Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

Unsinnige Wasser-nach-Hause-Träger Samstag 2014-02-15

Endlich eine Bassena in der Bassena. Einst einzige Wasserstelle in den Stiegenhäusern der alten Wiener Bürgerhäuser. Treffpunkt für Hausfrauen zum Wasserholen und auf ein Tratscherl. Als das Wiener Wasser per se durch die Mühsal noch teuer und wertvoll war.

Wertvoll ist es noch immer. Im Grunde mehr denn je. Denn keine Hauptstadt auf diesem Erdball kann seine Bewohner mit derart hochwertigem Hochquellwasser versorgen wie Wien. Sieht man von der Blei- und Nickelbelastung durch alte Leitungen und Armaturen ab.

Eine Bassena mit Wasserhahn aus Messing

Die sich leicht umgehen lässt, wenn man das Wasser vor der Entnahme eine Weile rinnen lässt. Minimale Verschwendung im Vergleich zum ökologischen Fußabdruck, den ein Liter Mineralwasser in der Plastikflasche hinterlässt. Dass dem so ist, hat eine Forschergruppe an der Wiener Boku nachgewiesen, die Ergebnisse wurden letzte Woche unter anderem in der Tageszeitung Die Presse veröffentlicht.

Konkret wurde der CO2-Fußabdruck, also die Emission von Treibhausgasen, pro Liter konsumierten Wassers untersucht. Analysiert wurden die Wasser dreier typischer Versorger.

Das Ergebnis: Ein Liter Leitungswasser entspricht 0,1 bis 0,3 Gramm CO2-Äquivalenten. Am meisten ins Gewicht fallen dabei das Leitungsnetz und die dafür anfallenden Baumaßnahmen.

75 bis 140 g CO2 hingegen sind es pro Liter Wasser in der Plastikflasche (abhängig von Gebinde und Wiederbefüllbarkeit). Die Flaschenproduktion fällt hier trotz hoher Recyclingrate am meisten ins Gewicht.

Auf gut Deutsch heißt das, dass ein Liter Plastikwasser rund 100 Mal mehr Treibhausgase verursacht als ein Liter Leitungswasser. Weiters bedeutet das, dass es idiotisch ist, mit Plastik kontaminiertes Wasser teuer zu kaufen, nach Hause zu schleppen und damit die Umwelt zu belasten, anstatt einfach den Wasserhahn aufzudrehen und günstiges, sauberes und viel besseres Wasser zu entnehmen. Schön blöd, wer das so hält.

Quelle: Die Presse am Sonntag, 9. Februar 2014, S. 24
syl
Only Lovers Left Alive - Lieblingsfilm & -Soundtrack Dienstag 2014-02-04
Selten hat ein Film so nachgewirkt. Große Liebe über die Jahrhunderte, Adam und Eve. Zwei Vampire. Große Schauspieler, große Melancholie und tiefe Verzweiflung. Langsame Schnitte, wenig Handlung ohne einen Hauch von Langeweile, wunderschöne Bilder unterlegt von einem großartigen Soundtrack.Eve und Adam im Schlaf

Red eyes and tears. Er stammt von Jozef van Wissem, die Musik zum Teil von Meister Jim Jarmusch selber. Der lebensmüde Adam schreibt seit Jahrhunderten Musik, er sammelt alte Instrumente, speziell Gitarren. Gitarrenklänge geben das Thema vor, ein auch optischer Höhepunkt ist die libanesische Sängerin Yasmin Hamdan bei ihrem Auftritt in einer Bar. Auf Youtube leider nur mit Standbild.

Hören Sie rein, gehen Sie ins Kino. Der Film lebt von der Großleinwand, die Originalversion ist Pflicht, der Soundtrack schon unterwegs zu mir.

Danke, Jim Jarmusch. Danke, Tilda Swinton und Tom Hiddleston. Danke, Jozef van Wissem. Danke, Thomas Kopfensteiner für den passenden Rotwein danach. Blaufränkisch Szapary 2011. Ich finde, Eisenberg schmeckt immer ein bisschen nach Fleisch und Blut.

Hier oder mit Klick aufs Bild geht es zum kurzen Film-Trailer.
Die Filmkritik vom deutschen Musikmagazin Rolling Stone.
syl

funnel of love

syl  11.02.2014 11:36

geht immer. in jeder version. so wie pinot :) herzlichen dank!

klingt interessant

Tom  10.02.2014 21:18

oh ja, das könnte ein Film sein der gefällt, passende Musik, passender Wein, übrigens grandiose Wahl, obwohl je nach Stimmung auch eventuell ein gereifter Pinot Noir auch passen würde.
bei mir lief dabei vor ein paar Monaten zufällig diese Version...
http://www.youtube.com/watch?v=EUmLXch0o1s

Der kleine und der große Krug Freitag 2014-01-31
Ein bisschen erinnert die Geschichte an die des Goldhasen. Der mächtige Schweizer Lindt-&-Sprüngli-Konzern gegen den kleinen österreichischen Schoko-produzenten Hauswirth. Den Streit konnte Lindt 2012 für sich in entscheiden, Hauswirth darf seinen Osterhasen in der ursprünglichen Form nicht mehr produzieren.
Je eine Flasche Krug Champagner und Krug Wein

Das österreichische Magazin Format weiß nun von einem anderem Fall zu berichten. Vor einigen Jahren habe sich ein international Mächtiger auf einen kleinen österreichischen Produzenten eingeschossen, das noble Champagnerhaus Krug auf das gleichnamige Gumpoldskirchner Winzerhaus. Champagne Krug gehört zu LVMH, dem größten Luxuskonzern der Welt. Dessen Tochter Moët Hennessy Champagne Service (MHCS) hat seinerzeit die Wortbildmarke »Krug« für Weine, Champagner, Schaumweine und alkoholische Getränke schützen lassen und klagt das Winzerhaus auf Unterlassung und Namensänderung.

Dessen Wein wird aber nachweislich – durch eine von Maria Theresia unterzeichnete Urkunde – seit 1746 unter der Bezeichnung »Krug«, dem Namen der Winzerfamilie, produziert. Die Weinmarke ist also fast 100 Jahre älter als die Champagnermarke. LVMH wolle indes sogar die Domaine www.krug.at einfordern.

»Da setzt es bei mir aus«, so Winzer Gustav Krug, »Es kann mir niemand verbieten, meinen eigenen Namen zu verwenden. Außerdem haben wir die Domaine in Österreich geschützt, nach dem heimischen Prinzip: first come, first serve.«

Wir drücken Gustav Krug die Daumen, dass sein Streit besser ausgehe als der um den Goldhasen.

Quelle: format.at
syl

Die richtigen Fische fischen Donnerstag 2014-01-30

Schon wieder ein Beitrag über Dinge, die wir essen. Jene, die wir aus verschiedensten Gründen nicht (mehr) essen sollten, werden immer mehr. So auch bei den Fischen. Leider.

Greenpeace hat vor kurzem seinen Fischratgeber 2014 publiziert.

verschiedene Fische

Und der verheißt nichts Gutes. Von 46 angeführten Fischen hat genau EINER ein uneingeschränkt grünes Hakerl, das für »empfehlenswert« steht. Der Karpfen. Der Hering und der Afrikanische Wels sind »mit Ausnahmen empfehlenswert«, der Rest leider »nicht empfehlenswert«. Immerhin gibt's für manche dieser Fische kleine Ausnahmen, die sich auf die Herkunft beziehen.

Insgesamt wurden für den aktuellen Fischratgeber 110 Speisefisch-Arten aus etwa 550 Wildfischbeständen und 112 Herkunftsländer von Aquakulturen bewertet. Mit Wissenschaftlern wurde eine Methode entwickelt, um mit Hilfe von einfachen Fragen feststellen zu können, ob ein Fischfang nachhaltig ist oder nicht. Wobei für nachhaltige Fischerei gilt: »Sie hält den Bestand der Zielart auf einem gesunden Niveau, ohne andere Arten des Ökosystems negativ zu beeinflussen.«

Bestehende Zertifikate hätten laut Greenpeace Stärken und Schwächen und sollten mit dem Fischratgeber abgeglichen werden. Das MSC (Marine Stewardship Council) bewertet nachhaltige Wildfischereien, die Zertifikate ASC (Aquaculture Stewardship Council) und »Global G.A.P.« beziehen sich auf Aquakulturen. FOTS (Friend of the Sea) zertifiziert beides.

Wer den Fischkauf ernst nimmt, muss sich also informieren.

Hier gibt's den Fischratgeber zum Download.

Ruth

Unfassbarer Wahnsinn Donnerstag 2014-01-23
Dass die gerechte Verteilung von Ressourcen auf dieser Welt leider ein – so wie es ausschaut – unerreichbarer Traum ist, wissen wir hinlänglich. Dass wir in den Industrieländern diesbezüglich auf die Butterseite gefallen sind, auch. Die Zahlen, die das Magazin GEO in

seiner aktuellen Ausgabe anführt, haben mich allerdings schier vom Hocker geschmissen: Rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel endet als Abfall. Ein DRITTEL!!!

Ursache Nummer 1: Der Lebensmittelhandel und seine Kunden in den Industrieländern schmeißen schlicht und ergreifend Essen weg. Abgelaufenes, nicht mehr perfekt aussehendes, überflüssiges.

Ursache Nummer 2: Lebensmittel, die ohne zu ernten auf den Feldern verrotten. So werden cirka 1,4 Milliarden Hektar (!), das sind 28 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen der Welt, für die Produktion von Lebensmitteln beackert, die es nie bis zum Konsumenten schaffen.

Ursache Nummer 3: In den Entwicklungsländern fehlt es oft an notwendigen Lagermöglichkeiten und kostbare Lebensmittel vergammeln.

Somit werden Jahr für Jahr an die 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel verschwendet! Deren Erzeugung verursacht übrigens die Kleinigkeit 3,3 Milliarden Tonnen CO2. Von den Menschen, die verhungern und die mit diesen Lebensmitteln geretten werden könnten, gar nicht zu reden.

Ich bin sprachlos, wütend und entsetzt.

Quelle: GEO, 01/Januar 2014

Ruth

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