Bunte Rüben und Kraut in einer Holzschale

Bassena - unser Blog

Der Retter ist nah! Freitag 2011-12-09
Jedes Jahr um diese Zeit droht Massenpanik. Vor Schwimmreifen, Reithosen und ungeliebten Röllchen und Pölsterchen an den sichtbaren und unsichtbaren Stellen. Nun scheint zumindest mittelfristig allgemeine Leichtigkeit in Sicht. Unser aller Retter heißt wieder einmal Resveratrol. Tanzender Mann in Balletstrümpfen

Dieses Polyphenol, das in über 70 Pflanzensorten gebildet wird, findet sich vor allen Dingen in den Häuten von Weintrauben und hier im besonderen in denen der roten. In der Natur schützen die feinen Kristalle die Pflanzen vor Pilzinfektionen und Parasiten. Ist ein Rebstock etwa vom bösen Mehltau befallen, schüttet dieser in den Blättern und Beerenhäuten vermehrt Resveratrol aus. Dass es auch dem Menschen zugute kommen kann, weiß man schon lange. Denn es übersteht Gärprozesse und lange Lagerzeiten wie nix und bleibt uns im Wein erhalten. Und da wird es für uns aktiv.

Es gibt Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit gegen Krebszellen (In-vitro-Versuche) und Beweise für positive Effekte gegen Krankheiten wie Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Alzheimer, Arthritis und manche Autoimmunkrankheiten. In Maßen genossen, soll Rotweinkonsum also durchaus gesund sein.

Und nun bitte, Keksvernascher aufgepasst, gibt es laut WineSpectator auch klare Anzeichen dafür, dass Resveratrol auch Männern mit dicken Bäuchen hilft. Wobei er hier tatsächlich von »men« spricht, in der zitierten Studie waren keine Frauen beteiligt. Anyway. In der Red-Wine Chemical Improves Health of Overweight Men Dutch study wird aufgezeigt, dass das Polyphenol positive Auswirkungen auf den menschlichen Metabolismus hat und übergewichtigen Männern zu besserer Gesundheit und längerem Leben verhelfen kann.

Elf schwer übergewichtigen Männern aus den Niederlanden wurden hohe Resveratrol-Dosen oder Placebos verabreicht. Nach 30 Tagen wurden die jeweiligen Gruppen getauscht. Biologen, Ernährungswissenschafter und Radiologen fanden nach ihrer Analyse heraus, dass die Metabolismus-Werte nach der Resveratrol-Gabe besser geworden waren.

Allerdings: KEIN GEWICHTSVERLUST. Die Kugel, die Mann vor sich herschiebt, fühlt sich danach aber um ein Eck leichter an.

DENN: Bessere Leberwerte mit weniger Fett, niedrigere Zucker- und Insulinwerte, die körpereigenen »Energiekraftwerke«  Mitochondrien und der allgemeine Energiehaushalt funktionierten besser.

DIE NÖTIGE DOSIS: »The dose of resveratrol that we gave, 150 milligrams per day, would be equal to approximately 10 liters of red wine, and that is obviously not realistic«, so Co-Author Dr. Patrick Schrauwen, Metabolismus-Professor an der Universität Maastricht. »So resveratrol may be helpful if given as a food supplement.«

Ein kleiner Lichtblick also. Wenn es Resveratrol einmal in Pillenform gibt, bleiben wir zwar dick, sind dabei aber gesünder. Ist ja auch schon was.

Quelle: www.winespector.com, www.wikipedia.org
syl

Glfcckwunsch dem Meister und Vizemeister im Backgammon.War nicht mein Tag, Wetter nicht so gut, keine Vorbereitung in der Tfcrkei ( wegen Truck Trial ).Aber es gibt eine Wiederhloung und dann werden wir sehen!Grudf Udo

Septya  22.07.2012 16:54

Glfcckwunsch dem Meister und Vizemeister im Backgammon.War nicht mein Tag, Wetter nicht so gut, keine Vorbereitung in der Tfcrkei ( wegen Truck Trial ).Aber es gibt eine Wiederhloung und dann werden wir sehen!Grudf Udo

Sweet wines are made of this. Dienstag 2011-12-06

Der Magen sollte relativ leer sein. Sehr leer. Viel Platz bieten, für das, was kommt. Denn ist nicht genügend Platz, kann nicht alles gegessen werden. Und das reut. Ich weiß, wovon ich red. 

Schauplatz: Restaurant Holy-Moly! am Badeschiff. Akteure: C. Petz, seines Zeichens Koch. G. Kracher, seines Zeichens Winzer.

Eine Kiste mit Kracher-Weinen

Meister ihres Faches alle beide. Ergebnis: ein kongeniales Menü, das beweist, dass Süßwein weit mehr kann, als man ihm - zum Essen meine ich - zutraut. Und ich frage mich, wie schafft der Koch es, zu jedem Wein ein Gericht zu kreieren, dass beim Essen so wirkt, als hätte es nie eine andere Bestimmung gehabt. Der Petz kocht zum Wein hin, dass es eine Freude ist.

Verkostungsgläser

Hier die drei (von sechs) Kombinationen, die für mich stimmig wie nur was waren. Stimmig waren sie selbstredend alle, die hier halt ums Eitzerl stimmiger. Für mich.

Kalbskopf und Bries auf Trauben-Nussragout und 2009 Muskat Ottonel Auslese. Als wären sie miteinander ersonnen worden.

Kalbskopf und Bries auf Trauben-Nussragout
Amurkarpfen (Einschub für Herrn Rabl: War klar, dass ich mich bei dem Wort vertippen musste, der Fasching naht.) im Röstzwiebelsud mit Butternockerl und 2009 Traminer TBA No 5. Sud und Wein im Paarlauf. Grandioses Gaumenspiel.
Amurkarpfen im Röstzwiebelsud mit Butternockerl 

Portionsapfelstrudel mit Weinchadeau und 2009 Grande Cuvée No 6. Hin- und hergerissen zwischen Häferl und Glas, bass erstaunt, dass süß und süß nicht zu süß ist. Wie gesagt, kongenial.

Fast 24 Stunden seit dem edlen Mahl vergangen, ich krieg langsam wieder Hunger.


Apfelstruder mit Weinchadeau

Die Infos zum Menü auf www.badeschiff.at

Ruth

Ein paar Milligramm Unterschied Mittwoch 2011-11-30
Romana Fertl und Thomas Irmler von Open Sense waren wieder einmal bei havel & petz auf Besuch. Um uns zum zweiten Mal eine »Experience zum guten Geschmack« zuteil werden zu lassen. Ein paar Freunde und Freundinnen waren auch da, und so kosteten, schmeckten und rochen wir uns zu elft durch den Abend.
Geschmacksproben in Gläsern 

Lektion Nummer eins: Sensorik ist die Prüfung von Lebensmitteln mit allen Sinnen. Und zwar möglichst objektiv. Was zwar per definitionem nicht geht (wir sind Subjekte!), aber egal. Wir sind jedenfalls alle Profis. Nicht wahr?

So un-sinnlich wie auf dem ersten Foto ging's los.

Romana Fertl bei der Vorstellung 
Es galt, die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami zu erschmecken.  Aus der Grundsubstanz Wasser plus zum Beispiel 0,005 Gramm pro Liter Chininsulfat. Schmeckt bitter. Lektion Nummer zwei: Geschmack im Sinne von Sensorik ist nur begrenzt erlernbar.
Thomas Irmler beim Einschenken 

Wir sind genetisch vorprogrammiert, ob wir zu den Bitterschmeckern gehören oder nicht. Ab welcher Konzentration Zitronensäure wir das Gesicht verziehen.

Lektion Nummer drei: Die Augen sind ein Hund. Schönes Etikett? Bekannter Winzer? Tolle Bewertung vom Guru? Gegessen, der Wein schmeckt. Ob er schmeckt oder nicht.

Die Teilnehmer mit Sichtschutz 
Mit schwarzen Augenbinden mussten wir also einen Wein probieren und uns auf unser »Mundgefühl« konzentrieren, den Wein beschreiben. Dann Augenbinde runter und - der Schock - wir haben einen Rosé im Glas! Schnell die Beschreibung nachjustieren, die hat ja nicht gepasst auf den Wein im Glas. Der nächste Schreck, der Wein wurde gefärbt. Also doch kein Rosé.
Die Runde der Teilnehmer 

Verwirrung und Chaos in den Köpfen und in den Mündern. Was war's also? Ein relativ renommierter Riesling. Und, ich muss das hier anbringen, ich schwöre, als Blinde hab ich zuerst auf Riesling getippt. Hab ich mich aber nicht sagen getraut. Blöd.

Und es gäbe noch viel zu berichten. Von der Verkostung ein und desselben Weines, einmal mit Schrauber, einmal mit Kork in der Flasche gereift. Von fünf Nanogramm (10 hoch -9!!!) Trichloranisol pro Liter Alkohollösung für den »Schwellentest«. Von einem Gramm Weinsäure oder 15 % Wasser pro Liter Weißwein, die den Unterschied schmecken lassen. Ganz schön viel Arbeit.

Zum Vergnügen nach der Arbeit gab es dann Beef Tatare und Fischsuppe aus der Petz'schen Küche. Und ein paar Weine. Zum Trinken.

Ganz schön sinnvoll, so ein Abend der Sinne.

www.opensense.at

Ruth

Geht's noch? Die »besten« Sekte Österreichs auf Konsument.at Dienstag 2011-11-29
Ein echter Knaller. Genau. Den haben möglicherweise die Leute vom Konsumentenschutzmagazin. Als Testsieger einer Verkostung von 27 Sekten aus dem Supermarkt ging ein Schaumwein vom Diskonter um
€ 1,59 hervor. Laut Testprotokoll schmeckt er »gut bis herausragend«. Schützt uns bitte vor den Schützern!
Screenshot von konsument.at

So steht es geschrieben: »Qualität ist bei Sekt nach wie vor keine Frage des Preises. Im Gegenteil!« Sic! Und als Argument für das Ergebnis wird die Kostjury »Profis vom Bundesamt für Weinbau« genannt und blind sei die Probe gewesen. Mag ja durchaus sein. Mag auch sein, dass die Sekte tatsächlich so halbwegs trinkbar waren. Aber hat diesen Leuten schon einmal jemand klar gemacht, welch Wein bei € 1.59 Verkaufspreis in der Flasche sein kann? Zumindest zwei Margen, die Flasche, der Stoppel, die Folie, das Etikett, der Karton, das Marketingbudget (Diskonter!), der Transport und die Listungsgebühr werden von diesen € 1,59 abgedeckt. Möglicherweise fehlt noch was.

Was also kann der Sekt? Bei einem Wert von geschätzten 33 Cent pro Flasche? Das also heißt bei Konsument.at Qualität? Billigste Industrieware, Künstdünger, künstlich gezüchtete Hefen und was weiß der Himmel für Zusatzstoffe. Die Bubbles ordentlich reingepresst, ein bisschen Dossage aus Kristallzucker und fertig. Das Zeug ist wenige Wochen nach der Ernte auf der Flasche.

Das unterminiert die Arbeit seriöser Produzenten und die echte Qualität guter Sekte, von denen die meisten flaschenvergoren sind und zumindest ein Jahr auf der Hefe liegen. Schon das kostet ein Eck mehr als diese € 1,59. Auf den Rest des kostenpflichtigen Artikels verzichten wir hier gerne.

Hier noch die Liste der verkosteten Sekte. Welches der Sieger war, steht im zahlungspflichtigen Teil: Ritter Sekt, Winzerhaus Brut, MM Extra Sekt, Hochriegl Trocken, Haus Österreich Riesling Sekt, Vintage Selection Sekt, Schloss Königstein Österreichischer Sekt, Hochriegl Blanc de Blancs, Schlumberger Gold, Monte Christo Dry, Klostersekt Brut, Baronesse Sekt, Cantador Silvernote, Diplomat Österreichischer Sekt, Kupferberg Brut, Söhnlein Brillant Jahrgangssekt, Henkell Trocken, Römer Krönung, Szigeti Welschriesling, Schlumberger White Secco, Kupferberg Gold, Henkell Blanc de Blancs, Marquis Bernard Jahrgangssekt, Goldeck Veltliner Sekt, Engel Riesling Sekt, Rittsteuer Primus, Light live Light live alkoholfrei

www.konsument.at (2. Seite kostenpflichtig)
syl
Die COPs sind unterwegs! Vorsicht Suchtgefahr. Freitag 2011-11-25

Wenn Sie glauben, absolut falsch zu sein, dann sind Sie richtig. Beim Club of Plenty, einer Initiative von Winzer Roland Velich, Autor Christian Seiler und Philipp Furtenbach von den AO&s. Der COP »beschäftigt sich mit Essen und Trinken und den vielfältigen damit verbundenen Fragen zur täglichen Ernährung«. Er veranstaltet außergewöhnliche genussphilosophische Events wie im Spätsommer »Kreide«, ein Koch-Ess-Trink-Diskussions-Get-together im Kreidebergwerk im burgenländischen Müllendorf. Jetzt lädt COP zu »IMBISS«, Wiener

Die Tafel beim Club of Plenty

Forum zur Imbisskultur, noch bis 23. Dezember. Eingemietet in ein leerstehendes Gassenlokal am Bauernmarkt in der Innenstadt. Und wie schon oben erwähnt, man glaubt nicht, dass sich hinter dieser unbeleuchteten, zugeklebten Tür etwas auftun könnte. Tritt man zögerlich ein, befindet man sich in mehr oder weniger nichts. Baustelle. Aber nicht davon abschrecken lassen, Sie sind genau richtig!

Denn dann tut sich's tatsächlich auf. Eine lange Tafel im unverputzten Raum, bequeme mit grauem Filz überzogene Polsterbänke, auf denen es sich sicherlich auch gut schlafen lässt, und insgesamt eine gute Atmosphäre. Auch bedingt durch die Anwesenheit der Philipps Furtenbach und Riccabona. Kochende Nomaden, die sich niederlassen, wo sich's kochen lässt. Das kann im Wald sein, in der Kreide oder eben in der leerstehenden Urbanität. Kochstelle in der Baustelle. Von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr nachts wird hier Essen angeboten, zum Mitnehmen oder um damit vor Ort zu verweilen und sich auszutauschen.

Wobei Essen bei den AO&s immer etwas Besonderes darstellt. Ausschließlich saisonale Lebensmittel selbst gefangen und gehäutet oder von persönlich bekannten Produzenten. Gestern gab es zum Beispiel eine wunderbar mollige Karfiolsuppe (keine Sorge, nix von muffigkohligem Geruch und Geschmack), einen großartigen Salat aus zart gebratenen Wurzeln, Apfel und Rotkraut und dann diese Wurst da oben. Sie kommt vom steirischen Freilaufschwein, in die Haut kam sie mittels eines Wurstmaschinenprovisoriums mit kollabierendem Elektromotor und auf den Teller wunderbar grob und würzig. Geschmack aus der Kindheit. Bergkäse in dreierlei Reifegrad bildete den Abschluss und das Ganze gab es um mehr als günstige 20 Euro. Wein gibt es natürlich auch. Und wo Velich draufsteht ist entweder Velich drin oder Wein von anderen bekannten Winzern mit dem gewissen Salz.

Das Ganze ist aus rechtlichen Gründen als Verein deklariert, man kommt und isst und bleibt und geht irgendwann wieder. Um bald darauf wiederzukommen. Großartig!

Club of Plenty/Wiener Forum zur Imbisskultur
23. Dezember 2012, täglich von 10 bis 22 Uhr
1010 Wien, Bauernmarkt 1, Eingang Freisingergasse
www.cop.org und www.aound.net
syl

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