Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Zucchinipackerl Sonntag 2017-06-11
Manchmal kommt der Genuss ein wenig zu kurz, auch hier bei uns in der Bassena. Weshalb ihm nun wieder ein bisschen mehr Platz eingeräumt werden soll. Direkter Anlass ist das heutige sonntägliche Mittagessen, weil's so schön bunt und köstlich war. Im Web waren gebratene Zucchini-Tascherl mit Dinkelfülle aufgetaucht.
Feine Zucchinestreife im Karrée, darauf ein Häufchen Fülle
Die Körndl haben mich nicht wirklich angesprochen, die hübschen Packerl aber umso mehr. Weshalb ich eine Variante mit Couscous und gebratenen Tomaten gebastelt hab. Und so ging's: Die Tomaten mit Schalotten in Olivenöl weichschmoren, salzen und mit dem fertigen Couscous vermischen. Ein Zucchinipackerl mit Zahnstochern fixiert
Frisches Basilikum rein, nachsalzen und pfeffern. Die Zucchini mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden, über Kreuz auflegen und ein Häufchen Fülle draufgeben. Erst die unteren Streifen einschlagen, dann die anderen und das Packerl mit Zahnstocher fixieren. Vorsichtig ab in die Pfanne und in Olivenöl anbraten. Die Zucchinipackerl in der Pfanne mit dem Zucchinirest
Die Zucchinireste kleinschneiden, würzen und mitschmurgeln. Die Zahnstocher entfernen, wenden, fertig braten, fertig. Dazu gab's Schafjohurt. Einhellige Meinung: hervorragend! Mit gegrillten Lammkoteletts wär's noch besser. Und, Übung macht die Meisterin: Die erste Charge war nämlich nicht ganz so fotogen.
Die fertig gebratenen Zucchinipackerl in der heißen Pfanne
syl
Das Original findet sich übrigens beim Biohof Adamah. Dort mit Dinkelfülle und nicht gebraten, sondern gegrillt.
Die Übergabeprofis - die Rolle des Vaters & Übergebers Sonntag 2017-06-04

Wie im echten Leben kommt auch hier manchmal der Prozess zum Stocken. Weil andere Dinge gerade virulenter sind. Jetzt geht's weiter!

Wir kommen zu den konkreten Personen und beginnen mit Vater HERBERT, bislang an oberster Stelle:

Blaue Trauben in Arbeitshänden, die übergeben werden

* als Oberhaupt im System Familie, wie so oft noch in bäuerlicher Umgebung
* als Betriebsleiter im System Weingut, wo er über 30 Jahre lang das Sagen hatte.

1. HERBERT ALS FAMILIENOBERHAUPT
Nach außen tritt Herbert als der Boss auf, das ist ihm wichtig. Im Hintergrund hält allerdings seine Frau Angela die Fäden fest in der Hand. Sie gibt den Ton in Haus und Garten an, bestimmt, wo der Urlaub verbracht wird und was auf den Tisch kommt. In finanzielle Entscheidungen lässt Herbert sich aber nicht reinreden, das bleibt für ihn Männersache. Seine Tochter, die immer zu ihrem Vater aufgeblickt hat, wird nun die Weingutsleiterin. Wie wird sich das auf das familiäre Gefüge auswirken?

2. HERBERT ALS BISHERIGER BETRIEBSLEITER
30 Jahre lang hat Herbert jeden Tag ohne Unterbrechung für das Weingut gearbeitet. Er hat  von gemischter Landwirtschaft auf reine Weinwirtschaft umgestellt. Er hat Flächen eingetauscht und neu ausgepflanzt, in den Weinkeller investiert und den Vertrieb aufgebaut. Abgefüllt hat er hauptsächlich in Doppler, manches wurde im Fass verkauft, weniges in der Bouteille. Angela hat sich um die Buchhaltung gekümmert und Herbert beim Abhof-Verkauf unterstützt. Das weinmacherische Know How lag ausschließlich bei ihm.

3. PLÖTZLICH WIRD ALLES ANDERS
Nun heißt es, abzugeben.
Herbert muss sein Lebenswerk in die Hände seiner Tochter Johanna und die ihres Mannes Peter legen. Was enorm schwierig ist, weil er damit auch seinen Lebensinhalt verliert. Und weil die jüngere Generation – Johanna ist ja die neue Chefin – plötzlich alles anders machen möchte und wenig wertschätzt, was er über die Jahre mühevoll aufgebaut hat:

Fass- und Dopplerware sind zukünftig tabu. Geplant sind neue Etiketten und eine neue Website, hohe Investitionen in die Kellertechnik. Herbert verbringt plötzlich schlaflose Nächte und fühlt sich und das, was er geschaffen hat, plötzlich wertlos. Sein innerlicher Gram und Zorn werden von Tag zu Tag größer. »Die werden schon noch sehen, wohin das alles führt.« Ein Dilemma!

=> Herberts zukünftige Rolle
Wenn er den Schlüssel übergibt, muss er das mit allen Konsequenzen tun. Er muss sich mit seinen Ratschlägen zurückhalten und sämtliche Entscheidungen den Übernehmenden überlassen. Herbert soll aber weiterhin im Weingarten arbeiten und sich um den Fuhrpark kümmern.

=> Wie das alles – konfliktfrei und auch finanziell – aussehen kann, erfahren Sie im nächsten Beitrag.
=> Hier alle Übergabe-Beiträge gesammelt.

www.uebergabeprofis.at
Winzerpositionierung – Sommeraktion Sonntag 2017-06-04

Zwischen Mitte Juli und Mitte August gibt es unsere exklusiven Weinguts-Positionierungen zum Sommerpreis von € 2.700 statt € 2.900.

Weil Winzerinnen & Winzer in den warmen Sommermonaten meist mehr Zeit haben: zum Durchatmen und um sich auf sich selbst zu besinnen.

Ein Falter auf grauen Steinen mit dem Schriftzug: "Ich? Wer bin" und darüber "Sommer-Rabatt - Winzerpositionierung"

Und weil auch wir dann etwas mehr Muße für unsere Lieblingsbeschäftigung haben. Nämlich Weinguts-Leiterinnen und -Leiter bei ihrer Positionierungsarbeit zu unterstützen:

* exklusiv für jedes Weingut
* mit seinem gesamten Team
* einen ganzen Tag lang
* geleitet von gleich zwei erfahrenen (Wein-)Fachfrauen
- Coach & Organisationsentwicklerin Ruth Havel
- Kommunikations- & Nachhaltigkeitsberaterin Sylvia Petz

mit dem Ergebnis und der Definition von:
* Unternehmenswerten
* Markenkern
* Vision
* Unternehmenszielen
* USP (Alleinstellungsmerkmal)
* ersten Umsetzungsschritten

Buchbar bis 30. Juni 2017
per Mail an positionierung@havel-petz.at oder telefonisch unter +43 1 913 42 74.

Mehr Infos zur Winzerpositionierung unter diesem Link.

Geschmackvolle Forschungen Sonntag 2017-05-21
Sehr spannend, worüber so geforscht wird. So gibt es an der University of Oxford ein Zentrum für Experimentalpsychologie, das sich mit Marketing und Design um Zusammenhang mit Neurowissenschaften befasst. So weit, so gut. Charles Spence, der Leiter, beschäftigt sich unter anderem mit jenen Faktoren, die – Artikel in "Presse am Sonntag"

neben dem Geschmack – die Wahrnehmung von Speisen beeinflussen.

Das alles ist in der »Presse am Sonntag« (21. Mai 2017) zu lesen und wie ich finde äußerst interessant. Das dazugehörige Buch heißt »Gastrophysics. The New Science of Eating«. Spencer möchte mit seinen Forschungen herausfinden, was in uns vorgeht und was mit uns passiert, wenn wir essen. Und er meint: »Das reicht von den Hintergrundgeräuschen bis zum Gewicht des Bestecks. ... All diese Umstände beeinflussen nicht nur den Geschmack, sondern sind Teil des Geschmacks selbst.«

Ein paar der Forschungsergebnisse:
* Von roten Tellern zu essen machen früher satt.
* Auf weißen Tellern schmeckt's süßer, auf dunklen salziger.
* Mit der Erhöhung des Geräusches, das ein Konsument beim Öffnen einer Packung Kartoffelchips wahrnimmt, steigt der Eindruck der Knusprigkeit und Frische. Vor dem ersten Bissen wohlgemerkt.
* Erhöht sich das Volumen der Hintergrundmusik um 22 %, trinken die Gäste um 26 % schneller. (Aha, daher weht also der Wind der Dauerbeschallung in Lokalen!)
* Fast schon skurill: Ragt auf einem Packungsbild der Löffel von der rechten Seite in eine Schüssel, wird das Produkt um 15 % öfter verkauft als wenn der Löffel von links kommt.

Für die Lebensmittelindustrie sind solche Erkenntnisse natürlich Goldes wert. Es lebe die Manipulation! Was Charles Spence positiv stimmt: »Natürlich wollen die Lebensmittelkonzerne in erster Linie verkaufen. Aber sie haben erkannt, dass es dafür gut ist, dass sich die Konsumenten gesünder ernähren. Wer länger lebt, konsumiert länger.« Und: »Wir können helfen, indem wir verantwortungsbewusstes Verhalten unterstützen.«

Charles Spence, Gastrophysics. The New Science of Eating. Penguin UK. 2018 erscheint das Buch im Beck-Verlag auf Deutsch.

Ruth

Die Übergabeprofis: sich der Rollen bewusst werden und sie klar definieren Dienstag 2017-05-02
Irgendwie klingt es ja paradox: Da soll etwas definiert werden, das seit Jahren – mehr oder weniger gut – läuft. Etwas, das implizit sowieso entsteht. In jedem System, sei es eine Familie, ein Unternehmen oder eine andere Art von Team. Die Rede ist von den ROLLEN.
Blaue Trauben in Arbeitshänden, die übergeben werden

Jeder und jede von uns hat nicht nur eine, sondern mehrere Rollen im Leben inne. In einem Familienunternehmen überschneiden sich die privaten und beruflichen, und das macht häufig alles ein bisschen komplexer als sonst. Warum lohnt es sich nun, sich diese Rollen gerade im Zuge einer Betriebsübergabe näher anzusehen? Weil sowohl die Übergeber als auch die Übernehmer nach dem Übergabeprozess neue beruflichen Rollen einnehmen. Und dieser Wechsel wirkt sich auch auf die privaten aus.

Wenn das traditionelle Familienoberhaupt, in unserem Fall Vater Herbert, auch im Betrieb das Sagen hat, ist die Rollenverteilung relativ klar. Da wie dort gibt jemand den Ton an. Ob das gut oder schlecht ist, ob sich die anderen damit wohlfühlen oder nicht, ist davon unbenommen. Fakt ist, dass der Inhaber die beiden Rollen im Normalfall ohne innere Widersprüche einnimmt. Und auch für die anderen ist klar, wer in letzter Konsequenz die Entscheidungen trifft und das Ruder in der Hand hat. In unserem Szenario zieht Herberts Frau Angela in der Familie zwar die Fäden im Hintergrund, nach außen steht aber Herbert an der Spitze. Eine interne Übereinkunft der Eheleute, die sich jahrelang eingespielt hat.

Mit der Betriebsübergabe gibt Herbert nun die Führung des Weinguts ab. Im Idealfall bewusst und mit allen Konsequenzen. Im Familiensystem ändert sich de facto nichts, im Familienunternehmen jedoch sehr wohl.

Und hier liegt eine GROSSE CHANCE: Wenn die Familienmitglieder es schaffen, über diese Rollenwechsel offen zu sprechen, einander zu fragen, wie es dem jeweils anderen damit geht und was er sich für die Zukunft wünscht, legen sie damit einen Grundstein für ein konstruktives Miteinander. Etwaige Sorgen und Ängste kommen so auf den Tisch und können gemeinsam besprochen werden. Ein gemeinsames Zukunftsbild schafft Klarheit und stärkt das gegenseitige Vertrauen.

Ein Tipp für die PRAXIS: Schreiben Sie die unterschiedlichen Rollen jeweils auf einen Zettel oder eine Karte und legen Sie sie am Boden oder Tisch auf. Der »Blick von oben« bringt neue Perspektiven, Themen wie Rollenkonflikte, -überschneidungen oder -unklarheiten können so leichter besprochen werden.

Ein großer Schritt ist getan, wenn allen Beteiligten klar ist, wie wichtig eindeutige Rollen – und damit im besten Fall auch Aufgaben – für ein harmonisches Miteinander und den Unternehmenserfolg sind. Die bewusste Trennung der familiären und beruflichen Rollen kommt dabei besondere Bedeutung zu. Und das nicht nur im Zuge einer Weingutsübergabe. Uns ist völlig klar, dass es nicht möglich ist, sich im Alltag ständig theoretisch mit dem Thema zu befassen. Wenn es den Beteiligten jedoch gelingt, sich immer wieder einmal der eigenen unterschiedlichen Rollen bewusst zu werden und zu überprüfen, ob das eigene Verhalten der jeweiligen Rolle entspricht, ist viel gewonnen. Denn damit rücken auch die Rollen der anderen regelmäßig in den eigenen Fokus. Gegenseitige Rücksichtnahme und der Respekt für das Tun der anderen werden so Zug um Zug selbstverständlich und erleichtern die Zusammenarbeit und nicht zuletzt das Zusammenleben.

=> Demnächst lesen Sie, wie es in unserem Übergabeprozess weitergeht.
=> Hier alle Übergabe-Beiträge gesammelt.

www.uebergabeprofis.at
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