Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

Die Nahrung als Gift Donnerstag 2012-08-16

So frisch und munter kann ich jetzt nicht mehr in mein Frühstücksbrot beißen. Das liegt an einem Artikel, gelesen in der Süddeutschen. Denn mit jedem Bissen nehm ich Glyphosat auf, das in großen Mengen als Unkrautvergiftungsmittel auf Getreidefeldern versprüht wird.

Zwei Laib Brot auf Holztisch
Obwohl versprochen wurde, dass dieses Mittel schnell abgebaut wird und somit auch nicht in den menschlichen Stoffwechsel gelangen kann, wurden im Körper dessen Inhaltsstoffe nachgewiesen. Sehr beruhigend, dass dieses Pestizid eines der am meist verwendeten Spritzmittel in der Landwirtschaft ist.

Darüber hinaus ist es wirklich ärgerlich, dass ein Produkt zugelassen wird, obwohl die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit nicht geklärt sind. Kontrollen auf Rückstände im Getreide erfolgen nicht. In Südamerika befürchten Anwohner, dass die Besprühung der anliegenden Sojafelder Gesundheitsschäden und Todesfälle zur Folge hat. Für 2012 war daher eine Risikoüberprüfung von Glyphosat auf EU-Ebene angedacht, jedoch wurde auf Anraten der deutschen Behörden diese auf 2015 verschoben.

Das nenn ich mal einen »gesunden« Start in den Tag!
Mirjana
Das Wort zum Ferragosto Mittwoch 2012-08-15

Ich finde, es muss einmal gesagt werden! Gerade weil Ferragosto ist oder auch trotzdem. Und finden Sie nicht auch, dass »Ferragosto« viel besser klingt als »Mariä Himmelfahrt«? Die Feriae Augusti, also Augustus Ferien, wurden von Kaiser Augustus am 15. August, dem heißesten Tag des Jahres, festgelegt.

Drei Champagnerflaschen im Einkaufskorb

Er bestimmte, dass dieser Tag nicht nur für die freien Römer, sondern auch für die Sklaven ein arbeitsfreier Tag sein sollte. Also, weg vom Mac. Sklaven und Römer, trinkt Champagner! Denn das sind meine (Lilys) Worte:

»Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.«

Danke, Madame Lily Bollinger, Sie sprechen mir aus der Seele!

syl
Hallo Judith und Markus! Aber hallo! Mittwoch 2012-08-08

Zeige mir deine Kunden und ich sage dir, wer du bist. Bitte schön, sehr gerne! Denn über unsere Winzer definieren wir uns. Passen Wein und Chemie, dann passt's. Dann sind wir stolz und froh, für sie arbeiten zu dürfen. Und sie freuen sich hoffentlich auch ein bisschen, mit uns zu arbeiten. Also, wir freuen uns sehr über Judith Beck aus Gols und Markus Altenburger aus Jois. Ein herzliches »Willkommen« den beiden Burgenländern in unserer Runde. Beider Weine lieben wir, beider Weine werden wir demnächst allesamt und gesammelt verkosten.

Porträt von Judith Beck mit Rotweinglas

Wer Interesse hat, schicke uns ein Mail. Besonders schön ist es, dass wir auch gleich etwas über beide zu sagen haben. So wird Judiths Pinot Noir 2009 im aktuellen WeinWisser mit 16+ von 20 Punkten höchst lobend erwähnt. »Exzellent vinifiziert«, meint der Wisser Stephan Reinhardt.

Markus hingegen hat's dem Vinaria Guide 2012/13 angetan. Gleich zweimal fünf Sterne gibt es. Für Chardonnay Jungenberg 2010 »an klassische Montrachets gemahnend« und Blaufränkisch Jungenberg 2009 »ganz oben im heimischen Blaufränkisch-Ranking«.

Markus Altenburger mit einer Flasche Jungenberg 2010 im Vordergrund
Und dann gibt es natürlich noch viel viel mehr zu sagen über Judith und Markus. Pinot-Noir-Spezialistin die eine, Blaufränkisch-Könner der andere. Peu à peu werden wir uns eintrinken und einarbeiten, das eine lieber als das andere. Aber auch das sehr gerne. Aja, da wäre noch etwas: Wer nicht gerne so weit fährt, für den hält Markus Altenburger eine Dependance in Wien bereit. Die »Hermanngasse 13« in der Hermanngasse 13, 1070 Wien. Verkostung, Verkauf und Veranstaltungen. Markus ist donnerstags dort anzutreffen, 12 bis 18 Uhr.

www.weingut-beck.at
www.markusaltenburger.com
& www.hermanngasse13.at
syl

Uiuiui. Freitag 2012-08-03

40 Grüne Veltliner aus zehn Ländern, zwei Piraten anderer Rebsorten aus der Schweiz. And the winner is – Germany! Jawohl, richtig gelesen. 

Dieter Hübler und Laurenz Maria Moser organisierten ein internationales Grüner-Veltliner-Tasting in Wien.

Die deutsche Flagge im Wind 
Neben neun österreichischen Weinen gab es acht aus Neuseeland, vier aus Tschechien und den USA, je drei aus Deutschland, der Slowakei und Australien, zwei aus Ungarn und je einen aus Italien und Argentinien zu verkosten. In der Verkosterrunde saßen Weinjournalisten, Weinexperten und Weinproduzenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der GV »Vom Balkon der Pfalz 2009« vom Weingut Weegmüller ging als Siegerwein hervor. Auch wenn die Plätze zwei bis vier mit Markus Hubers »Berg 2010«, Ebner-Ebenauers »Alte Reben 2011« und Laurenz V »Silver Bullet 2011« an renommierte hiesige Betriebe ging, ein bisserl zwickt's schon, oder?

Andererseits spannend zu sehen – und zu schmecken offenbar – was sich anderweitig bei der österreichischen Parade-Patrioten-Rebsorte so tut. Mehr davon gibt's noch dieses Jahr ind London, Berlin und den USA. 2013 folgen Tastings in Dubai, Hong Kongund Asien. Man darf gespannt sein.

Quelle: Decanter

Ruth

sehr interessant

tom  03.08.2012 20:35

da wäre es sehr fein gewesen dabei zu sein. wäre wirklich interessant wie der GV so in anderen Ländern ausgebaut wird. und postiv überraschend das man das bei euch zu erst erfährt, und nicht bei anderen "weinmagazinen"! und den deutschen GV würde ich gerne mal verkosten.
lg und schönes weekend

Kein Ländermatch Mittwoch 2012-08-01

Deutschland gegen Italien, Bayern gegen Bologna. So könnte der Blogeintrag hier beginnen. Könnte er, soll er aber nicht. Denn ein Ländermatch ist nicht das, was ich möchte. Auch wenn ich hier die beiden Destinationen aus kulinarischer Perspektive miteinander vergleiche. Und das Ergebnis – das kann vorweggenommen werden – leider eindeutig ist.

Gedeckter Tisch nach einem Essen mit Tassen, Gläsern und offener Weinflasche 

Wissend, dass mit der und in der italienischen Küche auch nicht alles eitel Wonne ist, vielleicht sogar gerade dort nicht (kürzlich hab ich mich mit einem Blogeintrag über die mafiösen Machenschaften der Lebensmittelindustrie geärgert), frage ich mich trotzdem, warum zwischen diesen beiden Ländern kulinarisch solche Welten liegen. Ich war kürzlich in beiden unterwegs, der Vergleich machte mich – zumindest diesmal – sicher.

Warum verkochen die einen mit einer Selbstverständlichkeit die landeseigenen Produkte, sind mit Selbstbewusstsein traditionell und schaffen es dabei trotzdem, zeitgemäß zu sein? Warum finden sich auf den Speisekarten der anderen in jedem beliebigen »gutbürgerlichen« Gasthaus Mozzarella mit Tomate, asiatische Spießchen mit Mango und Chili und Griechischer Bauernsalat? Und das alles geschmacklos im eigentlichen Sinn des Wortes?

Vielleicht ein wenig polemisch und emotional, doch ganz und gar ehrlich: In Bologna habe ich in jeder abgelegenen Trattoria, in jeder winzigen Enoteca, in jeder beliebigen Gelateria einfach gut gegessen. In Bayern war ich nach wiederholten Recherchen (zu Fuß suchend und im Netz surfend) irgendwann genervt und dann nach jedem Essen enttäuscht und fassungslos. Will »der Gast« einfach nicht mehr? Braucht er nicht mehr? Erwartet er nicht mehr? Ist Mittelmäßigkeit das Maß der Dinge?

Sollte ich überheblich, schwarz-weiß-denkend, verallgemeinernd oder Pro-Italia rüberkommen, ist das ganz und gar nicht meine Absicht. Es war mir einfach ein Bedürfnis, meine Eindrücke los zu werden. Und mich würde interessieren, wie andere das sehen.

Ruth

Muss es nicht

Ruth  02.08.2012 08:51

Muss es nicht, könnte es aber. Wär halt fein, auch in diesen Gegenden erfreulich zu essen. Und zu trinken. Von den Weinkarten hab ich ja noch gar nicht angefangen ...

ganz einfach..

klimek  01.08.2012 14:31

..es sind mentalitätsunterschiede. noch vor jahren war es noch viel schrecklicher. und das wird sich auch nicht ändern. muss es auch nicht..

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