Bunte Rüben und Kraut in einer Holzschale

Bassena - unser Blog

Österreichs Weißweine sind die bestbewerteten in der Financial Times Samstag 2014-01-11
Es ist wirklich ein Grund, stolz zu sein auf unsere Winzer. Österreichs Weißweine haben in den letzten 15 Jahren von Master of Wine Jancis Robinson in ihrer Financial-Times-Rubrik durchschnittlich höhere Punkte erhalten als alle anderen. Und wer sollte es besser wissen als diese Grande Dame!
Grafik aus der Financial Times

Um es auf den Punkt zu bringen, das legendäre London-Tasting 2002 lebt!

Im erwähnten Artikel, der letzte Woche in der FT erschienen ist, beschreiben Robinson und Co-Autorin Valentina Romei die Entwicklung des internationalen Weinmarkts. Die hier einkopierte Grafik findet sich am Fuß des Beitrages. Der wirklich lesenswert ist:

Wie der Weinkonsum in den traditionellen Weinländern weniger wird und der internationale Gesamtkonsum trotzdem steigt. Welche alkoholischen Getränke bei den Jugendlichen die Nase vorne haben und welche weinproduzierenden Länder quantitativ auf der Überholspur sind. Was sich insgesamt getan hat in den letzten Jahren. Lesenswert für alle Weininteressierten und speziell für alle Produzenten und Händler!

Quelle: Financial Times
syl
Fleisches-Unlust Freitag 2014-01-10

Es ist wohl so, die Menschheit lernt nichts dazu. Oder nur so langsam, dass es kaum auffällt. Oder viel zu wenige Menschen lernen dazu, was Wandel generell schwierig macht. Beispiel Fleischkonsum.

Wie auf orf.at zu lesen ist, geht dieser in Europa und den USA zwar

aufgehängte Schweinehälften 
– zumindest ein wenig - zurück, jetzt wollen aber all jene aufholen, die bis dato aus zumeist wirtschaftlichen Gründen viel weniger Fleisch zu sich nahmen. Und das sind vor allem die Asiaten. Fleisch als Statussymbol der wachsenden Mittelschicht. Im aktuellen »Fleischatlas« sagen Umweltorganisationen eine benötigte Menge von 470 Millionen Tonnen Fleisch im Jahr 2050 voraus. Heute decken 300 Millionen den Bedarf der weltweiten Carnivoren. Um diese Steigerung zu schaffen, wird auch in Asien die Fleischerzeugung zunehmend hochindustrialisiert.

Die Folgen? Lebensmittelskandale, Einsatz von Medikamenten und Hormonen, unwürdige und elende Bedingungen für die Tiere, massive zerstörerische Einflüsse auf die Umwelt. Dazu kommt, dass kein Mensch weiß, wie all die Tiere überhaupt ernährt werden sollen. Die Produktion von Sojabohnen müsste offenbar von derzeit 260 auf 515 Millionen Tonnen erhöht werden. Und das, obwohl jetzt schon rund 70 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen auf diesem Globus für die Herstellung von Futtermitteln gebraucht werden.

Hier ein paar Punkte aus dem Fleischatlas, die so logisch scheinen, aber halt leider offenbar kurzfristig keinen Gewinn bringen:

» Ernährung ist nicht nur Privatsache. Sie hat ganz konkrete Auswirkungen auf das Leben der Menschen in allen Ländern, an die wir häufig nicht denken, wenn wir ein Stück Fleisch essen. Auf die Umwelt, die biologische Vielfalt und das Klima. Auch bei uns.

» Hoher Fleischkonsum führt zu einer industrialisierten Landwirtschaft. Nur einige wenige internationale Konzerne profitieren von ihr und bauen ihre Marktmacht immer weiter aus.

» Kein landwirtschaftlicher Teilbereich ist so stark international verflochten, produziert so massenhaft und wächst gleichzeitig so stark wie die Geflügelproduktion. Sehr zum Leidwesen der Tiere, der kleinen Produzenten und der Umwelt.

» Fleischkonsum muss kein Klima- und Umweltkiller sein. Im Gegenteil. Wenn Tiere auf Weiden artgerecht und in passender Zahl gehalten werden, kann das sogar vorteilhaft für Klima und Umwelt sein.

Ich weiß, alles nix Neues. Und gerade deshalb sollten wir weiterhin drüber reden.

orf.at
»Fleischatlas«

Ruth

Fleischwerdung mit Fragen

stock  14.01.2014 16:13

Danke für diesen engagierten Beitrag!

Ja, es wird wohl so sein, dass wirtschaftlich aufstrebende Kommunen (Staaten, Länder, Religionen,...) die "selben Fehler" machen wie die hier erwähnt gewachsene Fleischcommunity aus EU und USA. Das mag freilich mit Sozial-Prestige zu tun haben, ist bei Autos aber nicht anders und beim Umweltschutz sowieso nicht.

Mein Einwand: es gibt keine "selben Fehler", weil andere Menschen und Kulturen jeweils einen anderen Blick darauf haben – heißt, dass die Globalisierung in ihrer wesentlichsten Form versagt – nämlich bereits erfahrene Fehler wo anders auf dem Globus zu vermeiden.

Wirklich tragisch finde ich aber nicht die unreflektierte Lust am Fleischkonsum, sondern den permanent hohen Verlust an hochwertigen Lebensmitteln (Fleisch ist nur eines davon...) durch die tägliche Abmüllung nicht verkaufter Ware.

Ich weiß, das Thema ist auch alt, aber es hat sich seit Jahren auch nichts geändert. Ja, kleine privat organisierte Gruppen gehen in den "frischen" Müllhalden der Wiener Supermärkte heimlich einklauben. Damit andere Menschen im Winter was zu essen haben. Das kann's ja nicht sein.

Wir sollten 3 Dinge nicht durcheinanderbringen:
HUNGER / GESUNDHEIT / PRESTIGE

AS

Wine on the road – Rekord für Österreichs Weinexporte Donnerstag 2014-01-09
Österreichs Winzer dürfen sich freuen. Ihre Exporterlöse sind so hoch wie noch nie. Trotz niedrigerer Menge stiegen die Wein-Umsätze im Ausland seit dem Vorjahr um mehr als 4 Prozent auf 137,5 Mio. Euro an. Die Ausfuhr von billigem Fasswein geht wie gewünscht zurück, der Anteil an Qualitätswein steigt. Klingt hervorragend!
Flaschenhälse mit der österreichischen Kapsel

Hervorragend ist insbesondere, dass der Durchschnitts-Exportpreis pro Liter Wein erstmals bei über 3 Euro liegt. Klingt wenig, ist aber viel, weil ja die Fass- und Landweine noch immer den Preis drücken. Aber auch die Zielländer sind wichtig. Je mehr Wein die Hochpreisländer Schweiz, Großbritannien, die Benelux-Staaten und die Länder Skandinaviens kaufen, umso höher die Umsätze. Das gilt immer mehr auch für Weinlieferungen in die Fernmärkte Japan und China.

Mit dem hohen Literpreis ist ein großes Ziel der Österreich Wein Marketing erreicht. Der hohe Anteil an Flaschenwein-Exporten von 95 % bildet hierfür die wichtige Basis.

Ein weiteres Ziel, das sich ÖWM-Chef Willi Klinger für »seine Winzer« gesetzt hat, ist das Erschließen neuer Weinmärkte. Wenn sich alle exportfreudigen Produzenten um dieselben Märkte bemühen, seien diese rasch ausgereizt. Österreichs Weine blieben durch ihren geringen Anteil am Gesamtmarkt generell ein Nischenprodukt. In diesen neuen Märkten müsse man einerseits ins Topsegment und andererseits in Preisklassen reüssieren, in denen vernünftige Menge absetzbar seien. »Dies ist uns in vielen europäischen Ländern sehr erfolgreich gelungen«, so Willi Klinger.

Weiter so! Auf dass wir uns auf unseren Urlauben in Ländern ohne vernünftige Weinproduktion nicht mehr mit Eigenimport selbst versorgen müssen. Das Reisen wird leichter!

Quelle: ÖWM, Presseinfo vom 9. Jänner 2014
Foto: ÖWM/Bernhard Schramm
syl
A Tale of Two Brains Donnerstag 2014-01-09

Gehirnforschung ist zur Zeit ja sehr en vogue. Und das ist gut. Ist es doch unendlich interessant, spannend und aufschlussreich, was es mit den Prozessen in unseren Köpfen auf sich hat. Und gar nicht selten auch erleichternd, denn

manche Dinge können wir Menschen offenbar gar nicht beeinflussen. Spricht für mehr Gelassenheit! Ein wissenschaftliches Thema, mehr oder weniger unterhaltend aufbereitet. Koryphäen wie Manfred Spitzer oder Markus Hengstschläger verstehen es außerordentlich gut, Laien an Ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Eindrucksvoll.

Der Mann hinter dem Link hier geht die Sache humorvoll an. Gar nicht wissenschaftlich, ganz die leichte Kost. Sein Gehirn auf solch unanstrengende Weise bespielen zu lassen, ist manchmal durchaus erfrischend und tut den Lachmuskeln gut! Mark Gungor, der für seine »Better Marriage Seminare« bekannt ist (und offenbar erfolgreich Ehen rettet) und seine »Tale of Two Brains«. Achtung: US-amerikanischer Humor.

Die Erkenntnisse des »Experten« auf YouTube.

Ruth

Kein Lercherlschas Sonntag 2014-01-05
Man verzeihe den vulgären Ausdruck, aber genau darum geht es im Folgenden. Denn laut Tageszeitung Die Presse werden rund 15 % der globalen Erwärmung durch Methan und Lachgas, die bei der Tierzucht entstehen, verursacht. Beide Gase sind mit CO² Hauptverursacher des Klimawandels.
Schafe auf der Weide

Ihre Treibhauswirkung ist sogar um ein Vielfaches höher als die von CO²: die von Methan 25-mal, die von Lachgas 298-mal. Jetzt käme im inhaltlichen Posting-Aufbau eine komplizierte Aufdröselung inklusive Verquickung der menschlich und tierisch verursachten Gase in Prozentzahlen. Da ich an der Verifizierung aber gescheitert bin, ignoriere ich sie besser. Ich glaube, die in der Presse kennen sich einfach nicht aus.

Auskennen tun sich aber gleich mehrere Forschungsgruppen, die kürzlich Studien zu den üblen Gasen veröffentlicht haben. Laut der Forschungsdaten der UN-Ernährungsorganisation FAO sorgt der Tierzuchtsektor jährlich für 7,1 Gigatonnen CO²-Äquivalent (1 Gigatonne entspricht 1.000.000.000 Tonnen). Wie das riecht, will man sich sicher nicht vorstellen. Die Presse fasst zusammen:

»Der größte Brocken ist Methan, das vorwiegend aus dem Verdauungstrakt von Wiederkäuern (Rindern, Büffeln, Schafen und Ziegen) stammt: Es wird durch die Aktivität von Mikroorganismen gebildet, die im Magen bzw. Darm der Tiere leben, sonst unverdaulichen Kohlenhydrate (Zellulose etc.) spalten und dadurch verdaulich machen. Methan entsteht aber auch, wenn organisches Material, etwa Viehdung, gelagert wird und unter Luftabschluss vor sich hin gärt.

Methan rülpsen. Der zweite große Brocken der Emissionen ist Lachgas, das zum Teil ebenfalls aus organischem Dünger frei wird, wenn dieser gelagert wird. Exakter formuliert: Es wird Ammoniak abgegeben, der in der Luft teilweise zu Lachgas oxidiert wird. Dieses wird aber auch in überdüngten Böden gebildet - sowohl aus organischen als auch aus mineralischen Düngemitteln.«

Neben anderen Faktoren wie die Art der Futtermittel, ihre Verwertungseffzienz, Haltungsbedingungen und medizinische Versorgung der Tiere, korreliert der Gasausstoß vor allem mit der schieren Menge der Viecher. Und die hat's in sich.

Laut einem in »Nature Climate Change« (20.12.) veröffentlichten Artikel, an dem Helmut Haberl, Forscher am Institut für Soziale Ökologie der Uni Klagenfurt mitgeschrieben hat, sei die Zahl der Wiederkäuer in den vergangenen 50 Jahren um 50 Prozent (auf 3,6 Mrd.) gestiegen. Mehr als ein Viertel der Landfläche der Erde werde als Weideland genutzt, ein Drittel der Ackerfläche für den Anbau von Futterpflanzen.

Der Schluss der Forscher: Durch weniger Wiederkäuer ließe sich der Treibhausgasausstoß rascher bekämpfen als durch eine reine CO2-Reduktion.

Esst weniger Fleisch, Leute!

Quelle: Die Presse, 22. Dezember 2013
Bedeutung von Lercherlschas lt. Wiener Lexikon:
Kleinigkeit, Geringfügigkeit (wie ein Darmwind eines Vögleins)
syl
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