weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog

Vom Marillenmarmeladekochen überrascht Montag 2013-07-22
Nein, ich war noch nicht bei der Marillenprinzessin. Die Fahrt in die Wachau steht erst nächste Woche an. Ich war im Garten. Und in diesem Garten stehen zwei Marillenbäume, auf deren Früchte normalerweise der Hausherr seinen Anspruch erhebt. Aber heuer hat er wohl keine Lust auf Marillen, selber schuld.
Drei Gläser Marillenmarmelade auf dem Kopf stehend

Bei der gestrigen ausgedehnten Gartenrunde  – dauert ungefähr 1.5 Minuten - haben wir sie entdeckt. Oh Freude! Viele waren leider schon angefault, weniger waren pumperlg'sund. Viele von den wenigen wanderten direkt in den Bauch, der auch heute noch eine etwas ausgeprägtere Form hat, noch mehr wanderten mit in die Küche in den Kochtopf. Was dann gar nicht mehr so viel war, ein Häuflein Marillenzuckergemisch.

Aber nun stehen immerhin drei Gläser Maurer Marillenmarmelade im Kühlschrank, zum ersten Mal und völlig unerwartet. Die eckigen Gläser sind übrigens höchst bewährt und ergeben dann, wenn auch die Marmeladen der Marillenprinzessin in Reih und Glied stehen, einen imposanten Marillenmarmeladenblock. Da gab's doch auch einmal etwas mit eckigen Eiern, erinnern Sie sich?

syl
Rindfleischsalat reimportiert Sonntag 2013-07-14
Es wäre sicher auf direktem Weg auch gegangen, der Petz ist uns ja sehr nah. Der Einfachheit halber reimportieren wir jetzt aber eines seiner Rezepte aus Deutschland. Dort steht nämlich eins in der »Welt am Sonntag« nachzulesen. Zwei Köche und eine Köchin verraten, was sie gegen die üblichen üblen und
Christian Petz in der Küche beim Fleisch schneiden

fett-triefenden Pommes, Burger und Schnitzel bereithalten, die man in den Restaurants? und Buffets in Deutschlands und Österreichs Freibädern aufgetischt bekommt. Je eine Empfehlung von Mario Gamba vom Münchner »Acquarello«, Sarah Wiener vom Berliner »Das Speisezimmer« und eben Christian Petz vom Wiener »Holy-Moly! am Badeschiff«. Bleibt zu hoffen, dass ein paar Betreiber und Betreiberinnen von Schwimmbädern das lesen und beginnen, zumindest ein ganz klein wenig nachzubessern.

Hier Petzens Rindfleischsalat auf thailändische Art. Viel Vergnügen beim Schnipseln und genussvolles Gelingen!

Zutaten für vier Personen
400 g Rindfleisch, in Streifen geschnitten
70 g Limettensaft
20 g Austernsauce
20 g Yakitorisauce
1 frische Chilischote
30 g Olivenöl
1 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
5 g Ingwer
1 rote Zwiebel
2 Limettenblätter
2 Frühlingszwiebeln
frische Korianderblätter und frische Minzblätter nach Geschmack
2 Scheiben Limette

Zubereitung
Limettensaft mit Yakitorisauce, Austernsauce, Chilischoten, Olivenöl, Ingwer, Limettenblättern, Knoblauch, roten Zwiebelstreifen und Paprikastreifen vermischen. Rindfleisch ganz scharf anbraten, salzen, pfeffern und mit der Sauce, den Frühlingszwiebeln, Koriander, Minze vermengen und mit Limettenscheiben garnieren. Noch warm servieren.

www.badeschiff.at
Foto: Sonja Stummerer
syl
Ein Hoch auf Frau Bock! Samstag 2013-07-13
Nein, ich meine nicht die Frau Bock. Die kann man soundso nicht genug in den Himmel loben. Ich meine Frau Bock, die Gemüsehändlerin in der Speisinger Straße im 23. Wiener Gemeindebezirk. Offenbar bürgt der Name alleine für Qualität. Frau Bocks kleines Geschäft ist nämlich vom Boden bis zur Decke voller Gemüse und Früchte.
Tomaten, rote Frühlingszwiebel, Paprika, Zucchini

Gemüse und Früchte, die allesamt besser sind als die vom großen berühmten Naschmarkt, von den dortigen wenigen Ausnahmen abgesehen. Alleine sechs Sorten Paradeiser hat mein flinkes Auge gezählt. Die kleinen links oben am Bild, vom Grazer Gemüsehändler direkt aus Italien geliefert, sind übrigens besonders fest, fruchtig und geschmackig. Würden sie nicht doch irgendwann matschig werden, würde ich sie mir aufheben. Oder diese roten Frühlingszwiebeln. Schön sind sie, sehr kräftig im Geschmack, und so wie Frau Bock sagt, sehr selten. Am meisten habe ich mich über die große Steige Klaräpfel gefreut, Kindheitsgeschmack. Ich weiß gar nicht, ob meine eigenen Kinder sie überhaupt kennen. Jetzt liegen diese kleinen grünen und durchscheinenden Äpfel auf jeden Fall in der Obstschüssel daheim und warten auf sie. Und die süßesten Früchte hängen beileibe nicht in Nachbars Garten, die liegen auch bei mir. Tiefschwarze große Kirschen!

Damit sich der kleine Umweg zu Frau Bock lohnt, kann man für biologisches Brot und Milchprodukte zur Nachbarin in die Kichererbse hüpfen, einen vegetarischen Imbiss mit ein bisschen »Alimentari«. Den Umweg werde ich wieder öfter machen, und so, wie es sich gehört, mit dem Radl.

Gemüsegeschäft Bock
1230 Wien, Speisinger Straße 38, Tel. +43 1 804 53 51
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag von 9 bis 12 Uhr
Montag & Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr
syl

Achtung

Dr. Ofenbauer  01.06.2014 10:01

Das Geschäft befindet sich im 13ten Wiener Gemeindebezirk, nicht im 23ten.

zu euphorisch

Dr. Ofenbauer  01.06.2014 09:59

Leider handelt es sich bei dem Obst und Gemüse der Frau Bock genauso wie auch bei den meisten Anbietern zb. am Naschmarkt um herkömmliche Industrieware, behandelt mit Kunstdüngern und Pestiziden. Sicher nicht die beste Wahl für unsern Nachwuchs. Sieht vielleicht toll aus, hat es aber nicht in sich, ausser eine schöne Ladung Gift und schlechtes Karma. Der Umwelt tut man auch nichts Gutes. Höchstens der Frau Bock.

Ungleichgewicht Freitag 2013-07-12

Dass das mit der Chancengleichheit für alle selbst in einem der reichsten Länder der Welt nicht funktioniert, wissen wir. Mehr noch, die Schere zwischen arm und reich, gebildet und ungebildet und damit einhergehend zwischen allen anderen Umständen geht offenbar immer weiter auf. Doch sind es natürlich viele Faktoren, die dazu beitragen, ob es einem – rein theoretisch – mehr oder weniger gut geht im Leben.

Ein Richtungsschilder mit "The easy way" und eines darunter mit "The hard way"

Der »Standard« beauftragte das Linzer Market-Institut mit einer Umfrage zum Thema, wer es eher leicht oder tendenziell schwer hat im schönen Österreich. Hier ein Auszug aus den Ergebnissen:

Nationalratsabgeordnete und Beamte haben's in der Wahrnehmung der Befragten am leichtesten im Leben (Einkommen? Freizeit?), Alleinerziehende und ältere Arbeitnehmer/innen am schwersten. Kinder machen einem das Leben schwerer, Manager, Ärzte und Lehrer gehören zu denen, die's leicht haben. Die weibliche Form lass ich hier absichtlich weg, Frauen haben es nämlich generell schwerer. Vor allem berufstätige. Eigentümer/innen von kleinen Unternehmen müssen sich noch mehr plagen.

Der kleine Abriss hier müsste mich nachdenklich stimmen. Bin ich doch weiblich, hab zwei Kinder, ein kleines Unternehmen, bin also berufstätig und aus der Perspektive der Wirtschaft auch schon älter. Ach ja, in einer ländlichen Region lebe ich außerdem.

Aber schon klar, da spielen viele andere Dinge mit, ob es einem gut oder weniger gut geht. Und ich bin definitiv oft im Leben auf die Butterseite gefallen. Danke dafür, wem auch immer.

Quelle: Der Standard, 12. Juli 2013

Ruth

Willkommen in der Hauptstadt, Roland Huber! Freitag 2013-07-12
Ein Stückerl näher nach Wien war der super nette Dreihaubenkoch Roland Huber ja schon vor ein paar Monaten gerückt. Ist er doch mit Toni Mörwald nach dessen Abgang aus dem Kremser »Kloster Und« ins Stammhaus nach Feuersbrunn übersiedelt, um dort »Toni M.« und »Traube« neu zu positionieren.
Roland Huber bei der Zubereitung einer Speise

Ungefähr 12 km näher ist das, mit 64 km Entfernung aber trotzdem zu weit für einen abendlichen Hupfer. Nun ist aus dem Hupfer ein Umfaller geworden. Roland Huber kocht nämlich zweimal in der Woche in Tonis »Kochamt« in der wunderschönen Ferstel-Passage in Wien, die der Galleria in Mailand kulinarisch sowieso in nix mehr nachsteht mit Xocolat und Vulcanothek und Beaulieu und nun auch damit.

Zweimal pro Woche also kann man Rolands Küche in Form eines Vier-, Sechs- oder Acht-Gangmenüs dort genießen, jeweils am Mittwoch zu mittag mit Menüstart um 12.30 Uhr und am Donnerstag Abend mit Menüstart um 18 Uhr. Die Menüs variieren und demzufolge variiert auch die Weinbegleitung, die gestern mit unter anderem Jahrgangs-Pommery, 2003 Gelber Muskateller von Bründlmayer in der Magnum - yeah!, 2009 Riesling Gaisberg von Hirsch und 2005 Brunello von Gaja einfach fabelhaft war.

Wir hatten das große Menü, das inklusive dreier Amuses aus zwölf Gängen bestand und eine echte Freude war. Roland ist am Foto gerade bei der Zubereitung der 2. Vorspeise »Kapuzinerkresse mit Paradeiser, Liebstöckel und Camelina (Leindotter)«. Besonders in Erinnerung geblieben sind auch die »Reinanke mit Radi, Topinambur, Sellerie und Steinpilz« und das »Beinfleisch mit Karfiol (da werden alle Karfiol-Hasser bekehrt), Pistazienöl und Kikuna«.

Man muss unbedingt vorreservieren, Platz ist für rund 20 Personen und man sollte halbwegs pünktlich sein, damit die anderen Gäste nicht warten müssen. Ein echter Restaurantbetrieb funktioniert dort wegen der Miniküche nicht. Aja, der Garten im Hinterhof ist wunderschön und eignet sich super für Grillereien. Nächsten Dienstag, 16. Juli, bringt übrigens Quester seine Fische und legt sie ab 19 Uhr gemeinsam mit Toni auf den neuen Webergrill. Nur die Fische nicht den Toni.

www.moerwald-kochamt.at
syl
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