Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Zweitnutzungshuhn Dienstag 2013-07-23
Eine ziemlich gute Sache, auch wenn der Begriff »Zweitnutzungshuhn« etwas befremdlich ist. Noch befremdlicher ist, dass in der Hendlindustrie, egal ob konventionell oder bio?, jedes Huhn grundsätzlich nur eine Aufgabe hat: entweder Eier zu legen oder gegessen zu werden. Haben die Christian Petz mit einem Huhn auf der Schulter

Hendln, die fürs Frühstücksei zuständig sind, ihr Lebenswerk getan, haben sie ausgedient. Als Fleischlieferanten sind sie mangels Qualität nicht zu brauchen. Ihre armen männlichen Brüder haben überhaupt keine Aufgabe, sie wandern direkt nach dem Schlüpfen in den Schredder. So gut, so grauslich.

Nun haben sich der Verein Vier Pfoten und die Ja-natürlich-Abteilung von Rewe für das Hendl-Eier-Projekt »Mit Liebe gemacht« zusammengetan, um das Hühnerleben wieder lebenswert zu machen. Für Kleinstmengen versteht sich, aber immerhin. Die Eier des im niederösterreichischen Marchegg frei in Pappelwäldnern herumlaufenden »Moosbacher Huhns« werden also auf natürlichem Weg befruchtet, nicht in der Retorte, sondern mit Spaß für die Vögel.

Die Hennen, die etwas kleiner sind als die, die für reine Fleischproduktion herhalten müssen, werden »zweitgenutzt«: Erstnutzung Eierproduktion, Zweitnutzung gegessen werden. Und das Schönste am Projekt, auch die Hähne bleiben am Leben. In Marchegg sind sie nämlich ebenfalls Zweitnutzungsgockel: Erstnutzung befruchten, Zweitnutzung gegessen werden. Womit sich das mit dem am Leben bleiben wieder relativiert, aber zumindest ein halbes Jahr lang pro Gockelleben gilt es.

Die Eier der Marke »Bio-Eier mit Liebe gemacht« gibt es seit einigen Monaten bei Merkur und angeblich auch bei Billa, wo sie allerdings noch nie gesichtet wurden. Die Moosburger Hendln selbst gibt es ab September ebenso dort. Und Christian Petz wird sie im Holy-Moly! am Badeschiff anbieten, kochen und braten. Ihm kämen Hendln – und überhaupt Fleisch – aus Massentierhaltung auch zuhause nie auf den Tisch. Bald gibt es überhaupt nur noch solche, die Spaß im Leben hatten. Wer hätte gedacht, dass der Bruder einmal Hendl-Testimonial wird.

NACHTRAG: Danke an Katharina Seiser, der Billa hat sie doch auch, die Eier. Hier der Link zur Liste, in welchen Filialen »Mit Liebe gemacht« zu haben ist.

www.janatuerlich.at
www.badeschiff.at
syl

syl

billa  01.08.2013 08:48

sehr cool, katha! danke schön. einer liegt in der nähe der ex-schwiegereltern, auch schon wurscht oder? ;)

eier

katharina seiser  31.07.2013 16:28

gut!
die neuen eier gibt's sehr wohl bei billa, ich kaufe sie seit mai bei meiner filiale ums eck (1020).
die liste mit den filialen steht hier (komischerweise nicht in 1050-1080):
http://www.janatuerlich.at/Applikationen/Produktdetail/Produktdetail/Produkt/Freilandeier_Moosdorfer_Haushuhn_Mind__300_G_6_Stk_/jn_Controls.aspx
vielleicht habt ihr ja eine ums eck?

Ungleichgewicht Freitag 2013-07-12

Dass das mit der Chancengleichheit für alle selbst in einem der reichsten Länder der Welt nicht funktioniert, wissen wir. Mehr noch, die Schere zwischen arm und reich, gebildet und ungebildet und damit einhergehend zwischen allen anderen Umständen geht offenbar immer weiter auf. Doch sind es natürlich viele Faktoren, die dazu beitragen, ob es einem – rein theoretisch – mehr oder weniger gut geht im Leben.

Ein Richtungsschilder mit "The easy way" und eines darunter mit "The hard way"

Der »Standard« beauftragte das Linzer Market-Institut mit einer Umfrage zum Thema, wer es eher leicht oder tendenziell schwer hat im schönen Österreich. Hier ein Auszug aus den Ergebnissen:

Nationalratsabgeordnete und Beamte haben's in der Wahrnehmung der Befragten am leichtesten im Leben (Einkommen? Freizeit?), Alleinerziehende und ältere Arbeitnehmer/innen am schwersten. Kinder machen einem das Leben schwerer, Manager, Ärzte und Lehrer gehören zu denen, die's leicht haben. Die weibliche Form lass ich hier absichtlich weg, Frauen haben es nämlich generell schwerer. Vor allem berufstätige. Eigentümer/innen von kleinen Unternehmen müssen sich noch mehr plagen.

Der kleine Abriss hier müsste mich nachdenklich stimmen. Bin ich doch weiblich, hab zwei Kinder, ein kleines Unternehmen, bin also berufstätig und aus der Perspektive der Wirtschaft auch schon älter. Ach ja, in einer ländlichen Region lebe ich außerdem.

Aber schon klar, da spielen viele andere Dinge mit, ob es einem gut oder weniger gut geht. Und ich bin definitiv oft im Leben auf die Butterseite gefallen. Danke dafür, wem auch immer.

Quelle: Der Standard, 12. Juli 2013

Ruth

Gute Idee - Gourmetfreuden Sonntag 2013-07-07
Von Katharina Seiser auf Facebook weitergepostet und hier sehr gerne aufgegriffen. Es gibt eine neue Service-Seite im Web, die das Suchen nach Gourmet-News in den dortigen unendlichen Weiten erübrigt. Auf Gourmetfreuden tragen sich willige Blogger ein und mittels RSS werden ihre News zu den News auf der neuen Plattform.

Logo von Gourmetfreuden

Das meiste davon sind Rezepte, klar. Aber auch vieles andere gibt's. Alle News werden nach Aktualität und automatisch unter  »deutschsprachig« oder »international« gelistet. Produkt-Kategorien laden zum Kochen ein. Wer also ein Bärschlein braten möchte, wird unter »Fisch« fündig, logisch. »Vegetarisch«, »Restaurants«, »Backen«, »Kaffee« und weitere Kategorien ermöglichen gezieltes Suchen nach anderen Dingen.

Über 150 Blogs sind in der Zwischenzeit eingetragen, es werden sicherlich noch mehr werden. Die Quellen sind selbstverständlich alle angeführt und aufgelistet. Gute Idee! Wir werden reinschauen.

www.gourmetfreuden.de
syl
Der Cola-Wein Mittwoch 2013-07-03

Heute habe ich darüber gelesen, dass das französische Weingut Haussmann den ersten Wein mit Cola-Geschmack auf den Markt gebracht hat.
Mit dem "Rouge Sucette" (= roter Lutscher) soll die junge "Cola-Generation" angesprochen werden. € 2.95 für die Flasche, das kann man sich im gerade-trinkfähigem Alter schon noch leisten. Aber kann das wirklich funktionieren?
Mischgetränke sind ja bei uns nichts Neues - Radler, Diesel, Spritzer, Weiß-Süß, sogar Cola-Rot wurde in unserer Jugend ab und zu getrunken. Aber ein fertiger "Wein mit Geschmack", das ist noch einmal was anderes. 75 % Trauben, 25 % Wasser und Aromen, 9 % Alkoholgehalt - probieren werd ich's auf alle Fälle.
Interessant auch die geschichtliche Verbindung zwischen Bordeaux (der Heimat des Weinguts Haussmann) und Coca Cola: die frühe Version von Coca Cola wurde 1885 mit Bordeaux-Wein hergestellt - damals hieß es "Pemberton's French Wine Coca" und war im Grunde eine Imitation des Vin Mariani.

anna

Eine Flasche des Rouge Sucette

Schöne neue Weingärten Montag 2013-07-01
Es wird nicht alles schlechter im Leben. Was definitiv besser wird, sind die Weingärten. Oder viele von ihnen und nach und nach. Statt toter Erde zwischen den Zeilen trifft man immer öfter auf blühendes Leben. Den Winzern, die umdenken und biologisch oder byodnamisch anbauen, sei Dank. Hier ein Blick auf einen lebendigen Weingarten in Gumpoldskirchen.

Blick auf einen Weingarten in Gumpoldskirchen

Leider stehen da und dort gelbe Weinstöcke, weiter unten im Tal sind viele Weingärten komplett kaputt. So, wie ein Winzer, den wir dort angetroffen haben, meint, könnte es am vielen Wasser liegen, das die Erde ausgewaschen hat. Für heuer bedeutet das leider Ernteausfall, da die Trauben durch das fehlende Chlorophyll nicht reifen können. Blödes Wetter!
syl
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ruth havel & sylvia petz
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Aids-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!