Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Melancholie Sonntag 2012-08-26

Ich weiß, ich bin zu spät dran. Viel zu spät. Acht Tage zu spät. Scott McKenzie, der uns allen »San Francisco« nähergebracht hat, zumindest akustisch, ist letzte Woche gestorben. Irgendwie musste ich beim Blick in den Garten, der heute schon so herbstlich wirkt, gerade daran denken.

Blick auf Wald und dunkelblauen wolkigen Himmel

Und daran, dass dieser Song zu jenen zählt, die mich so richtig schön melancholisch werden lassen. Ein paar andere tun das auch noch, interessanterweise sind das fast ausschließlich »Oldies«. Woran das wohl liegen mag?

Ich freue mich jedenfalls, dass der Sommer noch einmal zurückkommt und ich meine Herbst-Melancholie, die mich alljährlich überkommt, noch ein wenig warten lassen kann. Bis sie dann passt und stimmig ist. Dann freu ich mich auch über sie.

Scott McKenzie mit »San Francisco« auf YouTube

Ruth 
Beef druckfrisch? Sonntag 2012-08-19

Schön langsam wird es gruselig. Finde ich. Laut eines Artikels der Wochenendausgabe der Tageszeitung »Der Standard« arbeitet das US-Start-up-Unternehmen »Modern Meadow« an der Herstellung von synthetischem Fleisch via 3-D-Drucker. Aus Biotinte. Hä? Hab ich irgendwas versäumt?

Ein Stück rohes, rotes Steakfleisch

Laufschuhe und Waffen gibt es offenbar schon länger »druckfrisch«, Schokolade seit dem Frühjahr. »Choc Edge«, ein Spin-off der University of Exeter, hat einen Schoko-Printer entwickelt, der um 3.500 Euro erstanden werden kann.

Im Fall von Fleisch liegt die Krux in der Gewebezüchtung für essbare Fasern. Wobei das Ziel ja durchaus ein hehres ist. Modern Meadow will den enormen Ressourcenverbrauch, der eine Folge der Fleischproduktion ist, rapide senken.

Es wird wohl noch ein bisschen dauern, bis die Tiere wirklich aufatmen können. Im Moment geht es um ein Fleischstück mit etwa zwei Zentimeter Größe und einen halben Millimeter Dicke. Das macht niemanden satt.

Mir fehlt irgendwie die Vorstellung, wie so ein Ding funktioniert.

Quelle: Der Standard, 18./19. August 2012, Seite 19

Ruth

Die Nahrung als Gift Donnerstag 2012-08-16

So frisch und munter kann ich jetzt nicht mehr in mein Frühstücksbrot beißen. Das liegt an einem Artikel, gelesen in der Süddeutschen. Denn mit jedem Bissen nehm ich Glyphosat auf, das in großen Mengen als Unkrautvergiftungsmittel auf Getreidefeldern versprüht wird.

Zwei Laib Brot auf Holztisch
Obwohl versprochen wurde, dass dieses Mittel schnell abgebaut wird und somit auch nicht in den menschlichen Stoffwechsel gelangen kann, wurden im Körper dessen Inhaltsstoffe nachgewiesen. Sehr beruhigend, dass dieses Pestizid eines der am meist verwendeten Spritzmittel in der Landwirtschaft ist.

Darüber hinaus ist es wirklich ärgerlich, dass ein Produkt zugelassen wird, obwohl die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit nicht geklärt sind. Kontrollen auf Rückstände im Getreide erfolgen nicht. In Südamerika befürchten Anwohner, dass die Besprühung der anliegenden Sojafelder Gesundheitsschäden und Todesfälle zur Folge hat. Für 2012 war daher eine Risikoüberprüfung von Glyphosat auf EU-Ebene angedacht, jedoch wurde auf Anraten der deutschen Behörden diese auf 2015 verschoben.

Das nenn ich mal einen »gesunden« Start in den Tag!
Mirjana
Das Wort zum Ferragosto Mittwoch 2012-08-15

Ich finde, es muss einmal gesagt werden! Gerade weil Ferragosto ist oder auch trotzdem. Und finden Sie nicht auch, dass »Ferragosto« viel besser klingt als »Mariä Himmelfahrt«? Die Feriae Augusti, also Augustus Ferien, wurden von Kaiser Augustus am 15. August, dem heißesten Tag des Jahres, festgelegt.

Drei Champagnerflaschen im Einkaufskorb

Er bestimmte, dass dieser Tag nicht nur für die freien Römer, sondern auch für die Sklaven ein arbeitsfreier Tag sein sollte. Also, weg vom Mac. Sklaven und Römer, trinkt Champagner! Denn das sind meine (Lilys) Worte:

»Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.«

Danke, Madame Lily Bollinger, Sie sprechen mir aus der Seele!

syl
Hallo Judith und Markus! Aber hallo! Mittwoch 2012-08-08

Zeige mir deine Kunden und ich sage dir, wer du bist. Bitte schön, sehr gerne! Denn über unsere Winzer definieren wir uns. Passen Wein und Chemie, dann passt's. Dann sind wir stolz und froh, für sie arbeiten zu dürfen. Und sie freuen sich hoffentlich auch ein bisschen, mit uns zu arbeiten. Also, wir freuen uns sehr über Judith Beck aus Gols und Markus Altenburger aus Jois. Ein herzliches »Willkommen« den beiden Burgenländern in unserer Runde. Beider Weine lieben wir, beider Weine werden wir demnächst allesamt und gesammelt verkosten.

Porträt von Judith Beck mit Rotweinglas

Wer Interesse hat, schicke uns ein Mail. Besonders schön ist es, dass wir auch gleich etwas über beide zu sagen haben. So wird Judiths Pinot Noir 2009 im aktuellen WeinWisser mit 16+ von 20 Punkten höchst lobend erwähnt. »Exzellent vinifiziert«, meint der Wisser Stephan Reinhardt.

Markus hingegen hat's dem Vinaria Guide 2012/13 angetan. Gleich zweimal fünf Sterne gibt es. Für Chardonnay Jungenberg 2010 »an klassische Montrachets gemahnend« und Blaufränkisch Jungenberg 2009 »ganz oben im heimischen Blaufränkisch-Ranking«.

Markus Altenburger mit einer Flasche Jungenberg 2010 im Vordergrund
Und dann gibt es natürlich noch viel viel mehr zu sagen über Judith und Markus. Pinot-Noir-Spezialistin die eine, Blaufränkisch-Könner der andere. Peu à peu werden wir uns eintrinken und einarbeiten, das eine lieber als das andere. Aber auch das sehr gerne. Aja, da wäre noch etwas: Wer nicht gerne so weit fährt, für den hält Markus Altenburger eine Dependance in Wien bereit. Die »Hermanngasse 13« in der Hermanngasse 13, 1070 Wien. Verkostung, Verkauf und Veranstaltungen. Markus ist donnerstags dort anzutreffen, 12 bis 18 Uhr.

www.weingut-beck.at
www.markusaltenburger.com
& www.hermanngasse13.at
syl

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