Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Der helle Wahnsinn Dienstag 2013-09-24

Schon wieder ein Blogbeitrag, den ich zu spät schreibe. Der Standard-Artikel, der mich zu diesen Zeilen motiviert, erschien am Wochenende. Aber das Thema ist leider eh kein tagesaktuelles, das passt auch am Dienstag danach noch. Lebensmittel, die zwar noch in Ordnung sind,

tonnenweise vernichtet werden. Von Produzenten, vom Handel und von privaten Haushalten. Wenn ich so was höre, setzt bei mir sofort ein »kindlicher Reflex« ein. Wenn es auf der einen Seite so viele Menschen gibt, die zu wenig zu essen haben und auf der anderen Seite so viel weggeworfen wird, warum kann sich das in Summe dann nicht ausgehen?

Eh klar, dazwischen liegen zig von wem auch immer abgesegnete Vorschriften und Prozesse, logistische Hürden und praktische Hindernisse. Trotzdem frag ich mich manchmal, wohin der Wahnsinn noch führen soll. Ein Bauer, der ein paar Tonnen Erdäpfel dem Erdboden gleichmachen muss, weil sie nicht »der Norm« entsprechen (Wer bestimmt die Norm?). Supermärkte, die Cola und Eistee wegschmeißen, weil abgelaufen. Kann so was überhaupt schlecht werden? (Abgesehen, davon, dass das Zeug eh keiner trinken sollte).

Und dann kommt dazu, was die privaten Haushalte so in den Müll befördern. Und da muss ich mich selbst auch schwer rügen. Immer wieder passiert's, dass Dinge im Kühlschrank vergammeln, in der Speis ganz hinten sich selbst überlassen vor sich hin ablaufen oder in den Tiefen der Tiefkühltruhe vergessen werden. Und das alles eigentlich nur deshalb, weil wir im Überfluss leben. Hätt ich nicht so viel Zeug zuhause, könnt ich nicht so viel übersehen. Mist. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Standard ging's übrigens, Roman David-Freihsl sei Dank, um eine Initiative im Rahmen des Kulturprojekts »Wienwoche«. Waste-Diver fischten weggeworfene aber komplett brauchbare Lebensmittel aus den Mülltonnen und eröffneten damit den »wastecooking's free supermarket«. Gekocht wurde bei einer Wastecooking-Session auch.

Quelle: Der Standard

PS: Die UNO schätzt, dass mindestens ein Drittel aller Lebensmittel weltweit vernichtet wird, bevor sie auch nur in die Nähe von Konsumenten gelangen. Der helle Wahnsinn.

Ruth

Bio, innen und außen. Montag 2013-09-02
havel & petz goes green. Und ich wurde zur Beauftragen für dieses Projekt erkoren. Also beschäftige ich mich momentan mit Toilettenpapier aus Recyclingmaterial, mit Öko-Strom und der Suche nach Dienstleistern, die sich ebenso der Nachhaltigkeit verpflichten.
Beim Thema Lebensmittel tu ich mir da leicht, kaufen doch Sylvia und Ruth eh immer schon Regionales, Saisonales und Faires. Beim Gemüse unter Anderem von Ja! Natürlich.
Tomaten mit Verpackung aus Zellulosefolie von Ja! Natürlich

Ja! Natürlich ist bekannt für seine Produkte aus biologischer Landwirtschaft und Fair Trade - und natürlich für das Schweinderl. Und auch das Thema Green Packaging ist ihnen wichtig: laut eigener Aussage wurden seit 2011 bereits 100 Tonnen Plastik durch Verpackungen aus Karton, Naturfaser und Zellulosefolie eingespart. Letzteres besteht zu fast 100% aus Holz und kann ganz einfach über die Bio-Tonne entsorgt werden.
 Bemerkenswert!

Übrigens: sollten Sie sich mit Ihren Dienstleistungen/Produkten in unserem Credo wiederfinden, melden Sie sich doch mal. Denn zu groß kann ein Netzwerk eigentlich nie sein.

anna

Ganz schön was los! Freitag 2013-08-23

Bei der Österreich Wein Marketing ging es dieser Tage Schlag auf Schlag. Am Montag flatterte die Presseinformation ins Haus, dass der Wiener Gemischte Satz ab sofort die neunte DAC-Herkunft in Österreich ist. Und am Donnerstag stellten Willi Klinger und ÖWM-IT-Chef Christian Dworan gemeinsam mit Österreich-Werbechefin Petra Stolba das neue Baby »Reisen & Wein« vor.

Die Online-Anwendung bietet wirklich einiges für all jene, die beim Reisen vor allem dem Ruf des Weines folgen. Wer sich also zum Wein aufmacht, kann nach Winzern und Winzerinnen, Weinen, Events, Vinotheken, Gastronomie, Hotels und Top-Zielen und -Routen suchen.
  

Wer weiß, wo er hin will und dem System das auch mitteilt, erhält einen entsprechenden Routenvorschlag. Wie heute gang und gäbe, können sämtliche Inhalte der Plattform bewertet und – noch besser – eigene Tipps und Routen ergänzt werden. Auf dass man uns folge! Das Ding lebt also. Naturellement funktioniert die Anwendung auch mobil, gerade wenn man unterwegs ist, fällt einem dann ein, dass einem grad nichts einfällt. Oder man eigentlich nicht weiß, welcher Heurige gerade ausgesteckt hat. Das gute Ding könnte also durchaus unentbehrlich werden. Nun denn, auf ins Netz und auf zum Wein!

Ruth

Verflixtes Hageljahr Samstag 2013-08-10
Kaum eine Woche vergeht ohne Meldung über schlimme Hagelschäden. Die europäische Landwirtschaft wird heuer besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen. 4.000 Hektar Rebfläche wurden gerade in Bordeaux zerstört, auch im Burgund, im Piemont, am burgenländischen Eisenberg und in der Steiermark sind viele Flächen kaputt. Dieser Tage gab es wieder zwei unheilbringende Unwetter, letzte Nacht war es besonders schlimm. Es kam zwar nach der zerstörerischen Trockenheit endlich etwas ersehnter Regen, mit ihm einher gingen leider taubeneigroße Hagelkörner. Eine Katastrophe!
Vom Hagel zerstörte Weintraube - Foto von Franz Weninger

Laut ORF-Newsite sind in Österreich über 5.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche betroffen, der Schaden liegt wahrscheinlich bei vier Millionen Euro. Besondes schwer in MItleidenschaft gezogen wurde die Südsteiermark, aber auch Ober- und Niederösterreich und das Burgenland und Ungarn haben einiges abgekriegt.

Hier ein Bild des burgenländischen Winzers Franz Reinhard Weninger, das er auf Facebook gepostet hat. Es zeigt eine von Hagelkörnern zerstörte Traube aus seinen Weingärten in Balf in Ungarn. 30 bis 50 % Ausfall hat er dort zu beklagen. Es ist eine Schande!

Quelle: www.orf.at
syl
Böse, böse. Donnerstag 2013-08-08

Der Marienkäfer an sich ist ein beliebtes Tierchen. Bei Kindern sowieso und schon immer willkommen, erlebte er in den letzten Jahren auch bei Winzerinnen und Winzern ein Revival. Vor allem bei denen, die biodynamisch oder biologisch arbeiten. Sie erfreuen sich an seiner Anwesenheit

Marienkäfer auf Blatt sitzend 

im Weingarten, tut er sich doch an ungeliebten Blatt- und Rebläusen gütlich und lässt die Trauben dabei links liegen.

Nun, Marienkäfer ist nicht gleich Marienkäfer. Die unsrigen, einheimischen Sieben-Punkt-Käfer kämpfen seit etwa 2006 mit ihren Verwandten aus China und Japan, den Harlekinkäfern. Die sind mit ihren 21 Punkten leicht erkennbar. Was sie Böses tun? Sie fressen nicht nur sämtliches Lausgetier, sie setzen auch Minisporen als Biowaffen ein, um ihre europäischen Artgenossen zu killen.

Und noch was: Sie lieben Weintrauben, lassen sich auf ihnen nieder und ruinieren in zerquetschtem Zustand (ja, das soll leider vorkommen) aufgrund ihrer bitteren Körperflüssigkeiten Traubensaft und Wein. Alles in allem also eher unlustig. Ganz abgesehen davon, dass sie die wertvollen Trauben in unzerquetschtem (Käfer-)Zustand ja fressen.

Doch muss man fair bleiben: Die Käfer sind natürlich nicht freiwillig ausgewandert, sie wurden vor etwa 20 Jahren nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande importiert, um sie dort für die natürliche Schädlingsbekämpfung zu züchten.

Noch sind die Beeinträchtigungen im Wein- und Obstbau in Österreich offenbar gering, hoffen wir, dass das so bleibt, Gegenmittel gibt es nämlich keines.

Gute Nachrichten kommen aus Deutschland. Forscher am Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau am Julius-Kühn-Institut sind mit Freilanduntersuchungen während der letzten drei Jahre zum Ergebnis gekommen, dass der heimische Sieben-Punkt-Käfer a) sehr konkurrenzstark sei und b) noch immer die am häufigsten gefundene Marienkäferart ist. So soll es bleiben.

Quelle: Der Standard, 8. August 2013, Seite 22 und online
Die Ergebisse vom Julius-Kühn-Institut

Ruth

 
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Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

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