Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Wine on the road – Rekord für Österreichs Weinexporte Donnerstag 2014-01-09
Österreichs Winzer dürfen sich freuen. Ihre Exporterlöse sind so hoch wie noch nie. Trotz niedrigerer Menge stiegen die Wein-Umsätze im Ausland seit dem Vorjahr um mehr als 4 Prozent auf 137,5 Mio. Euro an. Die Ausfuhr von billigem Fasswein geht wie gewünscht zurück, der Anteil an Qualitätswein steigt. Klingt hervorragend!
Flaschenhälse mit der österreichischen Kapsel

Hervorragend ist insbesondere, dass der Durchschnitts-Exportpreis pro Liter Wein erstmals bei über 3 Euro liegt. Klingt wenig, ist aber viel, weil ja die Fass- und Landweine noch immer den Preis drücken. Aber auch die Zielländer sind wichtig. Je mehr Wein die Hochpreisländer Schweiz, Großbritannien, die Benelux-Staaten und die Länder Skandinaviens kaufen, umso höher die Umsätze. Das gilt immer mehr auch für Weinlieferungen in die Fernmärkte Japan und China.

Mit dem hohen Literpreis ist ein großes Ziel der Österreich Wein Marketing erreicht. Der hohe Anteil an Flaschenwein-Exporten von 95 % bildet hierfür die wichtige Basis.

Ein weiteres Ziel, das sich ÖWM-Chef Willi Klinger für »seine Winzer« gesetzt hat, ist das Erschließen neuer Weinmärkte. Wenn sich alle exportfreudigen Produzenten um dieselben Märkte bemühen, seien diese rasch ausgereizt. Österreichs Weine blieben durch ihren geringen Anteil am Gesamtmarkt generell ein Nischenprodukt. In diesen neuen Märkten müsse man einerseits ins Topsegment und andererseits in Preisklassen reüssieren, in denen vernünftige Menge absetzbar seien. »Dies ist uns in vielen europäischen Ländern sehr erfolgreich gelungen«, so Willi Klinger.

Weiter so! Auf dass wir uns auf unseren Urlauben in Ländern ohne vernünftige Weinproduktion nicht mehr mit Eigenimport selbst versorgen müssen. Das Reisen wird leichter!

Quelle: ÖWM, Presseinfo vom 9. Jänner 2014
Foto: ÖWM/Bernhard Schramm
syl
Kein Lercherlschas Sonntag 2014-01-05
Man verzeihe den vulgären Ausdruck, aber genau darum geht es im Folgenden. Denn laut Tageszeitung Die Presse werden rund 15 % der globalen Erwärmung durch Methan und Lachgas, die bei der Tierzucht entstehen, verursacht. Beide Gase sind mit CO² Hauptverursacher des Klimawandels.
Schafe auf der Weide

Ihre Treibhauswirkung ist sogar um ein Vielfaches höher als die von CO²: die von Methan 25-mal, die von Lachgas 298-mal. Jetzt käme im inhaltlichen Posting-Aufbau eine komplizierte Aufdröselung inklusive Verquickung der menschlich und tierisch verursachten Gase in Prozentzahlen. Da ich an der Verifizierung aber gescheitert bin, ignoriere ich sie besser. Ich glaube, die in der Presse kennen sich einfach nicht aus.

Auskennen tun sich aber gleich mehrere Forschungsgruppen, die kürzlich Studien zu den üblen Gasen veröffentlicht haben. Laut der Forschungsdaten der UN-Ernährungsorganisation FAO sorgt der Tierzuchtsektor jährlich für 7,1 Gigatonnen CO²-Äquivalent (1 Gigatonne entspricht 1.000.000.000 Tonnen). Wie das riecht, will man sich sicher nicht vorstellen. Die Presse fasst zusammen:

»Der größte Brocken ist Methan, das vorwiegend aus dem Verdauungstrakt von Wiederkäuern (Rindern, Büffeln, Schafen und Ziegen) stammt: Es wird durch die Aktivität von Mikroorganismen gebildet, die im Magen bzw. Darm der Tiere leben, sonst unverdaulichen Kohlenhydrate (Zellulose etc.) spalten und dadurch verdaulich machen. Methan entsteht aber auch, wenn organisches Material, etwa Viehdung, gelagert wird und unter Luftabschluss vor sich hin gärt.

Methan rülpsen. Der zweite große Brocken der Emissionen ist Lachgas, das zum Teil ebenfalls aus organischem Dünger frei wird, wenn dieser gelagert wird. Exakter formuliert: Es wird Ammoniak abgegeben, der in der Luft teilweise zu Lachgas oxidiert wird. Dieses wird aber auch in überdüngten Böden gebildet - sowohl aus organischen als auch aus mineralischen Düngemitteln.«

Neben anderen Faktoren wie die Art der Futtermittel, ihre Verwertungseffzienz, Haltungsbedingungen und medizinische Versorgung der Tiere, korreliert der Gasausstoß vor allem mit der schieren Menge der Viecher. Und die hat's in sich.

Laut einem in »Nature Climate Change« (20.12.) veröffentlichten Artikel, an dem Helmut Haberl, Forscher am Institut für Soziale Ökologie der Uni Klagenfurt mitgeschrieben hat, sei die Zahl der Wiederkäuer in den vergangenen 50 Jahren um 50 Prozent (auf 3,6 Mrd.) gestiegen. Mehr als ein Viertel der Landfläche der Erde werde als Weideland genutzt, ein Drittel der Ackerfläche für den Anbau von Futterpflanzen.

Der Schluss der Forscher: Durch weniger Wiederkäuer ließe sich der Treibhausgasausstoß rascher bekämpfen als durch eine reine CO2-Reduktion.

Esst weniger Fleisch, Leute!

Quelle: Die Presse, 22. Dezember 2013
Bedeutung von Lercherlschas lt. Wiener Lexikon:
Kleinigkeit, Geringfügigkeit (wie ein Darmwind eines Vögleins)
syl
Fluch oder Segen? Donnerstag 2014-01-02
Wer von Allergien oder Unverträglichkeiten geplagt wird, weiß, wie unangenehm und mühsam es sein kann, die passenden Speisen im Restaurant zu wählen. Nämlich ohne dem Wirten/der Wirtin, respektive dem Kellner/der Kellnerin, respektive dem Koch/der Köchin auf die Nerven zu gehen und trotzdem ohne Reue genießen zu können. Ich spreche aus Erfahrung. Das Jahr 2014 bringt Erleichterung. Den einen.

Die anderen, die Gastronomen, haben in Zukunft einigen Mehraufwand.

Am 13. Dezember 2014 tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft, die EU-Lebensmittel-Informationsverordnung. Ab diesem Zeitpunkt muss in Restaurants streng nach Rezept gekocht werden und 14 konkrete Lebensmittel, die bekanntermaßen gerne Allergien und Uverträglichkeiten auslösen können, müssen, so sie verwendet werden, in den Speisekarten angeführt werden. Darunter sämtliche glutenhaltige Getreideprodukte, Milchprodukte, Eier, Nüsse, Sellerie und Krebstiere. Und das gilt ausnahmslos für alle, für den Würstelstand genauso wie fürs Haubenlokal.

Vetreter/innen des Gesundheitsministeriums, der Patientenverbände und der Gastronomie tüfteln gerade daran, wie die Regelung genau gehandhabt werden muss. Müssen also alle Speisekarten neu gedruckt werden oder genügt es, wenn der Kellner auf Nachfrage Auskunft geben kann? Wird das Lesen von Menüs künftig ähnlich aufwändig wie jenes von medizinischen Beipackzetteln?

Wie auch immer die Verordnung in der Kommunikation zum Gast umgesetzt wird, so richtig spontan und aus dem Kochärmel geschüttelt kann dann nicht mehr gekocht werden. Man hört schon Befürchtungen, dass so manche Köche nun noch öfter zu Fertiggerichten greifen werden, denn das vereinfacht die Sache natürlich. Und das kann wohl nicht im SInne der Verordnungs-Erfinder/innen sein.

Bei allem Verständnis für jene, die auch beim Essen auf ihre Gesundheit achten möchten (und dazu zähle ich auch mich), wenn alles überreglementiert wird und der Koch vor lauter Administration nicht mehr kochen kann, wird wohl übers Ziel hinausgeschossen. Es bleibt zu hoffen, dass die »tausendste« Regel für Restaurantküchen nicht extrem viel Ungemach bringt. Weder den einen, noch den anderen.

Quelle: Die Presse

Ruth

Großartig! Sir Ken Robinson zu unseren Bildungssystemen Montag 2013-12-30
Ich wünschte, all unsere »Bildungsexperten« und all jene, die in den Bildungssystemen die Fäden ziehen und Entscheidungen treffen, sähen diesen Film. Ein wunderbarer humorvoller Vortrag zu - nicht nur unserem - Bildungssystem, was darin falsch läuft und worauf es tatsächlich ankommt.

Nehmen Sie sich diese knappen 20 Minuten Zeit, freuen Sie sich auf großartige Sager und auf Sir Ken Robinson. Einen Menschen, von dem man nach diesem Vortrag mehr lesen möchte. Britischer Autor und international geachteter Berater in der Gesellschaftsentwicklung. Ob ihn auch unsere Bildungsminister kennen? Klicken Sie für den Film auf das Bild oder diesen Link.

Ken Robinsons TED-Profil.
syl
Weihnachtsfrieden Dienstag 2013-12-24
Stressfrei soll es sein, Ihr und unser Weihnachten. Entspannt mit gutem Essen und guten Weinen im Kreise derer, mit denen Sie und wir gerne sind. Mit vollem Bewusstsein dafür, dass viele Menschen ohne Zuhause sind und Millionen von ihnen in Syrien frieren. Weihnachtsfrieden hat für sie eine andere Bedeutung.
rote Kerzen auf einer Holzplatte
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ruth havel & sylvia petz
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1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
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Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!