Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Ganz schön was los! Freitag 2013-08-23

Bei der Österreich Wein Marketing ging es dieser Tage Schlag auf Schlag. Am Montag flatterte die Presseinformation ins Haus, dass der Wiener Gemischte Satz ab sofort die neunte DAC-Herkunft in Österreich ist. Und am Donnerstag stellten Willi Klinger und ÖWM-IT-Chef Christian Dworan gemeinsam mit Österreich-Werbechefin Petra Stolba das neue Baby »Reisen & Wein« vor.

Die Online-Anwendung bietet wirklich einiges für all jene, die beim Reisen vor allem dem Ruf des Weines folgen. Wer sich also zum Wein aufmacht, kann nach Winzern und Winzerinnen, Weinen, Events, Vinotheken, Gastronomie, Hotels und Top-Zielen und -Routen suchen.
  

Wer weiß, wo er hin will und dem System das auch mitteilt, erhält einen entsprechenden Routenvorschlag. Wie heute gang und gäbe, können sämtliche Inhalte der Plattform bewertet und – noch besser – eigene Tipps und Routen ergänzt werden. Auf dass man uns folge! Das Ding lebt also. Naturellement funktioniert die Anwendung auch mobil, gerade wenn man unterwegs ist, fällt einem dann ein, dass einem grad nichts einfällt. Oder man eigentlich nicht weiß, welcher Heurige gerade ausgesteckt hat. Das gute Ding könnte also durchaus unentbehrlich werden. Nun denn, auf ins Netz und auf zum Wein!

Ruth

Verflixtes Hageljahr Samstag 2013-08-10
Kaum eine Woche vergeht ohne Meldung über schlimme Hagelschäden. Die europäische Landwirtschaft wird heuer besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen. 4.000 Hektar Rebfläche wurden gerade in Bordeaux zerstört, auch im Burgund, im Piemont, am burgenländischen Eisenberg und in der Steiermark sind viele Flächen kaputt. Dieser Tage gab es wieder zwei unheilbringende Unwetter, letzte Nacht war es besonders schlimm. Es kam zwar nach der zerstörerischen Trockenheit endlich etwas ersehnter Regen, mit ihm einher gingen leider taubeneigroße Hagelkörner. Eine Katastrophe!
Vom Hagel zerstörte Weintraube - Foto von Franz Weninger

Laut ORF-Newsite sind in Österreich über 5.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche betroffen, der Schaden liegt wahrscheinlich bei vier Millionen Euro. Besondes schwer in MItleidenschaft gezogen wurde die Südsteiermark, aber auch Ober- und Niederösterreich und das Burgenland und Ungarn haben einiges abgekriegt.

Hier ein Bild des burgenländischen Winzers Franz Reinhard Weninger, das er auf Facebook gepostet hat. Es zeigt eine von Hagelkörnern zerstörte Traube aus seinen Weingärten in Balf in Ungarn. 30 bis 50 % Ausfall hat er dort zu beklagen. Es ist eine Schande!

Quelle: www.orf.at
syl
Böse, böse. Donnerstag 2013-08-08

Der Marienkäfer an sich ist ein beliebtes Tierchen. Bei Kindern sowieso und schon immer willkommen, erlebte er in den letzten Jahren auch bei Winzerinnen und Winzern ein Revival. Vor allem bei denen, die biodynamisch oder biologisch arbeiten. Sie erfreuen sich an seiner Anwesenheit

Marienkäfer auf Blatt sitzend 

im Weingarten, tut er sich doch an ungeliebten Blatt- und Rebläusen gütlich und lässt die Trauben dabei links liegen.

Nun, Marienkäfer ist nicht gleich Marienkäfer. Die unsrigen, einheimischen Sieben-Punkt-Käfer kämpfen seit etwa 2006 mit ihren Verwandten aus China und Japan, den Harlekinkäfern. Die sind mit ihren 21 Punkten leicht erkennbar. Was sie Böses tun? Sie fressen nicht nur sämtliches Lausgetier, sie setzen auch Minisporen als Biowaffen ein, um ihre europäischen Artgenossen zu killen.

Und noch was: Sie lieben Weintrauben, lassen sich auf ihnen nieder und ruinieren in zerquetschtem Zustand (ja, das soll leider vorkommen) aufgrund ihrer bitteren Körperflüssigkeiten Traubensaft und Wein. Alles in allem also eher unlustig. Ganz abgesehen davon, dass sie die wertvollen Trauben in unzerquetschtem (Käfer-)Zustand ja fressen.

Doch muss man fair bleiben: Die Käfer sind natürlich nicht freiwillig ausgewandert, sie wurden vor etwa 20 Jahren nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande importiert, um sie dort für die natürliche Schädlingsbekämpfung zu züchten.

Noch sind die Beeinträchtigungen im Wein- und Obstbau in Österreich offenbar gering, hoffen wir, dass das so bleibt, Gegenmittel gibt es nämlich keines.

Gute Nachrichten kommen aus Deutschland. Forscher am Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau am Julius-Kühn-Institut sind mit Freilanduntersuchungen während der letzten drei Jahre zum Ergebnis gekommen, dass der heimische Sieben-Punkt-Käfer a) sehr konkurrenzstark sei und b) noch immer die am häufigsten gefundene Marienkäferart ist. So soll es bleiben.

Quelle: Der Standard, 8. August 2013, Seite 22 und online
Die Ergebisse vom Julius-Kühn-Institut

Ruth

 
Fleckige Marillen, übergroßer Karfiol und verbogene Gurken: willkommen! Montag 2013-08-05
Man weiß es ja, aber schwarz auf weiß scheint es dann doch immer noch ein Eck absurder: Obst und Gemüse, die den Handelsnormen der Supermärkte optisch nicht entsprechen, werden, wenn sie nicht in der Gastronomie Abnahme finden, zu Tierfutter oder Bio-Gas. Das ist ganz schön krank!
Marillen mit Hagelflecken auf einem Brett und in einer Schüssel

Nach und nach kommt unsere Gesellschaft aber ein wenig zur Besinnung, Konsument und Konsumentin kaufen auch einmal einen Apfel mit Delle. Was sich Gott sei Dank jetzt sogar in den großen Supermarktketten niederschlägt. So wie der Rewe-Konzert neuerdings manchen Gockel am Leben lässt, startet die Schweizer Coop-Gruppe ein Projekt für die hässlichen Entlein unter dem Obst und Gemüse. »Ünique« heißt es und soll die nicht so perfekten Früchte in die Märkte bringen.

Start ist mit verhagelten und deshalb fleckigen Marillen, weitergehen soll es Ende August mit übergroßen, besonders kleinen und unförmigen Gemüsesorten. Das ganze zu einem günstigeren Preis als die perfekten Sorten. Sehr lobenswert und hoffentlich macht das Projekt Schule, damit es nicht ganz so unique bleibt.

www.coop.ch - Presseinfo
Foto: Coop
syl

Die Klofrage Dienstag 2013-07-30

Wie hier ja schon angekündigt, habe ich mein Wochenende großteils am und rund um den Karlsplatz für das alljährliche Popfest verbracht. Großartige Bands, großartige Stimmung (trotz Hitze) - nur die Klosituation, die war mal wieder weniger großartig. Dixi-Klos sind immer wieder eine Überwindung, vor allem bei der Geruchbildung dank knapper 40° C. Hände waschen ist dort sowieso nicht, und die Schlange muss man auch einrechnen - ausser man traut sich, schnell zwischen die Büsche zu hüpfen.

Illustration der Symbole für Männer und Frauentoilette

Gerade passend, dass Sylvia diesen Artikel entdeckte: über Sommerfestivals und die Klofrage. In den Niederlanden wurde gerade Pissoirs aus Hartplastik mit Ableitungssystem entwickelt, die an Bäume "geschnallt" werden und so Baumpinkler erziehen sollen. In Portugal wurde letztes Jahr sogar eine selbst entwickelte Komposttoilette vorgestellt.
Aber gut, für nächstes Jahr wäre ich ja schon mit ein paar mehr Dixies zufrieden. Ganz toll wäre auch mit Waschbecken. Und sollte es etwas mehr Förderung geben, gäbe es da auch noch die mit Spülung. Träumen kann man ja.  

  anna
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Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
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Purple Wine
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