Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

James-Bond-Winzer Freitag 2012-09-21

Schon sehr cool, wenn man so coole Winzer als Kunden hat. Cool wie Markus Huber aus dem Traisental. Der hat für die Erstausgabe von »WIENER WEIN«, einem Sonderheft des Magazins »Wiener« – diesem Urgestein am Männermagazinmarkt – mit Niki Saahs und Franz Leth Jr. posiert. Die Herren machen nicht nur gute Weine, sondern schauen auch gut aus!

Ruth

Niki Saahs, Franz Letz junior und Markus Huber in James Bond Pose
© Petra Benovsky
Respekt! Mittwoch 2012-09-19

Stefan Keller von der »Schweizerischen Weinzeitung« war in Wien. Auf der VieVinum. Und hat dort die zertifizierten Gewächse der Vereinigung biodynamischer Winzer und Winzerinnen »Respekt« verkostet. Unter ihnen natürlich Judith Beck, Respekt-Mitglied und seit Neuestem Kundin der Blog-Schreiberinnen.

In der September-Ausgabe der Weinzeitung berichtet der Autor über die Respekt-Gruppe und deren Qualitätsansprüche und präsentiert seine Lieblingsweine der Verkostung. Aus dem Beck'schen Keller war er besonders von Judiths »2009 St. Laurent Schafleiten« angetan.

Porträt von Judith Beck mit einem Glas Rotwein

»Helles Kirschrot. Duftiges, beeriges Bouquet, sehr klar. Im Antrunk straff, dicht, spürbares, gut eingebundenes Tannin, komplexer, gut strukturierter Mittelteil, kerniges, saftiges Finale. Ein kompakter, vielschichtiger Rotwein mit großem Potenzial.« 18 von 20 Punkten. Sehr fein!

Der Verein Respekt wurde 2007 gegründet, 15 Weingüter in Österreich, Italien und Ungarn gehören ihm an, insgesamt werden 570 Hektar, 500 davon in Österreich, bewirtschaftet. 2009 war der erste Jahrgang, der mit dem Respekt-Label auf den Markt kam. Neben Judith Beck gehen Paul Achs, Kurt Feiler, Karl Fritsch, Michael Goess-Enzenberg (Manincor), Andreas Gsellmann, Gernot Heinrich, Hannes Hirsch, Fred Loimer, Hans und Anita Nittnaus, Bernhard Ott, Gerhard Pittnauer, Claus Preisinger, Franz und Franz Reinhard Weninger und Fritz Wieninger respektvoll miteinander und ihren Weinen um.

www.respekt.or.at

Ruth

Ebner-Ebenauers grad ohne Worte Sonntag 2012-09-16

Falls sich jemand wundert, dass Ebner-Ebenauers grad gar nichts von sich hören lassen, werfe einen Blick auf dieses Bild. So schaut's aus zur Zeit am Poysdorfer Weingut. Das Weinviertler Winzerpaar hat alle Hände voll zu tun ...

Selbstverständlich werden die prognostizierten Bauzeiten für Zu- und Umbau nicht nur nicht eingehalten, sondern verdoppelt. Selbstverständlich wird auch alles viel teurer als geplant und selbstverständlich kann ein Weingut so etwas zu Lesebeginn ganz und gar nicht brauchen. So war's nicht ausgemacht!

Baustelle mit großem Graben bei Ebner-Ebenauer
Jetzt hilft nur »Augen zu und durch« und Daumendrücken für ein rasches Bauende. Und vor allen Dingen und trotz allem für eine gute Lese!

www.ebner-ebenauer.at
syl

Frommer Wunsch Sonntag 2012-09-16
Auf Sardinien ist das Fastfood noch nicht angekommen. Nicht im Inneren des Landes, nicht an den Küsten und auch nicht auf den sardischen Inseln, auf die wir unsere Füße gesetzt haben. Auf Sardinen schmeckt's noch wie bei Mamma. Egal, in welche Pizzeria, Trattoria, in welches Restaurant man stolpert.
Kaffeetisch in Sardinien

Die Pizza wird zu Recht mit Stolz gebracht. Duftend, gerade richtig belegt und mit den genau richtigen Zutaten und nicht mit irgendwelchen Schummelsachen. Selbst in ganz einfachen Häusern, in denen die Tische mit Plastiktischtüchern gedeckt sind und von Tischkultur keine Rede ist. Selbst dann. Die Pizzeria könnte andernfalls gleich zusperren.

Die Pasta ist immer! al dente und saftigschlatzig, und eigentlich will und braucht man gar nicht mehr. Sie ist es selbst dann, wenn sie auf der touristischen Schifffahrt zur Inselgruppe La Maddalena serviert wird. Selbstverständlich frisch gekocht. Und wehe, sie wäre es nicht gewesen. Sie würde wohl hochkant im smaragdgrünen Meer gelandet sein. Mit italienischen Mitreisenden ist nicht zu spaßen!

Der Caffè, der Cappuccio, er ist dem Barista immer ein Anliegen. Nie würde er ihn nicht ristretto oder ohne die perfekte Schiuma rüberreichen. 100e am Tag, 100e erst nach prüfendem Blick und anerkennendem inneren Pfiff zum Gast entlassen. Der würde ihn anders auch gar nicht akzeptieren.

Es ist wahrscheinlich genau dieses Spiel zwischen anspruchsvollem Gast und anspruchsvollem Gastgeber. Einem Gastgeber, der zu Recht stolz ist auf seine Arbeit. Der am liebsten selbst gerne essen und trinken möchte, was er serviert. Der wahrscheinlich seinen Gast jedes Mal um genau diesen Moment beneidet, wo der sich mit Muße über sein Essen hermachen darf.

Und es ist mein frommer Wunsch an unsere heimischen Restaurantbesucher und Gastronomen. Mehr Anspruch an und Wissen um echte Qualität und Stolz auf das eigene Schaffen. Und es ist meine frommer Wunsch, dass es in Italien so bleiben möge. Wissend, dass das schon lange nicht mehr der Fall ist. Aber zumindest auf Sardinien ist bislang das Fastfood noch nicht angekommen.

syl
Ein Wochenende unplugged. Dienstag 2012-09-11

Das letzte Wochenende war anders. Denn auf der Alm, der einen, gibt's nicht nur keine Sünde, sondern auch keinen Mobiltelefon-Empfang. Sprich keine Anrufe, keine SMS, keine E-Mails, kein Facebook, kein gar nichts. Was erfrischend viel ist. 

Ein völlig neues, oder wieder entdecktes, Gefühl, das geliebte Smartphone bei der Ankuft wegzulegen, nicht regelmäßig nachzuschauen, ob das Leben »draußen« weitergeht. Kein letzter Mail-Check noch schnell vor dem Schlafengehen, keine Überlegungen, ob das Telefon in der Nacht auf laut oder leise ist.

Eine Flasche Pol Roger zum Kühlen in der Giesskanne

Eine Übung, die es durchaus verdient, wiederholt zu werden. Trotz oder gerade wegen »kein Warmwasser in der Hütte, Plumpsklo mitten im Wald und selbstverständlich kein Strom«. Und wie man sieht, ich hab mich getröstet!

Ruth
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