Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

Bassena - unser Blog

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Heute leicht ermattet Dienstag 2014-06-17
Da hatten wir noch gut lachen. Tag zwei der VieVinum, noch frisch wie der Frühling und mitten in unserer Masterclass mit Domaine de Chevalier & Chateau Guiraud. Wobei »unserer« die von Weinhändler L. Derksen & Co bedeutet, den wir im Vorfeld und währenddessen ein wenig unterstützen durften.
Ruth Havel & Sylvia Petz

Sie ist bestens gelaufen! Noch besser, finden wir, war allerdings die Masterclass von Chateau Angélus. Was sicherlich auch an Emmanuelle d'Aligny-Fulchi lag, »technical director« des Hauses. Ihr Vortrag an VieVinum-Tag drei war fundiert, eloquent und animierend. Animierend waren auch die großartigen Weine von Angélus. Fünf Jahrgänge gab es zu verkosten, reduce to the max! Das Schöne daran: Keine einzige Flasche hat bei der Vorverkostung gekorkt. Was Top-Seltenheitswert hat! Und das noch Schönere: Alle Gäste waren begeistert.

Und schließlich noch eine schöne Sache: Wir wussten unsere Veranstaltungen in den allerbesten Händen. Denn das Modul-Serviceteam wurde von zwei alten Freunden und Kollegen aus Meinl-/Coburg-Zeiten geleitet. And we could lean back. Danke, Didi! Danke, Flo!

Ja, und dann mussten wir natürlich noch unsere Kunden besuchen und auch ihre Weine verkosten. Wir müssen ja wissen, wovon wir reden. Und die Weine der Winzer, an denen wir einfach Spaß und Interesse haben. Und dann war's plötzlich vorbei, und dann kam plötzlich die große große Müdigkeit. Die auch heute noch etwas anhält. Was ja sein darf, nicht wahr?

Foto: Herbert Lehmann
syl
Mit uns kein Wein-Notstand! - VieVinum in der Hofburg Mittwoch 2014-06-11

Warum das so ist, können Sie ganz bequem hier nachlesen. Da steht, welche Winzer Sie unbedingt besuchen müssen, weil ihre Weine die allerbesten sind. Alles easy.

Und wenn Ihnen nach einer Veranstaltung ist, wird Ihnen auch geholfen. Wie wär's mit Chateau Angélus? Da geht's zu allen Infos.

Wir sehen einander auf der VieVinum. Von 14. bis 16. Juni in der Hofburg!
Ruth Havel & Sylvia Petz
»Die Fischräuber« - aus »Die Zeit« Montag 2014-06-09

Hier eins zu eins der »Zwischenruf« von Claas Tatje aus der aktuellen Wochenzeitung »Die Zeit«, weil er gehört werden muss. Denn wieder einmal zerstört die EU die Lebensgrundlage von Menschen. Ein Blick in den Senegal, mit dem die EU ein alles andere als nachhaltiges Fischereiabkommen geschlossen hat.

zwei Fische mit Zitronenscheiben

»Die Fischräuber
Europa will die Meere schützen? Ein neues Abkommen mit dem Senegal zeugt vom Gegenteil.

Im Schatten der Euro-Krise ging eine der größten Reformen Europas fast unter. Die Griechin Maria Damanaki sorgte als EU-Fischereikommissarin dafür, dass in Europas Gewässern nicht mehr Fische gefangen werden, als Wissenschaftler empfehlen. Die Überfischung von Nord- und Ostsee ist also bald Geschichte, und die strengen Regeln gelten künftig auch für Abkommen mit Drittstaaten.

Doch schon beim ersten Praxistest versagt die Union. Sie hat ein Abkommen mit Senegal geschlossen, und von Nachhaltigkeit ist darin nur im vorderen Teil die Rede. Im Anhang aber, da tauchen Fanggenehmigungen für 2000 Tonnen Seehecht auf. Lokale Fischer, dazu Greenpeace und Brot für die Welt sind entsetzt. Zu Recht. Zwei Tramler, die diese Fanggenehmigung klammheimlich bekommen haben, werden tonnenweise begehrte Tintenfische und Tiefseegarnelen mitfangen. Davon jedoch leben auch die Kleinfischer.

Den Europäern wird der Beifang mehr wert sein als der Seehecht. Und selbst den dürften die Tawler nicht fangen, wenn sich die EU an ihre eigenen Auflagen halten würde. Es liegt  noch kein fundiertes wissenschaftliches Gutachten vor, das den Fang für rechtens erklärt. Das aber ist die Voraussetzung für derlei Genehmigungen.

Tausende lokale Fischer werden unter dieser Politik leiden und einige ihre Existenzgrundlage verlieren. Schon heute sind viele Flüchtlinge, die sich auf den lebensgefährlichen Weg nach Lampedusa machen, von Beruf Fischer.

Es ist peinlich genug, wie der größte Wirtschaftsraum der Welt vom Ziel abgerückt ist, bis zum nächsten Jahr 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe auszugeben (Deutschland schafft gerade einmal halb so viel). Unverantwortlich ist, wenn auch konkrete Abkommen systematisch unterwandert werden, um der europäischen Fischereilobby in die Hände zu spielen.«

Ohne Worte.

Quelle: Tatje, Claas. Die Fischräuber. In: Die Zeit, 5. Juni 2014, S. 25
syl
Ein Hoch auf das, was kommt Samstag 2014-05-31

Samstag Nachmittag, Ende Mai. Das Wetter entspricht Anfang April, die eigene Müdigkeit MItternacht. Texte verfassen, einen Workshop planen, Rechnungen schreiben, zwischendurch ein bisschen im

Textteil "Ein Hoch auf das, was kommt"
© YouTube
Internet surfen. Und auf dieses Video von Andreas Bourani stoßen. Ob die Musik gefällt oder nicht, der Text ist cool! Daran sollten wir öfter denken. »Ein Hoch auf das was kommt, ein Hoch auf uns.«

Musik und Text auf YouTube

Ruth
Wenn windige Wanderer Weinblätter wegnehmen, weinen wertige Wiener Winzer Freitag 2014-05-30
Herrschaften, das geht gar nicht! Säckeweise werden aus Wiener Weingärten die Weinblätter weggeschleppt. Sie werden in der orientalischen und griechischen Küche mit Reis oder Faschiertem gefüllt und gelten als Delikatesse. Wissen wir. Mögen wir ja auch selbst sehr gerne. Sogar die aus der Dose.

Und bislang dürfte ein abgezupftes Blatt da und dort und für den privaten Haushalt auch kein großes Problem dargestellt haben. Nun aber sind professionelle Weinblätter-Zupfer zugange und richten richtigen Schaden an. Die Rebstöck brauchen die Weinblätter wie wir unsere Lunge, speziell jetzt zur Blütezeit sind sie die Basis für alles Weitere. Die Natur hat sich ja was dabei gedacht. Und was machen diese Idioten? Sie räumen die Rebstöcke leer!

»Am Montag war ich im Weingarten. Da haben Diebe sieben große 150-Liter-Müllsäcke schon gebrockt gehabt. Das ist ein enormer Schaden«, wird Winzer Martin Frauneder in einem Bericht auf www.orf.at zitiert. Bis zu zwölf Euro pro Kilo Weinblätter werden offenbar am Markt bezahlt, das läppert sich.

Selbst Patrouillen von Polizei und Winzern helfen wenig, denn sind die Hüter der Weinblätter weg, kommen die Diebe zurück. »Es war in den letzten Jahren ein großes Problem. Die Diebe schleppen die Weinblätter säckeweise davon«, so auch Mathias Kierlinger vom Weinbauverein Nussdorf. Man könne nichts dagegen tun. »Der Nussberg ist Naturschutzgebiet. Da dürfen wir nicht einmal Zäune aufstellen. Wir wollen das auch nicht.«

FINGER WEG!!!!!!

www.orf.at
syl

weinblätter-zupfen

syl  03.06.2014 16:14

keine schlechte idee. ausdünnen lassen von diesen leuten. aber gewusst wie, wäre nicht schlecht.

Weinblätter

Weingärtnerei Helm  02.06.2014 19:09

... :)
vielleicht sollte ich in Zukunft Weinblättner statt Winzer sein. Sollte ja ein einträgliches G'schäfterl sein :)
Ob Bio oder konventionell: der Konsument bzw. Dieb hat keine Ahnung wie das Blatt einen Tag vorm Grapschen behandelt wurde.
Fragen kostet nix, und zu gegebenem Zeitpunkt ist der Weinbautreibende froh, wenn Blätter abgezupft werden :)
lg gh

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