weißer Spargelbund

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Der kleine und der große Krug Freitag 2014-01-31
Ein bisschen erinnert die Geschichte an die des Goldhasen. Der mächtige Schweizer Lindt-&-Sprüngli-Konzern gegen den kleinen österreichischen Schoko-produzenten Hauswirth. Den Streit konnte Lindt 2012 für sich in entscheiden, Hauswirth darf seinen Osterhasen in der ursprünglichen Form nicht mehr produzieren.
Je eine Flasche Krug Champagner und Krug Wein

Das österreichische Magazin Format weiß nun von einem anderem Fall zu berichten. Vor einigen Jahren habe sich ein international Mächtiger auf einen kleinen österreichischen Produzenten eingeschossen, das noble Champagnerhaus Krug auf das gleichnamige Gumpoldskirchner Winzerhaus. Champagne Krug gehört zu LVMH, dem größten Luxuskonzern der Welt. Dessen Tochter Moët Hennessy Champagne Service (MHCS) hat seinerzeit die Wortbildmarke »Krug« für Weine, Champagner, Schaumweine und alkoholische Getränke schützen lassen und klagt das Winzerhaus auf Unterlassung und Namensänderung.

Dessen Wein wird aber nachweislich – durch eine von Maria Theresia unterzeichnete Urkunde – seit 1746 unter der Bezeichnung »Krug«, dem Namen der Winzerfamilie, produziert. Die Weinmarke ist also fast 100 Jahre älter als die Champagnermarke. LVMH wolle indes sogar die Domaine www.krug.at einfordern.

»Da setzt es bei mir aus«, so Winzer Gustav Krug, »Es kann mir niemand verbieten, meinen eigenen Namen zu verwenden. Außerdem haben wir die Domaine in Österreich geschützt, nach dem heimischen Prinzip: first come, first serve.«

Wir drücken Gustav Krug die Daumen, dass sein Streit besser ausgehe als der um den Goldhasen.

Quelle: format.at
syl

Trinken Sie! Moderater Weinkosum für unsere Seele. Mittwoch 2014-01-22
Wein hält Leib und Seele zusammen, jetzt liegt es auf dem Tisch. In einer breit angelegten spanischen Studie - 5.505 ältere Teilnehmer/innen, die bis zu sieben Jahre lang bebachtet wurden - kam man dahinter, dass die Leute mit moderatem Alkoholkonsum weniger häufig Gefahr liefen, depressiv zu werden, als Abstinenzler. Zwei bis sieben Gläser Wein pro Woche machen's aus. Aber bitte nicht mehr, sonst geht der Schuss nach hinten los. Da der Schreibenden gerade der Mund wässrig wird, wird hier für einen Hupfer in den Weinkeller kurz unterbrochen. Danke für Ihre Geduld!
Illustration: All you need is a glass of wine.

Das Glas moderat gefüllt mit BattenfeldSpaniers Hohen-Sülzen Riesling 2011 melde ich mich zurück und drücke in Zahlen aus:

5 bis 15 g Alkohol täglich und Ihr Risiko, an einer Depression zu erkranken, liegt um 28 Prozent niedriger, als wenn Sie genuss- und weinlos dahinwelken. Das ist ja schon einmal was. Untersucht wurde in dieser epidemiologischen Studie eigentlich der Einfluss mediterraner Ernährung auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit der erwähnten Gruppe Spanierinnen und Spanier, die alle ein hohes Erkrankungsrisiko in sich trugen. Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten wurden jährlich neu abgefragt und aktualisiert. Da in Spanien Wein das hauptsächliche alkoholische Getränk ist, war die Auswertung seines Einflussen für die Wissenschaft geradezu ein Leichtes.

Und bitte: Wer über die gesamte Studiendauer die empfohlene Menge bis maximal 15 g Alkohol täglich (rund 200 ml Wein) oder in Summe eben zwei bis sieben Gläser Wein pro Woche zu sich genommen hatte, wies sogar ein um 43 Prozent geringeres Depressionsrisiko auf. Eine klare Verstärkung des Effekts durch entspannten Weingenuss über die Jahre.

Also, liebe Leserinnen und Leser. Trinken Sie Wein! Aber trinken Sie moderat, damit Ihnen das Herz noch über viele viele Jahre lang im Leibe lacht!

Quelle: Gonder, Ulrike. Hrg. Deutsche Weinakademie. Moderater Weingenuss - weniger Depressionen. In: vinomed. Magazin für Wein, Genuss & Gesundheit. Verlag systemd GmbH, Lünen. 1/2014. S. 6
syl
Hörsaal-Slam - Prädikat wertvoll! Sonntag 2014-01-12

»Eines Tages, Baby, werden wir alt sein«. Julia Engelmann, Studentin an der Hochschule in Bielefeld, bei ihrem Poetry Slam. Über verpasste Chancen und ungelebte Träume.

Großartig vorgetragen und zu Recht beinahe 1.000.000 Klicks auf Youtube. Wenn Sie das lesen, sind es schon wieder mehr.

Julia Engelmann bei ihrem Slam
Tun Sie einfach, was Julia Ihnen sagt. Damit Sie nicht dann, wenn Sie alt sind, sagen müssen: »Beinahe hätten wir uns einmal gesagt, wieviel wir uns wert sind.«

Zum Film: hier oder auf das Bild klicken.
syl

Österreichs Weißweine sind die bestbewerteten in der Financial Times Samstag 2014-01-11
Es ist wirklich ein Grund, stolz zu sein auf unsere Winzer. Österreichs Weißweine haben in den letzten 15 Jahren von Master of Wine Jancis Robinson in ihrer Financial-Times-Rubrik durchschnittlich höhere Punkte erhalten als alle anderen. Und wer sollte es besser wissen als diese Grande Dame!
Grafik aus der Financial Times

Um es auf den Punkt zu bringen, das legendäre London-Tasting 2002 lebt!

Im erwähnten Artikel, der letzte Woche in der FT erschienen ist, beschreiben Robinson und Co-Autorin Valentina Romei die Entwicklung des internationalen Weinmarkts. Die hier einkopierte Grafik findet sich am Fuß des Beitrages. Der wirklich lesenswert ist:

Wie der Weinkonsum in den traditionellen Weinländern weniger wird und der internationale Gesamtkonsum trotzdem steigt. Welche alkoholischen Getränke bei den Jugendlichen die Nase vorne haben und welche weinproduzierenden Länder quantitativ auf der Überholspur sind. Was sich insgesamt getan hat in den letzten Jahren. Lesenswert für alle Weininteressierten und speziell für alle Produzenten und Händler!

Quelle: Financial Times
syl
Wine on the road – Rekord für Österreichs Weinexporte Donnerstag 2014-01-09
Österreichs Winzer dürfen sich freuen. Ihre Exporterlöse sind so hoch wie noch nie. Trotz niedrigerer Menge stiegen die Wein-Umsätze im Ausland seit dem Vorjahr um mehr als 4 Prozent auf 137,5 Mio. Euro an. Die Ausfuhr von billigem Fasswein geht wie gewünscht zurück, der Anteil an Qualitätswein steigt. Klingt hervorragend!
Flaschenhälse mit der österreichischen Kapsel

Hervorragend ist insbesondere, dass der Durchschnitts-Exportpreis pro Liter Wein erstmals bei über 3 Euro liegt. Klingt wenig, ist aber viel, weil ja die Fass- und Landweine noch immer den Preis drücken. Aber auch die Zielländer sind wichtig. Je mehr Wein die Hochpreisländer Schweiz, Großbritannien, die Benelux-Staaten und die Länder Skandinaviens kaufen, umso höher die Umsätze. Das gilt immer mehr auch für Weinlieferungen in die Fernmärkte Japan und China.

Mit dem hohen Literpreis ist ein großes Ziel der Österreich Wein Marketing erreicht. Der hohe Anteil an Flaschenwein-Exporten von 95 % bildet hierfür die wichtige Basis.

Ein weiteres Ziel, das sich ÖWM-Chef Willi Klinger für »seine Winzer« gesetzt hat, ist das Erschließen neuer Weinmärkte. Wenn sich alle exportfreudigen Produzenten um dieselben Märkte bemühen, seien diese rasch ausgereizt. Österreichs Weine blieben durch ihren geringen Anteil am Gesamtmarkt generell ein Nischenprodukt. In diesen neuen Märkten müsse man einerseits ins Topsegment und andererseits in Preisklassen reüssieren, in denen vernünftige Menge absetzbar seien. »Dies ist uns in vielen europäischen Ländern sehr erfolgreich gelungen«, so Willi Klinger.

Weiter so! Auf dass wir uns auf unseren Urlauben in Ländern ohne vernünftige Weinproduktion nicht mehr mit Eigenimport selbst versorgen müssen. Das Reisen wird leichter!

Quelle: ÖWM, Presseinfo vom 9. Jänner 2014
Foto: ÖWM/Bernhard Schramm
syl
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ruth havel & sylvia petz
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!


Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!