige Winzer dafür, dass wieder was wächst. Aus dem sich was keltern lässt. Vier Hektar werden zur Zeit bearbeitet, noch einmal vier bis fünf sind möglich. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine große Lage direkt beim Gutshof. Lockere Sand- und Sandsteinverwitterungsböden, ein laut Winzer perfektes Kleinklima und die Beschäftigung mit Altem und Neuem sind die Basis. Ausgewählte Rebsorten, viel Zeit im Weingarten, gebrauchtes großes und kleines Holz, ausschließlich Spontanvergärung (»es fängt irgendwann an und hört irgendwann auf«), Gelassenheit und Entspanntheit im Keller. Was dabei herauskommt ist jedenfalls superbe.

Wein eins vom Herrenhof im Herrenhof war der Weißburgunder 2010, der Gutswein, wenn man so will. Auf den ersten Riecher ist das Holz noch ein bisschen dominant, dann kommt Steinobst, Birne, eine Reife, die nie auf einen 2010er schließen ließe. Und das Ganze bei wirklich (selbst erfahrenen) trinkanimierenden 11,5 % Alkohol! Geht also wunderbar auch schon am frühen Nachmittag (selbst erfahren).

Wein zwei dann ein steirischen Gemischter Satz. Jawoll. Gottfried Lamprecht will mit diesem Wein, dem Buchertberg Weiß, weg von der Sorte und hin zur Lage. Was auch immer wir im Glas haben, es mundet fantastisch. Südliche Macchia, mediterrane Kräuter, extrem burgundisch. Jawoll!

Und dann ein Roter, der uns fast umhaut. Weil er so fein und elegant ist, so wunderbar entspannt und »bei sich«. Der Winzer hat Blaufränkisch-Trauben vom Eisenberg gekauft, aus einem Weingarten, den er aber selbst bearbeitet hat. Ein bisschen anders als der Eigentümer das je gemacht hätte. Und man kann mit Fug und Recht behaupten, das Experiment (O-Ton G. L.) ist gelungen. Der Wein ist leider ausverkauft, ein weiterer Jahrgang kommt im Herbst noch auf den Markt, das war's dann mit dem Eisenberg, dann kommt was Neues.

Zu erzählen gäb's jetzt noch so viel. Von der Biozertifizierung, davon, dass Gottfried Lamprecht alles selbst macht (bis hin zu den Etiketten!), dass er gerne immer wieder was Neues probiert, dass er einen Glasballon mit Weißwein im Weingarten vergraben hat und ihn irgendwann wieder ausgraben und kosten wird. Ich lass es jetzt trotzdem, und fiebere der Lieferung der bestellten Weine entgegen.

Ruth

Mon dieu! Dienstag 2011-06-07

Sich hie und da zu überlegen, wie man möglichst günstig zu einer wirklich guten, wirklich teuren Flasche Wein kommt, Gedankenspiele zu machen, wie weit man wohl gehen würde, alles schon gehabt. Jeder, der vom Wein-Virus befallen ist, weiß wahrscheinlich wovon ich rede. Aber so dreist wie die junge Frau in einer französischen Supermarktfiliale geht freilich kaum jemand. Nehm ich einmal an.

Barcode

Der Decanter berichtet, dass besagte Dame Barcode-Aufkleber vertauscht hat, um sich so zum Dumping-Preis ein paar Flascherl Petrus unter den Nagel zu reißen.
€ 2,50 wollte sie statt € 2.300 bezahlen. Sie wurde erwischt. Blöd. Viele andere jedoch offenbar nicht. Noch blöder.

Leclerc-Weineinkäufer David Bruguiere lässt wissen, dass diese Art von Betrug ein echtes Problem sei. Und an der Kassa kennt sich halt auch kaum jemand so gut aus, um die Umetikettierung zu bemerken.

Die sollten ihr »Pickerl-System« überdenken oder in besseren Kleber investieren.

Quelle: Decanter

Ruth

Wenn der Chef rockt Mittwoch 2011-06-01

Die Jungs und Mädels der ÖWM wissen zu feiern. Und lassen andere gerne mitfeiern. Das rechnen wir ihnen hoch an. Gestern am Abend war wieder einmal Gelegenheit dazu. Zum Abschluss des Weingipfels wurde in den Prater geladen, in den Waggon 31. Coole Location mit Terrasse am Rande des »pittoresken« Pratervorplatzes.

Willi Klinger mit Band
Rund 180 internationale Weinkennerinnen und -kenner, vornehmlich Journalisten, ein paar Händler und Gastronomen, wurden drei Tage lang durch den Wein kutschiert. Mit allem Pipapo. Tastings, Picknicks, Dinners, was das Weinherz halt so begehrt. Gestern dann besagte Abschluss-Fete. Und die hat gerockt.Der gefüllte Raum

Denn Willi wollte es wieder einmal wissen. Gott sei Dank! Was sind wir froh, dass er so gut mit Oliver Gruen und Band kann. Mein persönlicher Favorit des Abends: Massachusetts von den Bee Gees. Genial.

Danke, Willi!

Ruth

Johannes Hirsch ist Falstaff-Winzer-des Jahres! Donnerstag 2011-05-26

Was sind havel & petz doch stolz. Schon wieder einer ihrer Kunden »Falstaff-Winzer-des Jahres«! Johannes Hirsch heißt der Mann, im Kamptaler Kammern ist er zuhause, ganze sechs Weine umfasst sein Sortiment pro Jahrgang. Und diese Konzentration auf das Wesentliche bringt's. Seit Jahren. Hirsch, wir sind stolz auf dich!

Ruth & Syl

Johannes Hirsch im Weingarten 
Weingut Hirsch
Hauptstraße 76, 3493 Kammern/Langenlois
Tel.: +43 (0)2735 2460, Fax: +43 (0)2735 2460 60, E-Mail: info@weingut-hirsch.at www.weingut-hirsch.at
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ruth havel & sylvia petz
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Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!