
Bassena - Unser Weblog
| IN THE HEAT OF THE NIGHT |
Donnerstag 2010-06-17 |
Was haben wir gezittert, dass es am VINEUS-Abend kalt ist, schüttet, stürmt und schneit. Kein Wunder. Doch es kam anders. Ganz anders. Just am bisher heißesten Tag des Jahres (und wer weiß schon, ob er's nicht bleibt) machten wir uns auf ins MAK, um unsere VINEUS-Trophäen zu vergeben. Gemeinsam mit C+C Pfeiffer und Alpe Adria. Und knapp 250 Gäste kamen ebenfalls. Trotz äquatortauglichen Temperaturen. Was den Pro-Kopf-Wein- und Wasserkonsum in die Höhe schnellen ließ. Gut so. Die Weine kamen von den nominierten Jungwinzern. Und die einzige
Dame in dieser Kategorie machte das Rennen. Wir
gratulieren Annemarie Deutsch!
| | Weine von Mayer am Pfarrplatz, dem Nikolaihof und dem Weinlaubenhof
Kracher rundeten den vinophilen Genuss ab. Allesamt Weingüter der dazugehörigen Lebenswerk-Nominierten Franz Mayer,
Christine Saahs und Alois Kracher. In dieser Kategorie waren außerdem Weinpfarrer Denk und Adi
Werner vom Hospiz am Arlberg nominiert. Vom Publikum ausgezeichnet wurde schlussendlich Alois Kracher. Wir erlebten standing ovations der Gäste und eine sehr persönliche Rede von Freund und Wegbegleiter Hans Schwarz.
Bei den Sommeliers trug Michael Fözö vom Loisium-Hotel in Langenlois die Trophäe nachhause. Nach Niederösterreich ging auch der VINEUS in der Kategorie Restaurant/Gasthaus. Ins Gasthaus Floh nach Langenlebarn. Und der fürs Hotel in die Steiermark, der Steirerhof Bad Waltersdorf erhielt die meisten Stimmen. Wir gratulierten den Gewinnern, freuten uns mit ihnen, genossen das hervorragende Essen von Oliver Scheiblauer und seiner Adventure Catering-Mannschaft, tranken den einen oder anderen Wein und – waren stolz. Auf den ersten VINEUS-Galaabend. Und haben schon viele Ideen für den nächsten ...
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www.vineus.at Ruth
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| Gut Oggau |
Dienstag 2010-06-15 |
Stephanie und Eduard Tscheppe-Eselböck haben Spaß. Das merkt man an
allen Ecken und Enden auf Gut Oggau.
Das sich im Übrigen hervorragend auch wochentags für einen Abstecher aus
Wien lohnt. In Nullkommanichts
also einer knappen Stunde ist man dort angekommen und hat plötzlich
Urlaub. Das machen der wunderschöne
Hof des Guts, seine geschmackvolle Adaptierung und die entspannte
Atmosphäre.
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Im Grunde genommen bräuchte man nicht mehr. Kaum
Platz genommen, machen sich dann aber doch auch die körperlichen
Bedürfnisse bemerkbar. Denn eigentlich ist man hergekommen, um zu essen
und zu trinken. Und beides kann mit der schönen Umgebung mithalten. Die Weine, allesamt bezeichnet mit den Uralt-Namen
aus dem Kreis der ehemaligen Eigentümerin des Guts wie Winifred,
Emmeram, Joschuari, Atanasius oder Mechthild, sind biodynamisch
ausgebaut und echte Individualisten wie die Konterfeis, die die
Etiketten zieren. Nichts Liebliches ist ihnen eigen, sie sind straff,
mineralisch und voller Struktur, egal ob weiß oder rot. Großes Holz oder
Betontank für alle. Das Kulinarische
kommt auf Etagères, um Platz am Tisch zu sparen. Es sind dies
Schinken, Speck und Würste von Wildschwein oder Mangaliza, Blunzn und
Oggauer Feuerfleck, ein riesiger gebackener Fladen mit Zwiebel und Speck
und ziemlich genial. Und ein Highlight, eingelegtes Essigzeug im
Rexglas: Gurkerl, mit Kraut gefüllte Paprika und Zwieberl. Von
Stephanies Oma mit Liebe gemacht. Und wer das Glasl nicht schafft,
kann's mit nach Hause nehmen. Am Tag darauf war's leer. Spontan, wie wir
sind, sind wir gleich wieder einmal da.
| Gut
Oggau Hauptstraße 31, 7063 Oggau Telefon: +43(0) 664 20 69 298
E-Mail: office@gutoggau.com
www.gutoggau.com
syl
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| Chateau Pfuigack? |
Sonntag 2010-06-13 |
Der Sommer hat auch ein paar wenige Vorteile. Durch den Zuzug von heißer Luft temperiert sich der Weinkeller auf etwa fünfzehn Grad. Das gibt dem Bordeaux, wenn man ihn auf der Terrasse trinken will, so etwas von Zimmertemperatur, also reife sechzehn oder siebzehn Grad im vom Klimawandel erstaunten Glas. Wir wollen es trotzdem nicht übertreiben.
Also machen wir eine Vergleichsprobe der schlechteren Jahrgänge von Chateau Figeac. Der über alle Maße geringgeschätzte 1997er tritt gegen den auch nicht mit zuviel Lob überschütteten 1994 an. Beide Herren bemühen sich. |
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1997 macht in den ersten Minuten das Übliche, nämlich auf Korkverdacht. Wir rufen bereits den Tatortkommissar. Auf Korkverdacht steht U-Haft im Glas und später vielleicht im Kochtopf und in ganz vorsätzlichen Fällen das Ausgußrohr.
Flugs erholt sich 1997 wieder und macht auf Merlot, um sich gleich als trinkbares Sommer-Bordeauxscherl zu präsentieren. 1994 wiederum schaut den Nachfolger in den Jahrgängen erst einmal scheel aus der Flasche an, um gleich als Beweis posieren, dass er Jahrgang 1994 zu den unterschätzten gehört. Er hat die richtige Mischung aus dem Schweiß, dem Leder, den überreifen Beeren, Schokolade, Zwetschkenkompott (oder sind es Dörrzwetschken oder spinne ich?) und was er halt so mitbringt mit den Jahren.
Doch eine Stunde später, als man ihn gerade zu den Paillards vom Rind mit Zitrone und Olivenöl getrunken und gelobt hat, schleicht sich in ihm ein wenig Kork ein. Wieder ein Anruf beim Kommissar. Korkverdacht. Holen Sie den Typen sofort ab. Doch kaum ist der Kommissar angereist, ist der Kork abgereist. Figeac ist ein Komiker. Ein Geheimagent unter den Spitzenweinen, der seine Opfer verhöhnt und der Lächerlichkeit preis gibt. Und da springt 1997 aus dem Dickicht hervor: schöne Kaffetöne, leicht, Tabak. Sie sollen uns gern haben.
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Herr Rabl
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| Der Gespritzte ist wieder da |
Sonntag 2010-06-13 |
Er hat wieder Saison, der Gespritzte. So hieß es früher einmal. Und man
wußte nie genau, wer jetzt genau gemeint war. War es der Gast im
Segafreddo am Graben, der Gespritzte. Oder beim Heurigen in Grinzing,
der Gespritzte. Er hatte auf jeden Fall Saison. Und manche meinten, ihn
an seinen aufgestellten Polohemdkrägen schon von weitem zu erkennen zu
können und gingen dann lieber auf ein Bier.
Doch in der Zeit der Hardcore-Weintrinker ist es um den Gespritzten
schlecht bestellt. Hier und dort zeigt er sich noch, vielleicht ganz
vereinzelt in der Reiss-Bar.
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Dort trinkt er Champagner aus nicht geeigneten Gläsern. Uns Trinkern
ist er egal. Wir lachen über ihn. Und gerade deshalb ist es auf dieser Site der Nichtkonformisten
jetzt höchst dringend, dem Gespritzten einen wohlverdienten Auftritt zu geben. Denn er macht sich
gerade im Sommer ernsthaft um den Durst der Menschen verdient, und dieser ist bei den üblichen
Temperaturen noch größer als er eh schon ist. Ich treffe ihn an der Bar des Grünauer, den ich
hier nur den allergrößten Nebbochanten gesondert vorstellen muss. Er ist aus einem Wein, der
nicht mehr sein will, gemacht und einer raketenartigen Dosis Soda, sodass es schäumt und windet
im Glas, wie beim frisch gezapften Bier. Beides gehört ja schnell runtergespült, wie man weiß,
also der verlängerte Weiße in wenigen Schlucken und man sagt: Ahhh, bitte ein Zweiter. Mit dem
Vorbild Grünauer können die Wiener Ausschanke leider nur in den allerseltensten Fällen mithalten.
Auch ein anderes Ereignis des Sommers findet sich dort, einer der besten Gurkensalate des Landes,
ein Zaziki, oder wie es heißt, mit kleiner Kartoffelbeigabe und ordentlich Rahm. (Das Rezept zu entnehmen
der neuen Ausgabe von a la carte.) Aber wir sind nicht deswegen hier.
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Herr Rabl
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| WIR FREUEN UNS! |
Freitag 2010-06-11 |
Darf man stolz sein, wenn einer der eigenen Kunden Erfolg hat? Man darf wie wir meinen. Und wir freuen uns. Ferdinand Mayr ist der klassische Négociant. Im Land von Bordeaux, Burgund & Co gang und gäbe, bei uns doch eher exotisch. Herr Mayr, der hierzulande vor allem als Vortragender in Sachen Wein mit enormem Wissen und viel Herz bekannt ist, kauft also Trauben und lässt Wein nach seinen Vorstellungen keltern. Jahrelange Erfahrung und ausgeprägte Sensorik sind seine besten Voraussetzungen, den Weinwerdungsprozess fachmännisch zu begleiten. So weit so gut. |  | In Spanien läuft das Geschäft seit dem Jahr 2000, in Österreich ist der „Winzer ohne Weingut“ erst seit 2008 aktiv. Zwei Marken gibt's: „Na Alsdann“ und die Premiumlinie „Kaiserwetter“. Die ersten Lorbeeren folgen auf dem Fuß. Sein Grüner Veltliner Na Alsdann 2009 gewann bei der International Wine Challenge 2010 in London auf Anhieb Bronze. Wir gratulieren!
Na Alsdann, Herr Mayr, weiter so. Ruth
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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!
Hier lässt sich's tratschen oder "havelundpetzen". Wie früher an der "Bassena", dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, in denen dort der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!
DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.
> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.
Bag-In-Box also. Wußten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?
> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.
> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.
> Purple Wine
Purple Wine und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.
Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.
> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!
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