Bunte Rüben und Kraut in einer Holzschale

Bassena - unser Blog

Christoph Edelbauer. Newcomer-Winzer newly betreut Freitag 2013-11-01
Zeige uns deinen Kunden und wir sagen dir, wer du bist. Ich glaube, wir sind großartig! Werfen Sie doch einmal einen Blick in unsere Kundenliste, dann werden Sie sehen. Denn dort tummeln sich bloß die Allerfeinsten. Jetzt durften wir noch einen Winzer hinzufügen. Christoph Edelbauer, Shootingstar im Kamptal.
Christoph Edelbauer im Weingarten und eine seiner Weinflaschen
Christoph Edelbauer ist in Langenlois daheim. Sein Weinkeller wurde 2013 fertig gestellt und entspricht allen Anforderungen für umweltbewusstes Bauen. Die Temperatur im Keller wird ausschließlich über Erdluft- Kollektoren reguliert, der Baukörper besteht aus mit Eisenoxyd vermischtem Beton, Eiche und Glas.
Der eisenfarbige Weinkeller

Er reagiert auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit wie ein natürlich vorkommender Rohstoff und gibt in der herbstlichen Abendsonne soviel Wärme ab, dass man darauf Ganzkörper-Wärmepackungen konsumieren könnte.

Dass ein Winzer, der so baut, biologisch arbeitet, liegt auf der Hand. Aus Überzeugung, um eine gesunde Umwelt zu hinterlassen, und »um spannendere Weine zu machen«. Spannend in zweierlei Sinn. Einerseits, weil man sich auf die Natur einlassen muss, nichts ist durch äußeren Eingriff geregelt. Andererseits, weil die Weine damit ihren eigenen Weg gehen und in der Flasche vibrierender sind. Der eine oder andere Schritt ins Biodynamische ist schon getan, es könnten durchaus mehr werden.

Äußerste Zurückhaltung pflegt Christoph Edelbauer bei der Ausstattung seiner Weine. So kommen seine Etiketten ohne Papier aus, direkter Siebdruck auf der Flasche ersetzt es. Seine Weinkartons sind ebenso minimalistisch, nur das Logo und die Kontaktdaten sind hier in weißer Farbe aufgedruckt. Visitenkarten und Drucksorten sind aus FSC-zertifiziertem Papier (Forest Stewardship Council). Bei Christoph Edelbauer ist Nachhaltigkeit kein Mascherl, sie ist Motivation.

Er hat das Weingut nach Auslandspraktika in der Pfalz, in Südafrika und Neuseeland 2003 von seinen Eltern übernommen. Da, wo heute der Weinkeller steht, waren früher eine Holzhütte, Weingärten und brachliegende Wiesen. Letztere werden nach und nach mit Weinreben bepflanzt, so wie das Gros aller Gärten von Christoph Edelbauer nach und nach neu bepflanzt wurde. Alte Reben gibt es also nur vereinzelt, aber was die jungen Rebstöcke produzieren, ist bemerkenswert.

Klarerweise ist durch das Kamptal viel vorgegeben: Riesling und Grüner Veltliner. Und speziell der Riesling lässt die Weinwelt aufhorchen. So vergab Falstaff-Chefredakteur gerade 93 Punkte für den Kamptal DAC Riesling Reserve 2012, siehe hier seine Kostnotiz.

Die eigentliche Liebe des Winzers gilt aber dem Pinot Noir. »Weil er so schwierig ist, ich mag die Herausforderung.« Und weil die kühlen nächtlichen Temperaturen und die Böden diese Rebsorte gut zur Geltung bringen. Sie zeigt sich bei Christoph Edelbauer als klarer »cool climate wine« und deutlich geprägt durch den jeweiligen Jahrgang. Speziell 2008 und 2011 sollte man unbedingt probieren.

Wir freuen uns, wie man sieht, über den Neuzugang. Auch weil die Chemie - und hier darf sie sehr gerne zum Zug kommen - zwischen uns so gut passt. Und weil wir uns natürlich, wie eingangs angemerkt, über unsere Kunden definieren: Wir sind green und wir sind gut! :)

www.weingut-edelbauer.at
syl
Wachau 2013 Sonntag 2013-10-27

Kein einfacher Jahrgang, aber ein spektakulärer. Darüber sind sich Winzerinnen wie Winzer in allen Weinbauregionen des Landes einig, wenn's um 2013 geht. Wiewohl die Herausforderungen des Jahres natürlich überall anders ausschauen. Rudi Pichler lieferte uns ganz aktuell den Status aus »seiner« Region.

Weinflasche und Gläser

Bevor wir dazu kommen, sei ein kleiner Exkurs erlaubt. Der Winzer, der zu unseren absoluten Lieblingen in der Wachau gehört, der großartige Weine keltert, wurde im aktuelle Gault&Millau über den Klee gelobt. Exkurs Gault&Millau-Führer 2014, das muss jetzt einfach sein:

 

»Rudi Pichler hat heuer eine der besten Serien der Wachau hingelegt. Das enorm stringente Sortiment mit Spielraum für Individualität überzeugt mit hoch mineralischen, je nach Lage mehr oder weniger wuchtigen Weinen. Ganz groß: der Veltliner Hochrain; absolut überraschend aber der Rote Veltliner Smaragd aus einer alten Mauterner Anlage. Ein archaisches Monument.« Exkurs Ende.

Ach ja, noch was: Rudi Pichlers Riesling Kirchweg Smaragd 2012 ist mit 97 Punkten bester Weißwein des Landes im neuen A-la-Carte-Guide. So, jetzt hör ich auf. Hier jedenfalls der Status aus der schönen Wachau:

Die Grünen Veltliner waren beziehungsweise sind heuer durch die Bank eher früh dran, ihre physiologische Reife ist perfekt. Die Mengen sind bedingt durch Verrieselung der Beeren bei der Blüte je nach Lage bis zu einem Drittel geringer. Die Federspiele sind so gut wie überall gelesen, jetzt sind die Smaragde dran. Die Rieslinge hängen zum Großteil noch, je nach Lage werden gerade Federspiele und Smaragde parallel gelesen.

Am Pichler'schen Weingut war gestern Grüner Veltliner vom Kollmütz dran, heute stehen Grüner Veltliner und Riesing Smaragd Achleithen und am Mittwoch  Weißburgunder vom Kollmütz – sofern das Wetter mitspielt - am Programm. Und dann zum Schluss, irgendwann kurz vor dem ersten Schnee, dann der Rote Veltliner.

Und jetzt kommt's: Die Säurewerte sind trotz des heißen Jahres durch die Bank traumhaft. Soll heißen, man darf sich auf elegante, fein ziselierte Weine mit Struktur und Persönlichkeit freuen. Rudi Pichler ist ehrlich: »So wirklich kann ich mir das nicht erklären. Es dürften die sehr extremen und wechselhafte Verhältnisse übers Jahr gewesen sein: Viel Niederschlag und Kälte im Winter und Frühjahr, ein später Austrieb, dann eine Aufholjagd, dann wieder eine Beruhigungsphase, dann Hitzeperioden und wieder Niederschlag und Kältephasen. Phasen, die einander offenbar perfekt ergänzt haben. Die Natur ist halt unergründlich.« Genau. Mehr müssen wir auch gar nicht wissen.

Ruth
Typisch amerikanisch? Dienstag 2013-10-22
Wer unseren Blog schon länger verfolgt, weiß, dass uns Themen wie dieses am Herzen liegen. Geht es uns doch in dem Luxussegment, in dem wir uns bewegen, um respektvollen, bewussten, verantwortlichen Genuss. Um den Genuss von Lebensmitteln, die uns selbst aber auch allen anderen
Maiskolben und Spritze

Menschen in der Produktionskette gut tun. Das sehen leider viele Player anders. Und leider sind das meist die großen, mächtigen, finanziell extrem gut aufgestellten. Wie Monsanto.

Das Thema ist komplex und wird nicht einfacher durch die Tatsache, dass in Amerika Lobbyismus at its best (oder worst, wie man's nimmt) betrieben wird. Ergo massig viel Geld im Spiel ist.

Der US-Bundesstaat Washington plant ein Gesetz, wonach gentechnisch veränderte Lebensmittel und Samen in Zukunft gekennzeichnet werden sollen. Um es einmal ganz parteiisch zu sagen, wir sind dafür. Monsanto erwartungsgemäß nicht. Angeblich hat der Konzern bis dato 4,2 Millionen Dollar investiert, um Meinung gegen das neue Gesetz zu machen. In die gleiche Kerbe schlagen die »Grocery Manufacturers Association« (Vertretung der Nahrungsmittelindustrie), und die Biochemie-Konzerne Bayer Cropscience, Dow Agrosciences und DuPont Pioneer, denen die Gegenkampagne die geschmeidige Summe von 13 Millionen Dollar wert war. Dafür warnen dann »besorgte« Mütter mit Kleinkindern am Arm und umsichtige Ärzte im Fernsehen vor der geplanten Kennzeichnung.

Die Verordnung mit dem Namen I-522 sieht vor, dass bei verpackten Produkten der entsprechende Gentechnik-Hinweis auf der Vorderseite augedruckt sein muss, bei unverpackten Lebensmitteln soll die Info am Regal angebracht werden. Fleisch und Milchprodukte allerdings, die von Tieren stammen, die mit genetisch verändertem Futter gefüttert wurden, wären ausgenommen, Restaurants müssten keine Infos in der Speisekarte bringen. Jedoch, wenn das stimmt, beinhalten 70 bis 80 % aller in den USA im Supermarkt gekauften Lebensmittel gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe. Nicht gerade wenig. Schon klar, dass da ein paar CEOs sich Sorgen machen. Es kann aber nicht angehen, dass einige wenige Große über Dinge entscheiden um nicht zu sagen Dinge steuern, die ganz viele Menschen betreffen und von deren Auswirkungen einfach noch viel zu wenig bekannt ist. Und die Gentechnik ist beileibe nicht das einzige schwer verdauliche Thema, wenn's um globale Nahrungsmittelherstellung, -exporte, -anbaumethoden, -transporte und vieles mehr geht.

Wir sollten uns nicht den Appetit verderben lassen und dafür sorgen, dass Genuss auch wirklich genießbar bleibt.

Der gesamte umfangreiche Bericht auf format.at

Ruth

Krachers Jahrgangspräsentation Donnerstag 2013-10-17
Wie jedes Jahr im Oktober hatte Gerhard Kracher auch heuer wieder aufs Weingut nach Illmitz geladen, um seinen neuen Jahrgang zu präsentieren. 2013 kommt 2011 auf den Markt, zwei Jahre brauchen die süßen Preziosen, bis sie gezeigt werden. Wie jedes Jahr war die Präsentation ein wunderbares Fest.
Süssweinflaschen von Gerhard Kracher

Es war letztes Wochenende und ein Get together der Freunde und Partner - inzwischen allesamt ebenfalls Freunde - des Hauses. Zu verkosten und trinken gab es nicht nur die eigenen Süßweine, sondern auch viele andere »befreundete« Weine. So gab's natürlich auch den Wein, den Gerhard gemeinsam mit Aldo Sohm macht. Mein absolutes Lieblingsbaby, einen grünen Veltliner aus dem Weinviertel. In kleiner Auflage, spontanvergoren, lange auf der Hefe lagernd, ausgebaut im großen Holzfass und in mehrfach gebrauchten Barriques, unfiltriert. Der aktuelle Jahrgang 2011 ist der dritte der kongenialen Freunde, und ich muss mir wohl ein paar Flaschen reservieren.

Was war neben den Kracher'schen - meine absoluten Favorits der Rosenmuskateller und Chardonnay, beide Nouvelle Vague also mit Holzausbau und beide zum Niederknien - noch ein Lieblingswein des Tages? Die Zweigelt-TBA von Hans Schwarz. Unfassbar gut, getrocknet wie Strohwein, aber ohne Stroh weil aufgehängt, mit super reifen Tanninen und der »trinkigste« Süßwein der Welt überhaupt. Und so schwarz, wie der Name sagt.

Und dann haben noch super Köche gekocht und es wurde champagnerisiert und natürlich philosophiert. Es war ein gutes Fest, das übrigens auch Eröffnungsfeier der Vinothek war, in der die Palette des Fine-Wine-Handels ab sofort zu verkosten und kaufen ist. Danke lieber Gerhard!

www.kracher.net
syl
Wien, Wien, nur du allein Dienstag 2013-10-15

Bei ihm kann man sie alle verkosten: Die Weine arrivierter Weingüter, aufstrebender Newcomer oder schräger Nebenerwerbszwinzer. Allerdings nur dann, wenn sie aus einem einzigen österreichischen Weinbaugebiet stammen. Aus Wien nämlich. Mit 700 Hektar Rebfläche gibt's ja auch genügend Wein zu probieren.

Michael Mainardy, Patron der Vinothek WIENO – Wines of Vienna, ist erklärter Wiener-Wein-Fan und hat aus seiner Passion seinen Beruf gemacht. Seine Weinbar mit Restaurant in der Wiener Innenstadt gleich beim Rathaus existiert seit 2009.

Schild der Wiener Gebietsvinothek
© Rudolf Schmied

So um die 25 Weine können immer glasweise verkostet werden, nämlich jede Wiener Rebsorte zumindest einmal. Wer sich seinen Wein mit nachhause nehmen will, tut dies zu »Ab-Hof-Preisen plus 1 Euro«, cirka 80 Flaschen stehen zur Auswahl. Besser gesagt Weine, Flaschen sind's (hoffentlich) in Summe mehr.

Wenn es stimmt, was die Spatzen vom Dach pfeifen, kommen am 7. November ein paar mehr dazu. Der »Junge Wiener«, Jahrgang 2013, wird ebendann ebendort präsentiert.

www.wien.info

Ruth

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