Bunte Rüben und Kraut in einer Holzschale

Bassena - unser Blog

Wald, Bier, Apotheke und Design Mittwoch 2013-10-02

Letzten Donnerstag luden wir zur Präsentation des Waldbiers 2013. Der dritten Edition des Jahrgangsbiers in Zusammenarbeit der Österreichischen Bundesforste mit Braumeister Axel Kiesbye. In exklusivem Rahmen in der Saint Charles Apotheke haben 30 Gäste mit uns verkostet.

Das Waldbier 2013 in Flasche und in Verpackung

Nach Tannen-Maitrieben und Zirbenzapfen hat Axel Kiesbye dieses Mal Jungtriebe und Zapfen der Lärche verarbeitet.

Es war eine wichtige Veranstaltung für uns, war es doch unsere letzte Hürde vor dem Erlangen des Österreichischen Umweltzeichens. Da war von Reinigungsmitteln über die Spülmenge in den Sanitäranlagen bis hin zu den Leuchtmitteln viel zu bedenken. Besonders das Catering stellte einen wichtigen Part für nicht nur die Zertifizierung, sondern auch die Stimmigkeit des Events dar: Abgestimmt auf das Bier kreierte Nora, die vor Kurzem das Mamsell gleich bei uns ums Eck von uns eröffnete, ein großartiges Menü mit u.A. geflämmter Reinanke, Ziegenfrischkäse-Ravioli, Rehkeule und -Rücken. Die Zutaten: bio, regional, aus den Wäldern und Wässern der Bundesforste oder selbstgepflückt.

Man mag es kaum glauben, aber ein paar Exemplare des Waldbiers sind an diesem Abend tatsächlich übrig geblieben. Diese gibt es diesen Freitag für jeden zu verkosten: und zwar im Rahmen der Vienna Design Week. Die Saint Charles Apotheke zeigt noch bis Ende der Woche die Kollektion »Admit One Gentleman« von Dante - Goods and Bads in ihren Räumlichkeiten und lädt als Abschluss am Freitag, dem 4. Oktober, ab 18 Uhr zum Cocktail - inklusive Waldbier.

Käuflich zu erwerben gibt es das obergärige Ale übrigens direkt bei Axel Kiesbye, über die Trumer Brauerei oder in den Wein & Co Bars.

  anna

Was Urban zur Lesezeit sieht Samstag 2013-09-28
Zur Lesezeit sind die Winzer und Winzerinnen schon früh am Morgen draußen. Und sehen wunderbare Dinge wie hier rechts am Bild. Das war Urban T. Stagårds früh- morgendlicher Blick vom Kremstaler Steiner Schreck hinab ins Hinterskirchl. Im Frühtau zu Berge. Das sind die Momente, in denen ich sie beneide.
Blick von der Steiner Schreck hinab ins Hinterskirchl in der Wachau

In denen ich wünschte, ich wäre eine von ihnen. Speziell, wenn sie dann auch noch wirklich gute Weine machen. Mit Handwerk, Hingabe und Leidenschaft. So wie Urban. Sein nordischer Name rührt von den schwedischen Wurzeln des Vaters. Wegen dieser Wurzeln serviert er auch in seinem uralten Heurigen in Stein - Pflicht! - zu seinen Weinen Smørrebrød. Passt!

Urban führt sein biologisches Weingut Lesehof Stagård seit 2006 gemeinsam mit seiner Frau Dominique. Er ist einer der Winzer, die frischen Wind in die Szene bringen und ist auch dort anzutreffen, wo frischer Szenewind weht. Seih's bei den deutschen WineVibes, sei's beim Flaschenmob in Krems und Wien, den er gemeinsam mit Winzerfreund Artur Toifl (auch so einer!) initiiert hat, oder sei's in den diversen Social Media, wo er sich gekonnt in Szene setzt. New generation.

Lagen hat Urban außerhalb des Kremstales auch in der Wachau, auf der drüberen Seite in Mautern. Meine Lieblingsweine sind die mit dem schrägengeschnittenen Etikett »Steiner Hund«, »Steiner Schreck« und »Steinzeug«. Hinfahren!

www.stagard.at
syl

Der helle Wahnsinn Dienstag 2013-09-24

Schon wieder ein Blogbeitrag, den ich zu spät schreibe. Der Standard-Artikel, der mich zu diesen Zeilen motiviert, erschien am Wochenende. Aber das Thema ist leider eh kein tagesaktuelles, das passt auch am Dienstag danach noch. Lebensmittel, die zwar noch in Ordnung sind,

tonnenweise vernichtet werden. Von Produzenten, vom Handel und von privaten Haushalten. Wenn ich so was höre, setzt bei mir sofort ein »kindlicher Reflex« ein. Wenn es auf der einen Seite so viele Menschen gibt, die zu wenig zu essen haben und auf der anderen Seite so viel weggeworfen wird, warum kann sich das in Summe dann nicht ausgehen?

Eh klar, dazwischen liegen zig von wem auch immer abgesegnete Vorschriften und Prozesse, logistische Hürden und praktische Hindernisse. Trotzdem frag ich mich manchmal, wohin der Wahnsinn noch führen soll. Ein Bauer, der ein paar Tonnen Erdäpfel dem Erdboden gleichmachen muss, weil sie nicht »der Norm« entsprechen (Wer bestimmt die Norm?). Supermärkte, die Cola und Eistee wegschmeißen, weil abgelaufen. Kann so was überhaupt schlecht werden? (Abgesehen, davon, dass das Zeug eh keiner trinken sollte).

Und dann kommt dazu, was die privaten Haushalte so in den Müll befördern. Und da muss ich mich selbst auch schwer rügen. Immer wieder passiert's, dass Dinge im Kühlschrank vergammeln, in der Speis ganz hinten sich selbst überlassen vor sich hin ablaufen oder in den Tiefen der Tiefkühltruhe vergessen werden. Und das alles eigentlich nur deshalb, weil wir im Überfluss leben. Hätt ich nicht so viel Zeug zuhause, könnt ich nicht so viel übersehen. Mist. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Standard ging's übrigens, Roman David-Freihsl sei Dank, um eine Initiative im Rahmen des Kulturprojekts »Wienwoche«. Waste-Diver fischten weggeworfene aber komplett brauchbare Lebensmittel aus den Mülltonnen und eröffneten damit den »wastecooking's free supermarket«. Gekocht wurde bei einer Wastecooking-Session auch.

Quelle: Der Standard

PS: Die UNO schätzt, dass mindestens ein Drittel aller Lebensmittel weltweit vernichtet wird, bevor sie auch nur in die Nähe von Konsumenten gelangen. Der helle Wahnsinn.

Ruth

Berlin Alexanderplatz Mittwoch 2013-09-18
Die erste Berührung im wahrsten Sinne des Wortes meines Lebens mit Berlin  – außerhalb des Flughafengeländes – hatte ich am Alexanderplatz. Dort kamen wir nämlich mit dem Bus an. Ich fand das sehr schön, gleich an einem so bekannten, in Literatur und Film verewigten Platz zu schreiten. Auch wenn wir, sechs Freundinnen seit
Aussichtsturm Alexanderplatz, Berlin 

ewigen Zeiten, dabei den Blick auf die Straßenschilder gerichtet halten und unsere Koffer hinter uns herziehen mussten. Aber mit dem Taxi kann ja jede(r) fahren.

Zum Glück waren zwei Berlin-Kundige mit von der Partie, die den Weg ins Hotel (Hotel Amano, super

Schild: Bei aufkommenden Emotionen bitte hier streicheln. 
Lage, empfehlenswert) über die Weinmeisterstraße (!) wie nix fanden. Koffer abgestellt, frisch gemacht, 48 Stunden Berlin lagen vor uns. Gestartet haben wir beim Italiener, das hat sich so ergeben, weil der ums Eck vom Hotel ist und wir am Verhungern waren. Enoteca Muret la barba, grandios! Bis zum nächsten Einkehren vor dem Abendessen lagen

gefühlte 27 km Fußmarsch und viele, viele, viele Eindrücke. Die verdiente Entspannung fanden wir dann in der Cordobar, die glücklicherweise einige Tage vor unserer Reise und quasi ums Eck vom Hotel eröffnet hatte. Gerhard Retter, Willi Schlögl und Lukas Mraz haben sich wunderbar um uns gekümmert, we will be back one day!

Abendessen obwohl eigentlich schon satt dann im Weinstein, Prenzlauer Berg, der Sylvaner von Daniel Wagner war ausgezeichnet und in ausreichender Menge vorhanden.

Am nächsten Tag und nach weiteren gefühlten 27 km Fußmarsch (geführt, sehr spannend!), waren wir dann auch einen Sprung »im Westen«, KaDeWe, Ku'damm, Charlottenburg, ein Glas Cremant im Cafe Savigny.

Ich trau's mich fast nicht sagen, aber am zweiten Abend waren wir noch einmal beim Italiener. Beim gleichen, yep. Auf unseren Tisch haben wir mit einer Flasche Wein und Crostini auf der Parkbank gewartet, der Abend wurde lang.

Den letzten Imbiss am letzten Tag nahmen wir im Barcomi's ein, das uns ob seines Kaffees empfohlen wurde. Schönes Lokal, angenehme Leute, sehr entspannt.

Was wir definitiv ausgelassen haben, war das Berliner Nachtleben, das lag an den vielen zurückgelegten Kilometern. Beim nächsten Mal dann das Kontrastprogramm, schlafen untertags, Berlin bei Nacht erleben.

Und für den nächsten Berlin-Trip: Kulinarische und Nachtleben-Tipps von Berlin-Kennern/innen herzlich willkommen!

Ruth

Verliebt, verlobt, verheiratet - bitte um Nachsicht, etwas Besseres fällt mir grad nicht ein. Mittwoch 2013-09-18
Es war ein wunderbarer Abend. Barbara van Melle hatte im Namen von Slow Food Wien zum Paradeiser-Abend an die Wiener Peripherie geladen. Evi Bach kam mit Wagenladungen diversester Sorten meines Lieblingsgemüses, das eigentlich eine Beere ist. Erwin Gegenbauer kam mit den
Preisingers Edelgraben mit vielen verschiedenen Sorten Paradeiser

passenden Ölen und Essigen und Claus Preisinger mit zwei seiner großartigen Weine. Wer nicht kam, war Alexander Quester. Seine Fische waren allerdings vor Ort, er selbst musste das Bett hüten und war natürlich entschuldigt.

Wer noch gekommen war, aber viel früher als wir, weil er einiges an Mis en place vorzubereiten und zu kochen hatte, war Alexander Mayer. Gott sei Dank, war er da. Denn das, was auf den Tisch gekommen ist, war phantastisch! Speziell diese drei Tomatensuppen - »Suppe« klingt hier so profan - aus unterschiedlichen Sorten. Eine grün, eine rot und eine orangefarben, jede für sich mit einem besonderen Tomateneigengeschmack, besonders abgewürzt und überhaupt eine Wucht. Wer zu Alexander essen gehen möchte, kann dies übrigens sehr bald im Wiener Restaurant Vincent tun.

Und dann, muss ich gestehen, hab ich mich verliebt an diesem Abend. In einen der beiden Weine von Claus Preisinger. In den Edelgraben 2011, einen reinen Weißburgunder vom Leithaberg. Also Kalk und Schiefer, in diesem Falle beides. Der Wein wurde in zwei Behältnissen, 500-l-Fässern und Amphoren, mit Putz und Stengel vergoren. Dann kamen alle Chargen zusammen ins Holzfass, wo sie ein Jahr lang reifen durften. Und jetzt ist er da, der Edelgraben. Unfiltriert und ohne Schwefel. Komplex, nach Kräutern und Lindenblüten duftend. Perfekt zum Paradeisermenü und überhaupt eine Freude. Aber, was sag ich Ihnen? Kaufen Sie ihn! Oder besser nicht. Kaufen Sie ihn nicht. Lassen Sie ihn mir!

www.clauspreisinger.at
syl
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