Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Kein Lercherlschas Sonntag 2014-01-05
Man verzeihe den vulgären Ausdruck, aber genau darum geht es im Folgenden. Denn laut Tageszeitung Die Presse werden rund 15 % der globalen Erwärmung durch Methan und Lachgas, die bei der Tierzucht entstehen, verursacht. Beide Gase sind mit CO² Hauptverursacher des Klimawandels.
Schafe auf der Weide

Ihre Treibhauswirkung ist sogar um ein Vielfaches höher als die von CO²: die von Methan 25-mal, die von Lachgas 298-mal. Jetzt käme im inhaltlichen Posting-Aufbau eine komplizierte Aufdröselung inklusive Verquickung der menschlich und tierisch verursachten Gase in Prozentzahlen. Da ich an der Verifizierung aber gescheitert bin, ignoriere ich sie besser. Ich glaube, die in der Presse kennen sich einfach nicht aus.

Auskennen tun sich aber gleich mehrere Forschungsgruppen, die kürzlich Studien zu den üblen Gasen veröffentlicht haben. Laut der Forschungsdaten der UN-Ernährungsorganisation FAO sorgt der Tierzuchtsektor jährlich für 7,1 Gigatonnen CO²-Äquivalent (1 Gigatonne entspricht 1.000.000.000 Tonnen). Wie das riecht, will man sich sicher nicht vorstellen. Die Presse fasst zusammen:

»Der größte Brocken ist Methan, das vorwiegend aus dem Verdauungstrakt von Wiederkäuern (Rindern, Büffeln, Schafen und Ziegen) stammt: Es wird durch die Aktivität von Mikroorganismen gebildet, die im Magen bzw. Darm der Tiere leben, sonst unverdaulichen Kohlenhydrate (Zellulose etc.) spalten und dadurch verdaulich machen. Methan entsteht aber auch, wenn organisches Material, etwa Viehdung, gelagert wird und unter Luftabschluss vor sich hin gärt.

Methan rülpsen. Der zweite große Brocken der Emissionen ist Lachgas, das zum Teil ebenfalls aus organischem Dünger frei wird, wenn dieser gelagert wird. Exakter formuliert: Es wird Ammoniak abgegeben, der in der Luft teilweise zu Lachgas oxidiert wird. Dieses wird aber auch in überdüngten Böden gebildet - sowohl aus organischen als auch aus mineralischen Düngemitteln.«

Neben anderen Faktoren wie die Art der Futtermittel, ihre Verwertungseffzienz, Haltungsbedingungen und medizinische Versorgung der Tiere, korreliert der Gasausstoß vor allem mit der schieren Menge der Viecher. Und die hat's in sich.

Laut einem in »Nature Climate Change« (20.12.) veröffentlichten Artikel, an dem Helmut Haberl, Forscher am Institut für Soziale Ökologie der Uni Klagenfurt mitgeschrieben hat, sei die Zahl der Wiederkäuer in den vergangenen 50 Jahren um 50 Prozent (auf 3,6 Mrd.) gestiegen. Mehr als ein Viertel der Landfläche der Erde werde als Weideland genutzt, ein Drittel der Ackerfläche für den Anbau von Futterpflanzen.

Der Schluss der Forscher: Durch weniger Wiederkäuer ließe sich der Treibhausgasausstoß rascher bekämpfen als durch eine reine CO2-Reduktion.

Esst weniger Fleisch, Leute!

Quelle: Die Presse, 22. Dezember 2013
Bedeutung von Lercherlschas lt. Wiener Lexikon:
Kleinigkeit, Geringfügigkeit (wie ein Darmwind eines Vögleins)
syl
Fluch oder Segen? Donnerstag 2014-01-02
Wer von Allergien oder Unverträglichkeiten geplagt wird, weiß, wie unangenehm und mühsam es sein kann, die passenden Speisen im Restaurant zu wählen. Nämlich ohne dem Wirten/der Wirtin, respektive dem Kellner/der Kellnerin, respektive dem Koch/der Köchin auf die Nerven zu gehen und trotzdem ohne Reue genießen zu können. Ich spreche aus Erfahrung. Das Jahr 2014 bringt Erleichterung. Den einen.

Die anderen, die Gastronomen, haben in Zukunft einigen Mehraufwand.

Am 13. Dezember 2014 tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft, die EU-Lebensmittel-Informationsverordnung. Ab diesem Zeitpunkt muss in Restaurants streng nach Rezept gekocht werden und 14 konkrete Lebensmittel, die bekanntermaßen gerne Allergien und Uverträglichkeiten auslösen können, müssen, so sie verwendet werden, in den Speisekarten angeführt werden. Darunter sämtliche glutenhaltige Getreideprodukte, Milchprodukte, Eier, Nüsse, Sellerie und Krebstiere. Und das gilt ausnahmslos für alle, für den Würstelstand genauso wie fürs Haubenlokal.

Vetreter/innen des Gesundheitsministeriums, der Patientenverbände und der Gastronomie tüfteln gerade daran, wie die Regelung genau gehandhabt werden muss. Müssen also alle Speisekarten neu gedruckt werden oder genügt es, wenn der Kellner auf Nachfrage Auskunft geben kann? Wird das Lesen von Menüs künftig ähnlich aufwändig wie jenes von medizinischen Beipackzetteln?

Wie auch immer die Verordnung in der Kommunikation zum Gast umgesetzt wird, so richtig spontan und aus dem Kochärmel geschüttelt kann dann nicht mehr gekocht werden. Man hört schon Befürchtungen, dass so manche Köche nun noch öfter zu Fertiggerichten greifen werden, denn das vereinfacht die Sache natürlich. Und das kann wohl nicht im SInne der Verordnungs-Erfinder/innen sein.

Bei allem Verständnis für jene, die auch beim Essen auf ihre Gesundheit achten möchten (und dazu zähle ich auch mich), wenn alles überreglementiert wird und der Koch vor lauter Administration nicht mehr kochen kann, wird wohl übers Ziel hinausgeschossen. Es bleibt zu hoffen, dass die »tausendste« Regel für Restaurantküchen nicht extrem viel Ungemach bringt. Weder den einen, noch den anderen.

Quelle: Die Presse

Ruth

Großartig! Sir Ken Robinson zu unseren Bildungssystemen Montag 2013-12-30
Ich wünschte, all unsere »Bildungsexperten« und all jene, die in den Bildungssystemen die Fäden ziehen und Entscheidungen treffen, sähen diesen Film. Ein wunderbarer humorvoller Vortrag zu - nicht nur unserem - Bildungssystem, was darin falsch läuft und worauf es tatsächlich ankommt.

Nehmen Sie sich diese knappen 20 Minuten Zeit, freuen Sie sich auf großartige Sager und auf Sir Ken Robinson. Einen Menschen, von dem man nach diesem Vortrag mehr lesen möchte. Britischer Autor und international geachteter Berater in der Gesellschaftsentwicklung. Ob ihn auch unsere Bildungsminister kennen? Klicken Sie für den Film auf das Bild oder diesen Link.

Ken Robinsons TED-Profil.
syl
Weihnachtsfrieden Dienstag 2013-12-24
Stressfrei soll es sein, Ihr und unser Weihnachten. Entspannt mit gutem Essen und guten Weinen im Kreise derer, mit denen Sie und wir gerne sind. Mit vollem Bewusstsein dafür, dass viele Menschen ohne Zuhause sind und Millionen von ihnen in Syrien frieren. Weihnachtsfrieden hat für sie eine andere Bedeutung.
rote Kerzen auf einer Holzplatte
Bitterstoffe Samstag 2013-12-21

Sie sollten neben diesem Posting auch das vorangegangene in der »Bassena« lesen. Denn in beiden wird in dieselbe Kerbe, die Sortenvielfalt, geschlagen. Thema ist die Rettung alter Obst- und Gemüsesorten. Die man aus vielerlei Gründen bewahren und neu kultivieren muss.

drei innen dunkelrote Maiskolben

Geschmack ist dabei nur ein Aspekt. Food-Lieblingsautor Christian Seiler ist noch einem anderen Aspekt nachgegangen, dem gesundheitlichen. Denn ursprüngliches, unverfälschtes Obst und Gemüse ist nachweislich besser für das Wohlbefinden.

Er bezieht sich in seinem Artikel in der Süddeutschen auf »Eating on the Wild Side«, ein Buch der Amerikanerin Jo Robinson. Robinson beschreibt, wie und warum von der Industrie das Gesunde aus Obst und Gemüse weggezüchtet wurde: Weil die Sorten monopolisiert und dabei immer heller, schöner, größer und süßer wurden, wurden sie gleichzeitig verwässert und eben immer weniger gesund.

Denn vor allem süßer bedeutet mehr Zucker und weniger Bitterstoffe. Bitterstoffe wie etwa Phytonährstoffe entfernen metabolische Ausscheidungsprodukte und Gifte aus dem Körper, regen die Durchblutung an und unterstützen Leber und Nieren. Was mehr Zucker bedeutet, weiß inzwischen wohl jeder/jede Interessierte. Heller bedeutet weniger Anthocyane. Farbstoffe, denen krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird und die in dunkel gefärbten Gemüsen und Obstsorten um ein Vielfaches konzentrierter vorkommen als in lichten.

Also mehr vom Gesunden in violetten Erdäpfeln als in hellgelben, in Löwenzahl als in Spinat, in alten Apfelsorten als im faden Golden Delicious. Das alte Sprichwort »An apple a day keeps the doctor away« trifft nur noch bedingt zu.

Speziell beim Mais hat dies weitreichende gesellschaftliche Bedeutung. Die ursprünglichen bunten Sorten - rot, gelb, blau, olivgrün bis hin zu schwarz - sind vom Markt verschwunden. Es dominieren weißliche süße Sorten mit einem Zucker-Anteil von bis zu 40 %, und in den USA, wo Mais in nahezu allen Lebensmitteln enthalten ist (nachzulesen auch in Michael Pollans »Das Omnivoren-Dilemma«), hat das einen massiven Impakt auf die Volksgesundheit.

Aber was red ich, lesen Sie einfach Christians Artikel und unterzeichnen Sie vor allem die ONLINE-PETITION gegen die geplante EU-Saatgutverordnung.

z-magazin.sueddeutsche.de
syl
Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162  163  164  165  166 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.