Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

Bassena - unser Blog

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Kunstvoller Genuss Montag 2013-04-01
Das Argument, warum ich unbedingt in oder in der Nähe von Österreichs einziger Großstadt (ja, ich weiß, ist alles relativ) leben möchte, ist nicht zuletzt das kulturelle Angebot. Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen. Nun, das mag sein. Allein die Frequenz, mit der ich eben diese kulturellen Einrichtungen aufsuche, könnte höher sein. Doch ab sofort wird alles anders, zumindest beim visuellen Kulturgenuss, bin ich doch seit kurzem stolze Besitzerin einer Jahreskarte für das Kunsthistorische Museum in Wien (inklusive Kunstkammer!). Vergleichsweise läppische € 34 verschaffen mir außerdem Vogelstatue im Kunsthistorischen Museum 

zusätzlich ein Jahr lang Eintritt in die Neue Burg, die Kaiserliche Schatzkammer Wien, die Kaiserliche Wagenburg Wien, das Museum für Völkerkunde, das Österreichische Theatermuseum und ins Schloss Ambras Innsbruck. Wann immer mir also danach ist, einen Abstecher in eines der Häuser zu machen, und sei es nur, um eine kleine Runde zu drehen, kann ich das nun leichten Schrittes und Gewissens tun.

Zur Prämiere mit der neuen Karte waren die Kinder mit. Die übrigens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr in allen Bundesmuseen freien Eintritt genießen! Wir entschieden uns für die Ägyptisch-Orientalische Sammlung. Und das war ein Volltreffer. Ich war selten mit so begeisterungsfähigen, begeisterten, wissbegierigen und neugierigen Menschen in einer Aussstellung.

Zum Abschluss streiften wir noch kurz durch einen Teil der Gemäldegalerie. Und beschlossen, nachdem die Aufnahmefähigkeit schon etwas strapaziert war, beim nächsten Mal im ersten Stock zu beginnen.

Ruth

Wir waren auf der ProWein und haben wie immer eine Trouvaille mitgebracht Donnerstag 2013-03-28

Die größte Weinmesse Europas, manche sagen der Welt, ist ein Muss. Für Winzer, Journalisten, Händler und natürlich auch für Agenturen wie uns. Drei Tage Düsseldorf, 4.783 Aussteller aus 48 Ländern und mehr als 44.000 Fachbesucher aus aller Welt. Mittendrin wie immer Frau Havel & Frau Petz. Sehr spannend.

Adriana Gonzalez auf der Prowein

Was war der Zweck der Reise? Für uns als Agentur stehen einerseits klarerweise unsere Kunden im Vordergrund. Für sie haben wir am Falstaff-Stand ein Tasting veranstaltet. 13 Winzer brachten ihr Herzblut, ihren Lieblingswein. Die Veranstaltung ist gut gelaufen, unser Termin für das kommende Jahr ist schon gebucht.

Ein weiterer Grund, auf die Prowein zu fahren, ist die Pflege unserer Kontakte und allgemein das Netzwerken. Nirgendwo sonst trifft man alle. Und wir haben getroffen, was das Zeug hält. Journalisten, internationale Weingrößen, österreischische Winzer, mit denen ein Treffen aus 1000erlei Gründen bis dahin nicht zustande gekommen war, Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch Freundinnen und Freunde. Alle vereint im Wein.

Und zu guter Letzt ist selbstverständlich auch das Weinverkosten ein triftiger Grund. Auch die Weine unserer Winzer, wobei man sich hier mehrheitlich auf einen besonderen Tropfen beschränkt, damit Zeit und Gaumenfrische für die anderen seltener zu genießenden Dinge bleibt. Der VDP-Stand steht natürlich auf der Liste ganz oben. Ein Muss, und alleine für diese 100 besten Winzer Deutschlands könnten sämtliche Messetage aufgehen.

Dann gibt es aber auch noch die Winzer aus aller anderen Herren Länder. Die beste Auswahl findet sich immer am Feinschmecker-Stand und bei Smart Wines (Lieber Per, vielen Dank für das tolle Fest!) Ja, feiern muss man auch auf der ProWein. Und beim 20-Jahre-Smart-Wines-Fest gab es Musikvideos aus den 1970ern und 80ern. Alles klar, Herr Kommmissar?

Und so wie wir letztes Jahr die Weine von Ziereisen entdecken durften, entdeckten wir heuer die Weine von Lichtenberger-Gonzalez. Martin Lichtenberger ist Kellermeister bei Gernot Heinrich, Adriana Gonzalez Kellermeisterin bei Birgit Braunstein und Martin Pasler. Privat ist das junge Paar seit 2007 ein Paar. Seit 2009 macht es gemeinsam Wein, was der logische Schritt war. In Minimengen, weil's - noch - fast reine Liebhaberei ist und die großen Energien in die Weine der Chefin und der Chefs fließen. 4.500 Flaschen sind es heuer, von Lagen am Leithaberg. Alles fast gänzlich ohne Technik bereitet, mit den Füßen gestampft und im offenen Bottich vergoren. Back to the foots, sei's zu denen vom Leithaberg oder zu denen aus Spanien. Nur ein bisschen Schwefel darf sein.

Vier Weine werden gemacht. Leithaberg weiß und rot (Neuburger und Blaufränkisch), Muschelkalk weiß und rot (Grüner Veltliner und Zweigelt/Blaufränkisch). Der Favorit der Neuburger: zum Niederknien und Einlagern. Und trinken muss man ihn, vor allen Dingen trinken! Adriana, bitte um einen Karton!

www.prowein.de
www.lichtenbergergonzalez.at
syl

Gläserner Facebook-Mensch Montag 2013-03-18

Möglicherweise sagt es ja schon etwas aus über mich, wenn ich einen für mich interessanten Zeitungsartikel erst fünf Tage nach seinem Erscheinen blogge und auf Facebook poste. Zumindest zeigt es, dass ich keine Hardcore-Bloggerin und -Facebookerin bin. Aber darum geht's hier gar nicht.

Wie im Standard am 13. März zu lesen war, lassen sich mit einer Computeranalyse der Likes von

Grafik für das Facebook Like

FB-Userinnen und -Usern ziemlich genau Dinge wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und politische Einstellung ableiten. Die Ergebnisse erbringt eine im Wissenschaftsmagazin »Proceedings of the National Acedemy of Sciences« (PNAS) veröffentlichte Untersuchung von 58.000 Nutzern in den USA.

So konnte aufgrund der Likes mit einer Trefferquote von 95 % festgestellt werden, ob jemand weiß oder afroamerikanisch ist, zu 93 % stimmten Mann-Frau-Unterscheidungen überein und ob ein Mann homo- oder heterosexuell ist, konnte zu 88 % richtig erkannt werden. Noch einmal zur Erinnerung, das basiert nur auf den verteilten Likes!

Was das ganze so interessant oder eher pikant und mühsam macht, ist die Tatsache, dass Behörden und Werbetreibende sich das zunutze machen. Und auch Drittapplikationen wie TripAdvisor, Groupon oder Amazon kennen sich damit aus. Und sammeln fleißig »Gefällt mir«-Daumen.

Quelle: Der Standard, 13. März 2013, Seite 30

Ruth

Es ist ein Foodsymposium Mittwoch 2013-03-13

Man muss es einmal schaffen, über zwei Tage viele Fotos gemacht zu haben, aber kein so gescheites, dass es hier verwendbar wäre. Fotos von Gesprächen, Workshops und anständigem Essen. Kommt eben das Suject zum Einsatz. Ohnedies besser wegen der Nachhaltigkeit.

Grafik des Anständig Essen Symposiums mit Datum

Fotos vom Gesehenen, Erlebten und Genossenen am letzten Wochenende in Bad Hofgastein, wo das erste Symposium »Anständig essen« stattgefunden hat. Ursächliche Frage der Tagung war, ob »Regionalität« die Lösung unserer Nahrungsprobleme sein kann oder ob hinter diesem Terminus bloß eine neue Modeerscheinung steckt. Food-Detektiv Hans-Ulrich Grimm, Gastronomin Sarah Wiener, »Ja! Natürlich!«-Kreateur Werner Lampert und Essens-Nomade Philipp Furtenbach waren unter anderen gebeten worden, ihren Weg aus der industrialisierten Ernährungschleife mit dem Publikum zu teilen.

Sepp Schellhorn, impulsgebender Gastronom aus dem salzburgerischen Goldegg, hatte die Idee zu diesen Tagen. Christian Seiler, überzeugter Kämpfer für Nachhaltigkeit beim Essen, Autor und Kolumnist, hatte sie in die Tat umgesetzt. Das Ergebnis waren zwei Tage voller Diskussionen, kritischen Hinterfragens und genussbringender Workshops.

Auftakt waren Gespräche, zu denen neben erwähnten Proponenten auch die Schweizerin Mirjam Hauser (sie erforscht Konsumententrends) eingeladen war. Spannend zu hören, was sich tun wird in der Zukunft  - im Supermarktkunden im inneren Konflikt zwischen dem Verlangen nach billigem industrialisiertem Essen und gesundem natürlichem Essen gewinnt mehr und mehr letzteres die Oberhand. Wobei das Verlangen nicht mit dem Einkaufsverhalten korrelieren muss, aber immerhin.

Das Highlight des Eröffnungsabends war der Vortrag von Hans-Ulrich Grimm, Autor und Kritiker der Nahrungsmittelindustrie. Der Vortrag war gespickt mit wildem Galgenhumor und führte in die »Parallelwelt« des künstlichen Lebensmittelwahnsinns und seine irreführende Diktion. Sarah Wiener zeigte das Gegenteil. Wie sie in der realen natürlichen Welt Wege findet, diese Parallelwelt zu vermeiden: mit einer eigenen Hühnerzucht, Förderung kleiner fairer Projekte im In- und Ausland, einer eigenen Biolinie für den Supermarkt, Essensprojekten für Kinder und und und.

Spannend ging's am nächsten Tag weiter mit einem Brotbackseminar mit Roswitha Huber von der Schule am Berg. Kämpferin für das Ursprüngliche auch sie, dynamisch, mitreißend und überzeugend. So überzeugend, dass auch Walter Eselböck konzentriert gelauscht hat (anders als in der Schule, wie er anmerkte), Notizen machte und das erste Mal in seinem Leben Lust bekam, selbst Brot zu backen.

Dann war Bewegung angesagt. Von der einen Alm zur nächsten und da der Weg hinauf wetterbedingt zu gatschig für den großen Bus war, hieß es aussteigen. Der Minishuttle dauerte und so ging's fürs Kernteam an den Aufstieg. Guter Käse will verdient werden. Der oben auf uns wartete, präsentiert von Stephan Gruber, dem Vorarlberger Käseflüsterer. Und wenn der Käse ordentlich gestreichelt, beflüstert, eingerieben, gelagert, getrocknet, gereinigt und was auch immer wird, dann ist er so wie der von Stephan. Zum Reinkriechen und Niederknien. Sie sollten unbedingt am Samstag entweder zum Naschmarkt, wo er steht, oder zum Karmelitermarkt, wo die Frau steht, kommen und kosten. Und sollte einer von beiden diesen Labneh mithaben, kaufen Sie, was das Zeug hält!!!

Den krönenden Abschluss des Symposiums bot Jörg Wörther mit anständigem Eiweiß. Er verarbeitete einen beflüsterten Pinzgauen Ochsen zu einem mehrgängigen Menü. Fleisch as Fleisch can, alles auf den Punkt in Form von Beef Tatar und Consommée, Rindsroulade und Rostbeef und in Form eines Topfenschmarrn, der allerdings ohne Ochsen auskommen musste. Die Weinbegleitung kam von Roland Velich, whom else, und speziell sein 2008er Jagini brachte die Welt zum Schmelzen.

Und das war's dann auch schon wieder. Zwei Dinge, auf die man sich allerdings schon wieder freuen darf: Jörg Wörther kocht demnächst fix in seinem eigenen Lokal in Salzburg auf, und das nächste »Anständig essen« in Bad Hofgastein ist schon in Planung. 2014, von 14. bis 16. März, same station. Und dann wieder 2015 und 2016. Und irgendwann ist keines mehr nötig, weil eh alle anständig essen. Man wird ja wohl noch träumen dürfen ...

PDF-Download der Brochüre »Anständig essen 2013«
Mehr ins Detail geht Angelika Deutsch in ihrem Nachbericht im Kulinarischen Salon.
syl

Blaufränkisch-Freak und Veltliner-Jünger Freitag 2013-03-08

Alle heiligen Zeiten und ein bisschen öfter nehmen wir uns die Zeit (Lust haben wir sowieso) und verkosten die Weine unserer Kunden. Diese Woche waren jene von Thomas Kopfensteiner und Heinz Weixelbaum dran. Und weil ja schad ist um den vielen Wein, wenn wir das nur entre nous machen, laden wir immer ein paar Leute ein, doch einfach mitzukosten.

 Heinz Weixelbaum und Thomas Kopfensteiner 

Robert Stark, umtriebiger Sommelier und seit einiger Zeit im Restaurant Livingstone aktiv, wollte das gerne und lud die Runde kurzerhand in die Zelinkagasse ein. Vielen Dank noch einmal dafür, wir haben es sehr genossen!

Auf edlen Ledersofas im Planter's Club verkosteten wir über 20 Weine aus dem Kamptal und vom Eisenberg. 

Wir legten klarerweise mit ersterem los. Heinz Weixelbaum unterteilte seine Range in »frisch, fruchtig & leicht«, »Kamptaler Lagenweine und DAC« und »Wahre Werte«.

Tische und Ledersofas im Planter's Club

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir zum einen der Grüne Veltliner Ried Absdorfer 2012, laut Heinz der kleine Bruder vom GV Wechselberg. Die Böden bestehen zum Großteil aus Schotter mit lediglich 1 bis 1,5 Meter angewehtem Löss (beim Wechselberg reicht der Löss bis in 9 Meter Tiefe). Die Wurzeln wurzeln also im Schotter, der Wein ist dadurch wunderbar mineralisch und straff. Wie es mir gefällt!

Der zweite Weixelbaum-Wein, den ich hier erwähnen möchte, ist der Grüne Veltline Alte Reben, von dem eine Fassprobe ins Glas kam. Dieser Wein entsteht aus einer Selektion der ältesten Weingärten mit jeweils zumindest 40 Jahre alten Rebstöcken. Schiefer-, Schotter- und Lössböden verleihen Komplexität, wie ich finde wirklich spannend. 2.000 bis 2.500 Flaschen gibt's davon pro Jahr, ich sollte also rasch zugreifen. Und, unbedingt erwähnenswert, Ab-Hof-Preis 9,50 Euro! Das Preis/Leistungs-Verhältnis von Heinz Weixelbaums Weinen ist übrigens durchgängig großartig.

Wir wechseln zum Eisenberg. Thomas Kopfensteiner bewirtschaftet 7 Hektar in Deutsch-Schützen, hier dominieren schwere, lehmige Böden, und 8 Hektar am Eisenberg mit  eisenhaltigen, kargen Böden. Logisch, dass ganz unterschiedliche Weine entstehen.

Meine beiden Favoriten des Nachmittags waren der 2010 Eisenberg DAC, der etwas über ein Jahr im großen Holz war und mich vor allem mit seiner Saftigkeit und Würze (Kardamom!) beeindruckt hat. Laut Thomas ein Wein für alle Tage. Dieser Wein macht sie zu guten Tagen! Auch hier, Preis/Leistung unschlagbar: 6,50 Euro ab Hof.

Thomas' höchste Lage am Eisenberg heißt Saybritz. Der dazugehörige Wein extrem elegant, das Holz wunderbar integriert, ein Wein ohne Schnick-Schnack, der mir genau deshalb so gefällt. Und der Jahrgang 2007 gefällt mir ganz besonders gut.

Es war ein spannender Nachmittag und ein kulinarisch anspruchsvoller und obendrein sehr unterhaltsamer Abend. Dank an die Winzer!

www.vinoweix.at
www.kopfensteiner.at

Ruth

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